Warum das S-Pedelec als Verkehrsmittel nix taugt

Hier ein toll geschriebener Beitrag auf Speeder´s Corner, der die Misere des Speed Pedelecs in Deutschland auf den Punkt bringt. Verkehrswende geht anders. Deshalb jetzt hier mal geklaut. Vielen Dank thedon42

Speeder's Corner

die Urversion dieses Artikels veröffentlichte ich im März ’19 auf pedelecforum.de

Spedelec-Pedelec.png

Liebe Leser,

auf dem eingefügten Bild seht ihr zwei Fahrräder der MarkeHaibike. Abgesehen von ein paar Details sind diesenahezu baugleich. Natürlich gibt es die ein oder andere, kleinere Abweichung im Bezug der verbauten Komponenten aber im Großen und Ganzen würde mir jeder beipflichten, wenn ich sage, dass der relevante Unterschied in der Unterstützungsabriegelung bei 25 beziehungsweise 45 km/h besteht.

Wen die Details interessieren, der kann sich in den Fußnoten gerne hier die Spezifikationen beider Modelle ansehen(1).

Ich bin nun seit Mai 2018 mit dem oben abgebildeten 45er-Vehikel unterwegs und dabei überwiegend begeistert. Ich nutze das S-Pedelec zu über 95% fürs tägliche Pendeln, mein Arbeitsweg beträgt 25km einfach im ländlichen Raum.

Meiner persönlichen Erfahrung nach handelt es sich bei der Kategorie der sogenannten „S-Pedelecs“ um ein Verkehrsmittel, welchesim alltäglichen Pendelverkehr ein unglaubliches Potenzialhat. Mittlerweile…

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MODMO – Eine neue E-Bike Marke aus Irland/Vietnam

Die Urlaubszeit ist vorbei. Also höchste Zeit mal wieder was neues zu verfassen.

Ich bekam in der letzten Woche eine Mail von MODMO. Mh, noch nie gehört. Schnell mal geguckt was das ist. MODMO ist ein irisches Unternehmen das seine Bikes in Vietnam fertigen lässt. So weit, so ungewöhnlich. Ich wollte es schon abhaken als eine weitere Designspielerei mit China Komponenten die in den europäischen Markt kommen wollen. Wenn man mal genauer hinguckt entdeckt man aber noch mehr ungewöhnliche Details.

Das erste und derzeit einzige Modell „Saigon“ hat einen Front- Nabenmotor und einen Riemenantrieb. Das habe ich so auch noch nicht gesehen. Dazu kommen dann noch in die Sitzstreben integrierte Blinker und ein im Vorbau bündig eingebautes Display.

modmo-saigon-sideview

MODMO Saigon ©Modmo bikes

beltdriver

MODMO Saigon ©Modmo bikes

Anmerkung 2020-07-20 112418

MODMO Saigon ©Modmo bikes

Es können (später) im Konfigurator noch Ausstattungen wie Körbe, Gepäckträger, eine 11- Gangschaltung (Shimano Alfine sogar optional als Di2 Variante) usw dazubestellt werden.

Mir gefällt das cleane design. Auch die Ausstattung erscheint ganz solide.

spec

MODMO Saigon ©Modmo bikes

Zudem ist es für ein E-bike recht leicht. Es ist sicher eher etwas für den urbanen Betrieb. Aber das sind ja eigentlich alle „Nicht Speed- Pedelecs“.

Der größte Kritikpunkt meinerseits ist, dass man den Akku wahrscheinlich nur am Tretlager herausnehmen kann wenn das Rad liegt oder hängt. Die Reichweite ist aber mit (natürlich bis zu) 200km angegeben. Selbst die Hälfte sollte für die meisten Pendler ausreichen um zuhause laden zu können.

Positiv bemerkenswert ist der Preis, der bei der Singlespeed Variante bei 2099€ startet. Ich habe mich einmal in die Warteliste für Testbikes eingetragen und hoffe, bald aus dem echten Leben über das Rad berichten zu können.

Mit dem Nabenmotor und dem Riemenantrieb sieht das ganze auf jeden Fall ziemlich Wartungsarm aus.

Hier gibt es noch ein Video aus der Produktion: ->Klick

Man merkt schon, dass die Marke noch recht neu ist (Die Auslieferung der ersten 100 Räder soll im September starten). So gibt es zwar 3 verschiedende Rahmengrößen, aber eine Hilfe zur Auswahl fehlt. Ebenso sind wohl noch nicht alle Anbauteile fertig die ich oben erwähnt hatte.

Ähnlich wie Tesla es beim Model 3 oder VW beim id3 gemacht hat, kann man sich ein Rad für 99€ reservieren. Finde ich eine ganz charmante Lösung.

Ich bin jedenfalls gespannt auf die Testfahrt.

 

Diamant Zouma S+ – Neuer Bosch Motor auf Garantie. Ein Appell an die Hersteller von Pedelec Antrieben

Wie ich in meinen früheren Erfahrungsberichten ja immer mal geschrieben hatte, ging der Antrieb ab und zu spontan aus. So alle 200 km mal. An sich nicht so schlimm. Fährt man allerdings morgens im stockdunklen und plötzlich geht der Antrieb und damit auch das Licht aus, ich finde das weniger witzig. Ich habe da die eine oder andere Gefahrenbremsung hinlegen müssen.

An dieser Stelle einmal ein dickes Dankeschön an das Team von MEGABIKE Bordesholm, die da wirklich am Ball geblieben sind und Bosch ordentlich genervt haben. Nachdem Akkukontakte, Verkabelung und der Akku selbst ausgeschlossen werden konnten, habe ich nun nach ca. 2500 km einen Austauschmotor auf Garantie bekommen.

Aber was gar nicht geht, liebe Bosch Menschen, ist folgendes: Das Kabel vom Akku zum Motor wurde vom Händler getauscht. Da es daran nicht lag, soll ich es nun bezahlen. 47€! Echt jetzt? Mein Kabel ist heile. Ich brauche kein zweites. Das Pedelec wird als Autoalternative beworben. Dann soll es aber bitte auch zuverlässig sein. Und wenn nicht, erwarte ich hier eine kulante Lösung. Ich bin hier nicht in der Beweispflicht da das Rad erst 5 Monate alt ist -> Verbraucherzentrale. Naja. Mal sehen was sich hier noch ergibt (Update des Grauens siehe unten).

Der Vorfall zeigt aber, dass das Pedelec immer noch weit davon entfernt ist so zuverlässig wie ein Auto zu sein… Wer hier Fakten und nicht nur Vermutungen sehen will, guckt einfach mal beim Pedelecmonitor rein. Nachdem ich ja vom Preis-Leistungsverhältnis meines Klever X-Speed  nicht überzeugt war, bleibt nun Bosch der Hersteller meines geringsten Misstrauens…

Beim Auto ist es heute völlig normal, dass man alle 2 Jahre oder 50.000 km zur Inspektion muss. Herunterskaliert hätte ich sowas beim Pedelec auch gerne. Man stelle sich folgendes vor: Ich kauf mir ein Premiumauto (damit muss man speziell S-Pedelecs vergleichen können) das immer wieder während der Fahrt aus geht und der Händler sagt: „Sorryyyy, das dauert jetzt ein paar Wochen. Aber erstmal tauschen wir fleißig Teile und stellen die in Rechnung. Aber nur wenn es an denen nicht gelegen hat, OK?“.  Undenkbar!

„Glücklicherweise“ kann ich derzeit ja eh nicht zur Arbeit pendeln. Und auch so könnte ich noch auf das Auto oder Motorrad ausweichen. Aber Öffis finden hier quasi nicht statt. Man stelle sich auch vor, das Auto wird abgeschafft und man verlässt sich 100% aufs Pedelec. Sicher gibt es genug Beispiele, wo Leute auch mehrere 10.000 km pannenfrei fahren. Aber der Anteil an Schäden ist doch recht hoch. Man denke nur an das „Impulse Desaster„. Selbst wenn man beim Händler ein Ersatzrad bekommt wird das wohl kein schnelles S-Pedelec sein. Im Beispiel oben:“ Oh, Ihr Audi A8 ist defekt. Hier bekommen sie ein 45 km/h Mopedauto. Achtung, keine Autobahn mehr möglich“.

Ich bin mir bewusst, dass das reichlich übertrieben ist. Aber an dem Pedelec Hype und den vollmundigen Versprechungen müssen sich die Hersteller auch messen lassen. Gerne werden spezielle „E-Bike Ketten, -Klamotten, – Sättel, -Reifen usw“ verkauft. Da werden dann mal satte 25% draufgeschlagen. Aber die Grundkomponenten bleiben anfällig.

UPDATE bevor der Artikel überhaupt veröffentlicht ist: Der neue Motor ist eingebaut uuuuund…Tadaaa daran lag es auch nicht! Ich könnt echt ko…. Jetzt wird (Klugscheißermodus AN: Das Display getauscht. Genau wie es meine erste Vermutung war. Klugscheißermodus AUS). Das ist übrigens kein Meckern an die Werkstatt. Diese darf nur machen, was Bosch freigibt. Zudem wollten sie auch einen Beweis haben. Das Wort des Händlers reichte nicht aus. Soll ich als Kunde jetzt ne Dashcam am Helm haben, damit ich einen sporadisch auftretenden Fehler „gerichtsverwertbar“ filmen kann? Sehr kundenfreundlich.

Den Motor muss ich glücklicherweise nicht bezahlen. Das oben genannte Kabel aber schon. Irgendwie ist hier keine Linie zu erkennen.

Hier also ein Appell an Bosch und alle anderen Hersteller:

Traut euren Händlern doch was zu. Die sind das Gesicht des gesichtslosen Konzerns gegenüber dem Kunden.

Wie wäre es, wenn die Händler einfach ein Kontingent an Motoren, Kabeln, Displays usw vor Ort hätten? Das würde das ermüdende Warten, Telefonieren und Kommunizieren zwischen Bosch und dem Händler und dem Händler und dem Kunden minimieren. Zudem würde es dann nicht WOCHEN dauern. Das wird ja mit zunehmendem Pedelec Bestand auch immer schlimmer. Macht es euch doch leicht!

