Der Weg zum alltagstauglichen Gravelbike – Teil 2

Ziemlich genau 1 Jahr ist es her, dass ich ersten Teil dieses Beitrags geschrieben habe. Und das Interesse scheint groß zu sein. Über 6000 mal wurde der Artikel angeklickt! Wow. Dass ich mein Cube Nuroad mittlerweile wieder gegen ein S-Pedelec getauscht habe hindert mich aber nun nicht daran mal zu schauen, was sich denn in der Zwischenzeit getan hat.

Dazu schaue ich mir meine damaligen Kandidaten noch einmal an.

  • Cube Nuroad Race FE
  • Bergamont Grandurance RD7
  • Bulls Daily Grinder 2
  • Stevens Supreme
  • Stevens Supreme Pro

Was als erstes in Auge sticht ist die neue Shimano GRX Gravel Gruppe. Wenn das Internet nicht lügt, sind für 2020 das Cube und das Stevens damit ausgestattet. Bergamont und Bulls scheinen weiterhin auf Shimano 105 zu setzen. Sicher auch keine schlecht Wahl. Ein Highlight sind die optionalen Oberlenker Bremsgriffe. Allerdings ist keines der genannten Räder ab Werk damit ausgestattet.

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GRX Oberlenker Bremsgriffe Bild: © Paul Lange GmbH

Allgemeiner Eindruck:

Das CUBE ist weiterhin sehr gut ausgestattet und hat mit der neuen GRX 810 Gruppe ein tolles update bekommen. Allerdings muss man hier aufpassen. Wie gerne auch im MTB Bereich gemacht, wird an prominenter Stelle das 810 Schaltwerk verbaut. Der Rest der Komponenten ist bunt gemischt aus GRX 810, 600, 400 und Shimano 105! Eine Tabelle mit den wichtigsten Ausstattungen findest du weiter unten.

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CUBE Nuroad Race FE 2020. Bild: © Cube

Bei Bergamont hat sich bis auf die (geile) Farbe nichts getan. Trotzdem kein schlechtes Paket.

Bergamont Grandurance RD 7 2020

Bergamont Grandurance RD7 2020. Bild: © Bergamont

 

Besonders das Bulls hat sich meiner Meinung nach optisch echt gemausert. Die neue Farbkombination mit den Retro Reifen gefällt mir sehr gut. Auch hier bleibt es wie bei Bergamont bei der 2×11 Shimano 105 Gruppe.

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Bulls Daily Grinder 2 2020. Bild: © Bulls

Zuletzt die Überraschung bei Stevens. Für 2020 wurde auf die neue Shimano GRX Gruppe gesetzt. Hier gibt es nun zwei Versionen. Das einfache Supreme setzt auf eine (gemischte) GRX 610 mit 2×10 Gängen für 1499€. Hier müssen dann keine Seilzugbremsen mehr in Kauf genommen werden. Lediglich beim Scheinwerfer müssen hier noch Abstriche gemacht werden. Und ein Gepäckträger fehlt bei Bedarf.

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Stevens Supreme 2020. Bild: © Stevens

Das Supreme Pro bietet für 1799€ die GRX 810 Gruppe mit 2×11 Gängen und einen tollen Supernova Scheinwerfer. Auch die Bremsscheiben kommen aus einer höherwertigen Serie. Aber aufgepasst. Wie auch am Cube ist es hier bunt gemischt und es kommen auch Komponenten der 600 und 400 GRX zum Einsatz.

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Stevens Supreme Pro 2020. Bild: © Stevens

 

Die folgende Tabelle soll keine Bewertung darstellen, da es ja auf die persönlichen Vorlieben ankommt. Es sollen nur die Highlights und Schwächen der Ausstattungen aufzeigen. Wer z.B. keinen Gepäckträger braucht, dem ist das Kriterium natürlich nicht so wichtig.

Alles in allem bietet aber meiner Meinung nach das CUBE Nuroad Race FE auch 2020 wieder das beste Preis- Leistungsverhältnis.

Da es sich hier um Fachhandelsmarken handelt kann man meiner Meinung nach auch direkt dir aufgerufenen Preise vergleichen. Das Stevens Supreme (nicht Pro) hier mal außen vor, ist das Bulls hier das Schlusslicht. Es gibt kein technisches update und es ist mit 1999€ im Vergleich am teuersten.

