Welches Wintertraining?

edf

Winterstimmung

Es gibt ja schon einige, bei denen das Wort „Fahrradsaison“ nicht existiert. Da wird das ganze Jahr durchgefahren. Puh. Die haben meinen vollsten Respekt. Klar, an einem klaren Wintertag hol ich auch mal das Rennrad raus und dreh ne Runde, sau mich ab und zu im Wald mit dem MTB ein oder fahre hin und wieder mit dem Gravelbike zur Arbeit. Aber richtig Trainingskilometer kommen dabei eher nicht zusammen. Ich gebe auch zu, dass ich keine Lust habe eine Stunde über Stockdunkle Nebenstraßen (die im Sommer super schön sind) zur Arbeit zu fahren  während der Regen von der Seite kommt. Dazu kommt, dass ich doch eher dazu neige, meine Räder etwas zu pedantisch zu pflegen. Das macht mir auch Spaß. Aber nicht nach jeder Ausfahrt…  Eine Ersatzsportart muss also im Winter her.

Rollentraining habe ich mal versucht. Ich habe mir einen ganz einfachen Rollentrainer ausgeliehen, den Laptop mit Filmen drauf auf die Werkbank im Keller gestellt und losgelegt. Diese Art des Trainings hat mich mental irgendwie fertig gemacht. es kam mir total absurd vor eine Stunde im Keller vor mich hinzustrampeln. Ich möchte auch echt vom Fleck kommen und was sehen. Natürlich kann man sich für 2000 und mehr Euro ein Ensemble aus Smarttrainer, großem Bildschirm, Steigungssimulator und Fahrtwindgebäse (! unglaublich..!) zulegen und so echt wie möglich trainieren…. Muss man aber nicht 😉 Für das Geld würd eich mir lieber ein schönes Winterhardtail zulegen. Oder zwei.

Laufen ist sicherlich die niederschwelligte Art im Winter Sport zu treiben. Rein in die Klamotten und los. Im Zweifel kann man, bis auf die Schuhe natürlich“ ja sogar seine hochwertigen Radklamotten dazu anziehen. Leider spielen da meine Knie nicht mit. Mahr als 3-4 km sind definitiv nicht drin. Und mir ist das laufen dafür auch zu langweilig.

Nordic walking habe ich tatsächlich auch mal ausprobiert. Ich habe mich aber einfach nur geschämt (zum Glück ist es im winter ja früh dunkel) und kann darin immer noch keine echte Sportart erkennen. Zudem muss man ja schon eine erhebliche Zeit unterwegs sein, um überhaupt einen Trainingseffekt zu erzielen. Sorry, aber für mich persönlich geht das gar nicht.

Pilates. Ja wirklich! Es geht ja nicht nur um Ausdauertraining. Als Sitzmensch mit Bürojob habe ich doch einige Defizite was meine  Beweglichlichkeit angeht. Zudem habe ich das Glück, dass mein Arbeitgeber einmal die Woche einen kostenlosen Pilateskurs anbietet. Wie man auch im Vorfeld oft hört soll das ziemlich anstrengend sein. Ja, ist es! nach meiner ersten Stunde hatte ich einen ordentlichen Muskelkater. Das mach ich auf jeden Fall weiter.

TRX oder Slingtrainer. Das habe ich ein Jahr lang mal intensiv gemacht und kann es nur empfehlen. Das Training mit dem eigenen Körpergewicht ist super effektiv und macht auch Spaß. Mal sehen ob ich das diesen winter wieder mache. Man ist ja bei sowas leider an feste Zeiten gebunden. Zumindest wenn man das im Studio macht. Das ist für mich auch nötig. Ich brauche da einen Drillsergeant der mich 45 Minuten nicht zur Ruhe kommen lässt 🙂

Schwimmen finde ich persönlich alleine unglaublich langweilig. Auch hier habe ich das große Glück, dass mein Arbeitgeber zwei Kurse in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden anbietet. Heißt konkret, dass der Eintritt ins Schwimmbad gezahlt wird und ein Trainer zur Verfügung steht. Das werde ich auch ab Januar testen.

Es gibt sicherlich tausend verschiedene Meinungen dazu. Wenn man am Jahresanfang schon Wettkämpfe hat muss das Training sicherlich anders aussehen, als wenn man einfach nur nicht total abschlaffen will. Mein Wintertraining wird (hoffentlich) wie folgt aussehen:

  • 1 mal die Woche 1h Pilates
  • 1 mal die Woche 1h Schwimmtraining
  • Gelegentliche MTB / Rennrad Ausfahrten
  • Gelegentlich mit dem Rad zur Arbeit  

Wie sieht deins aus? Erzähl davon…

Bikesharing not so extreme – Wo sind die Räder alle hin?

Wie ich im letzten Beitrag schrieb, war Shanghai voll mit Mieträdern aller möglicher Anbieter. Ich entschied mich im Mai für OfO Bikes. Einfach, weil davon am meisten im Umlauf zu sein schienen.

Jetzt, nicht einmal in halbes Jahr später, sieht es teilweise aus, als hätten diese Räder niemals existiert. OfO ist fast völlig verschwunden, so dass ich nun auf MoBike umgeschwenkt bin. Von meinem Bürostandort aus geht das auch ganz gut. Am Hotel steht es etwas schlechter. Teilweise ist kein einziges Rad verfügbar. Und wenn, dann kann ich auch nicht jedes beliebige nehmen. Mobike hat verschiedene Modelle im Umlauf. Bei zwei der ich glaube 4 Modelle lässt sich die Sattelhöhe nicht verstellen. Damit sind diese für mich definitiv unfahrbar. Man sitzt so tief, dass das ordentlich auf die Knie geht beim Pedalieren. Die Räder haben ja nur einen Gang.