 

UPDATE – E-Bike für Kinder – WOOM UP

Ja, das gibt es nun tatsächlich! Woom hat ein Kinder MTB (24 und 26″) mit Elektroantrieb herausgebracht. Genauer gesagt natürlich kein E-Bike sondern ein Pedelec. Es hört auf den Namen WOOM UP und ist mit einem 250 W Fazua Antrieb ausgestattet.

woomup

WOOM UP 5 in 24″ ©Woom Bikes

Bevor jetzt der Aufschrei kommt, lassen wir den Preis mal außen vor. Viel wichtiger ist die Frage: Warum sollte ein Kind ein Pedelec brauchen? Da frage ich zurück: Wozu braucht das ein Erwachsener? Das Pedelec macht das Radfahren im Alltag niederschwelliger und einfacher. Eventuell erspart man sich die eine oder andere Autofahrt. Oder eben die, bei der man das Kind sonst zu einem Freund gefahren hätte. Was ich aber besonders spannend finde ist die Möglichkeit, nun als Familie einen viel größeren Aktionsradius zu haben. Derzeit können wir mit unseren Kindern (4 und 8) vielleicht mal 5, wenn es richtig gut läuft 10 km Touren machen. Und auch so muss ich den kleinen die Berge hochschieben. Ist nicht böse gemeint. Mit dem kleinen 16″ Rad schafft er das einfach nicht. Natürlich ist das 24″ Pedelec weder mental noch körperlich für einen 4 Jährigen geeignet. Aber mit 8 geht sowas bestimmt richtig voran ;). Die Kombination „Kind mit Pedelec und Erwachsene mit Bio Bike“ ist sehr reizvoll.

Das Rad ist auch wirklich fein ausgestattet. Federgabel (Luftgabel mit einstellbarer Zug- und Druckstufe), Scheibenbremsen, 1×11 SRAM NX Schaltung. Alles dabei.

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Fazua Antrieb ©Woom Bikes

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Federgabel und Scheibenbremse ©Woom Bikes

Kommt das große ABER.

Ich bin wirklich Fahrrad begeistert. Die normalen Woom Räder sind im besten Wortsinne Preiswert. Nicht ganz billig, dafür aber leicht und hochwertig. Man muss sich nur die Gebrauchtpreise anschauen. Somit relativiert sich der Kaufpreis ganz schnell. Auch mit dem Service habe ich durchweg positive Erfahrungen gemacht (Danke WOOM Team für das neue Steuerlager).

Sicher gilt das für das WOOM UP genauso. Aber bei dem Kaufpreis muss ich erstmal schlucken: 2890€ für das 24″ und 2990€ für das 26″ UP. Puh. Ich würde mich nicht als arm bezeichnen. Auch bin ich wirklich Fahrradaffin. Aber selbst für einErwachsenenrad ist das schon eine Hausnummer die ich nicht mal eben so liegen habe.

Also ganz persönlich: Ich finde die Idee und das Produkt klasse. Es käme aber derzeit für mich nicht in Frage.

Eventuell lasse ich es meine Tochter mal auf einer Messe testen 😉

UPDATE 17.06.2020

Gestern bekam ich eine Mail von WOOM mit einer Erklärung wie der Preis des UP zustande kommt:

Zitat:

„Lieber Martin, hier noch einige Argumente aus unserer Entwicklungsabteilung zu dem zugegeben nicht ganz günstigen Preis: 

Das UP ist kein günstiges Fahrrad aber im Vergleich mit anderen E-bikes für Kinder ist es nicht so teuer. Mit dem Fazua System verbauen wir das leichteste Mittelmotorsystem auf dem Markt. Das UP ist das einzige Kinder E-bike ohne mechanischen Widerstand nach erreichen des Unterstützungslimits von 20km/h, man hat als Endkunde selber die Möglichkeit das Fahrrad individuell auf seine Bedürfnisse in der Config abzustimmen. Mit dem Gewicht des Rades sind wir im Vergleich zu anderen wichtigen Anbietern um 3 kg leichter und es gibt die Möglichkeit, den Motor und den Akku zu entfernen und das Rad als normales Fahrrad zu fahren, dies geht auch bei keinem anderen E-Bike für Kinder. Von diesen Vorteilen gibt es noch einige mehr. Fazit: für das, was es kann, hat es einen fairen Preis – glauben wir. 

woomige Grüße“ Zitat Ende

Dem kann ich auch voll und ganz zustimmen. Qualität hat halt ihren Preis. Das sieht man an den mittlerweile „WOOM Classic“ genannten normalen WOOM Rädern. Speziell das geringe Gewicht war einer unserer Kaufgründe. Schon bei den nomalen Woom Rädern sehe ich große Augen wenn ich erzähle was unsere Kinderräder gekostet haben. Aber dazu habe ich gaaanz früher schon einmal was geschrieben ->Klick. Menschen für die Fahrräder einfach nur Alltagsgegenstände sind, ist das schwer zu vermitteln. Selbst wenn es unterm Strich durch Wiederverkauf günstiger als ein Baumarktrad sein kann.

für mich persönlich wäre es derzeit gesehen einfach keine Alternative. Der Kaufpreis muss ja erstmal bezahlt werden. Wenn wir Berge vor der Tür hätten (was leider nicht der Fall ist), sähe das vielleicht anders aus…

 

crazy42wheels ist nominiert für den Fahrrad XXL Blogaward 2020

Wow, ich weiß nicht was ich sagen soll… Ich wurde nominiert in der Kategorie „Generalisten“. Und da sind echte Schwergewichte wie „Fahrradblog.de“, „GPS Radler“ und „Radlmädchen“. Deshalb bin ich besonders stolz, dass mein kleiner Blog, der ohne kostenlose Testmuster und  Werbeeinnahmen betrieben wird sich hier einreihen darf. Ich mache das hier jetzt etwas länger als ein Jahr. Und es wird immer noch nicht langweilig 🙂

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Wenn ihr mögt, dann stimmt gerne für mich ab. Ich würde mich freuen. Hier geht´s zur Abstimmung: https://www.fahrrad-xxl.de/blog/blogawards-2020-generalisten/

 

 

 

 

Für ein starkes Selbstbewusstsein – Bringt die Kinder aufs Rad

Natürlich versuche ich meine Fahrradbegeistertung auch auf meine Kinder zu übertagen. Aber wir wissen alle: Wenn sie das nicht interessiert, dann kann man sich auf den Kopf stellen. Um das Radfahren noch attraktiver zu machen ist natürlich auch ein tolles Fahrrad ein gutes Lockmittel. Derzeit laufen bei uns ein WOOM 3 (für Sohnemann, 4 Jahre) und ein WOOM 4 (für Töchterchen, 8 Jahre). Unsere Kinder sind beide für ihr Alter sehr leicht und dünn. Da habe ich eben sehr leichte Räder gesucht.

Die beiden fahren sehr gerne mit den Rädern. Da sie sicher auf normalen Straßen fahren dachte ich mir, dass wir es nun etwas interessanter gestalten könnten. So waren wir letztens das erste mal auf einem neu angelegten Pumptrack in der Nähe. Auch das erste mal für mich! Auf dem Pumptrack „pumpt“ man sich durch eine Reihe von Hügeln ohne zu treten. Macht riesig Spaß, braucht eine Portion Mut und ist riiichtig anstregend. Es war einfach genial. Besonders der Kleine, für den die Hügel ja 1 1/2 mal so hoch sind wie er selber, war nicht zu stoppen. Trotz einiger Stürze wurde eine Runde nach der anderen gedreht. Und auch die Große hat das Grinsen nicht aus dem Gesicht bekommen. Das war so toll anzusehen. Die beiden sind innerlich direkt ein Stück gewachsen. Die Woche darauf mussten wir gleich nochmal hin.

Am letzten Wochenende waren wir im Harz. Ich bin mit einem Freund einen Vormittag im Bikepark in St.Andreasberg gefahren (MSB X-Trail). Die Kinder waren auf der Sommerrodelbahn, aber total beeindruckt von der gebauten Strecke. So sind wir Abends nachdem der Lift geschlossen hatte von oben an den Berg gefahren. Wir mussten ca. 2 km Schotterweg fahren und waren dann am Einstieg in den Bikepark. Auf dem Weg da hin ist der kleine dann direkt wieder gestürzt. Ist echt blöd mit dem groben Schotter und den kleinen 16″ Rädern. Ich dachte wir müssen abbrechen. Aber er wollte nicht mit mir zurück zum Auto.

Und es war wieder einfach super. Wir sind dann einfach ein paar mal den Starthügel runter und die ersten Pumptrackähnlichen Stücke immer wieder gefahren. Danach wollten die Kinder noch die großen Tables auf der anderen Seite überfahren! Zum Schluss sind wir mit allen zusammen (2 Erwachsene und 4 Kinder) noch die halbe blaue Piste und eine große Wippe gefahren. Es war so toll mit anzusehen mit welcher Begeisterung die vier über die Strecke gesaust sind. Und wie stolz sie hinterher waren 🙂

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MSB X-Trail

Also Eltern: Traut euren Kindern was zu. Auch wenn man sich manchmal auf die Zunge beißen oder kurz wegschauen muss. Abends wurden sich dann gegenseitig die coolen Sportverletzungen gezeigt 😉 Die Kratzer verheilen. Der Stolz bleibt!

 

China Carbon 29er Hardtail – Ein Chiner für kleines Geld?

Wenn sich so eine Idee erstmal festgesetzt hat, ist es schwer sowas wieder loszuwerden. Hier konnte ich zum Glück widerstehen…

Beim Stöbern in der Kleinanzeigenbucht nach Hardtailrahmen bin ich zu AliExpress geleitet worden. Und schon wars passiert. Ein Carbonrahmen für 187€? Mhhh. Also hab ich mir flugs einen Account erstellt und mal mein persönliches China Carbon Hardtail  zusammengestellt (im folgenden CCH, genannt. Nee, Moment das könnte zu Verwechslungen führen. Dann CHC. Könnte man noch ein Logo draus machen). Im „Fachjargon“ in diversen Foren lernte ich, dass so ein Rad als Chiner bezeichnet wird 😉

Dann dachte ich: Wenn schon, denn schon und alles aus China. Nicht nur die Rosinen rauspicken. Ob man daraus wohl was tolles machen kann? Und zu welchem Preis? Ziel soll ein Carbon Hardtail mit Starrgabel und Scheibenbremse sein.

