300 km Diamant Zouma+ S mit Bosch performance speed

300 km sind nun in 5 Tagen zusammengekommen. Ich bin zufrieden mit mir 😉 Ein paar kleine Optimierungen habe ich natürlich direkt vorgenommen. Gestern bekam ich Post von Rose und Bike Discount. Mit das wichtigste kam auch: Das Bosch Reiseladegerät (Compact Charger) das ich bei der Arbeit deponieren werde. Die grünen Pedale sind schonmal für das neue MTB (das jetzt schon 15 Tage mit DHL unterwegs ist! Andere Geschichte). Dann noch Magura royal blood (super Name 😉 ), Bosch Werkzeug um das Ritzel mal wechseln zu können und eine Kontaktabdeckung für die Akkukontakte am Rad.

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Ja is denn heit scho Weihnachten?

Da ich Schuhgröße 46 habe, sind die mitgelieferten Pedalen etwas größeren Exemplaren gewichen. An der Sattelstütze habe ich wieder eine Topeak Aero wedge Tasche angebracht. Da ist alles für die Pannenhilfe drin. Die Tasche habe ich auch am Rennrad und finde sie wirklich gut. Stört nicht und sitzt wackelfrei.

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Notfallkit

Testweise habe ich ein anders gestufte Kassette verbaut. Die original Kassette ist eine 11-42 er und im unteren Bereich 11-13-15 gestuft. Da der Bosch Motor extrem Kadenzabhängig ist, sind zwei Zähne Unterschied bei wechselnden Streckenbedingungen tatsächlich manchmal ein zu großer Sprung. Außerdem sind die großen Ritzel für meine Belange im Flachland eh total überflüssig. Das 11er Ritzel wiederum ist nur bei ordentlich Rückenwind zu gebrauchen. So teste ich gerade eine günstige Tiagra 12-28 Kassette mit 12-13-14-15… Abstufung. Macht erstmal einen guten Eindruck. So konnte ich auch gleich den sogenannten „Pizzateller“ entfernen. Das ist dieser durchsichtige Plastikschutz der immer hinter der Kassette steckt. Geht ja stylemäßig sonst gar nicht 😉

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Tiagra Kassette 12-28

Ich wollte auch einen Bosch Lagerschutzring an der rechten Kurbel nachrüsten. Der Weltkonzern (und Autozulieferer) Bosch hat anscheinend die Erfindung des Wellendichringes verpasst. Jetzt gibts da halt so ein Set mit Fett und 5 von diesen Ringen, die das Kurbellager gegen Witterungseinflüsse schützen sollen. Wohlgemerkt bei einem Antrieb der für MTBs gedacht ist.  Auf der Tüte stand dann, dass Bosch die seit 2015 serienmäßig verbaut. Nachgeguckt: Stimmt 🙂 Naja, dann hab ich jetzt ein paar und tausche die beim Ritzelwechsel immer mit. So konnte ich wenigstens mal das Lockring Tool für das Bosch Ritzel ausprobieren.

 

Was mir etwas Sorgen bereitet ist die Tatsache, dass mit der Antrieb bei einer Regenfahrt gestern 3 mal ausgegangen ist. Ich dachte bei so einem 10.000 fach verkauften Antrieb wären solche Sperenzchen kein Thema. Ich lass meinen Fahrradhöker mal die Daten auslesen und dann gucken wir weiter.

 

Diamant Zouma+ S vs Klever X-Speed

Hier nun also der große Vergleich. Heckmotor vs Mittelmotor, Bosch gegen Klever, Platzhirsch gegen Nischenhersteller….

Für Leser die bisher nicht meine komplette Lebensgeschichte verfolgt haben: Bevor ich mir nun das Diamant Zouma zugelegt habe, hatte ich für ca 6 Monate ein Klever X-Speed. Hier möchte ich einen Vergleich der beiden ähnlichen und doch so verschiedenen S-Pedelecs anstellen.