Die ganz neuen Modelle haben einen großen Hebel zur Höhenverstellung. Der ist sehr gut zu bedienen.Zudem wird das GPS-Schloss hier über eine Solarzelle am Gepäckträger  mit Strom versorgt. Ich hatte mich eh gefragt was die Anbieter machen, wenn die Batterie leer ist? Das Rad kann dann ja auch keine Position mehr senden.

MoBike aktuell
Komfortable Satteleinstellung
Gepäckträger mit Solarzelle

Interessant sind die älteren Modelle mit gekapseltem (vermutlich) Wellenantrieb und mechanischer Scheibenbremse. Die sind aber wahrscheinlich zu teuer gewesen und nun den oben gezeigten mit  Kettenantrieb und den hier allseits üblichen Rollenbremsen gewichen. Was geblieben ist, sind die Gußfelgen mit Vollgummibereifung!

Wellenantrieb

Leider ist es wie gesagt, nicht mehr so komfortabel die Räder zu nutzen. Gestern habe ich an der U-Bahnstation kein einziges gefunden…

OfO hatte anscheinend das Geschäftsmodell, einfach unglaublich viele Räder bereitzustellen, dafür aber komplett auf Wartung zu verzichten. Ein Einheimischer hat mir erzählt, dass OfO für ein Rad umgerechnet ca. 25€ bezahlt! Unfassbar. Entsprechend dem Konzept der „Nichtwartung“ sehen die verbliebenen Räder auch aus. So ist es hofentlich eine gute Entwicklung, dass dieser Anbieter verschwunden ist. Und es bleibt zu hoffen, dass die Räder das CO2 ihrer Herstellung durch die Nutzung wieder „eingespielt“ haben…

Bikesharing extreeeeme – Mit OfO durch Shanghai

Ich war Anfang des Jahres beruflich zwei Wochen in Shanghai. Die Stadt hat mich Landei (das davor noch nie in seinem Leben Europa verlassen hat) erstmal total erschlagen. 23 (in Worten: Dreiundzwanzig)  Millionen Einwohner! BÄM. Das muss man erstmal sacken lassen. Natürlich (und zum Glück) hat nicht jeder Einwohner der Stadt ein Auto. Viele fahren Elektroroller. Wirklich viele. Die kosten da umgerechnet 200 – 500€. Und die sind echt gefährlich! Super schnell und vor allem super leise. Nachts gern ohne Licht um die Reichweite zu erhöhen…. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass kaum jemand mit Helm fährt.

Positiv sind die oft baulich getrennten Roller/Fahrradstreifen an den Hauptverkehrsstraßen. Hier ist es dann nett, dass die Roller lokal emissionsfrei fahren und man nicht direkt vollgestunken wird.

IMG_0095

Radstreifen

Was man auch unheimlich viel sieht sind Leihräder. Diese stehen hier an jeder Ecke, weil die Systeme, anders als z.B. Bahnrad in Deutschland ohne feste Stationen funktionieren. Einige dieser Firmen wie Mobike oder Ofo sind ja jetzt auch in Deutschland aktiv und haben durchauch für negative Schlagzeilen gesorgt Warum-Leihraeder-die-Innenstaedte-blockieren. Auch die Bilder die man aus China kennt, auf denen abertausende ausrangierte Räder zu riesigen Haufen gestapelt sind machen nachdenklich:

friedhof

© n-tv : Radfriedhof Shanghai

Hier soll es aber um meine persönlichen Erfahrungen gehen. Und die sind durchaus positiv.

Um die Räder nutzen zu können, muss man sich zunächst die App des jeweiligen Anbieters herunterladen und sich mit seinen Kreditkartendaten anmelden. Ich habe mich für OfO bikes entschieden, weil davon die meisten vor meinem Hotel herumstanden:

IMG_0103

OfO Bikes in Shanghai vor meinem Hotel

Wie man auf den Bildern sieht, sind die Fahrräder eher Zwckmäßig als schick 😉 Alles aus Stahl, nur ein Gang (ohh, Singlespeed), und Vollgummireifen… Hinzu kommt, dass der Sattelauszug eher für Asiaten denn für Teutonen mit 90cm Schrittlänge ausgelegt ist. Aber egal. Ich bin damit im Durchschnitt zwischen 5 und 15 Minuten am Stück gefahren.

Um ein Rad auszuleihen öffnet man die App und kann erstmal nach Rädern in der Nähe suchen, sofern sie nicht offensichtlich in der Gegend rumstehen. Wenn man dann eins ausgesucht hat, scannt man den QR Code und das Schloss geht auf. Achtung Falle: Manchmal sind die Codes überklebt und leiten dann auf irgendwelche bösen Seiten um!

Dies ist aber dann meist ziemlich offensichtlich. Vorher Sattel so weit wie möglich raus und los gehts… Die meisten Räder fahren sich ganz OK. Ich hatte insgesamt ca 25 verschiedene. Am Zielort angekommen macht man dann einfach das Schloss zu und wartet bis es piept. Dann ist der Verleihvorgang abgeschlossen. Ziemlich einfach.

IMG_0094

So habe ich die Räder dann täglich genutzt. Morgens bin ich mit einem Shuttlebus ins Büro gefahren und Nachmittags die 5 km mit dem Leihrad zurück. Nachmittags dann mal zum Einkaufen oder zur U-Bahn und so weiter.

In den Netto 10 Tagen die ich dort war sind so immerhin ca. 30 km zusammengekommen die ich sonst zu Fuß oder mit dem Taxi absolviert hätte.

Irgendwie habe ich auch nichts bezahlt. eventuell waren die Einzelstrecken einfach zu kurz. Mir soll es recht sein 🙂

Meine erste Anschaffung war aber erstmal ein Helm. Auch wenn ich mir damit noch exotischer vorkam. Aber ohne ist mir dann echt zu gefährlich. Wie man sieht ist Decathlon auch hier vertreten…

IMG_0104

Mein Fazit: Ich habe die Leihräder viel und oft genutzt. Zumindest an den Hotels un U-Bahn Stationen die ich angesteuert habe, waren die Räder ordentlich geparkt. Auch wenn es manchmal echt viele waren.