Es gibt wirklich ALLES auf AliExpress. Ich habe bewusst nach Chinesischen Originalherstellern und nicht nach Marken Plagiaten geguckt. Hier die Top 3 Teile die mich am meisten beeindruckt haben:

Carbonrahmen

Ein 29er Vollcarbonrahmen inkl. Steckachse. Laut verschiedener Foren sind die wohl ganz gut verarbeitet. Interne Zugverlegung (sogar mit Einfädelhilfe) und BSA Tretlagergewinde. Finde ich gut. 187€

frame1

Bild: AliExpress

frame2

Bild: AliExpress

 

1×11 Komplettgruppe von ZTTO

Komplette 1×11 Gruppe inkl Kurbelgarnitur und Kette: 157€

 

group1

Bild: AliExpress

group2

Bild: AliExpress

Von ZTTO gibt es alle möglichen Anbeiteile wie Tretlager, Vorbauten, Pedale usw. Das werde ich dann mal Markenrein halten (wenn es denn zu dem Projekt kommt).

 

zitto

Bild AliExpress, ZTTO official store

Scheibenbremsen von ZOOM

Komplettset inkl. 160mm Scheiben: 24€

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Bild: AliExpress

Für ca 40€  gibt´s auch schon eine einfache Shimano BR-MT200 ohne Scheiben. Allerdings hat die dann keine geteilten Klemmschellen, was ich richtig nervig finde.

Was kostet der Spaß? 

Die Preise sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. Als Faustregel kann man sagen, dass ab 26€ noch Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuer hinzukommen. Letzteres ist einfach und entspricht 19% Mehrwertsteuer. Aber die Zollgebühren sind irgendwie schwierig herauszufinden. Die Kategorie Fahrradteile gibt es nicht. Somit habe ich für die Kalkulation der Gesamtkosten mal den Allgemeinen Satz von 17,5% angenommen (EDIT: Habe auch schon von 4% gelesen. Aber lassen wir es mal bei 17,5). Und schon kostet der Rahmen nicht mehr 187€ sondern 187 + 38,53 + 32,73 = 255,26€. Ok, das ist immer noch günstig. Aber es läppert sich bei den teureren Teilen wie Gabel oder Laufrädern eben doch.

Artikel Warenwert Versand Einfuhrumsatzsteuer
19%
Zollgebühren
17,5%
Gesamt Gesamtsumme
Rahmen 187,00 0,00 35,53 32,73 255,26 965,87
Gabel 70,71 2,93 13,43 12,37 99,45 Davon Gebühren
Sattelstütze 15,06 5,88 0,00 0,00 20,94 186,21
Lenker 11,27 5,86 0,00 0,00 17,13
Lenklager 9,27 2,93 0,00 0,00 12,20
Spacer 5,28 0,97 0,00 0,00 6,25
BB 9,06 1,05 0,00 0,00 10,11
Stem 17,62 1,20 0,00 0,00 18,82
Bremsenset 24,00 10,27 0,00 0,00 34,27
Pedale 21,59 0,00 0,00 0,00 21,59
Antrieb 157,93 0,00 30,01 27,64 215,57
Sattelklemme 9,39 0,00 0,00 0,00 9,39
Laufradsatz 94,52 36,54 17,96 16,54 165,56
Sattel 9,33 0,00 0,00 0,00 9,33
Kleinteile 15,00 5,00 0,00 0,00 20,00
Reifen 50,00 0,00 0,00 0,00 50,00

Somit läge der Gesamtpreis für das Rad bei ca. 990€ für ein Hardtail mit Carbon- Rahmen,  -Starrgabel, -Lenker und-Sattelstütze.

Das Komplettbike könnte dann so ähnlich aussehen. Nicht schlecht, finde ich:

BXT

Bild: AliExpress, BXT official Store

Was bekäme man für knapp 1000€ im deutschen Direktversand? Ich habe mal 2 „Konkurrenten“ herausgesucht. Wobei ich keines mit Starrgabel gefunden habe.

RADON ZR team 8.0 – 999€ – Aluminium

zrteam

Bild: Radon Bikes

Soweit solide ausgestattet. Highlight ist die neue Shimano XT 1×12 Schaltung. Der Rest ist Hausmannskost und eben der Rahmen aus Aluminium. Kann man irgendwie schwer mit dem CHC vergleichen.

CUBE Reaction C:62 Pro – 1599€ – Carbon

reactionc

Bild: CUBE

Nach Schnellrecherche ist das so das günstigste was man derzeit mit Carbonrahmen bekommt. Auch hier die neue Shimano XT 1×12 Schaltung. Der Rest ist wieder Hausmannskost. Eine ZITTO 1×12 oder 1×13 (!) Schaltung und auch eine Federgabel wäre hier beim CHC auch noch drin. Also Gleichstand.

Ich hätte total Lust das mal auszuprobieren. Aber mal eben 1000€ Spielgeld? Das will zuhause gut argumentiert sein 😉 Wenn jemand mir das Geld gibt, baue ich ihm gerne ein Rad zusammen. Also meldet euch 🙂

Frühjahrsinspektion Diamant Zouma +S UPDATE

Nachdem ja nun im Moment leider nix ist mit zur Arbeit pendeln (#stayathome), habe ich mir mal das Diamant vorgenommen um es Frühjahrsfit zu machen. Also Antriebscheck, putzen und die „Sommerreifen“ wieder drauf. Kilometerstand ca. 2400.

UPDATE: Nach Versuchen ob das gelegentliche Abschalten des Antriebes es am Akku oder dem Akku-Motor Kabel lag, wird nun der Motor zu Bosch eingeschickt. Zuletzt ist es ständig ausgegangen…Danke an dieser Stelle an das sehr engagierte Team von Megabike Bordesholm! Wie es weiterging lest ihr hier ->Klick

Der allgemeine Zustand ist nach dem Winter mit fast nur Regenfahrten eigentlich ziemlich OK. Etwas oberflächliche Korrosion um einige Speichennippel (konnte man einfach mit Öl wegwischen) und normaler Winterdreck. Auch die Lager und der Freilauf laufen noch sauber.

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Wie neu

Die Bremsbeläge haben noch genug Fleisch um sie weiterzufahren. Vorne habe ich das Quietschen aber nicht in den Griff bekommen. Aber nur deshalb auf die schon bereitliegenden Trickstuff Beläge zu wechseln wollte ich erstmal nicht. Habe die Originalbeläge nochmal abgezogen und angefast.

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Original Magura Beläge nach 2400 km. Man sieht, dass ich viel bei Schietwetter gefahren bin.

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Original Magura Beläge nach 2400 km. Belagdicke noch voll OK.

Der Antrieb, bzw die Kette und die kleinen Ritzel hinten haben es aber hinter sich. Die Topeak Verschleißlehre fällt komplett durch. Das Antriebsritzel hatte ich mal gedreht und das war eigentlich auch noch gut. Ich will aber von 18 Zähnen auf 20 gehen. Ich erhoffe mir dadurch eine geradere Kettenlinie und dadurch auch einen Betrieb auf den größeren hinteren Ritzeln. Das sollte den Verschleiß etwas minimieren. Streng genommen darf ich die Übersetzung des S-Peds ja nicht ändern. Schneller als 45 km/h fährt es aber ja trotzdem nicht.

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Die Kette hat es hinter sich…

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Bunte Mischung: Shimano Ritzelpaket, SRAM Kette und…

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…KMC Antriebsritzel

Leider hat sich das selbstständige Abschalten des Antriebes weiter verschlimmert. passiert jetzt auf fast jeder Fahrt. Nach dreimaliger Diagnose ohne Fehlercodes ist es jetzt nochmal bei Mega Bike und es wird wohl das Purion Display ausgetauscht. Das hatte ich auch im Verdacht. Aber da ist ja jetzt auch Zeit für.

Ich hatte auch mal die Stecker am Motor ab. Aber die sind Top abgedichtet und absolut trocken. Daran sollte es nicht liegen. Ich berichte…

Standhaft haben sich die Originalen Schwalbe Supermoto X Reifen gewehrt wieder auf die Felgen draufzuflutschen. Selbst unter Werkstattbedingungen war das echt schwer. Ich hoffe mal, dass ich das nie unterwegs machen muss. Mit den Conti Winterreifen hatte ich ja einmal das Vergnügen. Das ging ganz OK.

 

Erfahrungen Wahoo ELEMNT Bolt

Nachdem ich den Bolt nun seit einiger Zeit nutze (Klick) und auch endlich mal die Navifunktion ausprobiert habe, ist es Zeit für einen Testbericht.

Eigentlich ist dem Bericht von GPS Radler nichts hinzuzufügen ->Klick. Trotzdem soll es ja um ein persönliches Fazit gehen. Und dies ist absolut positiv.

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Schicke Verpackung

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Schön gemacht

Erstmal die Punkte, die mir besonders gut gefallen haben:

Die Software, bzw die ELEMNT App

Hat ja eigentlich nichts mit dem Gerät zu tun. Aber die Bedienung der App und damit die Einrichtung des Gerätes ist einfach genial. Wahoo arbeitet mit so genannten Seiten. Das heißt, dass man sich verschiedene Ansichten vorkonfigurieren kann, zwischen denen man einfach durch Tastendruck wechseln kann. Das können sein:

  • Kartenasicht/Navigation. Am oberen Rand lassen sich zusätzlich verschiedende Daten wie Restdistanz und Geschwindigkeit anzeigen.
  • Trainingsdaten: Hier kann man wiederum verschiedene Datenfelder einrichten. Je nachdem ob man Puls- und Trittfrequenz angezeigt haben möchte oder eben nur wenige Datenfelder.
  • Höhenprofile
  • usw…

Innerhalb der Seiten kann man wiederum die Anordnung der Datenfelder einfach in der App verschieben und mehr oder weniger in Echtzeit wird es auf dem Gerät umgesetzt. Auch die Anbindung zu Komoot, Strava usw ist denkbar einfach. Und kommt man z.B. ins Heimatliche W-Lan sind, schwuppdiwupp, die Trainingsdaten synchronisiert (wenn man das möchte).

