Was bringt der Weihnachtsmann? Einen GPS Radcomputer hoffe ich :)


Ich habe mich in der letzten Rennradsaison etwas damit beschäftigt, ob es sich für mich lohnt, einen GPS Radcomputer mit Navi Funktion zu kaufen. Der Tacho den ich derzeit am Rennrad dran habe kann nicht mal die Durchschnittsgeschwindigkeit anzeigen.

Was schnell klar wird ist, dass man sich von Autoähnlichen Navigationsfunktionen schnell verabschieden muss. Das zeigen zahlreiche Erfahrungsberichte. Das Gerät was dem am nächsten kommt scheint wohl der Sigma ROX 12 zu sein. Allerdings kostet der im Bundle mit Trittfrequenz-/Geschwindigkeits Kombisensor und Pulsmesser happige 479€. Überall! Puh. Das ist ne menge Holz. Das ähnlich ausgestattete Flagschiff von Garmin liegt in der gleichen Preisklasse. Das ist ziemlich die Hälfte des Preises meines ganzen Rennrades… 

Was Tests auch sagen ist, dass die Rechnerleistung, und damit die Geschwindigkeit der Routenführung usw, eine Preisklasse darunter bereits frustrierend niedrig sein soll. In der heutigen Zeit mit den schnellen Smartphones echt nicht zu verstehen. Auch die Touchscreens der Modelle sind nicht mit denen von Smartphones zu vergleichen. Klar, denn sie müssen auch im Regen und Dreck funktionieren ohne dass versehentlich Funktionen ausgelöst werden.

Wie es aussieht ist es aber bei allen Geräten wohl besser, seine Strecken vorab in den einschlägigen Portalen wie Komoot usw zu planen. Geht anscheinend auch ganz einfach, denn ich habe mich da direkt mal angemeldet. 

Also nochmal das Angebot durchgeguckt. Ich habe mich jetzt für ein Gerät entschieden das ich, wie so oft, gar nicht auf der Pfanne hatte.

Wahoo Elemnt Bolt

Copyright: Wahoofitness
  •  Monochrom Display
  •  KEIN Touchscreen

Wieso jetzt sowas? Ich habe mich von den Tests überzeugen lassen, die durchweg positiv sind. Besonders hervorgehoben wurde:

  • Ablesbarkeit
  • Routenplanung und Führung
  • Aukkulaufzeit (deswegen ist das Smartphone für mich auch keine Alternative)
  • Bedienung
  • Sensorkopplung und das Wiederfinden derselben
  • Die Sensoren an sich (die auch mit anderen Geräten funktionieren)

Am Black Friday war das Gerät inklusive Geschwindigkeits – , und Trittfrequenzsensor sowie Pulsgurt für 265€ verfügbar. Ich hoffe der Weihnachtsmann hat das nicht verpasst 😉

 Zum Geschwindigkeits – , und Trittfrequenzsensor ist noch erwähnenswert, dass diese nicht, wie der Sigma Kombisensor irgendwo an der Kettenstrebe positionert werden müssen und auch noch jeweils einen Magneten an der Kurbel und der Felge benötigen. Sie werden jeweils einfach mit Gummiringen an der Nabe, bzw. am linken Kurbelarm befestigt. Finde ich eine praktikable Lösung.

Ich werde hier dann bald berichten, wie sich das Gerät so geschlagen hat. Natürlich nur wenn ich brav war 🙂

Klever X-Speed – 700 km gefahren

Langsam ist das Pendeln zur Arbeit mit dem X-Speed zur Routine geworden. Im positiven Sinn. Der Spind bei der Arbeit ist bestückt, man weiß was man einpacken muss und die Radklamotten liegen abends bereit. 2-3 mal die Woche fahre ich jetzt mit dem Rad zur Arbeit.

Die GoreTex Power Trail Jacke die ich schon vor der Radlieferung gekauft hatte musste sich noch nicht so richtig bewähren. Ich hatte immer Glück mit dem Wetter. Als Hose hatte ich mir eine Endura Urban stretch Pant bestellt. Die hatte mich irgendwie nicht so überzeugt, weil sie entgegen der Beschreibung eher flatterig geschnitten ist. Daraufhin hatte im im Outlet Center irgendeine Columbia Trekkinghose gekauft. Damit passt das.