Eventuell kann man bei Cube und Bulls, sofern noch vorhanden, noch ein Schnäppchen machen und ein 2019 „Shimano 105“ Modell günstiger bekommen.

Da ich gestern die Möglichkeit hatte das 2019er Supreme kurz zu fahren, hier ein kurzer Kommentar dazu. Wer unbedingt 2×11 Gänge haben will und mit den Seilzubremsen leben kann (ich fand sie im Vergleich fürchterlich) nimmt ein 2019er. Wer mit 2×10 leben kann und die Scheibenbremse bevorzugt, sollte beim 2020er zuschlagen. Der Preis ist gleich geblieben.

Was ich nicht beurteilen kann ist, ob eine Lupenreine 105er Gruppe besser funktioniert als ein bunter Mix aus neuen GRX Komponenten. Ich denke aber, dass sich Besitzer der 2019er Modelle keine grauen Haare wachsen lassen müssen. Lediglich die Optionalen Bremsgriffe könnten das rechtfertigen.

 

Bulls Bergamont Cube Stevens Supreme Pro Stevens Supreme
Preis € 1999 1799 1599 1799 1499
Rahmen Aluminium Aluminium Aluminium Aluminium Aluminium
Gabel Carbon Aluminium Carbon Aluminium Aluminium
Kurbel Shimano 105 Shimano 105 Shimano GRX 600 Shimano GRX 600 Shimano GRX 600
Umwerfer Shimano 105 Shimano 105 Shimano GRX 810 Shimano GRX 810 Shimano GRX 400
Schaltwerk Shimano 105 Shimano 105 Shimano GRX 810 Shimano GRX 810 Shimano GRX 400
Schalt- Bremsgriffe Shimano 105 Shimano 105 Shimano GRX 610 Shimano GRX 610 Shimano GRX 610
Kassette Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105 Shimano Deore
Bremsen Shimano 105, hydraulisch Shimano 105, hydraulisch Shimano GRX 400, hydraulisch Shimano GRX 400, hydraulisch Shimano GRX 400, hydraulisch
Bremsen Montage Flatmount Postmount Flatmount Flatmount Flatmount
Reifen Schwalbe G-one 40-622 Schwalbe G-one 35-622 Schwalbe G-one 35-622 Schwalbe G-one 40-622 Schwalbe G-one 40-622
Laufräder Bulls Bergamont Cube Stevens Oxygen Stevens Oxygen
Nabendynamo Shimano Shimano ? Shutter Precision PL-8X Shutter Precision PL-8X
Scheinwerfer Supernova E3 pure3 Herrmans H-Black MR8 Supernova E3 pure3 Supernova E3 pure3 B+M Eyc T Senso+
Rücklicht Supernova E3 Tail Light 2 Herrmans H-Trace Mini Supernova E3 Tail Light 2 Xeltec Xeltec
Schutzbleche ? BGM Allroad ACID 45 SKS Gravel SKS Gravel
Gepäckträger Standwell Racktime wingee ACID SL Carrier
Klingel ? ? Knog Oi ? ?

E-Auto Prämie verlängert – Achtung könnte persönliche Meinung enthalten

Seit gestern ist es offiziell: Die E-Auto Kaufprämie wird bis 2025 verlängert und aufgestockt -> KLICK.

Ich will das E-Auto gar nicht bashen. Auch ich könnte mir vorstellen beim nächsten Autokauf auf E umzusteigen. Einigermaßen Bezahlbare Alternativen gibt es ja mittlerweile. Renault ZOE, Nissan Leaf, Hyundai Ioniq und Kona… um nur ein paar Bespiele zu nennen (Ja, bewusst sind hier keine deutschen Hersteller genannt. Denen gebührt hier nämlich wie so oft keine Ehre was diese Entwicklungen angeht). Es gibt für diese Autos bis 40.000€ nun also 6.000€ Kaufprämie.