Bedienung, Display, Navigation

Viel zu bedienen gibt es am Gerät selbst eigentlich gar nicht, da ja die Einrichtung über die App erfolgt. Man wechselt eigentlich nur zwischen den Seiten oder zoomt auf einer Trainingsseite rein und raus. Je nachdem wie prominent man die Datenfelder angezeigt haben möchte.

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Kartenansicht

Das monochrome Display ist für meine Belange vollkommen ausreichend. Selbst die Navigationsdarstellung ist erstaunlich gut. Man ist ja heute so hochauflösende Farbdisplays gewohnt und hat irgendwie vergessen, dass es auch einfach geht. Gerade auf dem Rad sollte man ja den Blick nicht zu lange von der Straße abwenden.

Das Hochladen von Tracks funktioniert, natürlich, über die App. Man kann sie aber auch im Elemnt selbst auswählen. Es ist dann eine W-Lan Verbindung erforderlich. Die Routenführung wird durch akustische und LED Signale unterstützt. So piept es kurz vor einer bevorstehenden Abbiegung. Dazu läuft die LED Leiste oben in die entsprechende Richtung. Diese ist allerdings im Gegensatz zum Display an sich bei Sonneneinstrahlung kaum zu erkennen.

Verarbeitung, Sensoren und Akku

Die allgemeine Verarbeitung ist solide und schick. Besonders der sich nahtlos anschmiegende Aero Halter. Die Knöpfe fassen sich gut an und haben einen klaren Druckpunkt. Auch bei Regen gibt es kein Beschlagen oder dergleichen. Ich habe den Bolt als Bundle mit 3 Sensoren gekauft. Einen Geschwindigkeitssensor der einfach an eine Radnabe gestrapst wird (man könnte den auch weg lassen und nur GPS nutzen), einen Kadenzsensor der wiederum einfach an einer Kurbel befestigt wird und einen Herzfrequenzmesser mit Brustgurt. Für die beiden ersten sind keinerlei Magnete oder dergleichen am Rad notwendig. Genial. Bewegt man sie, schalten sie sich an und werden auch problemlos erkannt. Abbrüche hatte ich noch nie und die Batterien sind auch noch die ersten. Die Sensoren sind auch eine Empfehlung für andere Radcomputer, da sie die gängigen Funkstandards wie z.B. ANT+ nutzen.

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Speedsensor an der vorderen Nabe

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Kadenzsensor an der linken Kurbel

Der Akku wird über eine Micro USB Buchse auf der Unterseite aufgeladen. Meine längste Tour mit Navigation und Bluetoothverbindung zum Smartphone war bisher knapp 3 Stunden lang bei um die 6°C Außentemperatur. Am Ende zeigte das Gerät noch 68% Restladung. Über den Daumen reicht eine Ladung also für ca. 10 Stunden. Für mich absolut ausreichend.

 

Was hat mir nicht so gut gefallen

Bedienungsfülle, Material, Datenauswertung

Wie oben beschrieben ist die App super und toll zu bedienen. Allerdings ist die Fülle der Möglichkeiten auch ein Fluch. Auf der Tour denkt man dann doch wieder, dass eine andere Datenfeldanordnung oder eine Seite mehr oder weniger irgendwie gut wäre. Man kann sich also auch zu Tode optimieren. Luxusproblem.

Das Gehäuse des Bolt ist teilweise hochglänzend und dadurch auch recht kratzempfindlich. Ich nutze nun eine gut passende Schutzhülle von Tusita die dann natürlich etwas die Linie stört. Apropos Linie. Was mich als Symmetrieautisten etwas nervt ist, dass man das Gerät nicht genau mittig vor dem Vorbau ausrichten kann. Dieser ist bei meinem Canyon relativ dick und so ist das ganze etwas nach links versetzt.

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Einbaulage

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ELEMNT BOLT mit Schutzhülle

Was mir etwas fehlt ist ein Wahoo eigenes Datenportal auf dem man seine Trainingsdaten auswerten kann. Dies geht entweder nur in der App oder man muss es extern z.B. auf Komoot machen. Hier finde ich z.B. die Lösung von Sigma vorbildlich.

Schön wäre auch, wenn man eingehende WhatsApp Nachrichten lesen könnte. Derzeit werden nur SMS angezeigt (wer bekommt denn noch SMS?) und es klingelt bei eingehendem Anruf. Aber wie oben geschrieben sollte man ja eh lieber auf die Straße gucken 😉

FAZIT:

Ich habe den Kauf des Elemnt Bolt absolut nicht bereut. Es ist  ein tolles Gerät und hat ein top Preis/Leistungsverhältnis. Bedienung und Navigation sich super einfach udn intuitiv. Für meine persönlichen Ansprüche gerade in Verbindung mit den tollen Sensoren ein ganz klarer Kauftipp. Der Straßenpreis für das Bundle kann mit Glück bei ca. 200€ liegen.

Benz Motorwagen gegen Tesla – oder Saxonette gegen S-Pedelec

Zugegeben. Ein sehr unfairer Vergleich.

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Zouma und Saxonette

Nachdem ich nun ein paar mal mit der Saxonette einkaufen war und sonst mit dem S-Pedelec zur Arbeit fahre ein kleines Fazit von mir.
Also zum Spaß ist die Saxonette meine erste Wahl. Ich knatter schön den Radweg lang und gucke in die Landschaft. Derzeit noch mit originalen 20 km/h.
Aber ganz ehrlich: Als Alltagsfahrzeug käme das für mich nicht in Frage. Legal viel zu lahm. Zudem ist der originale eine Gang viel zu lang übersetzt und ich sitze auf dem 53er Rahmen wie der Affe auf dem Schleifstein .
Der Vergleich zum S-Pedelec mit bis zu 45 km/h ist natürlich etwas unfair. Aber im direkten Vergleich ist das ein bisschen wie der erste Benz Motorwagen gegen einen Tesla.

Pedelc: Knopf drücken und lautlos zum Supermarkt fliegen. Im dunklen mach ich das Fernlicht (!) an und habe ebenso gute Sicht wie beim Auto.

Saxonette: Erst muss erst ein seltsames Gebräu, bestehend aus giftigen Dämpfen absondernder Flüssigkeit gemischt mit blutrotem Geheimelexir, durch einen Dreh am kleinen Hahn zum fließen gebracht werden.  Dann einen Hebel umlegen (Mh, Choke oder nicht? Ist es warm, kalt…?). Dann am Starterseil ziehen (wie beim Rasenmäher) und aufs anspringen hoffen. KEIN Gas geben, sonst dreht direkt das Hinterrad los! Und dann kann es schon losgehen 😉 . Achja. Und wenn es dunkel ist, kann mit dem Fuß den Dynamo ans Vorderrad schnappen lassen und hoffen gesehen zu werden. Wenn die Birnchen nicht durchvibriert sind.
Versteht mich nicht falsch. Ich feiere die Saxonette weil sie so herrlich kurios ist. Aber ich sehe sie eher als Oldtimer-Hobby Fahrzeug. Das S-Pedelec ist eher praktisches Alltagsfahrzeug.
Wie ich heute festgestellt habe sind auf der Saxonette sogar noch originale „Saxonette“ Reifen drauf. Eventuell sind die Wertvoll ;)

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Original Reifen von 1988? Ist bestimmt noch gut…

Affektkauf und im weiten Sinne irgendwie Fahrrad – Hercules Saxonette

Manchmal kommt man zu Sachen wie die Jungfrau zum Kinde. Durch die Kleinanzeigenbucht gestöbert und zufällig auf die Hercules Saxonette gestoßen. Ein Gefährt, auf dem man sich als Jugendlicher niemals hätte sehen lassen mögen:

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Eindeutig eine Kreation der 80er. Hercules Saxonette ©Hercules

Ein Fahrrad mit Hilfsmotor. OMG… Aber irgendwie so kurios, dass ich nicht mehr von dem Gedanken loskam. Streng genommen ist das der Vorläufer der modernen Pedelecs. Unterstützt aber nur bis 20 km/h und hat nen Gasgriff. Und ich finde es ist deutlich mehr Fahrrad als z.B. mein Speed Pedelec. Rechtlich sowieso.

Es kam wie es kommen musste. Und nun bin ich Besitzer von 2 1/2 bis drei dieser Gefährte. Inklusive diverser Ersatzteile wie komplette Motoren usw 🙂 Ich habe also ein „Sammlung“ gekauft.

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Blindkauf plus Teilehaufen. Witzigerweise genau das Modell aus dem Katalog

Angetrieben wird das Höllengerät durch einen 1 Zylinder Zweitaktmotor mit 30 cm³ und ca 0,5 kW. Kraftübertragung direkt ans Hinterrad per Fliehkraftkupplung und Zahnradübersetzung:

motor

Das Kraftwerk

Zum Umweltaspekt 😉

Zum Einen ist es nachhaltig alten Kram zu benutzen bis er nicht mehr geht, zum Anderen ist so ein Zweitakter natürlich nicht gerade das sauberste Fahrzeug. Mal im Vergleich:

Das Speed Pedelec kommt mit einer Akkuladung (0,5 kW/h) ca 35 km weit bei voller Belastung. Die Saxonette braucht wohl im Durchschnitt 1,5 l Gemisch auf 100 km. Über den dicken Daumen hat ein l Benzin einen Energiegehalt von 10 kWh/l. Wirkungsgrad des Motors ca. 20%. Das heißt also grob 2 kWh/l stehen zur Verfügung -> 2 kW/h x 1,5 l/100 km = 3 kWh/100km. Somit braucht die Saxo 1,05 kW/h auf 35 km und damit ca. doppelt so viel wie das S-Pedelec. Naja. Höchst unwissenschaftlich 😉 Ich habe völlig die Durchschnittsgeschwindigkeiten und den Wirkungsgrad beim Akku laden außer acht gelassen.

Dafür kann ich die Saxonette  aber selbst reparieren und bin nicht aus meinem Eigentum ausgesperrt wie bei einem Bosch Antrieb. Auch wage ich zu bezweifeln, dass das S-Pedelec auch in 20 Jahren noch fährt. Und wenn, dann hat es sicher 4 bis 5 Akkus verschlissen.