So brauche ich jetzt immer ca. 50 Minuten für die 25 km und das anschließende Umziehen und Frischmachen. Die Performance des Rades ist immer noch beeindruckend. Wenn es windstill ist kann man die 50km Schallmauer durchbrechen 🙂

AAAber zum X-Speed. Ich hatte ja hier über meine Eindrücke nach 250 km geschrieben.

Das Lenkkopflager und die Pedale haben sich nicht wieder auffällig gezeigt. Das war also das normale „Setzen“ nach dem ersten Kilometern. Der Fehlercode 0059 kam auch nicht wieder.

Der Scheinwerfer ist weiterhin nur im Hellen und der Dämmerung zu gebrauchen. Ich habe ein Angebot von Klever über die B+M IQ-X E Lampe die am X-Speed limited verbaut ist. Mal sehen ob ich das annehme.

Was sich leider bewahrheitet hat, war meine Befürchtung, dass die vordere Bremsleitung beim Einfedern der Gabel die Speichen berühren könnte. Genau das ist heute beim Anbremsen an eine Ampel passiert. Mangels Ausgleichstrecke kann die Leitung nur unterhalb der Befestigung an der Gabel irgendwo hin. Hier sollte Klever auf die cleane Verlegung der Leitung verzichten und die vordere einfach direkt verlegen. Eine Starrgabel würde das Problem auch lösen 😉

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Der Antrieb verhält sich auch unauffällig. Ca. alle 200 – 250 km reinige ich die Kette mit einem Kriechöl getränkten Lappen und schmiere sie dann etwas F100 Kettenöl. Das ist im Gegesatz zu meinem fürs Rennrad favorisierten innobike 105 relativ zähflüssig und hält auch die Distanz durch. Dafür ist die Kette nicht so herrlich sauber und leichtläufig wie mit dem 105. Ist also eher Alltags geeignet.

Den Reifendruck habe ich inzwischen von Anfangs 4 auf 2,5 bar reduziert. Ich bemerke keinen Nachteil bei Reichweite oder Beschleunigung. Das Fahren ist aber dadurch deutlich komfortabler geworden. Besonders der sehr steife Hinterbau ist dadurch etwas freundlicher geworden. Außerdem hat der Kurvengrip noch einmal zugenommen.

Da Sättel ja immer Geschmackssache sind, habe ich da ein Upgrade durchgeführt.  Da ich im „Gesäßbereich“ (was für ein Wort) ziemlich mimosenhaft bin,  habe ich mal einen TERRY Sattel ausprobiert. Hier der Extra Artikel dazu.

Also bisher hat sich das X-Speed als Pendler Rad gut geschlagen. Ich freue mich jeden Tag auf die Fahrt zur Arbeit. To be continued….

Sportsattel TERRY Figura

Da Sättel ja immer Geschmackssache sind, habe ich da ein Upgrade am Klever X-Speed durchgeführt.  Da ich im „Gesäßbereich“ (was für ein Wort) ziemlich mimosenhaft bin,  habe ich mal einen TERRY Sattel ausprobiert.Die sind wohl genau für solche Hintern gemacht. Ich habe bei Bike-Discount einen TERRY Figura für 28€ geschossen. Genau so gibts den glaube ich nicht mehr. Der heißt jetzt Figura GT und hat einen UVP von ca 60€.

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Terry Figura in normaler Breite

Ob aktuell oder nicht, der Sattel passt ziemlich gut zu meinem Hinterteil. Ist ziemlich bequem und sieht auch ganz gut aus.

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Erfrischend ist die Auswahl der Sattelbreite bei Terry. Es gibt eine normale Breite für einen Sitzknochenabstand von 9-12 cm und eine MAX Version von 12-15 cm. Fertig. Der normale passt bei meinen 10 cm super. Es gibt einen anderen großen Hersteller wo man dann je nach Sitzposition noch was zuaddieren oder abziehen muss. Irgendwie anstrengend.