Klingt ja gut. Ich habe zudem den Vorteil ländlich zu wohnen und eine Photovoltaik Anlage auf meinem Haus zu haben. Und da beginne ich zu grübeln. Sollte nicht die Luft in den Städten verbessert werden? Wer kann denn in der Großstadt sein Auto vor der Haustür laden. Ganz davon abgesehen, dass ein E-Auto genau so viel Platz wegnimmt wie ein Verbrenner… Wäre es für Ballungszentren nicht sinnvoller mit den 3 Milliarden Euro (!) die in die Ladeinfrastruktur investiert werden sollen, den öffentlichen Nahverkehr und die Radinfrastruktur auszubauen? Auch Pendlerparkplätze vor der Stadt würden diese entlasten.

Bleiben die ländlichen Pendler wie ich. Ok, ich fahre nicht in die Großstadt. Aber ich habe 25 km einfachen Arbeitsweg. Ich könnte mein E-Auto zumindest im Sommer zuhause völlig CO2 frei laden. Mit meiner Photovoltaikanlage bei der ich gerade einmal noch 10 Cent/KWh Einspeisevergütung bekomme. Ist also schon eher Idealismus als Wirtschaftlichkeit. Es kann ja nicht sein, dass plötzlich jeder seinen eigenen Ökostrom herstellt. Also wird das mal gedeckelt. Nicht, dass die armen Energiekonzerne noch pleite gehen.

Nebenbei war ich mal bei einem Windkraftanlagenhersteller beschäftigt der nun Insolvent ist. Unter anderem weil der Ausbau der Windkraft an Land, Offshore sowie der Netze nicht vorangeht. Womit sollen die geplanten Millionen E-Autos denn geladen werden. Mit Französischem Atomstrom (immerhin CO2 frei)? mit deutschem Kohlestrom?

Und hier noch einmal ein persönliches Rechenbeispiel. Angenommen wir ersetzen unseren derzeitigen Kleinstwagen durch einen günstigen E-Wagen. 3 Jahre Haltedauer bei 15.000km/a

Derzeitiges Auto:

  • Kia Picanto 1,0
  • Kaufpreis: 10.000€
  • Steuern/a: 80€
  • Verbrauch: 5,0 l/100 km -> 5,0 x 1,50€ = 7,5€ / 100 km -> 3.375€ / 36 Monate

-> Für 36 Monate: 13.615 €

Das meistverkauft Elektroauto in Deutschland und auch vergleichbar mit dem Kia:

  • Renault Zoe R110 Z.E. 40
  • Kaufpreis: 21.900€ + 74€ Batteriemiete (2664€/36 Monate) – 6000€ Kaufprämie: 18.654€
  • Steuern: 0€
  • Verbrauch: 17,2 KWh/100 km (Katalogwert nach WLTP)
    • Annahme: Zuhause geladen. Davon 50% Solar, 50% Netz -> Durchschnittlich 20Cent / KWh (30Cent KWh Netzstrom + 10Cent KWh nicht bekommene Einspeisevergütung /2) -> 3,44€/ 100 km
    • -> 1548€ / 36 Monate
    • Im besten Fall 0€ wenn man immer öffentlich umsonst lädt.

-> Für 36 Monate: 18.654 €

Das E-Auto ist selbst im besten Fall 5000€ teurer in 3 Jahren. Hier sind Wartung und Versicherung nicht mit eingerechnet. Bei der Wartung wir das E-Auto sicher einen Vorteil haben.

Allerdings emittiert mein Benzin Kia in den 3 Jahren 5.355 kg CO2. (5l/100 km x 23,8 = 119g/km. 119g CO2/km x 45.000 km)

Der Ökostrommix in Deutschland wird mit 0,421g CO2 / KWh angenommen. Macht also 0,421 g/KWh x 17,2 KWh / 100 km x 45.000km = 3258kg. Bei 50% Solarstrom dann nur noch 1629 kg.

Sorry, dass das so kryptisch war. Wie man sieht, muss man auch hier mit viel Idealismus heran gehen. Warum schreibe ich das in einem Fahrradblog? Weil ich zum Beispiel unseren Verkehrsminister gefragt habe, warum mein S-Pedelec zwar alle Nachteile eines Kraftfahrzeugs „genießt“ (Keine Radwegnutzung, keine Anhänger, Spezielle Ersatzteile, keine Mitnahme im ÖPNV..), nicht aber in den Genuss der Förderung für Elektrokraftfahrzeuge kommt. Auf einem Autoparkplatz können 8 bis 10 Fahrräder stehen. Ein S-Pedelec verbraucht ca. 1,5 KWh auf 100 km.

