Trip of a lifetime

Neulich fragte mich meine Frau, ob ich eigentlich einen Lebenstraum hätte. Da musste ich nicht lange nachdenken: Einmal nach Whistler B.C. in Canada und den angeblich besten Bikepark der Welt besuchen. Und dann zwei Wochen biken bis die Hände bluten…

Sogleich habe ich meinen besten Bike Buddy kontaktiert und ihn mal so zu seiner Meinung befragt.  Hätte meine Frau mal nichts gesagt. Wenn ich erstmal eine fixe Idee im Kopf habe, dann wird diekt losgeplant 🙂 Mein Buddy hat dann das GO von seiner Frau bekommen. Jetzt war der Stand, dass wir planen das in 2-3 Jahren zu machen. Eine kleine Recherche  ergab dann, dass dann wohl mit ca. 3500€ pro Person für zwei Wochen zu rechnen sei. Plus Leihbike oder Luftfracht für das eigene. Autsch! Die andere Alternative wäre dann ein passendes Bike zu kaufen. Denn mit meinem 150mm YT All-Mountain und seinem 120mm Focus braucht man da glaube ich nicht anfangen.

Nennt es Geiz, aber nachdem ein paar Wochen vergangen und die erste Euphorie verflogen war fragte ich mich, ob es das wirklich wert ist. Schließlich wohnen da zuhause noch 3 andere Personen. Ist schon egoistisch so viel Geld für einen Allein-Trip auszugeben. Zudem wären es insgesamt eher 3 Wochen inklusive An- und Abreise. Auch sollte man den Jetlag nicht unterschätzen. Da ist nichts mit ankommen und direkt losbiken. Also Traum ausgeträumt.

Nicht ganz

Warum müssen immer alle ins Heilige Bike-Mekka Whistler schielen. Klar kommen irgendwie alle Freeride Stars wie Graham Agazis und Konsorten von da. Aber in Europa muss es doch auch was geben. Für den Freeride Sport wohne ich denkbar ungünstig. Nämlich im flachen Schleswig Holstein. Das macht es aber plötzlich wieder spannend. Denn nach einiger Recherche kam ich auf den Bikepark Haffjell in Norwegen (das Whistler Europas. Was soll denn das immer). Plötzlich wohne ich gar nicht mehr so doof. Von Tür zu Berg sind das ca. 1200 km. Als Camper der sonst schon 1500 km Anreise nach Italien oder Südfrankreich hat schockt mich das nicht.

hafjell-01

© Bikepark Haffjell

Wie wäre es also mit einem coolen Roadtrip. Räder auf den Camper geschnallt, Red Bull und Stullen eingepackt und in den Norden rollen. Voll geil! Man könnte auch ein Rad vor Ort mieten. Ein aktuelles Scott Gambler kostet ca 200€ für eine Woche. Ich wollte schon lange mal ein richtigen Donnerbolzen ausprobieren. Ersatzteile braucht man dann auch nicht mitzuschleppen.

Es gibt auch Anbieter von Pauschalreisen wie z.B. rock my trail. Da ist dann alles dabei. Busanreise, Unterkunft, Liftticket und Fahrtechnikkurse. Die Frage ist nur, ob man mit 40+ noch Bock hat mit bis zu 20 Leuten im alter zwischen 16 und 25 in einer Hütte zu wohnen. Da bin ich vielleicht doch schon zu alt für…

Also mal schnell überschlagen was da ca. kosten würde. Es gäbe mehrere Varianten. Man kann komplett über Dänemark fahren und muss dann Brückenmaut bezahlen, oder man nimmt die Fähre Kiel Göteborg. Kiel Oslo wäre ideal. Aber das ist so absurd teuer, dass ich das hier mal weggelassen habe:

Kosten für: 1 Person 2 Personen Auto Anreise 2 Personen Fähre + Auto
Unterkunft 500 250 250 Low budget camping
Fahrt Tür zu Berg 243 121 2500km x7,5lx1,30€
Brückenmaut DK 160 80
Fahrtechnikkurs 100 100 100
Fahrt Göteborg zu Berg 97,5 48,75 1000km x7,5lx1,30€
Fähre Kiel Göteborg 750 375
Liftticket 500 500 500
Leihbike 300 300 300
Transfer 0 0 0
Verpflegung 300 150 150
1501 1723
Summe Summe/person Summe/person

Das sieht doch nicht schlecht aus. To be continued 🙂

 

Ein Gedanke zu “Trip of a lifetime

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