Im Dezember bin ich wieder da und guck mal ob sich was verändert hat. Bis dahin… Ride on!

IMG_0030

Erste Erfahrungen CUBE Nuroad Race FE

Letzten Samstag habe ich bei einem CUBE Händler in Hamburg das Nuroad in RH 58 probegefahren und direkt mitgenommen. Witzig fand ich, dass der als „Mink´s Bike Shop“ firmierende Laden früher als „elbcoast psycles“ aus der MTV Serie „Pimp my Fahrrad“ bekannt war. Ein Aufkleber am Fenster weist noch darauf hin. Auf jeden Fall gab es ein tolle Beratung in dem echt winzigen Laden. Schon der Telefonkontakt war wirklich nett und hilfreich.

 

 

Die erste Ausfahrt mit dem Cube war durchaus positiv. Man merkt zwar schon deutlich das Mehrgewicht gegenüber einem Rennrad, trotzdem fährt es sich zackig. Ein bisschen wie ein schnelles Trekkingrad mit Rennlenker. Die Verarbeitung ist soweit für die Preisklasse OK. Der Rahmen ist sauber verschweißt und lackiert. Die Züge und Leitungen sind im Rahmen verlegt und klappern auch nicht.

An der Gabel gibt es ein high und ein Lowlight. Einerseits ist die Bremsleitung schön im linken Gabelholm verlegt, dafür ist das Kabel des Nabendynamos einfach mit Gaffatape an den rechten Holm geklebt! Das sieht wirklich k…ke aus. Liegt wahrscheinlich daran, dass die Gabel ja vom normalen Gravelracer übernommen wurde.

btr

Befestigung Lichtkabel

Auch die anderen Bauteile machen einen guten Eindruck. Sauber gewickeltes Lenkerband ist da nur eine Kleinigkeit. Die große Ortlieb officebag passt auch gut an den Racktime Träger, muss dann allerdings ziemlich weit nach hinten. Ich habe sie dann nach rechts montiert, weil sie sonst seitlich das (sehr helle) supernova Minirücklich verdeckt. So wird man auch der Straße besser gesehen. Ein buchstäbliches Highlight ist der supernova E3 pure3 Scheinwerfer! Ab geringster Geschwindigkeit stahlt der so hell und flackerfrei, dass wirklich keine Wünsche offen bleiben. Da konnte selbst der Fahrakku gespeiste B+M IQ-X e nicht mithalten.

btr

Supernova E3 pure 3

Die Shimano 105 Gruppe ist eh über jeden Zweifel erhaben. Mehr brauch man nicht. Besonders die zugehörigen Scheibenbremsen machen einen super Eindruck und sind den Aufpreis gegenüber dem einfacher ausgestatten Nuroad (Mit Shimano Tiagra) Wert. Ich hatte kurz Shimano hybrid Pedale montiert. Allerdings ist mir mit Schuhgröße 46 die „nicht SPD“ Seite von der Auflagefläche zu klein. Da ich meistens mit normalen schulen fahren werde, versuche ich es mal mit „besandeten“ Standardpadalen. So ähnliche waren auch am Klever X-Speed verbaut und ich fan die ganz gut.

Wo man den vergleichsweise günstigen Preis am deutlichsten bemerkt ist bei den Laufrädern. Hier wird konsequent auf CUBE Hausmarke gesetzt. Auch der Nabendynamo ist ein Taiwan Noname Teil. Bisher funktioniert er ja super. Alles in allem eher solide als leicht, was ja dem Einsatzzweck gerecht wird.

Eine Sache nervt mich allerdings schon jetzt:  Ich hatte direkt auf meiner ersten Arbeitsfahrt einen platten!!. Dabei habe ich festgestellt, dass der Mantel unglaublich schwer von der Felge runter und auch wieder rauf geht. Das ist unterwegs selbst mit ordentlichen Reifenhebern fast unmöglich. Besonders runter bekommt man die Wulst des Reifens kaum zu fassen. Ich habe fast 20 Minuten gebraucht! Da ich nur einen (viel zu dünnen) Rennradschlauch dabei hatte, habe ich zuhause den Schlauch nochmal gegen einen passenden getauscht. Selbst unter „Laborbedingungen“ war das ziemlich mühsam. Selbst nach mehrmaligem Walken, Luft rein und raus hat sich der Mantel nicht ordentlich ins Felgenbett gelegt. Erst mit 6bar(!) und Seifenwasser ist er reingerutscht (Der Mantel darf offiziell 5 bar). Das ist dann Unterwegs endgültig nicht möglich und man muss mit nem ordentlichen Höhenschlag fahren.

Trotzdem Jammern auf hohem Niveau. Die Laufräder lassen sich ja in ein paar Jahren noch gegen höherwertige tauschen.

Der perfekte Männerabend: Steak und Rampage

Ich hatte seit ein paar Wochen eine Verabredung mit meinem ehemaligen Nachbarn. Er hatte mich damals wieder mit dem Mountainbiken angefixt. Manchmal trifft man jemanden und es passt einfach 🙂

Wir hatten uns also für den 26.10. verabredet um was zu essen und irgendeinen Trash Film zu gucken (Ich hatte an „Escape from LA“ mit Kurt Russel gedacht). Und was sehe ich ein paar Tage vorher? An genau diesem Abend gab es einen Livestream der Red Bull Rampage 2018. BÄM. Wie geil!

Was soll ich sagen? Es war ein super Männerabend. Es gab Steak mit Entrecote (Ja, ersthaft 🙂 ) und 4 Stunden Rampage Livestream….

