TwinWorks Vario Sattelstütze. Was kann die neue Dropperpost von Alutech Cycles?

Für mich ist dieses Teil aus dem MTB Sport nicht mehr wegzudenken. Die Vario Sattelstütze oder auch cooler „Dropperpost“. Kurz vor der Abfahrt den Sattel runter und schon hat man Bewegungsfreiheit im Schritt 😉 Dieses Feature wurde in den Anfangstagen genau so belächelt wie die Scheibenbremse oder noch früher die Federgabel. Und wie bei allen Produkten gab es im Frühstadium der Entwicklung auch das eine oder andere Zuverlässigkeitsproblemchen.

Diese Phase haben wir aber hinter uns und es gibt eine Vielzahl an Anbietern. An meinem Enduro MTB ist derzeit eine Dropperpost von Bikeyoke mit 160 mm Hub verbaut. Die funktioniert wirklich gut. Besonders der Hebel liegt toll in der Hand.

Allerdings ist mir der Hub, bedingt durch meine langen Gräten mit 90 cm Schrittlänge nicht immer genug. So habe ich bei Bikeparkbesuchen den festen Teil der Stütze immer noch weiter rein geschoben. Dieser steht ca 40 mm heraus.

Dann hat TwinWorks, ihreszeichens die Teilehausmarke von Alutech Cycles, eine eigene Dropperpost ins Programm aufgenommen die mit 190 € auch ziemlich günstig ist. -> KLICK. Derzeit nur in 31,6 mm Durchmesser erhältlich und somit erstmal für alle Alutech aber auch viele andere Bikes passend. Was sie für mich interessant macht ist, dass es auch eine Variante mit 200 mm Hub gibt. Das könnte gerade so passen mit der Einstecktiefe….

Einen ersten Praxistest mit der Stütze in 170 mm habe ich nun schon hinter mir da diese an meinem Alutech Cheaptrick Hardtail Bike verbaut ist. Funktioniert wirklich gut. Lediglich der Bedienhebel wirkt nicht ganz so hochwertig wie der originale „Triggy Remote“ der Bikeyoke. Bei einer Umrüstung könnte ich den aber eventuell weiterverwenden. Mehr dazu siehe unten.

TwinWorks Dropperpost in 170 mm am Alutech Cheaptrick

Den endgültigen Kaufanreiz gab nun tatsächlich der black friday, an dem es das Teil für 152€ gab! Also zugeschlagen. Anhand der Daten war es nicht so ganz eindeutig, ob die Stütze auch passen wird. Rein rechnerisch würde sie komplett im Rahmen eingesteckt sein. Dabei kann sie zum Einen dann zu lang sein wenn sie ganz ausgefahren ist, zum Anderen könnte das Sattelrohr nicht weit genug ausgerieben worden sein (um das exakte Maß zu haben) oder der Zug einen zu scharfen Knick machen müssen.

Also bin ich mal wieder in die heiligen Alutech Hallen nach Ascheffel gefahren um die Stütze vor Ort anzupassen. Vorher hatte ich die alte ausgebaut. Den originalen Bikeyoke Trigger wollte ich weiterverwenden. Also konnte auch der Zug drinbleiben:

Vor Ort haben wir dann die Einstecktiefe mit einer normalen festen Stütze gestestet. Passt. Das Sitzrohr ist anscheinend bis ganz unten ausgerieben. Auch etwas, das sicher nicht alle Hersteller machen. Dann einmal geguckt, ob der Trigger kompatibel ist. Hat auch gepasst. Nachdem ich den TwinWorks Trigger in der Hand hatte, kann ich gar nicht mehr so bestätigen, dass er weniger wertig ist. Der ist auch aus Metall und nicht aus Kunststoff wie ich dachte. Außerdem hat er eine einfache Klemmschraube für den Zug. Das könnte auf dem Trail eine Reparatur eventuell erleichtern. Der Triggy hat einen festen Zugnippel ohne Klemmung. Allerdings hätte ich dann einen anderen Shiftmix Adapter gebraucht. Links statt rechts. Also bleibt der Triggy dran.

TwinWorks Trigger am Cheaptrick mit „rechter“ Shiftmix Klemme
Holy halls of Alutech 😉 Die Fanes mal wieder „Zuhause“

Nachdem ich wieder sehr nett mit dem geschnackt hatte ging es dann wieder nach Hause wo ich dann den eigentlichen Einbau vorgenommen habe.

Es zeigte sich, dass die Sorgen die Stütze könnte zu lang sein unbegründet waren. Sie steht sogar etwas heraus. Perfekt.

Neu und alt

Sollte die Stütze übrigens wirklich zu lang sein (also ganz im Rahmen eingeschoben aber zu weit ausgefahren) gibt es bei der TwinWorks eine tolle Lösung. Wenn man den Dichtkopf abschraubt, kann man einen Kunststoffring in 5 mm Schritten einrasten um den Hub um bis zu 30 mm zu begrenzen. In diesem Fall von 200 auf 170 mm. Das wäre bei mir natürlich ab einem gewissen Wert sinnlos gewesen, da ich ja mehr als 160 mm haben wollte und für 10 mm mehr Hub nichts neues kaufen wollte. Aber 5 bis 10 mm wären drin gewesen. Glücklicherweise passt es ja so und ich kann die vollen 200 mm ausnutzen.

Hier kann man die Skala erkennen:

Skala der Hubbegrenzung

Die alte Bikeyoke wandert nun ins Kleinanzeigenportal. So kann ich das ganze refinanzieren.

Ich bin gespannt wie sich die beiden TwinWorksstützen machen. Immerhin sind sie wesentlich günstiger als die Bikeyoke. Diese bietet z.B. ein integriertes Entlüftungsventil. Dieses ist allerdings auch nötig, da ich es schon öfter nutzen musste. Z.B. fast immer nachdem das Bike am Lift hing. Die Bikeyoke läuft dafür etwas smoother als die TwinWorks. Allerdings denke ich, dass das nicht auffällt wenn man keinen direkten Vergleich hat.

Ich werde berichten, wenn ich ein paar km sammeln konnte.

Ride on!

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