Kurze Rennradhose – günstig und gut? B-Twin 700

Seit beginn meiner „Rennradkarriere“ fand ich, dass  die strömungsoptimierten Strampelhosen ganz schön teuer sind. Wie man vielleicht merkt, steh ich ja durchaus auf die Sachen von Decathlon. Da die Sachen der gängigen Marken auch in China gefertigt werden dachte ich, ich riskier es hier auch mal. Also hab ich die „teure“ Radhose mit Träger gekauft.

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©Decathlon

 

Man bekommt für 50€ eine ziemlich gut verarbeitete Hose mit guter Passform. Das ist natürlich ziemlich individuell. Ich habe festgestellt, dass die Decathlon Eigenmarken meistens ziemlich klein ausfallen. Also am besten im Laden anprobieren oder direkt ne Nummer größer als gewohnt kaufen. Den einen farbigen Beinabschluss gibt es in verschiedenen Farben.

Am wichtigsten ist bei so einer Hose ist natürlich das Polster. In diesem Fall ein Gelposter mit verschiedenen Härtegraden und Dicken.

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©Decathlon

Bisher habe ich (zwei Hosen im Wechsel) insgesamt ca. 1500 km getragen. Meist auf dem Rennrad, aber auch beim Mountainbiken unter der Short (Als MTBler darf man sich ja so nicht blicken lassen 😉 )

Diverse Waschgänge haben die Hosen auch bisher klaglos überstanden. Wenn man also nicht bereit ist 100, 200 oder sogar 300€ (ja, das gibt es) für eine Fahrradhose auszugeben, hat man hier eine Preiswerte hochwertige Alternative. Erst recht, da man aus hygienischen Gründen auch lieber mehr als eine haben sollte.

Der Vollständigkeit halber schreibe ich auch etwas zur B-Twin 500. Die hatte ich auch getestet aber wieder zurückgegeben. Die Passform ist auch hier ähnlich gut wie bei der 700er. Allerdings war mir das Schaumstoffpolster einfach zu weich. Auf dem Rennrad wo man ja fast die ganze Zeit sitzt, war mir das auf Dauer zu unbequem. Ist natürlich wieder Geschmackssache. Zudem ist die im Moment als Auslaufmodell Spottbillig 🙂

Mini und „nicht ganz so mini“ Tools – was braucht man wirklich für „Werkzeuch“ auf Tour?

Als wir das erste mal mit dem Campingbus losgefahren sind war der sooo voll, dass man sich nicht mehr bewegen konnte. Nach und nach weiß man dann, was wirklich nötig ist. Als wir dann 2 Jahre später mit unseren 2 Kindern 3 Wochen durch Frankreich gefahren sind, konnte man sich sogar beim Pausenstopp frei im Auto bewegen. Lernkurve halt 🙂

Ähnlich verhält sich das mit Ersatzteilen und Werkzeug auf Biketouren. Dabei ist es sicherlich ein Unterschied, ob man alleine durch die Sahara fährt, ne Feierabendrunde auf dem Rennrad dreht oder mit den Kumpels eine Tagestour durch den Harz macht.

Am Rennrad habe ich die Minimalaustattung in der Satteltasche:

  • Ersatzschlauch 28″ Rennrad (Flicken unterwegs ist doof)
  • 3 Reifenheber (Schwalbe Die habe ich wirklich auf Basis eines Reifenheber Tests gekauft…)
  • 2 Einweg Gummihandschuhe (Wenn man anderen bei deren total dreckigen Ketten hilft. Bei mir bleibt man sauber 😉 )
  • 5 Euro für das Käffchen unterwegs
  • Ein einfaches Zahlen-Kabelschloss (für das Käffchen unterwegs)
  • Separat am Flaschenhalter:
    • Luftpumpe (SKS Injex T-Zoom). Die ist sowohl für MTB als auch fürs Rennrad geeignet. Man hat zwei verschiedene Kolbendurchmesser. Einen großen für viel Volumen und mäßige Drücke und einen kleinen für die letzten mbar oder eben die hohen Drücke am Rennrad.
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Rennradüberlebenskit (©crazy42wheels.com)