Das macht jetzt auch Spaß, weil ich die Namen der Typen langsam kenne. Brett Rheeder hat, wie ich finde, verdient gewonnen. Grahan Agassiz war etwas enttäuschend. Keine Spektakulären moves waren zu sehen. Ahhh, so fühlt sich das also bei Fußballfans an, die schön mit Bierchen auf dem Sofa hocken und selber seit Jahren keinen Rasen mehr betreten haben 😉

Nächstes Jahr um die gleiche Zeit gerne wieder…

btrbtrbtrhdrbtrhdr

Der Weg zum alltagstauglichen Gravelbike

GRAVELBIKE! Man kommt diese Saison nicht dran vorbei. Alles ist nur noch Gravelbike. Damit bezeichnet man ganz grob Rennräder mit komfortabler Geometrie und breiteren, profilierten Reifen. Es ist im Moment der absolute Hype. Wie immer ist das nix neues. Bevor es Mountainbikes gab, sind die Verrückten eben mit solchen Dingern durch den Wald gefahren. Hieß dann halt Cyclocross- oder Querfeld  Rad.

Nebenbei bemerkt ist ja auch 27,5″ (oder 650B) keine bahnbrechende Erfindung des 21. Jahrhunderts, sondern ein uraltes französisches Laufrad Maß. Die Industrie hat es nur gut verstanden das mit tollen Argumenten zu vermarkten (und 26″ MTBs ordentlich abzuwerten). Aber ich schweife ab.

Jedenfalls gibt es durch den Gravelbike Hype derzeit eine riesen Auswahl. Darunter eben auch solche die man wohl früher als Randonneur bezeichnet hätte. Also Rennräder mit Alltagsausstattung wie Schutzblechen, Licht und Gepäckträger.

In meiner angepeilten Preisklasse bis 2000€ habe ich 3 für mich attraktive Angebote gefunden:

bulls

Bild von der Bulls Homepage

bergamont

Bild bei Bergamont ausgeliehen

bulls

Bild bei Cube ausgeliehen

Allesamt mit festen Schutzblechen, fester Lichtanlage und Gepäckträger. Auch die Ausstattungen unterscheiden sich nur marginal. Darauf gehe ich noch ein. Hier ist schon erstaunlich wie Cube diesen Preis hinbekommt.

Hier mal markantesten Ausstattungsmerkmale:

Bulls Bergamont Cube
Preis € 1999 1799 1599
Rahmen Aluminium Aluminium Aluminium
Gabel Carbon Aluminium Carbon
Kurbel Shimano Gruppenlos Shimano 105 Shimano 105
Tretlager Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Umwerfer Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Schaltwerk Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Schalt- Bremsgriffe Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Bremsen Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Bremsen Montage Flatmount Postmount Flatmount
Laufräder Bulls Hausmarke Bergamont Hausmarke Cube Hausmarke
Nabendynamo Shimano Shutter Precision ?
Scheinwerfer Supernova E3 pure3 Busch+Müller IQ-XS N Plus Supernova E3 pure3
Rücklicht Supernova E3 Tail Light 2 Herrmans H-Trace Mini Supernova E3 Tail Light 2
Schutzbleche ? Racktime wingee SKS Gravel
Gepäckträger Standwell Racktime wingee Racktime light-it
Klingel ? ? Knog Oi

Die Gesamtmassen der Räder liegen laut Katalog alle zwischen 11,4 und 11,8 kg in Rahmengröße 58. Also Gleichstand. Auch die Geometrien sind sehr Ähnlich und deutlich Komfortabler als mein Canyon Endurace (was für ein Rennrad als solches ja schon eh gemütlich ausgelegt ist).

So Dinge wie Sattel, Lenker usw lassen nur anhand der Papierlage eher schlecht vergleichen. Hier also auch Gleichstand auch wenn Bergamont hier auf Sycros setzt und die anderen Hausmarke verwenden. Das Cube hat so einen modernen Lenker der unten etwas breiter wird. Keine Ahnung wie sich sowas fährt.

And the Winner is…….tamtamtamtamtam:

CUBE!

das Rad hatte ich erst gar nicht auf der Pfanne. Aus folgenden Gründen hat es für mich gewonnen (Die Pros und Cons hate ich in der Tabelle mal grün und rot markiert):

  • Supernova Lichtanlage
  • Carbongabel (Comfort)
  • Komplette Shimano 105 Gruppe
  • Gepäckträger mit hoher Strebe (die Ortlieb Office Bag muss dran passen) und Verbindung zum Hauptrahmen (nicht nur über das Schutzblech)
  • Stylo Klingel (Knog)
  • Optik (Geschmackssache)
  • Preis (wirklich erstaunlich wie Cube das mit der Ausstattung hinbekommt)
  • Zudem scheinen wirklich wenige das Rad auf dem Radar zu haben. Es ist im Gegensatz zum Bulls und Bergamont noch gut Verfügbar.

Ein anderer Gedanke war, selbst ein Rennrad umzubauen. Als Referenz hatte ich an das Canyon Endurace AL Disc 7.0 gedacht. Das ist ja qausi die Disc Version meines 2016er AL 6.0. Allerdings liegt hier der Grundpreis bereits bei 1499€. Speziell zum Cube bleibt da keine Luft um nen Nabendynamo, Lichtanlage usw nachzurüsten. Und echte Gravelbikes haben in der Preisklasse z.B. noch Seilzug Scheibenbremsen.

Auch die Kandidaten oben gibt es alle noch eine Version die um 1000€ kostet. Da kommt man schon in Versuchung. Z.B. das Daily Grinder 1. Ich konnte beide Versionen bei Zweirad Stadler mal anfassen und musste feststellen, dass mir das zu viele Kompromisse wären. So ist das Grinder 1 deutlich schwerer. Zudem auch hier Seilzugbremsen und schwere Reifen (die teuren Modelle haben alle den Schwalbe G-One) und lediglich eine Shimano Claris 2×8 Schaltgruppe. Der Scheinwerfer ist auch einfache Fahrradtechnik. Mein Arbeitsweg geht teilweise durch stockdunklen Wald. Da gehört ordentliches Licht dran. Der Supernova am Bulls und Cube kostet dabei alleine schon ca 130€.

