Behalten oder upgraden? Alutech Fanes 5.0 vs Fanes 6.1

Kaum zu glauben. Aber die 3 Jahre Bikeleasing sind schon wieder um. Im September 2022 kann ich meine liebgewonnene Alutech Fanes 5.0 aus dem Leasing rauskaufen. Zurückgeben kommt nicht in Frage. Selbst wenn ich was neues nehme, kann ich die 5.0 lieber auf dem freien Markt anbieten. Aber warum überhaupt tauschen? Ist doch unheimlich sexy:

Alutech Fanes 5.0 Custom
Fanes in Action

Naja es ist halt wie immer. Das neue glänzende reizt. Besonders die neue sexy Rahmenoptik der Fanes 6.0/6.1 ist einfach sau geil

Alutech Fanes 6.1 Copyright: Alutech Cycles

Das (first world) „Problem“ ist, dass die Fanes 5.0 einfach eine sensationelle Ausstattung hat. Die Highlights sind:

  • e*thirteen TRs race Carbon Laufräder
  • SRAM X01 eagle Schaltwerk und Trigger
  • SRAM X1 Carbonkurbeln
  • Alutech Carbon Hinterbau
  • FOX 34 FIT 4 Kashima Factory Gabel
  • Formula CURA 4/2 Bremsen

Das ergibt ein Gesamtgewicht von gerade einmal 14,3 kg inkl Pedalen usw. Das ist für ein Aluminiumenduro mit 160mm Federweg ein ziemlich guter Wert.

Das einzige was ich eventuell ändern würde ist die Sattelstütze. Die Bikeyoke Revive ist super. Aber mit meinen langen Beinen (90cm Schrittlänge) sind mir die 160 mm Hub eigentlich zu wenig. Auf dem zweiten Bild zieht man, wie weit die Stütze ganz eingefahren immernoch heraussteht. Es gibt jetzt z.B. von der Alutech Hausmarke „Twinworks“ eine Version mit 200 mm. Außerdem würde ich im nächsten Winter den Hauptrahmen Pulverbeschichten lassen. Die raw Optik ist zwar schick, aber auch ziemlich pflegeintensiv.

Die Geometrie der Fanes 6.1 ist wieder eine Evolution in Richtung lang und flach. Im Vergleich zur 5.0 ist besonders der reach länger geworden. Bei diesem Wert ist jetzt die 6.1 in Größe M eher beim reach der 5.0 in Größe L (die ich fahre) . Der Lenkwinkel ist nun im Vergleich 1,5° flacher, was der Laufruhe zugute kommt. Die Frage ist, ob die Verspieltheit geblieben ist die ich an meiner Fanes so liebe. Ich kann sie super leicht aufs Hinterrad ziehen. Es geht mir ja nicht um reines Abfahrtsgebolze. Ich much wohl mal nach einer Probefahrt fragen 😉 Unten die Geometriedaten im Vergleich:

Alutech Fanes 5.0 Geometrie. Copyright: Alutech Cycles
Alutech Fanes 6.1 Geometrie. Copyright: Alutech Cycles

Hier mal meine Pro/Contra Liste zum Wechsel (oder eben nicht)…

Pro Fanes 6.1:

  • Sexy Optik
  • Bessere Laufruhe (noch zu testen)
  • Insgesamt moderne Geometrie
  • in der neuen Konfiguration mehr Federweg (170 mm)
  • 200 mm Sattelstütze
  • Pulverbeschichtung gleich mitbestellen
  • Alle Verschleißteile neu
  • Leasing würde eh auslaufen. Merkt man also gar nicht 😉
  • Verkaufspreis der Fanes 5.0 kann gegengerechnet werden

Contra Fanes 6.1:

  • Im Rahmen des erlaubten Leasingpreises (5000 €) „schlechtere“ Ausstattung gegenüber der Fanes 5.0: Sram GX statt X01, Aluminiumkurbeln, Aluminium Hinterbau, Formula statt FOX/RS Fahrwerk…
  • Dennoch höhere Leasingrate
  • Laut Konfiguration mindestens 1kg höheres Gesamtgewicht (plus Pedale, Mudguards…)
  • Eventuell zu laufruhige Geometrie (noch zu testen)

Warum überhaupt Alutech? Es gibt doch so viele andere Hersteller. Es ist weiterhin die Tatsache, dass es ein mehr oder weniger regionales Produkt ist. Die Fanes 6.1 Rahmen werden nun sogar wieder in Deutschland geschweißt! Ich mag einfach die Story der kleinen Marke und wurde von meinem ersten Kauf nicht enttäuscht!

Ich werde euch auf dem Laufenden halten…

ALUTECH ICB 2.0 – Aufbau und Test

Wir ich ja hier schrieb, habe ich mir ein gebrauchtes ALUTECH ICB Rahmenset mit einigen Anbauteilen gekauft. Der Aufbau ist nun fertig und ich habe einige Runden gedreht. Es fährt sich wirklich ganz anders als meine ALUTECH Fanes.