Was soll das?

Ganz einfach: Nix 🙂 Ich hatte da mal Bock drauf so eine Kuriosität zu haben und dran zu basteln.

Und noch bevor ich den Artikel überhaupt veröffentlicht habe…

Ist der ganze Kram auch schon wieder weg. Donnerstags abgeholt, Freitag Abends alles wieder auf Kleinanzeigen verkauft. Es war nicht möglich aus 4 Motoren einen vernünftigen zu machen ohne nochmal Unsummen (im Verhältnis) reinzustecken. Ich habe dabei natürlich mit offenen Karten gespielt. Aber durch die Mühe alles einzeln reinzustellen, bin ich jetzt Plusminus Null rausgekommen:

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Das Konglomerat…

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Ein Motor wäre vielleicht zu retten gewesen. Bis auf das Kurbelwellenlager. Und die Kurbelwelle. Und die Getriebelager…

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Bezeichnend für den Zustand aller Teile…

Die Motoren scheinen nicht so für eine Erdumrundung konstruiert zu sein. Aber irgendwie ist die Saat nun gesät. Ich guck mal weiter. Also wenn einer ne fahrbereite Saxonette abzugeben hat….

Und schon wieder ein Update bevor der Artikel erschienen ist:

Jetzt habe ich in der Nähe eine funktionierende gefunden und direkt zugeschlagen. Macht wirklich Spaß und ist herrlich Sinnlos

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Saxonette, zweiter Versuch

 

Der Weg zum alltagstauglichen Gravelbike – Teil 2.1 UPDATE

Originalartikel hier..

Blogleser Michael wies mich darauf hin, dass Bulls sein Grinder 2 für 2020 noch einmal überarbeitet hat. Es ist jetzt auch eine GRX Gruppe verbaut und es ist 200€ (!) billiger geworden. Was zuerst auffällt ist, dass dafür vom wirklich tollen Supernova pure 3 Scheinwerfer auf den günstigeren (aber keineswegs schlechten) B+M IQ-XS gewechselt wurde. Auch das Rücklicht wurde „downgegradet“. Ansonsten jetzt wirklich ein gutes Paket (nach Papierlage).

Dazu schaue ich mir meine damaligen Kandidaten noch einmal an.

  • Cube Nuroad Race FE
  • Bergamont Grandurance RD7
  • Bulls Daily Grinder 2 (Update)
  • Stevens Supreme
  • Stevens Supreme Pro -> Kurztest hier

Was als erstes in Auge sticht ist die neue Shimano GRX Gravel Gruppe. Wenn das Internet nicht lügt, sind für 2020 das Cube und das Stevens damit ausgestattet. Bergamont und Bulls scheinen weiterhin auf Shimano 105 zu setzen. Sicher auch keine schlechte Wahl. Ein Highlight der GRX sind die optionalen Oberlenker Bremsgriffe. Allerdings ist keines der genannten Räder ab Werk damit ausgestattet.

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GRX Oberlenker Bremsgriffe Bild: © Paul Lange GmbH

Allgemeiner Eindruck:

Das CUBE ist weiterhin sehr gut ausgestattet und hat mit der neuen GRX 810 Gruppe ein tolles update bekommen. Allerdings muss man hier aufpassen. Wie gerne auch im MTB Bereich gemacht, wird an prominenter Stelle das 810 Schaltwerk verbaut. Der Rest der Komponenten ist bunt gemischt aus GRX 810, 600, 400 und Shimano 105! Eine Tabelle mit den wichtigsten Ausstattungen findest du weiter unten. Leider ist der Gepäckträger jetzt zwar hübscher, aber auch unpraktischer geworden mit seiner tiefliegenden Strebe.

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CUBE Nuroad Race FE 2020. Bild: © Cube

Bei Bergamont hat sich bis auf die (geile) Farbe nichts getan. Trotzdem kein schlechtes Paket.

Bergamont Grandurance RD 7 2020

Bergamont Grandurance RD7 2020. Bild: © Bergamont

 

(Besonders das Bulls hat sich meiner Meinung nach optisch echt gemausert. Die neue Farbkombination mit den Retro Reifen gefällt mir sehr gut. Auch hier bleibt es wie bei Bergamont bei der 2×11 Shimano 105 Gruppe.)

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Bulls Daily Grinder 2 2020 „ALT“. Bild: © Bulls

Jetzt neu das überarbeitete daily grinder 2. Die Ausstattung findest du weiter unten.

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Bulls Daily Grinder 2 2020 NEU. Bild: © Bulls

Zuletzt die Überraschung bei Stevens. Für 2020 wurde auf die neue Shimano GRX Gruppe gesetzt. Hier gibt es nun zwei Versionen. Das einfache Supreme setzt auf eine (gemischte) GRX 610 mit 2×10 Gängen für 1499€. Hier müssen dann keine Seilzugbremsen mehr in Kauf genommen werden. Lediglich beim Scheinwerfer müssen hier noch Abstriche gemacht werden. Und ein Gepäckträger fehlt bei Bedarf.

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Stevens Supreme 2020. Bild: © Stevens

Das Supreme Pro bietet für 1799€ die GRX 810 Gruppe mit 2×11 Gängen und einen tollen Supernova Scheinwerfer. Auch die Bremsscheiben kommen aus einer höherwertigen Serie. Aber aufgepasst. Wie auch am Cube ist es hier bunt gemischt und es kommen auch Komponenten der 600 und 400 GRX zum Einsatz.

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Stevens Supreme Pro 2020. Bild: © Stevens

 

Die folgende Tabelle soll keine Bewertung darstellen, da es ja auf die persönlichen Vorlieben ankommt. Es sollen nur die Highlights und Schwächen der Ausstattungen aufgezeigt werden. Wer z.B. keinen Gepäckträger braucht, dem ist das Kriterium natürlich nicht so wichtig.

Alles in allem bietet aber meiner Meinung nach das CUBE Nuroad Race FE auch 2020 wieder das beste Preis- Leistungsverhältnis.

Da es sich hier um Fachhandelsmarken handelt kann man meiner Meinung nach auch direkt die aufgerufenen Preise vergleichen. Das Stevens Supreme (nicht Pro) hier mal außen vor, ist das Bulls hier das Schlusslicht. Es gibt kein technisches update und es ist mit 1999€ im Vergleich am teuersten.

Eventuell kann man bei Cube und Bulls, sofern noch vorhanden, noch ein Schnäppchen machen und ein 2019 „Shimano 105“ Modell günstiger bekommen.

Da ich gestern die Möglichkeit hatte das 2019er Supreme kurz zu fahren, hier ein kurzer Kommentar dazu. Wer unbedingt 2×11 Gänge haben will und mit den Seilzubremsen leben kann (ich fand sie im Vergleich fürchterlich) nimmt ein 2019er. Wer mit 2×10 leben kann und die Scheibenbremse bevorzugt, sollte beim 2020er zuschlagen. Der Preis ist gleich geblieben.

Was ich nicht beurteilen kann ist, ob eine Lupenreine 105er Gruppe besser funktioniert als ein bunter Mix aus neuen GRX Komponenten. Ich denke aber, dass sich Besitzer der 2019er Modelle keine grauen Haare wachsen lassen müssen. Lediglich die Optionalen Bremsgriffe könnten das rechtfertigen.

Stand 12.03.2020:

Bulls (neu 2020) Bergamont Cube Stevens Supreme Pro Stevens Supreme
Preis € 1799 1799 1599 1799 1499
Rahmen Aluminium Aluminium Aluminium Aluminium Aluminium
Gabel Carbon Aluminium Carbon Aluminium Aluminium
Kurbel Shimano GRX 600 Shimano 105 Shimano GRX 600 Shimano GRX 600 Shimano GRX 600
Umwerfer Shimano GRX 810 Shimano 105 Shimano GRX 810 Shimano GRX 810 Shimano GRX 400
Schaltwerk Shimano GRX 810 11 fach Shimano 105 11 fach Shimano GRX 810 11 fach Shimano GRX 810 11 fach Shimano GRX 400 10 fach
Schalt- Bremsgriffe Shimano GRX 610 Shimano 105 Shimano GRX 610 Shimano GRX 610 Shimano GRX 610
Kassette Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105 Shimano Deore
Bremsen Shimano GRX 400, hydraulisch Shimano 105, hydraulisch Shimano GRX 400, hydraulisch Shimano GRX 400, hydraulisch Shimano GRX 400, hydraulisch
Bremsen Montage Flatmount Postmount Flatmount Flatmount Flatmount
Reifen Schwalbe G-one 40-622 Schwalbe G-one 35-622 Schwalbe G-one 35-622 Schwalbe G-one 40-622 Schwalbe G-one 40-622
Laufräder Bulls Bergamont Cube Stevens Oxygen Stevens Oxygen
Nabendynamo Shutter Precision PD 8 QR Shimano ? Shutter Precision PL-8X Shutter Precision PL-8X
Scheinwerfer B+M IQ-XS Herrmans H-Black MR8 Supernova E3 pure3 Supernova E3 pure3 B+M Eyc T Senso+
Rücklicht FUXON Herrmans H-Trace Mini Supernova E3 Tail Light 2 Xeltec Xeltec
Schutzbleche Sunny Wheel BGM Allroad ACID 45 SKS Gravel SKS Gravel
Gepäckträger Standwell Racktime wingee ACID Nuroad Carrier
Klingel ? ? Knog Oi ? ?

Gravelbike für Einsteiger – Decathlon TRIBAN GRVL 120

Habe ich bisher immer im Bereich „Alltags Gravel Bike bis 2000€“ geguckt (hier und hier und hier), wollte ich hier mal näher auf ein absolutes Einsteigermodell eingehen.

Es handelt sich dabei um ein reines Sportgerät. Also ohne Dynamo, Licht, Gepäckträger usw.  Decathlon hat eine neue Fahrrad Eigenmarke namens TRIBAN und will hier auf den trendigen Gravel Zug aufspringen. Konkret mit dem TRIBAN GRVL 120.

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TRIBAN GRVL 120 ©Decathlon

Auf den ersten Blick sieht es gar nicht so übel aus. Und knapp 600€ sind auch eine Ansage. Irgendwo muss der Preis natürlich herkommen. So sind fast ausnahmslos No-Name Komponenten verbaut.