CUBE hätte das NUROAD Pro FE im Angebot. Immerhin mit Shimano Tiagra 2×10 Gruppe und Schwalbe G-One Reifen für 1099€.

Bergamont hat das Grandurance RD 5.0 (Claris 2×8) für 999€. Der Rest wäre wie beim Bulls.

Also bleibt es wohl beim CUBE. Sollte gut UND günstig wirklich möglich sein?

Mal sehen wann/ob die Finnanzministerin (die verständlicherweise vom ganzen Hü und Hott mit dem Klever langsam nix mehr hören kann) die Investitionsfreigabe gibt. Da fällt mir ein toller T-Shirt Spruch ein den ich mal gelesen habe: „Just one more bike, I swear!“  😉

 

YT Industries pleite? – Nein, ich bin zu doof!

Um es direkt richtigzustellen: Neee, ich war nur zu blöd 🙂 Ich habe ja nun länger nix geschrieben. Irgendwie war privat und beruflich zu viel los. Das Rennrad hängt ungeputzt und noch mit der Cyclassics Startnummer im Keller (Was stimmt denn nicht mit mir…?).

Aber zum Thema. Neulich war ich auf Dienstreise Richtung Nürnberg unterwegs. Und da sehe ich auf dem Autobahnschild, dass die Nächste Abfahrt „Forchheim“ ist. Da klingelt doch was. Das ist doch das Hautquartier von YT-Industries. Da habe ich ja 2011 mein „wicked 150“ gekauft. Da muss ich doch mal direkt vorbei und gucken, ob man mal ein paar Aufkleber oder sowas abstauben kann.

Gesagt, getan. War nur 2,5 km von der Abfahrt entfernt. Wir kommen da an. Gefühlt mitten in der Altstadt. Und was muss ich sehen? Alle Fenster zugeklebt, keine Werbung draußen und vor allem: KEINE BIKES! WHAAAT? Hier die einzigen Hinweise, dass wir richtig sind:

Ich dachte echt, jetzt sind die pleite. Wo die doch im DH worldcup gerade richtig Gas geben und auch schon mehrere Red Bull Rampage Sieger ausgerüstet hatten. Voll traurig.

Aber wie schon angedeutet: Es geht YT besser als jemals zu vor. Die alten Gebäude sind schlichtweg zu klein geworden, und man hat sich im Gewerbegebiet neu angesiedelt:

YT Industries zieht um 

yt

©www.nordbayern.de

Dann ist ja alles gut. Ich wünsche weiterhin „good times“

Bike and hike 2018 St.Andreasberg

Am Himmelfahrtswochenende war es endlich soweit. Ich fuhr mit meinen besten Kumpels zum „Bike and hike“ Trip in den Harz. Genauer gesagt nach St.Andreasberg. Wir hatten das einem von uns zum Geburtstag geschenkt. Wir wohnten drei Nächte in einem relativ neu gebauten Ferienhausdörfchen von Novasol. Eigentlich kannte ich den Anbieter nur von Dänischen Häusern. Das ganze ist echt schön auf einem Berg gelegen. Man konnte von der Terrasse sogar den Lift des Bikeparks sehen 🙂

edh

Novasol Panoramapark St.Andreasberg

edh

Terassenausblick

Am Donnerstag Abend sind wir vor Ort angekommen. Da wir vier uns nicht so oft im Jahr sehen wurde es ein recht feucht fröhlicher Abend.

Trotzdem sind wir nach dem Frühstück am Freitag relativ früh losgezogen um wandern zu gehen. Das war mal was ganz anderes, die bekannten Trails mal zu Fuß zu erkunden. Mangels passendem Schuhwerk von einem von uns war das ganze dann relativ kurz. Aber das war total OK.

IMG-20180511-WA0014

IMG-20180511-WA0017

Der Wandersmann

Samstag war dann das eigentliche Highlight für mich angesagt. Wir waren 4 Stunden im Bikepark in St.Andreasberg mit Namen MSB – Xtrail.

Hier sind nur Drei von uns gefahren. Wir das Geburtstagskind hatte ich im Vorfeld ein Rad (Giant Reign 2) und eine Ausrüstung bestehend aus Fullfacehelm, Protektorenjacke und Knieschonern. Ich hatte mein YT wicked dabei, was für den Park vollkommen ausreichend war.

Um es kurz zu machen: Wir hatten ne Menge Spaß und niemand wurde verletzt 🙂

edh

Unfassbar viel Kram

IMG-20180512-WA0012

Verdiente Pause 1

IMG-20180512-WA0011

Verdiente Pause 2

edf

Und ich so: Yeah 😉

Es war ein echt geiles Männerwochenende. Danke Jungs. Zum Schluss lasse ich einfach noch ein paar Bilder sprechen….

IMG-20180511-WA0018

Sommerrodelbahn

edh

Danke fürs Frühstück!

edh

Ahhh, die Sonne geht auf: Hamburger Gold

Upcycling. Kleine Schrottbastelei – Show your passion

Neulich hab ich mal die diversen Kisten mit Fahrradteilen sortiert die so bei mir im Keller rumstehen. Da fiel mir eine gebrauchte 9-Fach Kette in die Hände. Wozu hebt man sowas eigentlich auf? Es ist eine irgendwie beschichtete KMC Kette. Also Rostfrei.

Da fiel mit ein, dass ich da mal eine nette Upcycling Idee gesehen hatte – Hehe. Cycling, wie passend…

Also los: erstmal saubermachen

IMG_9680

©crazy42wheels.com

Ablängen:

 

Schlüsselring dran und feddich. Ein super netter „Ich bin Biker“ Schlüsselanhänger:

IMG_9684
©crazy42wheels.com

Ein paar habe ich noch. Wer sowas zum Selbstkostenpreis haben möchte schreibt einfach ne nette Nachricht 🙂

 

Eilmeldung: Der Frühling ist da!

