Mini und „nicht ganz so mini“ Tools – was braucht man wirklich für „Werkzeuch“ auf Tour?

Als wir das erste mal mit dem Campingbus losgefahren sind war der sooo voll, dass man sich nicht mehr bewegen konnte. Nach und nach weiß man dann, was wirklich nötig ist. Als wir dann 2 Jahre später mit unseren 2 Kindern 3 Wochen durch Frankreich gefahren sind, konnte man sich sogar beim Pausenstopp frei im Auto bewegen. Lernkurve halt 🙂

Ähnlich verhält sich das mit Ersatzteilen und Werkzeug auf Biketouren. Dabei ist es sicherlich ein Unterschied, ob man alleine durch die Sahara fährt, ne Feierabendrunde auf dem Rennrad dreht oder mit den Kumpels eine Tagestour durch den Harz macht.

Am Rennrad habe ich die Minimalaustattung in der Satteltasche:

  • Ersatzschlauch 28″ Rennrad (Flicken unterwegs ist doof)
  • 3 Reifenheber (Schwalbe Die habe ich wirklich auf Basis eines Reifenheber Tests gekauft…)
  • 2 Einweg Gummihandschuhe (Wenn man anderen bei deren total dreckigen Ketten hilft. Bei mir bleibt man sauber 😉 )
  • 5 Euro für das Käffchen unterwegs
  • Ein einfaches Zahlen-Kabelschloss (für das Käffchen unterwegs)
  • Separat am Flaschenhalter:
    • Luftpumpe (SKS Injex T-Zoom). Die ist sowohl für MTB als auch fürs Rennrad geeignet. Man hat zwei verschiedene Kolbendurchmesser. Einen großen für viel Volumen und mäßige Drücke und einen kleinen für die letzten mbar oder eben die hohen Drücke am Rennrad.
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Rennradüberlebenskit (©crazy42wheels.com)

 

Auf Mountainbiketouren habe ich immer ein, aus einem Aldi 1/4 Zoll Steckschlüsselkasten selbst zusammengestelltes, „Individual Minitool in Plastiktüte“ plus weiteres dabei. Alles einfach in den Rucksack geworfen. Gesamt also:

  • Individual Minitool in Plastiktüte plus Kettennieter
  • Ersatzschlauch 26″.  Nicht mehr so einfach sich den mit anderen zu teilen wie beim Rennrad, wo alle 28″ Räder haben. Jetzt muss jeder seinen (oldschool) 26″ , 27,5″, 27,5″+, 29″, Fatbike whatever Schlauch mithaben. Scherz beiseite. Um nach Hause zu kommen passt auch ein 26er in einen 27,5er Reifen und umgekehrt.
  • Kettenschloss (Werkzeuglos connex). Passt hier eben hier nur an meine 9-fach Kette. So kann man auch bei einem Schaltwerksabriss oder so die Kette passend mit dem Kettennieter ablängen und ein einem erträglichen Gang ins Base Camp fahren. Bei Kettenriss flickt man die Kette damit einfach zusammen, sofern man den überlebt hat…
  • Reifenheber
  • Luftpumpe. Teilen sich das MTB und das Rennrad
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Männer Minitool (©crazy42wheels.com)

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(©crazy42wheels.com)

 

 

Für das S-Pedelec habe ich auch schon etwas zusammengestellt. Die Satteltasche ist auch eine Topeak Aero Wedge, allerdings etwas größer.

  • Minitool SKS TOM 18.
  • 3 Reifenheber
  • Ersatzschlauch 27,5″
  • Minipumpe Zéfal Air Profil Micro Aluminium (Passt mit in die Tasche). Mal sehen ob das Minivolumen für 27,5″ Schläuche reicht
  • Gummihandschuhe

 

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(©crazy42wheels.com)

Ich hoffe so für alles gerüstet zu sein. Wenn ich so resümiere, sind es doch meistens die klassischen „Plattfüße“.  Es gab Harztouren auf denen wir bei 14 mitfahrenden Reifen nicht einen Plattfuß auf über 100km hatten.

Der blödeste Fall war ein sich zerlegendes 20 Jahre altes XT Schaltwerk. Die Schrauben der Schaltröllchen hatten sich gelöst. Bis auf eine Lagerabdeckplatte haben wir alles wiedergefunden. Das Rad ist so noch auf der ganzen Harztour weitergefahren.

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