Als Basis dient hier das neue X-Speed pure weil es am ehesten mit dem Diamant vergleichbar ist. Mein persönliches X-Speed entsprach aber genau der Ausstattung (Starrgabel, Scheinwerfer…)

In der Tabelle habe ich die wichtigsten Fakten gegenübergestellt:

Diamant Zouma +S Klever X-Speed Pure
Kaufpreis 3.999 € 4.999 €
Rahmen Aluminium Aluminium
Gabel Carbon Aluminium
Laufräder 27,5″/ Bontrager Naben 27,5″ / Noname / Motor als Nabe
Reifen Schwalbe Super Moto-X
27.5″ x 2.40
Schwalbe Super Moto-X
27.5″ x 2.40
Antriebsart Mittelmotor Nabenmotor hinten
Antrieb Bosch performance Speed Klever Biactron V2
Nennleistung 350 W 600 W
Akku 500 Wh 570 Wh
Display Bosch Purion Klever
Kurbeln Ride+ Aluminium Aluminium
Schaltwerk Shimano Deore 10 Speed Shimano XT 11 Speed
Schalthebel Shimano Deore Shimano XT
Bremsen Magura MT5e, 180mm
Bremsscheiben V/H
Magura MT4e, 180mm
Bremsscheiben V/H
Scheinwerfer B+M IQ-X + Hupe B+M IQ-X + Hupe
Rücklicht Supernova M99 Tail Light  mit Bremslicht Supernova M99 Tail Light  mit Bremslicht
Gepäckträger 15 kg Tragkraft 25 kg Tragkraft, Racktime
Schutzbleche Aluminium Aluminium
Ständer Pletscher Noname
Gewicht (Katalog) 23,8 kg 27,5 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 136 kg 147,5 kg
Mitgeliefertes Zubehör 2 Akkuschlüssel (ABUS) 2 Akkuschlüssel (ABUS)
Ladegerät 4A ohne Lüfter Ladegerät 5A mit Lüfter
Bedienungsanleitung Betriebserlaubnis (CoC)
Betriebserlaubnis (CoC)

Was deutlich schwieriger zu bewerten ist, ist das generelle Fahrverhalten. Wenn man ins Pedelecforum guckt, dann artet das oft zu religiösen Kreuzzügen Mittel- gegen Heckmotor aus. Und das oft ohne, dass die Verfechter das jeweils andere Antriebskonzept überhaupt ausprobiert haben. Ich habe jetzt die Möglichkeit beide Prinzipien und die Räder im speziellen miteinander zu vergleichen. Aber auch ich bin hier nicht ganz neutral. Wenn man sich alleine die Listenpreise anguckt, fällt es schon schwer hier gute Argumente pro Klever zu finden die das rechtfertigen. Zumal mein Diamant jetzt über 2000€ (2850 € bei Fahrrad XXL!!!) günstiger war als das X-Speed pure. Zudem hat mich die ganze Klever Geschichte ziemlich genervt. Das fing bei der ewigen Wartezeit (ohne, dass ich darüber informiert wurde) an und endete bei diversen nervigen Kleinigkeiten des Rades an sich sowie dem Händler der 70 km entfernt war.

Was ich an beiden Rädern direkt getauscht habe war der Sattel. Das ist ja immer sehr individuell. Auf jeden Fall habe ich die Foltergeräte gegen einen Terry Figura ausgetauscht. Der ist jetzt schon zum dritten Rad mitgewandert und ich finde den super. Am Rennrad habe ich mittlerweile auch einen Terry.

Trotzdem versuche ich hier möglichst objektiv zu sein.

Fangen wir mal damit an, was mir am Klever gefallen hat:

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Klever X-Speed

Motorleistung und Unterstützung

Eindeutig die buchstäblich stärkste Disziplin des Klever. Der Lautlose Direktläufer Nabenmotor zieht super kräftig durch. So war es auf der höchsten Unterstützungsstufe sogar möglich bis auf 50 km/h (laut Display) zu pedalieren. Die berühmte „Bosch Wand“ gegen die man irgendwann ankurbelt ist hier absolut nicht zu bemerken. Die Unterstützung läuft schön sanft aus.

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Motor und Bremse

Schaltung und Bremse

Das Klever ist mit einer Shimano XT 11 Gang Kassette, Schaltwerk und Schalthebel ausgestattet. Dies ist natürlich über jeden Zweifel erhaben. Zudem sind die Schaltvorgänge so sauber wie am normalen Rad, weil ja hier keine Antriebskraft des Motors über die Kette übertragen wird. Das Klever hat außerdem einen massiven Kettenschutz aus Metall.

Die Magura MT4 Bremsen haben mich immer super zum Stehen gebracht. Ich hatte keine Probleme mit rubbeln oder quietschen.