Tatsächlich! Nachdem ich insgesamt fast 4 Wochen mit Pausen rumgrippiert habe, konnte ich heute endlich das geile Wetter ausnutzen und eine Minirunde mit dem Rennrad drehen. Yeah!

Also Bike und Winterklamotte aus dem Keller geholt und los…

IMG_9691

 Fit wien Turnschuh ©crazy42wheels.com

 

IMG_9686

©crazy42wheels.com

 

Die SKS Raceblades habe ich schon nach der Herstabschlusstour drangebaut. Ich bin so dermaßen nass geworden, dass ich die gleich bestellt habe. Einige auf der Tour hatten die dran und das war als Hinterherfahrer echt super.

IMG_9687

©crazy42wheels.com

 

Sind schnell drangebaut und auch wieder ab.

IMG_9688

©crazy42wheels.com

IMG_9689

©crazy42wheels.com

Auf jeden Fall wars echt geil mal wieder draußen zu sein!

edh

 Frühling!!!   ©crazy42wheels.com

Maddin in Wunderland

Ich war die letzten zwei Jahre öfter mal dienstlich in Regensburg. Bestimmt 10 mal. Eine wirklich schöne Stadt. Neulich war ich zum definitiv letzten mal dort und bin mal eine andere Strecke durch die Stadt gefahren. Und was muss ich das sehen: Eine riesige Stadler Filiale!

Zum Glück war der Arbeitstermin nicht so fürchterlich lange. So hatte ich Nachmittags noch Zeit einmal reinzuschauen. Entschuldigt die schlecht Bildqualität. Ich hatte nur mein ziemlich altes Smartphone mit.

IMG_20180313_165322895

Maddin im Wunderland   ©crazy42wheels.com

Allein die reine Größe des Ladens hat mich umgehauen. Das ist fast wie real life Bikeporn. Also eine Art Laufhaus für Radfreaks. Ich war zum Glück mit dem Flugzeug da, so dass ich gar nicht in Versuchung gekommen bin einen Großeinkauf zu machen.

Wenn man einfach nur denkt: „Ich kauf heute mal ein Rad“, aber keine Ahnung hat in welche Richtung es gehen soll, wird man einfach elendig in einem der Gänge verhungern.

IMG_20180313_165554242

©crazy42wheels.com

Nächste Abteilung: „Ich kauf mal schnell ´n Kettenöl“ Öh, ja…

IMG_20180313_171006205

©crazy42wheels.com

Es gibt einfach alles, was Otto Normal Radfahrer sich so vorstellen kann. Auch ambitionierte Biker können sich hier komplett von Kopf bis Fuß inkl. Bike ausstatten. Auch ein paar echt ausgefallene Bikes waren dabei:

IMG_20180313_171747878

Großkaliber ©crazy42wheels.com

IMG_20180313_172619575

Hipsterroller   ©crazy42wheels.com

 

Natürlich habe ich auch was zu meckern. So gibt es zwar eine riesen Auswahl an E-Bikes, es ist aber nicht ein einziges Speed Pedelec dabei, geschweige denn eines mit Nabenmotor. Also alles schön mit den Marktführern gleichgeschaltet.

Auch hatte ich erwartet, dass SQ-Lab Sättel im Sortiment sind. Das war der einzige echte Grund da mal reinzuschauen.

Ich denke, das ist alles Jammern auf hohem Niveau. Auf jeden Fall hat mir der Laden einen kurzweiligen Nachmittag beschert und ich konnte Teile die ich nur aus Magazinen kannte mal in die Hand nehmen.

 

 

Kein Kinderkram – Woom Bikes

Achtung. Dieser Artikel enthält KEINE Werbung 😉

Ich habe von Woom weder Geld, Fahrräder, Schweinehälften oder kubanische Zigarren bekommen um hier was schönes zu scheiben. Ich gebe einfach gerne meine Erfahrungen weiter.

Bisher waren alle unsere Kinderfahrräder und sonstige Fahrzeuge vom Flohmarkt oder irgendwie aus dem Bekanntenkreis erbeutet. Preis zwischen ner Tüte Gummibärchen und 30€. Finde ich aus mehreren Gründen super:

  • Nachhaltigkeit: Es braucht kein neues Fahrrad produziert und (in den meisten Fällen) aus China importiert zu werden.
  • Kostenersparnis: Für diese Preise gibts nicht mal einen Mountainbike Reifen.
  • Verringertes „Schimpfpotential“: Wer schon mal gesehen hat wie Kinderfahrzeuge artgerecht benutzt werden weiß, dass die Sachen einiges auszuhalten haben. Ist beim neuen Smartphone ja genauso. Der erste Kratzer ist der schlimmste. Die gebrauchten Fahrräder haben den schon vor Jahren bekommen…

Zu meiner Freude stelle ich fest, dass unsere Große auch einen riesen Spaß am Radfahren entwickelt hat. Dem Laufrad sei dank, hat sie sich mit knapp 3 Jahren auf ihr 12″ Tigerenten Puky gesetzt und ist einfach losgefahren. BÄM. Da war ich platt! Es folgten dann schnell ein 16 und ein 18″ Fahrrad (danke Sönke).

So weit so gut. Wenn man „Kinderfahrrad“ denkt, fällt einem zuerst Marke XXX (kann sich jeder selbst was eintragen) ein. Das sind auch auf keinen Fall schlechte Fahrräder. Jetzt muss man aber wissen, dass unsere Große mit 5 Jahren gerade einmal 16 kg gewogen hat. Selbst das 16″ Aluminium XXX wiegt bereits 9,5 kg! Auf mein Gewicht von 80 kg bezogen, müsste mein „Kinderrad“ dann stolze (9,5/16*80=) 47,5 kg wiegen…..Keine weitere Erklärung nötig.