  • Rahmen: Aluminium
  • Gabel: Tut so als wäre sie Carbon, ist aber hauptsächlich aus Aluminium (Zitat Decathlon: „15% Epoxy, 15% Carbon fiber und 70% Aluminium“)
  • Schaltung: Microshift 1×10 fach (Schaltwerk RD-M665M)
  • Kurbeln: No Name
  • Laufräder: No Name
  • Anbauteile: TRIBAN
  • Bremsen: Seilzug Scheibenbremse ProMax DSX
  • Reifen: Hutchinson 700×38

Das Gewicht soll bei knapp über 10 kg liegen. Der Rahmen ist mit diversen Ösen ausgestattet, so dass auch Schutzbleche nachgerüstet werden können.

Die Rahmengeometrie st Identisch mit dem Triban 120 Disc Rennrad. Leider ist auch da keine Geometriedatenblatt vorhanden. Es wird lediglich von „Komfortgeometrie“ gesprochen.

Die Züge sind alle außen verlegt. Das macht die Wartung natürlich einfacher, sieht aber nicht so schick aus und erschwert die Reinigung. Außerdem stört gerade ein am Oberrohr verlegter Zug im Montageständer.

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TRIBAN GRVL 120 ©Decathlon

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TRIBAN GRVL 120 ©Decathlon

Für wen eignet sich nun also so ein Rad?

Vielleicht will man nur mal ins „graveln“ reinschnuppern und nicht so viel Geld ausgeben. Oder es soll das gute Rad im Alltag geschont werden. Für eine „U-Bahnschlampe“ (also ein Rad, das an der Bahn, Bushaltestelle usw abgestellt wird) ist es dann aber doch zu teuer.

Wichtig ist aber auch hier, dass die Komponenten funktionieren. Nichts ist ärgerlicher als immerhin 600€ auszugeben und dann nur Ärger mit Schaltung und Bremsen zu haben.

Was positiv ist, dass Decathlon eine Lebenslange Garantie auf Rahmen, Vorbau, Lenker und Gabel verspricht. Eine Aufrüstung mit hochwertigeren Komponenten ist also denkbar.

S-Pedelecs auf Radwegen – Baden Württemberg leistet Pionierarbeit

In Tübingen werden Radwege nun für S-Pedelecs freigegeben. Das ist ein tolles Signal und ein Schritt nach vorne für die Verkehrswende. Vielleicht nehmen sich andere Bundesländer ein Beispiel daran. Und vielleicht steigen die homöopathischen Verkaufszahlen der schnellen Räder damit in Deutschland endlich. Derzeit sind nur 0,5% aller E-Bikes in Deutschland schnelle S-Pedelecs. In der Schweiz, wo diese alle Fahrradrechte genießen, sind es ca. 25%.

Wer jetzt Angst hat auf dem Radweg umgefahren zu werden, dem gebe ich immer wieder gerne folgendes zu bedenken: Ein Porsche kann 300 km/h fahren und darf trotzdem in die 30er Zone…

Ein tolles Zeichen wäre im Norden z.B. wenn Kiel seine fantastischen Velorouten auch freigeben würde.

Hier der Artikel zur Freigabe in Tübigen -> Klick

frei

© SWR

 

In eigener Sache 2.0: KEINE Werbung auf crazy42wheels

Ich hatte mir das so schön vorgestellt. Meinem Hobby nachgehen und zumindest die Kosten des Blogs decken durch ein bisschen Werbung. Leider habe ich dabei ein „Henne und Ei“ Problem. Ich habe ja nicht sooo viel traffic, dass da jeden Monat die tausende Euro reinkommen. Dann bekommt man aber auch nur die Werbung die sonst keiner haben will 😉

Dieser „geheimer Tipp um Reich zu werden“ Mist ist wirklich unerträglich. Liebes WordPress, da hatte ich seriösere Inhalte erwartet. Sowas will ich auf meinem Blog nicht haben! Rad- oder sportbezogene Werbung. damit könnte ich mich anfreunden. Falls ihr jemanden kennt der mich ein bisschen sponsern möchte…immer her damit 😉

Also. Ab heute ich crazy42wheels.com wieder werbefrei!

 

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2000 km Inspektion Diamant Zouma +S

Ok, ich schummel ein bisschen. Eigentlich sind es erst 1930 km. Aber ich hatte Zeit am Wochenende und es stach mir eine Sache ins Auge die so nicht bleiben konnte. Ein ganz unauffälliger brauner Läufer um oberen Steuerlager:

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Rostspuren

Merkwürdigerweise nur oben. Da hat das seit September durchgehend miese Wetter nun seinen Tribut gefordert. Also habe ich gleich zum Rundumschlag ausgeholt. Am Freitag hatte ich auch noch einen Plattfuß hinten, nachdem ich durch ein fieses Schlagloch gefahren war. Da wollte ich eh mal die Felge kontrollieren. Aber erstmal die Steuerlager. Sieht übel aus und läuft auch schon rau:

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Lenker beiseite gehängt

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Das sieht nicht gut aus

Mangels Ersatz, habe ich jetzt den Rost mit Schleifvlies entfernt und das Lager nochmal ordentlich gefettet. Auch unter die Abdeckkappe kam ordentlich Fett als Wasserschutz.

Ansonsten sah man dem Rad die vergangenen Strapazen eigentlich nicht an. Selbst der Antrieb ist noch OK, sodass ich nur alles gereinigt und geschmiert habe. Die Gänge schalten noch sauber. Das Antriebsritzel habe ich mal umgedreht. Bedingt durch den Kettenschräglauf hat es auf der Rückseite schon etwas Anlaufspuren. Auch die Zahnflanken sind schon etwas abgetragen. Bis zum Ende der Kette und Kassette geht das so nochmal:

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Bosch/KMC Ritzel gedreht

Dann noch einen neuen Lagerschutzring mit neuem Fett dran. Wäre eigentlich nicht nötig gewesen. Aber wenn man schonmal dabei ist…

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Lagerschutz

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Lagerschutz

Der Rest war dann das normale Fahrradprogramm.

  • Kette und Kassette reinigen und schmieren. Somit muss meine Umrüstung auf ein größeres Ritzel (20 statt 18Z) samt neuer Kette und Kassette noch warten. Ich hoffe, dann mit weniger Kettenschräglauf und auf den größeren Ritzeln fahren zu können.
  • Bremsbeläge kontrollieren und Bremssättel / Scheiben Reinigen
  • Schalt- / Bremshebel schmieren
  • Laufräder kontrollieren. Die Felge hat den Durchschlag zum Glück unbeschadet überstanden.
  • Schaltwerk und Schaltröllchen schmieren. Da gibt es beim Kassettenwechsel mal zwei hochwertige XT Röllchen mit Wälzlager. Bei der Deore läuft das  direkt mit einer Metallbuchse auf dem Kunststoff der Rolle.IMG_20191025_120110[1]
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Bremsbelag mit Reserven nach 1930 km

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Das übliche Programm

Die Winterreifen zeigen auch noch keinen sichtbaren Verschleiß und sind sicher auch noch im nächsten Jahr weiter zu verwenden. Im Sommer kommen wieder die originalen Schwalbe Super Moto-X drauf.

Alles in allem bin ich mit der Qualität des Zouma hochzufrieden. Das mit dem Lenklager ist natürlich ärgerlich. Aber ich hab ja sogar noch Garantie. Und auf Nachfrage bekomme ich vom Onlinehändler Fahrrad XXL tatsächlich 25€ für die Ersatzteile erstattet. Danke dafür!

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Die neuen Lager warten auf den Einbau…

 

 

 

S-Pedelec für Pendler 2020

UPDATE: Nach einem Hinweis vom Macher des Pedelecmonitors habe ich hier noch etwas zu korrigieren.  So ist mir ein Fehler bei der Bezeichung des neuen Bosch Speed Motors unterlaufen. Dieser gehört nicht mehr zur Performance line, sondern ist quasi jetzt Generation 4 der CX Linie. Außerdem habe ich die Akkus bei den beiden Diamant Zouma Jahrgängen vertauscht. Natürlich hat das 2020er den neuen    625 Wh Intube Akku. Danke Alex für den Hinweis! Wen es interessiert, der kann sich eine von Alex gestaltete Übersicht über die Bosch Mittelmotoren ansehen -> Klick

Ein Kollege bat mich um eine Beratung für ein S-Pedelec nachdem ich ihm mein Diamant Zouma zum testen geliehen hatte.

Grund genug für mich, mal meine TOP 6 der S-Pedelecs für Pendler auszustellen. Dies ist natürlich subjektiv und es gibt noch viele mehr auf dem Markt. Meine Preisgrenze setze ich bei ca. 3000 bis 5000€. Das ist leider der Bereich in dem man gucken muss. Folgende Fragen stellte ich mir vor der Auswahl meines S-Peledecs und diese gelten sicher auch ziemlich allgemein:

  • Reichweite
    • Wie weit habe ich es täglich?
    • Kann ich ggf. bei der Arbeit Nachladen?
    • Soll abends noch Reserve sein?
  • Komfortabel oder sportlich?
    • Brauche ich eine Federgabel oder gar eine Vollfederung?
    • Soll das Rad möglichst direkt sein und möglichst leicht und simpel (Bedenke: Federelemente müssen auch mal gewartet werden? Gerade im täglichen Einsatz)
  • Gepäck
    • Ist ein Rucksack OK oder lieber ne Satteltasche am ordentlichen Gepäckträger?
  • Antriebssystem
    • Mittelmotor
      • Bosch
      • Yamaha
      • Panasonic
      • Giant (Yamaha modifiziert)
      • Brose (Hier nicht betrachtet)
    • Heckmotor Direktantrieb (TDCM) verwendet bei
      • Klever
      • Stromer
  • Schaltung
    • Nabenschaltung (mit Kette oder Riemen)
    • Kettenschaltung
  • Radhersteller allgemein (wenn es einem wichtig ist)
  • Beleuchtung
    • Brauche ich den Mega Flagscheinwerfer evntl. mit Fernlicht oder reicht Standard?
  • Service vor Ort oder Direktvertrieb?
    • Bekommt beim E-Bike definitiv mehr Gewicht, da man einiges schlicht als Endnutzer nicht selbst machen kann
  • Budget
    • was bin ich bereit auszugeben?
    • ich betrachte hier S-Pedelecs bis ca 5000 €
  • Ersatzteilkosten
    • Kaufe ich einen Exoten wie Klever oder bleibe ich bei bewährter Massenware wie Bosch oder Yamaha?
  • Neu oder gebraucht?