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XT Schaltwerk und Kassette, Motor und Kettenschutz

 

Gepäckträger

Zugegeben, der kleine halbhoch liegende Träger des Diamant sieht deutlich schicker aus. Für ein Pendlerrad ist aber der mit 25 kg belastbare Racktime Träger mit hoher Plattform und Anbindung an den Hauptrahmen eher geeignet.

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Gepäckträger

Kontaktschutz des Akkus

Das Klever hatte einen kleinen integrierten Gummilappen, den man bei Bedarf einfach hochklappt um die Kontakte am Rad zu schützen, wenn der Akku nicht drin ist. Bei Bosch muss da ein loser Stopfen mitgenommen werden

Sonstiges

Nach dem Update ist der Scheinwerfer nun auch endlich einem S-Pedelec gerecht. Die originale Funzel war nicht so geeignet. Am aktuellen X-Speed ist der B+M IQ-X nun serienmäßig. Das Supernova Rücklicht war schon immer gut.

 

 

Nun zu den Dingen die mir am Klever gar nicht gefallen haben:

Display und Menüführung

Das ältere abnehmbare Display war inklusive der Menüführung einfach nur eine Fehlkonstruktion. Das fing bei der Haptik an. Irgendwie fühlte sich das alles billig an. Bei der geringsten Luftfeuchtigkeit ist es von innen beschlagen. Und ich bin nicht einmal im Regen gefahren. Die Menüführung war auch irgendwie unlogisch. So musste man erst in ein Untermenü um den Tages km Stand zurückzustellen. Auch die Beleuchtung lies sich nicht einstellen. Neu ist jetzt ein festes Display. Zu dem kann ich aber nichts weiter beitragen da ich es nicht kenne.

Akku und Ladegerät

Der 570 Wh Akku ist deutlich schwerer als der 500 Wh Bosch Akku. Das Rahmenschloss und das Einfädeln in die Führung am Rahmen finde ich ziemlich fummelig. Man braucht am besten 2 Hände dafür. Blöd wenn man das am S-Pedelec jeden Tag machen muss und dann noch Handschuhe, Schlüssel usw in der Hand hat.

Das Schnellladegerät ist wahnsinnig groß und hat einen ziemlich lauten Lüfter. Damit ist es fürs Büro und die Tasche eigentlich ungeeignet. Das Reiseladegerät ist mit 99€ im Vergleich relativ teuer.

Außerdem ist ein Ersatzakku mit knapp 900€ ca 1/3 teurer als der 500 Wh Akku von Bosch.

Reichweite

Von nix kommt nix trifft es hier ganz gut. Bei voller Unterstützung reichte der 570 Wh Akku gerade so für meinen 25 km Arbeitsweg. Es wären dann vielleicht im Sommer noch 5 km drin gewesen. Da bleibt einem nur das Upgrade auf den lange Zeit nicht lieferbaren 850 Wh Akku, der satte 1250 € kostet!

Ständer

Der Hinterbauständer ist ziemlich labil ausgeführt. Außerdem musste ich dauernd die Schrauben nachziehen. Loctite half. Gerade bei einem so schweren Rad nicht zu unterschätzen.

Sonstiges

Irgendwie fuhr immer das Gefühl mit, dass eher Designer und nicht Ingenieure das Rad entwickelt haben. Die Innenverlegten Züge und Leitungen sind zwar schick aber in Verbindung mit der Federgabel nicht durchdacht. Ebenso wie der Spezialvorbau mit den zwei Klemmschrauben oder das für „Langbeiner“ viel zu kurze Sitzrohr.

Das Gesamtgewicht und die Hecklastigkeit ist ziemlich ausgeprägt. Es ist wirklich mühsam das Rad z.B. im Fahrradständer mal hinten hochzuheben und umzusetzen. Die Gewichtsverteilung macht sich auch beim freihändig fahren bemerkbar. Die fängt das Vorderrad ziemlich leicht an zu flattern.

Ich hatte zum Glück nie einen Platten. Das könnte hinten auf Tour echt doof werden, weil man ja den Motor abstöpseln und mit ausbauen muss. Außerdem werden zwei 17er Schlüssel/Nüsse benötigt. Die bekommt man nur schlecht in die Satteltsche.