Ich machte mich dann einmal auf die Suche, um im www ein leichtes Kinderfahrrad zu finden. Es gibt da mehrere Firmen, die oft von Bikepapas gegründet wurden, die genau das gleiche Problem hatten. Irgendwann bin ich dann auf WOOM Bikes aus Österreich gestoßen. Die stellen 6 verschiedene Modelle vom 12″ Laufrad bis zum 24″ Jugendrad her.

woom palette

Produktpalette Woom bikes ©WOOM

Direkt könnte man nun zu meiner Aufzählung vom Anfang des Beitrags kommen. 329€ für ein 16″ Kinderfahrrad???? Nee 399€ mit SRAM Automatix Nabe (leider im Moment nicht lieferbar).

Also was ist denn nun auf einmal aus

  • Nachhaltigkeit
  • Kostenersparnis
  • Verringertes „Schimpfpotential“

geworden? Dazu später mehr. Nach gründlicher Überlegung und Vermessung unserer Großen, haben wir uns dann für das WOOM 3 Automatix entschieden.

WOOM_3_seitl_REDDOT_1920x

©WOOM

WOOM_3_schraeg_1920x

©WOOM

Die Eckdaten sind:

  • 16″ Bereifung
  • Aluminiumrahmen
  • Zwei Handbremsen
  • SRAM Automatix 2 Gang Nabe (genial)
  • Und jetzt kommts: 5,7kg bzw knapp 6kg mit Automatix Nabe
    • Wir rechnen mal schnell (9kg/6kg), dass das knapp 1/3 weniger als üblich ist.

Hier mal in Echt mit Kind:

IMG_9601

Bike and Balg 😉   ©crazy42wheels.com

Dazu kommen noch weitere Features, die mich als Bikepapa einfach überzeugt haben das Geld auszugeben.

Die Bremsen:

Das Rad hat zwei Handbremsen und nicht wie üblich eine Hand- und eine Rücktrittbremse. Dabei ist die hintere Bremse mit einem auffällig grünen Griff ausgestattet damit das Kind nicht erst überlegen muss, welche die „Primärbremse“ ist. Ich finde das super. Das Losfahren aus dem Stand ist mit einer Rücktrittbremse um vieles schwieriger. Meistens steht die Kurbel im falschen Winkel um direkt losfahren zu können. Dann muss man erst vorrollen um die richtige Kurbelstellung zu erwischen. Besonders am Berg schwierig bis unmöglich. Zudem ist die Wirkung der Rücktrittbremsen meistens allenfalls als mau zu bezeichnen. Nicht umsonst ist diese Bremsenform an hochwertigen Erwachsenenrädern nahezu ausgestorben.

Die Griffe sind auch für kleine Kinderhände gut zu erreichen und durch die hochwertigen Bremszüge von Jagwire leicht zu betätigen. Außerdem lässt sich noch die Griffweite verstellen.

IMG_9604

©crazy42wheels.com

IMG_9603

©crazy42wheels.com

IMG_9611

©crazy42wheels.com

 

Ergonomie:

Passend zu den Bremsgriffen hat sogar der Lenker einen kleineren Durchmesser als die Standard 22mm.

Der Sattel ist nicht zu hart und vor allem nicht zu weich. Das bewirkt nämlich immer, dass der Hintern drauf hin und her rutscht und sich das Polster „durchsitzt“.

Die Tretkurbeln haben einen auf Kinder zugeschnittenen Q-Faktor. Das heißt die Breite zwischen den Pedalaufnahmen ist entsprechend klein und auf die Breite des Kinderbeckens abgestimmt. Ich meine den Körperteil und nicht das Nichtschwimmerbecken. Die Kurbelarme selbst sind auch entsprechend kurz. Man soll es nicht für möglich halten, aber es ist ein deutlicher Unterschied zwischen z.B. 170 und 175 mm Kurbelarmen bei Erwachsenenrädern zu spüren.

Die Pedale finde ich etwas zwiespältig. Einerseits bieten die angedeuteten Krallen viel Grip z.B. mit matschigen Schuhen. Andererseits tut es wirklich weh, wenn man doch mal abrutscht und das Pedal gegen Schienbein oder Wade haut. Mountainbikefahrer die Plattformpedale mit Pins benutzen, bekommen beim Lesen sicher Phantomschmerzen ;-P

IMG_9609

©crazy42wheels.com

IMG_9602

©crazy42wheels.com

Allgemein lässt sich das Rad gut auf verschiedene „Kinderformen“ einstellen, wenn man die Größenvorschläge des Herstellers beachtet. Oft werden Kinderfahrräder (weil die ja so teuer sind) auf „Vorrat“ zum reinwachsen gekauft. Da kann kein Fahrspaß aufkommen. Nicht umsonst (und natürlich auch zum Vorteil der Hersteller) sind die Radgrößen heute deutlich feiner gestuft als vor 10 oder 20 Jahren.

Zur guten Ergonomie gehört natürlich auch das geringe Gewicht. Dem Kind ist es nun allein möglich das Rad auch mal hinten hoch zu heben um es umzusetzen oder aus der Garagenparklücke zu bugsieren. Ganz zu schweigen von der ersten „Airtime“ über kleine selbstgebaute Rampen (Mamis bitte weglesen…).

Zum Thema Gewicht sagt ein Bild Mehr als tausend Worte:

IMG_9608

©crazy42wheels.com

 

Antrieb:

Das Standard WOOM 3 hat eine kindgerecht gewählte Übersetzung. Zu der kann ich hier nicht so viel sagen, da wir wie gesagt die Version mit der SRAM Automatix 2 Gang Nabe haben. Bei dieser ist der erste Gang etwas kürzer und der zweite etwas länger übersetzt als bei der Standardnabe. Da es wie der Name schon sagt eine Automatiknabe ist, gibt es auch keinen Schaltgriff zu bedienen. Die Nabe schaltet einfach stumpf bei 11 km/h in den zweiten Gang. Dies hört man dann auch deutlich am klickern beim pedalieren. Wenn nicht zu viel Druck auf dem Pedal ist, schaltet sie bei unter 11 km/h wieder in den ersten zurück. In der Ebene funktioniert das gut, am Berg muss erst etwas Druck vom Pedal genommen werden, damit die Nabe zurückschalten kann.