Naja auf jeden Fall passt der erstmal ganz gut. Eventuell probiere ich mal den Fly Arteria fürs Rennrad. Mit dem Ergon der im Moment montiert ist bin ich ganz zufrieden. Aber so nach 80 km tut das meistens dann doch schon weh.

 

 

Cyclus Tools BSA Tretlagerwerkzeug

Wie ich im Beitrag „Winterinspektion“ schrieb, habe ich ja leider das Gewinde des Innenlagers in Mitleidenschaft gezogen. Auf Nachfrage beim FFH (Freundlicher Fahrradhändler) um die Ecke wurde mir mit Nachdruck bestätigt, dass solche Werkzeuge auf keinen Fall verliehen werden! Ein Nachschneiden des Gewindes war auch nicht sofort möglich. Dauert ein paar Tage….(Spoiler: Dies hat mit Zusammenbauen des neuen Werkzeuges bei mir 15 Minuten gedauert…).

Ich könnte jetzt weiterspinnen, dass kleine Fahrradläden auf Dörfern den Service als größtes Kapital für sich selber ansehen sollten und so weiter. Das würde hier den Rahmen spregen. Und Zack, wieder ne Idee für nen neuen Beitrag 😉

Aaalso: Hier geht es um das  Cyclus Tools BSA Tretlagerwerkzeug. Ich habe also in den sauren Apfel gebissen und es für 85€ bei Rose bestellt. Um es vorweg zu nehmen: Es ist wirklich toll verarbeitet und sein Geld wert.

 

 

 

Es ist keine Anleitung dabei. Dies könnte man kritisieren. Andererseits sollte man auch die Finger von solch einer Arbeit lassen, wenn man nicht weiß was man tut. Wenn da was schief geht (Hehe, schief) ist der Rahmen definitiv ruiniert. Keine Ahnung, ob man dann auf Pressfit umbauen könnte (Ah, wieder ne neue Idee…) Auf jeden Fall ist alles dauerhaft beschriftet und logisch zusammenzubauen:

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Einsatzbereit ©crazy42wheels.com

Das wichtigste feature ist das Schiebestück in der Mitte. Dies ist ziemlich genau gefertigt. Leicht eingeölt passen die beiden Teile saugend ineinander (ich hoffe dieser Beitrag erscheint nicht in den Suchergebnissen für Erwachsenenunterhaltung. Klingt irgendwie schlüpfrig…). Dadurch werden die beiden Hälften während des Gewindeschneidens genau Achsenparallel geführt. So passt dann später die Pedalachse, die ja hoffentlich gerade ist, auch ohne zu eiern in die Lagerschalen.

Klugscheißermodus an: Strenggenommen ist es eine Pedalwelle u nd keine Achse, weil sie ja beim pedalieren ein Drehmoment überträgt. Klugscheißermodus aus 🙂

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©crazy42wheels.com

 

 

 

Naja. Jedenfalls hat das Werkzeug gemacht was es soll. Nämlich das Gewinde perfekt nachgeschnitten. Nach gründlicher Reinigung (mit der ausrangierten Kinderzahnbürste und Bremsenreiniger) wurde das Gewinde im Rahmen ordentlich eingefettet. Dann passte das neue Innenlager super sauber, dass es eine Freude war. Aaach schön.

 

 

Es ist nett von SRAM ein Anzugsmoment auf das Lager zu schreiben. Ist mit dem Standard Innenlagerwerkzeug nur irgendwie nicht so praxisgerecht. Naja, dann halt mit Schlossergefühl.

Achja, ein Fazit: Das Tool ist wirklich hochwertig verarbeitet und würde sich auch in einer professionellen Fahrradwerkstatt gut machen. Da meine anderen Räder auch ein BSA Lager haben, lohnt sich die Anschaffung ja vielleicht auch. Und man kann das ja auch mal verleihen. Einziger Kritikpunkt ist, dass es zusammengebaut nicht in Karton zurück passt. Und vielleicht, dass es im www eigentlich kein Alternativprodukt für den Privatnutzer gibt. Wer es mal ausleihen möchte: Nutzt das Kontaktformular.

So denn. Gute Nacht 🙂