 

Nun zu den Dingen, die mir am Diamant gefallen:

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Diamant Zouma+ S

Rahmen und Verarbeitung

Das ist mir als erstes aufgefallen. Das ganze Rad ist wirklich toll verarbeitet. Optik ist ja immer Geschmackssache. Aber der Rahmen gefällt mir echt gut. Besonders die Akkuintegration, der nahtlose Übergang der Gabel ins Steuerrohr und die verschliffenen Schweißnähte. Auch so Kleinigkeiten wie den in die Bremshebelschelle integrierten Hupknopf und der Gummi Kettenstrebenschutz sind mir positiv aufgefallen.

Alles in allem sehr liebevoll gemacht.

Zudem ist das Rad noch 3,5 kg leichter als das Klever.

Akku und Ladegerät

Selbst das 4A Standard Ladegerät kommt ohne Lüfter aus und passt noch leidlich in den Rucksack. Ich werde mir für ca . 70€ aber noch das kleine 2A Reiseladegerät zulegen und im Büro deponieren.

Der Akku selbst macht einen wertigen Eindruck und ich relativ leicht. Er rastet auch sauber um Rahmen ein und sitzt dann absolut wackelfrei.

Reichweite

Ist nach einer „Referenzfahrt“ noch etwas verfrüht, aber ich denke der Bosch Antrieb ist deutlich sparsamer. Fairerweise muss man sagen, dass er auch nur 350W leistet und nicht 600 wie das Klever. Nach einer durchgehenden 25km Fahrt auf Stufe“SPORT“ waren 3 von 5 Balken weg. Könnte also zumindest im Sommer hin und zurück reichen. Ich werde das nochmal mit „TURBO“ testen.

Display

Das nicht abnehmbare Purion Display gefällt mir wirklich gut. Es wirkt wertig, hat eine einstellbare Beleuchtung und die Knöpfe fassen sich gut an. Da es zig tausendfach bewährt ist, sollte Feuchtigkeit auch kein Thema sein.

Allerdings wäre eine Anzeige der Fahrzeit noch ganz nett.

Cockpit und Bremsen

Die Hauseigenen Bontrager Anbauteile wie Griffe, Lenker, Vorbau usw machen einen hochwertigen Eindruck. Der Lenker passt von der Breite und der Kröpfung gut zu mir. Die Magura MT5 Bremsen sind so, wie man es bei einem Speed Pedelec erwarten sollte. Gut dosierbar und kraftvoll. Mit den 4-Kolben Sätteln machen sie auch optisch was her. Der mitgelieferte Spiegel ermöglicht tatsächlich einen Blick auf den nachfolgenden Verkehr. Ist leider nicht selbstverständlich.

Sonstiges

Für ein Speed Pedelec ist das Rad relativ leicht. Es ist nicht mühsam es auch hinten mal hochzuheben und umzusetzen.

Ein großer Vorteil der Mainstream Bosch Komponenten ist, dass fast jeder Fahrradhöker auf dem Dorf da Updates und Garantiegeschichten durchführen kann. Akkus und Ersatzteile sind auch vergleichsweise günstig.

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Nun zu den Dingen die mir am Diamant nicht so gefallen:

Motorleistung und Unterstützung

Es ist tatsächlich ein großer Unterschied zum Direct Drive des Klever. Man muss mehr mitarbeiten um einen ordentlichen Schnitt zu fahren. Die Geräusche des Bosch Motors stören mich nicht. Als Maschinenbauer finde ich es eher gut, dass man auch hört wo die Kraft herkommt.

Was etwas nervt ist, dass die Unterstützung anscheinend auch Kadenzabhängig ist. So fährt man in jedem Gang gegen die berühmte „Bosch Wand“. Wenn das nur am Ende der Unterstützung wäre kein Problem. Wenn man angepasst fährt, kann man das aber gut kaschieren.

Schaltung

Das Schaltgefühl des Deore Triggers ist im Vergleich zu den anderen Kettenschaltungen die ich gerade so benutze (Sram X9, Shimano XT, Shimano 105) wirklich nicht so dolle. Das Schaltwerk ist wahrscheinlich OK und hat ja auch wenig mit dem Schaltgefühl zu tun. Mal sehen ob ich hier auch in einen SLX oder XT Hebel investiere.