IMG_9610

©crazy42wheels.com

Design, Verarbeitung: und Ausstattung:

Grundsätzlich ist das Design des Rades eher unaufgeregt. Was kein Nachteil ist. Alle Woom bikes sind in 5 Farben verfügbar.

woom farben

©woom

Speziell der Rahmen wirkt sehr hochwertig. Saubere Schweißnähte und eine einwandfreie Lackoberfläche machen was her.

Fazit:

Um Otto Waalkes teilweise zu zitieren: „Da waren sie wieder meine drei Probleme“ Nachhaltigkeit, Kostenersparnis, verringertes „Schimpfpotential“

  • Nachhaltigkeit: Ja, wir haben ein neues Rad gekauft, dessen Rahmen sicherlich auch nicht aus Deutschland oder Österreich kommt. Ich habe versucht ein Woom 3 bei eBay Kleinanzeigen zu kaufen. Zu der Zeit standen deutschlandweit 2 Gebote 8-10 Suchanzeigen gegenüber. Wir haben das Rad bewusst in neutralem Rot gekauft, damit unser kleiner es auch noch weiter benutzen kann. Ich bin mir also ziemlich sicher, dass man dieses Rad danach noch an mehrere Kinder weitergegeben werden kann.
  • Kostenersparnis: Siehe Punkt Nachhaltigkeit. Für die gebraucht angebotenen Räder werden 200 – 300€ aufgerufen. Stand 11.03.18 stehen deutschlandweit 12 Geboten 18 Gesuche entgegen. Die Chance die Hälfte bis 3/4 des Kaufpreises wiederzubekommen steht also relativ gut. Damit ist das Rad am Ende nicht teurer als oben genannte Massenprodukte.
  • Verringertes „Schimpfpotential“: Zugegeben, der erste Kratzer hat mir weh getan. Das bleibt eben nicht aus. Dieser Punkt lässt sich also nicht wegdiskutieren. Ich stelle aber fest, dass mit dem tollen Rad pfleglicher umgegangen wird als mit den Flohmarkträdern.

Es gibt natürlich noch weitere Hersteller die einen ähnlichen Ansatz verfolgen. Genannt seinen Kania, Isla oder Frog. Diese liegen alle in einem ähnlichen Preis- und Gewichtsrahmen.

Wir haben den Kauf definitiv nicht bereut und schon Radtouren von bis zu 18 km unternommen! Wenn das nicht beeindruckend ist…

 

Lesetipp: Hier gibt es auch noch ausführliche Erfahrungsberichte einer echten „Woom Familie“ https://diekleinebotin.at/2015/03/03/woom-rad/

 

 

 

 

Gefährlicher Bikeporn

Wie jedes Jahr bin ich wieder der Versuchung erlegen eine Ausgabe der „Best of mtb“ zu kaufen. Eines dieser Best of Magazine für die man freiwillig 7,90€ bezahlt um dann sabbernd davor zu sitzen und sich Parts und Bikes anzugucken, die man sich eh nicht leisten kann. Bikeporn at it´s best halt 🙂 Die „dirt 100“ sind auch sowas. Da kann ich einfach nicht nein sagen. Die gab es dieses Jahr zum Glück nicht…

IMG_9597

©crazy42wheels.com

IMG_9598

©crazy42wheels.com

Meistens sind die Preise der Sachen eh so abgehoben, dass es einfach nur Spaß macht sich anzusehen was es da draußen so gibt. Kurbelgarnituren für 1000€, Laufradsätze für 2000€ und Titan Komplettbikes für 12.000€. Da denkt man erst gar nicht weiter.

Manchmal passiert es aber, dass da auch Sachen drin sind die durchaus im Bereich für Normalverdiener liegen. In diesem Fall ist es ein UK Made Hardtail Stahlrahmen der Marke Cotic. Der kostet 535€.  Und schon ist die Saat gesäht. Inception…

IMG_9599

Yeah. Einfach ein Mountainbike ©crazy42wheels.com

Sowas wollte ich doch schon immer haben. Einen Stahlrahmen für die Ewigkeit, den man immer wieder mit neuen Anbauteilen auf den aktuellen Stand bringen kann. Ohne Schnickschnack. Ein Mountainbike eben. Kein All-Mountain, aggressives Trailbike, CC-Race, Enduro, Downhill…und was es sonst noch gibt.

Der Rahmen hat nichts mit billo Baumarkt Hardtails zu tun (die heute eh alle aus Alu sind). Alles ist auf dem neuesten Stand. Vorbereitung für Variostützen, ISCG Aufnahme, super tiefes Tretlager und kurze Kettenstreben. Eben alles was gerade sexy ist. Wirklich leicht ist der nicht. Ca. 3kg. Dafür aber mit gutem Flex und unzerstörbar.

Und schon rattert es im Kopf. Was würde man da für Parts verbauen? Ein komplettes Britbike mit Hope Teilen und so ist wieder unbezahlbar. Aber so eine nette XT Komplettgruppe wäre schon was. Und die Anbauteile für den britischen touch von Superstar components (was für ein geiler Firmenname).

superstar

©superstar components

Natürlich habe ich das mal überschlagen. Würde um die 2200€ komplett kosten und damit deutlich mehr als mein YT wicked. Für ein relativ schweres Hardtail und das damit vierte Rad im Fuhrpark.

Aber geil wäre es trotzdem 🙂 Mal sehen ob es dann hier bald eine neue Rubrik gibt (Ehefrau bitte weglesen).