Jump and drop – für Senioren ;)

Am letzten Wochenende waren wir mal wieder in St.Andreasberg zu Gast. Hier treffen wir (also ich und diverse feste und wechselnde Freunde) und mindestens einmal im Jahr um die Naturtrails und auch den nahegelegenen Bikepark MSB X-Trail zu genießen.

Dieses mal sollte es am Freitag aber etwas ganz besonderes geben. Wir haben uns zu fünft zu einem jump and drop Kurs angemeldet. Durchgeführt wurde dieser von einem sehr netten Trainer von Trailtech. Wir sind ja vergleichsweise alt um das noch anständig zu lernen. Aber es war echt super hilfreich.

Man denkt ja: „Radfahren? Mach ich seit 35 Jahren. Kann ich“. Da kann ich nun ein ganz klares „Ja aber“ hintendran stellen. Wir haben uns also um 10:00 am Bikepark getroffen und dann ging es erstmal zum Bikecheck. Luftdruck, Dämpfereinstellung, ist alles fest und noch da?

Die mutige Seniorentruppe

Schon bei den ersten Übungen wurde klar, dass man sich einen komischen Fahrstil „drauffahren“ kann. Ist ein bisschen wie alleine Schlagzeug zu lernen. Klappt ganz gut, aber wenn man es dann mal von einem Profi gezeigt bekommt merkt man, was man alles so optimieren kann. Oder habt ihr jemals die Fersen je nach Situation hoch oder runtergedrückt auf dem Pedal?

Vormitags haben wir uns also nur mit Tablejumps und dem Wegdrücken von Bodenwellen beschäftigt. Erst immer die gleichen Schleifen und zum Schluss dann auf mehreren ganzen Abfahrten.

Nach der Mittagspause (Der Regen wurde doller und doller) ging es dann ans droppen. Und für mich persönlich ging es eher um den Schweinehund als um die Technik. Aber wenn man sich nach dem Übungsdrop dann an einen „richtigen“ traut, dann ich das schon ein geiles Gefühl 🙂

Danke nochmal an Trailtech für den super Tag. Bis auf zwei kleine Stürze ist auch alles und alle heil geblieben.

Auf der Tour am nächsten Tag haben sich alle auch echt sicherer Gefühlt im verblockten Gelände. Man hat förmlich nach Absprungkanten gesucht.

Entschuldigt die schlechte Bildqualität. Aber die Handykamera war bei den Licht- und Nässeverhältnissen leicht überfordert. Sogar mein „Dirtsuit“ hat aufgegeben. War dicht, aber die Reißverschlüsse sind nun kaputt. Dazu gibt es nochmal gesondert was.

Gewohnt haben wir wieder beim Werkmeister harz bnb. War wirklich wieder super. Das war es schon immer. Aber besonders hat mich die Umsetzung der Corona Hygienemaßnahmen beeindruckt. Alles eine Frage von guter Organisation. So fühlte man sich immer sicher. Und draußen im Wald ist es ja eh einfacher. Was dieses mal besonders angenehm war, ist der auch für Wintersportler ausgerüstete Trockenraum mit Lufttrocker, Schuhwärmern, Waschmaschine usw. Daumen hoch und nächstes Jahr gerne wieder. Vorhanden ist auch eine Große Garage mit Werkstatt sowie ein Bike Waschplatz. Der ist besonders für mich am schönsten 🙂

Bilder ausgeliehen von http://www.harzbnb.de (Werkmeister)

Das echte neue Pferd im Stall – Alutech FANES 5.0

Eigentlich hatte ich ja schon ein gebrauchtes Kona Process gekauft. Leider ist das in der Post verschollen gegangen (und auch nicht) -> Klick

So habe ich dann doch einen Leasingvertrag über ein Jobrad abgeschlossen. Ob es sich finanziell lohnt sei mal dahin gestellt. Fakt ist, dass ich mir sonst nie ein so teures MTB gekauft hätte. Man spart ca. 25% und finanziert es relativ schmerzlos. Und es ist wirklich ein tolles Teil. Einmal ist ein Alutech sowieso etwas besonderes. Hat ein bisschen Manufakturstyle. Toll finde ich auch, dass es quasi ein regionales Produkt ist. Damit also das Gegenteil des kanadischen Kona.

Dazu kommt, dass es sich um einen speziellen custom Aufbau handelt, der mal für eine Messe gedacht war. Highlight sind hier die e*thirteen trsr Carbon Laufräder. Die weitere Spec spricht für sich.

spec

Spec Fanes 5.0 custom

Und da ist es also (noch in Originalaustattung):

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FANES 5.0 vor standesgemäßem Hintergrund 😉

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Die Abholung hat auch wieder wirklich Spaß gemacht. Der Jü (Anmerkung des Autors: Gemeint ist Jürgen Schlender, der Chef von Alutech Cycles) war sehr gesprächig und hat mir wieder ein paar tolle neue entwicklungen gezeigt. Noch darf ich darüber nicht schreiben. Aber das folgt bestimmt bald 🙂

Natürlich habe ich es (bzw SIE. Die Fanes) gleich etwas modifiziert:

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Superstar components NANO X EVO Pedal und SRAM Crankboots

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Ergon GA3 FAT Griffe. Sehr angenehm

Sehr pfiffig fand ich die Idee von Alutech, die Formula Cura Bremsgriffe und den SRAM und Bikeyoke Trigger mit einer Magura Shiftmix Klemme zu verbinden. So sieht das Cockpit wirklich super clean aus. Auf jeder Lenkerseite ist je nur eine Schelle angebracht.

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Chromag Lynx DT. Ist auch von unten orange, damit es auch Stylo aussieht, wenn das Bike am Lift hängt 😉

Dazu noch diverse Schutzfolien und ein paar kleine weitere Gimmicks.

Am letzten Wochenende haben wir dann noch einen spontanen Ein-Tages-Trip nach St. Andreasberg in den Bikepark (MSB X-Trail) unternommen. Ich musste das Rad einfach ausprobieren. Zufällig sind nur die anderen FANES Besitzer unserer Bike Truppe mitgekommen. So hatten wir also FANES 3.0, 4.0 und 5.0 am Start 🙂

 

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FANES Club Norddeutschland….

Es lief richtig super. Die FANES ist spürbar leichter als mein altes YT wicked und bergab ne Macht. Ich habe mich auch direkt zwei neue Drops hinuntergetraut, weil das Rad einfach unheimlich viel Sicherheit vermittelt. Positiv überrascht war ich zudem von den Formula Cura (vorne 4 hinten 2) Bremsen. Knackiger Druckpunkt und tolle Standfestigkeit. Dazu noch mit echt zierlichen Hebeleien. Bei Bremsen bin ich seeehr pingelig.

Spürbar war auch das gegenüber dem wicked um 35mm tiefere Tretlager. Da ich so lange Beine habe, habe ich jetzt hier das Gefühl eher „im Rad“ zu stehen. Auch bedingt durch die 27,5″ Laufräder.  Nachteil ist hier nur, dass man wirklich auf die Pedalstellung achten muss wenn es ruppig wird. Die Crank Boots sind 2 mal aufgesetzt.

Erwähnenswert ist auch die Performance der SRAM XO1 Eagle Schaltung. Super leichtgängig und knackig. Echt toll und nochmal ein riesen Sprung gegenüber der X01 11-fach Gruppe am Kona. Ob sich das sehr kleine 30er Kettenblatt bewährt, muss sich noch zeigen.

 

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Artgerecht bewegt…

Auf jeden Fall ein echtes Schmuckstück. Ich freu mich, den (persönlichen) Grenzbereich weiter auszuloten.