Gepäckträger

15 kg Zuladung sollten für die Bürotasche eigentlich reichen. Trotzdem muss man hier mehr aufpassen, dass das nicht zu einseitig beladen wird. dafür siehts gut aus 😉

 

Sonstiges

Ansonsten gibt es nicht viel zu meckern. Den Akku habe ich noch etwas ausgerichtet. Er ist ja sozusagen teilintegriert und saß nicht ganz mittig in der Aussparung des Rahmens. Jetzt kommt er auch schön hochgeploppt wenn man mit dem Schlüssel entriegelt.

Die hintere Bremse schleift ein wenig. Ich habe festgestellt, dass einer der 4 Bremskolben nicht so richtig will und festhängt. Das ist ein bekanntes Problem der Magura MT5. Hab mal versucht den Kolben zu mobilisieren, war aber nicht erfolgreich. Ich habe das jetzt bei Fahrrad XXL reklamiert. Mal gucken was dabei herauskommt.

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Bremskolben hängt fest

Ich gehe jetzt in die Langzeit Testphase und werde weiter berichten.

 

 

Dem S-Pedelec noch eine Chance gegeben – Diamant Zouma+ S

Nach 1500 km mit einem Heckmotorbike (Klever X-Speed) und dann viel weniger als den geplanten Kilometern mit dem Gravelbike, will ich nochmal einen 2. Versuch starten mit dem S-Pedelec zur Arbeit zu pendeln.

Mein Arbeitsweg ist 25km einfach, flach, dafür aber teilweise ordentlich windig (Schleswig-Holstein). Davon geht es ca. 20 km über Land, den Rest durch die Stadt.
Letzte Woche habe ich bei Fahrrad XXL  ein (für S-Pedelec Verhältnisse) Superschnäppchen gefunden. Ein Diamant Zouma+ S für 2845€! Hier nun mit Bosch performance Speed Mittelmotor. Damit kostet es über 2000€ weniger als das vergleichbare Klever X-Speed pure!

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Diamant Zouma+ S  ©Diamant Rad

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Klever X-Speed

Von der Art und der Ausstattung sind sich die Bikes verblüffend ähnlich. Starrgabel, 27,5 zoll Räder, Kettenschaltung usw. Selbst die Geometrie ist ziemlich ähnlich. Auch der Scheinwerfer ist der gleiche. Gravierenster Unterschied ist natürlich nun der Mittelmotor am Zouma, den ich damals aus Verschleißgründen nicht haben wollte. Bei dem Preisunterschied kann man sich aber durchaus die eine oder andere Kette leisten 😉 Dazu kommt noch, dass der 570Wh Klever Akku 900€ kostet, der 500Wh Bosch Akku um die 600.
Das Klever hatte eine Shimano XT 11 Gang Schaltung, das Diamant Deore 10 Gang. Ist mir total egal. Am Klever habe ich eigentlich nur die 4 kleinen Ritzel gebraucht. Diamant hat eine Magura MT5 Bremse (4 Kolben) das Klever hatte eine MT4 (2 Kolben). Laut Katalog ist das Diamant ca 3,5 kg leichter. Ein ausführlicher Vergleich der beiden Räder folgt, wenn ich ein paar km mit dem neuen hinter mir habe.

Wie sich der etwas dürre Gepäckträger schlagen wird muss ich noch sehen. Vielleicht gehe ich doch mal zum Rucksack über.

Die Machart des Diamant (das übrigens baugleich mit dem Trek Supercommuter ist) ist wirklich toll. Verschliffende Schweißnähte, sauber verlegte Züge, eine Carbon Starrgabel und der schick integrierte Akku. Dieser ist aber zum Glück der günstigere Standardakku. Er lässt sich sicher leichter entnehmen als der Powertube und ist günstiger im Austausch. Ich muss ihn bei der Arbeit ja immer mit rein nehmen zum nachladen.

Das ganze Rad ist auf jeden Fall richtig schön gemacht. Gefällt mir!

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Mit dem Klever habe ich ca 40-45 Minuten für die Strecke gebraucht, was einem 33-37er Schnitt entspricht. Nach dem was man so liest, wird das mit dem Bosch wohl etwas langsamer werden. Mal sehen…
Ich werde hier also berichten wie sich das Rad so schlägt. Der Arbeitsweg hat im Vergleich zum Klever heute vielleicht 2 Minuten länger gedauert. Also vertretbar.