Die Fanes ist ja ein Enduro mit viel Federweg (160mm) und einem recht flachen Lenkwinkel. Das ICB nennt sich Trailfully und ist mit seinen 120mm Federweg eher straff und agil. Obwohl es auch Rahmengröße L ist sitzt es sich eher kompakt. Das heißt der Lenkkopf ist deutlich dichter am Sattel (kürzerer reach).

Der Aufbau mit der SR Suntour Epixon Gabel ist in sich ganz stimmig geworden. Der Dämpfer hatte schon etwas Spiel in den Buchsen. Das hat man ganz leicht gemerkt, wenn man das Rad am Sattel hochgehoben hat. Jetzt sind maßgefertigte, saugend passende Buchsen verbaut und am ganzen Rad klappert nix mehr. So soll das sein.

Die Ausgangssituation

Ein Kumpel hatte derweil ein anderes ALUTECH Projekt beendet. Aus einer ziemlich runtergerittenen Teibun wurde ein schwarzes Schmuckstück. Meine liebe Frau hat als I-Tüpfelchen die tollen Rainbowsilver Sticker geplottet. Ist echt richtig cool geworden:

Zum Schluss noch die Teileliste des ICB:

Folgende Neuteile sind verbaut:
– SRAM SX Eagle 1×12 Gruppe (Schaltwerk und Trigger)
– SRAM SX Eagle Kurbelgarnitur
– SRAM DUB Innenlager
– SRAM NX Eagle Kassette 11-50T
– SRAM NX Eagle Kette
– Ritchey Steuerlager
– Twinworks Schaubgriffe
– Twinworks Sattel
– SR Suntour Epixon Gabel, tapered, Q-Loc Achse, Lock out, Rebound einstellbar
– Bremsbeläge Clarks
– Bremsscheiben Clarks 180mm

Folgende sehr gute Gebrauchtteile sind verbaut:

– Rahmen ALUTECH ICB 2.0
– Bremsen AVID Elixir Trail 7.0 mit Stahlflexleitungen
– Answer Protaper Lenker (leichte Scheuerspur von einem Zug) und Vorbau
– Rock Shox Reverb Stealth höhenverstellbare Sattelstütze
– Dämpfer Fox Float X Evol Kashima (minimale Beschädigungen an der Beschichtung. Es ist aber alles dicht)
– Laufräder WTB STp i19

Gesamtgewicht: 14,2 kg

Lagerarbeit – Frühjahrscheck im Fuhrpark

Ich bin leider im Winter nicht so viel gefahren. Mit dem S-Pedelec leider nur ca 1000 km seit August (Ich sitzte im Homeoffice fest). Mit dem Enduro weiß ich es nicht genau, da es ja keinen Tacho hat. Das Rennrad ist kaum dreistellig geworden.

Trotzdem habe ich einen Frühjahrscheck durchgeführt. Zuerst war das S-Ped dran. Einmal putzen, Sommerreifen drauf… das übliche.

Soweit war das alles OK. Nur die hinteren Bremsbeläge waren schon grenzwertig dünn. Vorne hatte ich ja auch Lärmgründen schon einmal auf die Magura Performance Einzelbeläge gewechselt. Die nun sozusagen „Altvorderen“ (Hahaaa) sind jetzt hinten reingekommen. Insgesamt haben die hinteren damit knapp 4000 km unter allen Wetterbedingungen gehalten.

Nach schlechten Erfahrungen von Speeder´s Corner mit einer festgegammelten Steckachse, habe ich meiner vorderen auch eine Extraportion Fett gegönnt.

Beim Enduro habe ich eigentlich nur mit einer Reinigung gerechnet. Tatsächlich waren aber sowohl das Innen- als auch das Steuerlager defekt. Beim Innenlager war es ohne Kette deutlich zu spüren. Die Einsätze in 2020 waren nicht so lang, dafür aber anscheinend heftig. Z.B. ein ganztägiges Sprungtraining bei Dauerregen.

Zum Glück hat die Alutech Fanes noch ein „altmodisches“ BSA Schraub Innenlager. SRAM GXP Originalersatz kostet gerade einmal 22€. Und beim Care Creek fourty Steuerlager lassen sich nur die eigentlich Lager ersetzen. Das waren noch einmal 24€. Aber trotzdem krass, dass die nach nicht einmal 2 Jahren schon durch waren. Ich fahre ja keine 1000 km mit dem MTB.

Sehr empfehlen kann ich den Innenlagerschlüssel von Rose, der 4 verschiedene Größen abdeckt. Kein gemurkse mehr mit den scharfkantigen Blech Hakenschlüsseln. Ob sich da Premiumersatz (Chris King, Cane Creek…) für 100 bis 200€ lohnen würde ist schwer zu sagen. Ob das länger hält als 10 SRAM GXP Lager? Zumal der Tausch nur ca. 10 Minuten dauert.

Dann hoffe ich mal, dass diese Saison besser wird. Urspünglich war für 2021 ein Trip nach Norwegen geplant. Auch dieser muss nun leider wieder verschoben werden.