Um es vorweg zu nehmen: Ein hoher Preis bedeutet nicht automatisch, dass das Produkt besser ist. Mein sehr teures Klever X-Speed habe ich aus diversen Gründen gegen ein Bosch S-Ped eingetauscht welches nominell über 1000€ billiger war.

Hier also meine TOP 6 für 2020. Weiter unten gibt es den gewohnten Ausstattungsvergleich. Da ist rein informativ auch mein 2019er Diamant Zouma dabei.

Giant QUICK E+ 45 

Herstellerseite

Antrieb: Mittelmotor, Giant Sync Drive (Yamaha)

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Giant QUICK E+ 45 Bild © Giant bikes

 

Haibike SDURO Trekking S 8.0

Herstellerseite

Antrieb: Mittelmotor, Yamaha PW

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Haibike SDURO Trekking S 8.0 Bild © Haibike

 

Haibike SDURO Trekking S 9.0

Herstellerseite

Antrieb: Mittelmotor, Bosch performance line speed Gen2

Haibike-MY20-SDURO-TREKKING-S-90-Gents-Update

Haibike SDURO Trekking S 9.0 Bild © Haibike

 

Diamant Zouma Deluxe +S

Herstellerseite

Antrieb: Mittelmotor, Bosch performance line speed Gen3

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Diamant Zouma Deluxe +S Bild © Diamantrad

 

Stromer ST1

Herstellerseite

Antrieb: Nabenmotor, Direktantrieb Stromer Syro drive II (TDCM)

stromer-st1-2020

Stromer ST1 Bild © Stromer

 

Klever X-Speed Pure

Herstellerseite

Antrieb: Nabenmotor, Direktantrieb Klever Biactron V2 (TDCM)

x-speed-pure-006_01

Klever X-Speed pure Bild © Klever

Hier also die wichtigsten Ausstattungsmerkmale im Vergleich. Ich habe wieder Highlights in grün, der Fahrzeugklasse gerade noch angemessene Ausstattungen orange und Lowlights rot markiert.

Giant QUICK E+ 45 Haibike SDURO  Trekking
S 8.0
Haibike SDURO Trekking
S 9.0
Diamant Zouma
Deluxe +S (2020)
Diamant Zouma +S (2019) Stromer ST1 Klever X-Speed Pure (2020)
Kaufpreis 3.599 € 3.499 € 3.999 € 3.899 € 3.999 € 4.290 € 5.399 €
Rahmen Aluminium Aluminium Aluminium Aluminium Aluminium Aluminium Aluminium
Gabel Federgabel
SR Suntour Mobie 45 LOR
Federgabel
SR Suntour Mobie 45 LOR
Federgabel
SR Suntour Mobie 45 LOR
Federgabel
SR Suntour Mobie 45 LOR
Starr
Carbon
Starr
Carbon
Starr
Aluminium
Laufräder 27,5″ Giant Rodi Rodi 27,5″, Bontrager Naben 27,5″, Bontrager Naben 27,5″ Alexrims 27,5″
Reifen Schwalbe Big Ben
27.5″ x 2.0
Schwalbe energizer Plus
28″ x 1.75
Schwalbe Super Moto-X
27.5″ x 2.40
Schwalbe Super Moto-X
27.5″ x 2.40
Schwalbe Super Moto-X 
27.5″ x 2.40
Vee Tire stromer custom
54×584
Schwalbe Super Moto-X
27.5″ x 2.40
Antriebsart Mittelmotor Mittelmotor Mittelmotor Mittelmotor Mittelmotor Nabenmotor hinten Nabenmotor hinten
Antrieb Giant SyncDrive Sport Yamaha PW Bosch performance Speed
2019 (Gen2)
Bosch CX Speed
2020 (Gen4)
Bosch performance Speed
2019 (Gen2)
Stromer Syro drive II Klever Biactron V2
Nennleistung 500 W 500 W 350 W 350 W 350 W 670 W 600 W
Akku 500 Wh, Intube 500 Wh, Intube 500 Wh, Intube 625 Wh, Intube 500  Wh, Standard 500 Wh, Intube 570 Wh
Display Giant RideControl EVO Yamaha LCD Bosch Intuvia Bosch Intuvia Bosch Purion Omni Interface B Klever
Kurbeln Giant Haibike Haibike Aluminium Ride+ Aluminium FSA Gossamer Aluminium
Umwerfer Shimano Deore  2 fach Shimano Deore  2 fach N/A N/A N/A N/A N/A
Schaltwerk Shimano XT 10 Speed Shimano XT 10 Speed Shimano XT 11 Speed Shimano Deore 10 Speed Shimano Deore 10 Speed Stromer 9 Speed Shimano XT 10 Speed
Schalthebel Shimano Deore 2×10 Speed Shimano Deore 2×10 Speed Shimano SLX 11 Speed Shimano Deore Shimano Deore Microshift Shimano XT
Bremsen Scheibenbremse
Tektro Dorado 180mm
Bremsscheiben V/H
Scheibenbremse
Magura MT4e, 180mm
Bremsscheiben V/H
Scheibenbremse
Magura MT4e, 180mm
Bremsscheiben V/H
Scheibenbremse
Magura MT5e (V), 180mm
Magura MT4e, (H) 180mm
Scheibenbremse        Magura MT5e, 180mm
Bremsscheiben V/H
Tektro Stromer HD922 Scheibenbremse
Magura MT4e, 180mm
Bremsscheiben V/H
Scheinwerfer B+M IQ-X + Hupe Spanninga Axendo B+M IQ-X + Hupe Spanninga Axendo B+M IQ-X + Hupe Roxim Z4 elite B+M IQ-X + Hupe
Rücklicht B+M B+M Toplight B+M Toplight B&M 650 LineTec Supernova M99 Tail Light  mit Bremslicht Roxim Z3E Roxim R3E + Bremslicht
Gepäckträger Giant Stand well 15 kg Stand well 15 kg 15 kg Tragkraft, Racktime 15 kg Tragkraft 22,5 kg Stromer 25 kg Tragkraft, Racktime
Schutzbleche ? SKS Chromoplastic SKS Chromoplastic Kunststoff Aluminium Aluminium Aluminium
Ständer Pletscher Ursus Ursus Pletscher Pletscher Pletscher Noname
Gewicht (Katalog) 24,5 kg (Gr.L) 24,3 kg 26,1 kg 26,7 kg 23,8 kg ? 27,5 kg
Zulässiges Gesamtgewicht ? 130 kg 130 kg 136 kg 136 kg ? 147,5 kg
Mitgeliefertes Zubehör Ladegerät 4A ohne Lüfter 2 Akkuschlüssel (ABUS) 2 Akkuschlüssel (ABUS) 2 Akkuschlüssel (ABUS) 2 Akkuschlüssel (ABUS) Ladegerät 246W ohne Lüfter 2 Akkuschlüssel (ABUS)
Bedienungsanleitung Ladegerät 4A ohne Lüfter Ladegerät 4A ohne Lüfter Ladegerät 4A ohne Lüfter Ladegerät 4A ohne Lüfter Bedienungsanleitung Ladegerät 5A mit Lüfter
Betriebserlaubnis (CoC) Bedienungsanleitung Bedienungsanleitung Bedienungsanleitung Bedienungsanleitung Betriebserlaubnis (CoC) Betriebserlaubnis (CoC)
Betriebserlaubnis (CoC) Betriebserlaubnis (CoC) Betriebserlaubnis (CoC) Betriebserlaubnis (CoC)

Es wird schwierig hier einen Favoriten zu finden. Mein persönlicher Preis- / Leistungssieger ist in dieser Auswahl das

  • Giant QUICK E+ 45. Meiner Meinung nach bietet es die beste Ausstattung fürs Geld.
  • Platz 2 geht an das Diamant Zouma Deluxe +S mit dem aktuellen Bosch performance speed gen3 . Bis auf den Scheinwerfer gibt es keinen wirklichen Ausrutscher bei der Ausstattung.
  • Platz 3+ für das Haibike SDURO Trekking S 9.0. Eine tolle Ausstattung aber leider noch der „alte“ Bosch performance speed gen 2 Antrieb. Wer damit leben kann, ist mit dem bewährten Motor aber sicher gut bedient. Ich bin bisher zufrieden damit.
  • Platz 4 für das Haibike SDURO Trekking S 8.0. Es ist das günstigste Pendler S-Pedelec das mir bekannt ist. Ich weiß aber nicht, ob es mit der Ausstattung dem täglichen Pendelbetrieb gewachsen ist. Da bietet das Giant für 100€ mehr auch deutlich mehr.

 

Eine Sonderwertung gibt es für die beiden Räder mit Heckmotor. Diese sind preislich einfach nicht mit den weiter verbreiteten Mittelmotorbikes vergleichbar. Das Klever X-Speed pure sprengt mit seinen knapp 5400 Euro auch deutlich den hier gesetzten Preisrahmen. Übrigens gegenüber 2019 eine Preiserhöhung um 400€! Von der Performance und dem Verschleiß im Antrieb sind die Heckmotorbikes denen mit Mittelmotor definitiv überlegen. Ich hatte ja beide mal im Einsatz. Wer das möchte, muss bereit sein mehr Geld in die Hand zu nehmen.

bei diesen Beiden Rädern wäre das Klever auf Platz 1. Das Stromer bietet einfach eine zu dünne Ausstattung für den Preis. Eine No-Name 9 fach Schaltung geht in dieser Preisklasse einfach nicht. Zumal der Antrieb identisch mit dem des Klever ist.

Ein weiterer Punkt Sind die Ersatzteilpreise und das Händlernetz. Hier muss man speziell bei Klever aufpassen. Die Händlerdichte ist sehr dünn und ein 570 Wh Akku kostet ca 900€ gegenüber einem Bosch 500 Wh Akku für ca 570€.