 

Auf Mountainbiketouren habe ich immer ein, aus einem Aldi 1/4 Zoll Steckschlüsselkasten selbst zusammengestelltes, „Individual Minitool in Plastiktüte“ plus weiteres dabei. Alles einfach in den Rucksack geworfen. Gesamt also:

  • Individual Minitool in Plastiktüte plus Kettennieter
  • Ersatzschlauch 26″.  Nicht mehr so einfach sich den mit anderen zu teilen wie beim Rennrad, wo alle 28″ Räder haben. Jetzt muss jeder seinen (oldschool) 26″ , 27,5″, 27,5″+, 29″, Fatbike whatever Schlauch mithaben. Scherz beiseite. Um nach Hause zu kommen passt auch ein 26er in einen 27,5er Reifen und umgekehrt.
  • Kettenschloss (Werkzeuglos connex). Passt hier eben hier nur an meine 9-fach Kette. So kann man auch bei einem Schaltwerksabriss oder so die Kette passend mit dem Kettennieter ablängen und ein einem erträglichen Gang ins Base Camp fahren. Bei Kettenriss flickt man die Kette damit einfach zusammen, sofern man den überlebt hat…
  • Reifenheber
  • Luftpumpe. Teilen sich das MTB und das Rennrad
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Männer Minitool (©crazy42wheels.com)

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(©crazy42wheels.com)

 

 

Für das S-Pedelec habe ich auch schon etwas zusammengestellt. Die Satteltasche ist auch eine Topeak Aero Wedge, allerdings etwas größer.

  • Minitool SKS TOM 18.
  • 3 Reifenheber
  • Ersatzschlauch 27,5″
  • Minipumpe Zéfal Air Profil Micro Aluminium (Passt mit in die Tasche). Mal sehen ob das Minivolumen für 27,5″ Schläuche reicht
  • Gummihandschuhe

 

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(©crazy42wheels.com)

Ich hoffe so für alles gerüstet zu sein. Wenn ich so resümiere, sind es doch meistens die klassischen „Plattfüße“.  Es gab Harztouren auf denen wir bei 14 mitfahrenden Reifen nicht einen Plattfuß auf über 100km hatten.

Der blödeste Fall war ein sich zerlegendes 20 Jahre altes XT Schaltwerk. Die Schrauben der Schaltröllchen hatten sich gelöst. Bis auf eine Lagerabdeckplatte haben wir alles wiedergefunden. Das Rad ist so noch auf der ganzen Harztour weitergefahren.

S-Pedelec Helm – Cratoni Vigor

Da das S-Pedelec als Kleinkraftrad gilt (Klasse L1e-B) ist ein „geeigneter Helm“ zu tragen. Ich möchte hier gar nicht die vielen Diskussionen in den Foren der Republik aufwärmen. Die die ich kenne tragen einen Mountainbike oder Skate Helm. Ich denke die Gefahren sind hier ähnlich, nicht aber die Geschwindigkeiten…

Streng ausgelegt heißt das, dass der Helm nach ECE 22/05 getestet sein muss – Eine Norm für Motorradhelme! Whaaaat? Geht auf einem Fahrzeug was ja immer noch mit Muskelkraft bewegt werden muss und zudem sicher oft als Fahrrad wahrgenommen wird (das heißt erhöhte Aufmerksamkeit durch den Fahrer verlangt) mal gar nicht. ECE 22/05 heißt unter anderem, dass der Helm die Ohren bedecken muss.

Der einzige verfügbare Helm in Deutschland der speziell für S-Pedelecs designed wurde, ist der Cratoni Vigor.

UVP 269€! BÄM. Der Straßenpreis liegt in etwa bei 170€ und somit auf dem Niveau von teuren Radhelmen. Ich denk eich werde den mal testen. Solange nix passiert, ist ein MTB Helm sicherlich ausreichend und niemand würde etwas sagen. Kommt aber im Schadenfall eine Versicherung ins Spiel (erst recht die Berufsgenossenschaft wenn es sich um einen Wegeunfall handelt) sieht die Sache schnell anders aus.