Sonderthema Beleuchtung: Generell ist zu den hier verbauten Scheinwerfer zu sagen, dass sie für völlig unbeleuchtete Überlandstrecken meiner Meinung nach nicht geeignet sind. Bei einem 25 km/h Pedelec mag das OK sein. Sogar der an den besseren Rädern verbaute B+M IQ-X ist in der schnellen Klasse nicht angemessen. Wer also wirklich auf unbeleuchteten Strecken fährt dem sei dringend ein stärkerer Scheinwerfer, eventuell sogar mit Fernlicht, angeraten. Ich habe die zugegebenermaßen happigen 300€ für einen Supernova M99 mini pro auf jeden Fall nicht bereut.

FAZIT: Wer ein gutes Preis- Leistungsverhältnis, einen guten Service und geringe Betriebskosten möchte, sollte sich bei den bewährten Mittelmotorbikes umsehen.

Wer Wert auf eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit und einen absolut lautlosen und verschleißarmen Antrieb legt, guckt sich die Heckmotorbikes genauer an.

SPEZIAL: Leider habe ich kein vollgefedertes Bike im Vergleich. Das Klever B-Speed erschien mit optisch etwas zu „speziell“ und es gelten die Hinweise oben. Bei Riese und Müller fangen die Preise für vollgefederte Bikes bei 5600€ an.

Wer sehr hohe Reichweiten benötigt, der sollte sich mal die Riese und Müller Supercharger Modelle mit Doppelakku ansehen. Hier geht es bei 5300€ los.

Auf jeden Fall kann ich nur empfehlen die persönliche Verkehrswende zu starten, wenn es von den täglichen Wegen irgendwie möglich ist. Es ist eine echte Bereicherung!

edh

Pendleridylle

 

Radfahren ist lebensgefährlich – Nein. Manche Autofahrer sind lebensgefährdend!

Ich habe das Glück, dass meine Pendelstrecke mit dem S-Pedelec hauptsächlich über schmale Landstraßen führt. 20 km freie Fahrt. Die letzten 5 km muss ich durch Neumünster fahren. Da mein S-Pedelec ja ein Kraftfahrzeug ist (ob man es für sinnvoll hält oder nicht) muss ich auf der Straße fahren. Das ist bei den meisten Radwegen auch die bessere Wahl.

Leider gibt es immer wieder Autofahrer, die die Straße als allein für sich gedacht betrachten. Wird ein Motorroller, der genauso schnell/langsam unterwegs ist wie ich noch toleriert, hat ein vermeintliches Fahrrad nichts auf  „ihrer“ Straße zu suchen.

So hatte ich mehrfach die Situation, dass ich von hinten angehupt, knapp überholt und sogar aus dem offenen Beifahrerfenster lautstark belehrt wurde, dass ich gefälligst den Radweg zu benutzen hätte. Wertvolle Sekunden habe ich diesen, in mehrerlei Hinsicht, armen Menschen gestohlen. Meistens sieht man sich an der nächsten Ampel wieder 😉 Auch Hinweise auf mein Kennzeichen helfen da nix.

Leider treffend finde ich diesen Beitrag aus Stuttgart in dem angeprangert wird, dass in der Unfallberichterstattung immer mitschwingt, dass der Radfahrer irgendwie selber Schuld wenn er sich umfahren lässt: Der Zynismus von Unfallmeldungen. Hier noch weiter zu einem Artikel im Tagesspiegel

 

Liebe Kampfautofahrer:

  • Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fre….e halten
  • Die Straße gehört nicht euch, sondern allen Verkehrsteilnehmern
  • Hupen, Drängeln und knapp Überholen ist ein Straftatbestand und kann mit bis zu 3 Jahren Haft bestraft werden (Quelle: Wikipedia, § 240 StGB)! Beim nächsten mal merke ich mir das Kennzeichen…
  • Wenn ihr mich doch aus Versehen touchiert, hat euer Auto im schlimmsten Fall einen Kratzer. ICH lande im Krankenhaus!
  • Ich fahre schon aus Nettigkeit am Rand. Das muss ich nicht unbedingt. Ich könnte auch auf den mir zustehenden Verkehrsraum als Kraftfahrzeug pochen. Ich befinde mich damit zudem noch in der gefährlichen „dooring zone„.
  • Denkt mal darüber nach, ob ihr es mit eurem Gewissen vereinbaren könntet für ein paar Sekunden Lebenszeit (über mehr reden wir hier nämlich nicht) einen Familienvater auf dem Weg nach Hause ins Krankenhaus oder auf den Friedhof gebracht zu haben?
  • Jedes Rad auf der Straße ist ein Auto weniger in EUREM Stau.
  • Habt ihr vielleicht Kinder die auf dem Rad in meiner, oder zumindest in ähnlicher Situation sind?

Leider spiegelt das ganze einen Trend wider, der sich aus Internetforen in die Wirklichkeit überträgt.

Allen anderen Autofahrern ein Dankeschön, dass ihr euch korrekt oder sogar sehr umsichtig gegenüber einem deutlich schwächeren Verkehrsteilnehmer verhaltet. Genauso wie ich nicht alle Radfahrer als Kampfradler bezeichnet haben möchte, will ich das hier mal gesagt haben 🙂

edh

Landstraße. Schöööön

Stevens Supreme Pro 2020 – und Kurzvergleich mit Cube Nuroad Race FE

Ein Kumpel von mir hat sich gerade frisch das Stevens Supreme Pro zugelegt. Eine gute Gelegenheit sich das Rad mal aus der Nähe anzusehen.

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Stevens Supreme Pro 2020

Einen Ausstattungsvergleich zu anderen Gravelbikes in dieser Preisklasse hatte ich ja hier schon einmal gepostet. Hier noch einmal die Übersicht:

Bulls (Update hier) Bergamont Cube Stevens Supreme Pro Stevens Supreme
Preis € 1999 1799 1599 1799 1499
Rahmen Aluminium Aluminium Aluminium Aluminium Aluminium
Gabel Carbon Aluminium Carbon Aluminium Aluminium
Kurbel Shimano 105 Shimano 105 Shimano GRX 600 Shimano GRX 600 Shimano GRX 600
Umwerfer Shimano 105 Shimano 105 Shimano GRX 810 Shimano GRX 810 Shimano GRX 400
Schaltwerk Shimano 105 Shimano 105 Shimano GRX 810 Shimano GRX 810 Shimano GRX 400
Schalt- Bremsgriffe Shimano 105 Shimano 105 Shimano GRX 610 Shimano GRX 610 Shimano GRX 610
Kassette Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105 Shimano Deore
Bremsen Shimano 105, hydraulisch Shimano 105, hydraulisch Shimano GRX 400, hydraulisch Shimano GRX 400, hydraulisch Shimano GRX 400, hydraulisch
Bremsen Montage Flatmount Postmount Flatmount Flatmount Flatmount
Reifen Schwalbe G-one 40-622 Schwalbe G-one 35-622 Schwalbe G-one 35-622 Schwalbe G-one 40-622 Schwalbe G-one 40-622
Laufräder Bulls Bergamont Cube Stevens Oxygen Stevens Oxygen
Nabendynamo Shimano Shimano ? Shutter Precision PL-8X Shutter Precision PL-8X
Scheinwerfer Supernova E3 pure3 Herrmans H-Black MR8 Supernova E3 pure3 Supernova E3 pure3 B+M Eyc T Senso+
Rücklicht Supernova E3 Tail Light 2 Herrmans H-Trace Mini Supernova E3 Tail Light 2 Xeltec Xeltec
Schutzbleche ? BGM Allroad ACID 45 SKS Gravel SKS Gravel
Gepäckträger Standwell Racktime wingee ACID Nuroad Carrier
Klingel ? ? Knog Oi ? ?

Rein von der Papierlage hat bei mir ja wieder das Cube Nuroad gewonnen. Das hatte ich ja auch selber noch in der Shimano 105 Variante 2019.

Wenn es rein um Kosten/Nutzen geht, bleibt es auch weiterhin so. Allerdings bekommt man für 200€ mehr bei Stevens ein deutlich wertigeres Finish. Verschliffene Nähte, eine tolle Lackierung, sauber verlegte Züge und Leitungen. Sogar das Dynamokabel ist innerhalb der Gabel verlegt. Da kann das Cube nicht mithalten. Speziell der sehr empfindliche matte Lack oder das lieblos mit Klebeband an die Gabel geklebte Dynamokabel.

Ich hatte hier auch die Gelegenheit die neue Shimano GRX Gruppe einmal in Augenschein zu nehmen. Eine kurze Probefahrt (sehr kurz da das Rad auf den Bildern RH 50 ist 😉 ) hat gezeigt, dass sich die GRX810 von der Schaltperformance eher auf Ultegra / XT Niveau als auf 105 / Deore bewegt. Tolle knackige Schaltvorgänge! Bei den Scheibenbremsen konnte ich keinen Unterschied zu denen der 105er Gruppe feststellen. Toll sich die neuen Schalt- / Bremsgiffe. Gegenüber der 105 ist die Oberlenkerposition nochmal deutlich komfortabler mit einer großen Auflagefläche für die Hände. Auch die Bremsgriffe sind etwas nach außen gestellt und breiter. Sicher gut für den Einsatzbereich abseits der Straße. Dafür spricht auch die Aluminiumgabel mit Steckachse statt Schnellspannern. Auf den Bild sind auch die (leider ungeschützten) Gewindebohrungen für eine Gepäckträgermontage zu sehen:

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Das Schaltwerk und die Kurbel erinnern eher an eine MTB denn an eine Road Gruppe. Die Ähnlichkeit zur Shimano XT, speziell bei der Kurbel ist unverkennbar. Macht alles einen robusten Eindruck.

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Shimano GRX 810 Schaltwerk mit Reibungsdämpfer fürs Grobe

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Shimano GRX 600 Kurbel mit Hollowtech Achse

FAZIT: Das Stevens ist ein toll verarbeitetes Rad. Man bekommt ein sehr wertiges Produkt für den sportlichen Einsatz.

Sparfüchse die direkt täglich mit Gepäck los wollen, greifen weiterhin zum Cube und nehmen Verarbeitungsschwächen in kauf.

Eure Entscheidung 🙂