Womit ich wieder bei den obigen Punkten angelangt bin: Verstopfte Städte, Infrastruktur, und EEG Förderung. Aber auch hier muss nun wieder mit Steuergeldern die ach so arme Autoindustrie gerettet werden. Nutznießer werden hier wahrscheinlich wieder nicht die deutschen Hersteller sein, die den E-Auto Trend wieder komplett verschlafen haben. Wie schon bei der Abwrackprämie vor Jahren, waren es vor allem ausländische Hersteller die davon profitiert haben. Sei es ihnen gegönnt.

Für Plug-in Hybride gibt es übrigens 5000€. Obwohl in vielen Tests nachgewiesen wurde, dass ein guter Benziner oder Diesel bei deutlich weniger technischem Aufwand genau so sparsam ist. Außerdem werden hier meiner Meinung nach wieder Leute gefördert, die sich solch ein Auto auch ohne Förderung leisten könnten. Aber das ist eine Andere Geschichte.

 

 

 

 

 

 

1000 km Inspektion Diamant Zouma +S und Winterreifen Test – Continental Top Contact Winter II Premium

Da ich meine neue Kellerwerkstatt einweihen wollte, habe ich die Gelegenheit genutzt um dem Zouma eine 1000 km Inspektion zu gönnen. Für das Zurücksetzen des Servicesymbols und für die Garantie muss ich ja leider noch zum Händler. Aber um die Hardware konnte ich mich selbst kümmern.

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Die neue Kellerwerkstatt. Ich freu mich ja so 🙂

Der gefürchtete Mega Verschleiß am Antrieb hat sich erstmal nicht bestätigt. Das Antriebsritzel sieht noch ziemlich gut aus und auch die Kassette ist noch OK. Die Kette habe ich jetzt gegen eine neue getauscht und werde sie wie hier („2 Kettentaktik“) beschrieben im Wechsel mit der neuen fahren. Das Ritzel könnte man sogar einmal umdrehen.

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Shimano Tiagra Kassette

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KMC narrow wide Ritzel

Lediglich die Schaltröllchen brauchten etwas Pflege. Da war die Lagerung total trocken. Das hat ja aber nichts mit der Pedelec Nutzung zu tun. Also ein bisschen Fett dran und weiter gehts.

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Ganz neu habe ich jetzt mal die Continental Top Contact Winter II Premium Reifen aufgezogen. Ein echtes Nischenprodukt. Zum einen ein echter Winterreifen und dann auch noch mit Zulassung bis 50 km/h.

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Mit 44,50€ sicher kein Schnäppchen, aber auch nicht absurd teuer. Bei dem derzeitigen Herbstwetter traue ich den originalen Schwalbe Supermoto nicht mehr so ganz. Das Rad sieht jetzt ganz merkwürdig aus. Die Supermotos sind 2,4 Zoll dick , die Conti nur 2,0. Sieht ganz spiddelig aus. Mal sehen wie die sich bewähren. Die Gummimischung ist auf jeden Fall spürbar weicher.

 

1000km Diamant Zouma +S und Vergleich mit Klever X-Speed

Die ersten 1000 km sind rum. Teilweise unter echt widrigen Bedingungen.  So bin ich bei Starkregen und krassem Gegenwind unterwegs gewesen. Habe aber auch das tolle Herbstwetter genossen. Mein Kurzfazit:

Es macht echt Spaß und das Rad ist toll

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999 km am frühen morgen 🙂

Aber nun zur Langversion. Ich habe mich jetzt gut mit den Eigenheiten des Bosch Antriebes arrangiert. Meine durchschnittliche Fahrzeit zur Arbeit beträgt ca. 42 min, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 34 km/h entspricht. Mit dem Klever bin ich auf einen Schnitt von ca. 37 km/h gekommen (immer höchste Stufe). Dann war der 570 Wh Akku aber auch vollkommen leer. Mit dem Zouma fahre ich meistens in Stufe SPORT und nicht TURBO. So bleiben mir zuhause noch ca. 15 Restkilometer um mal zum einkaufen zu fahren.

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Klever X-Speed 2018 (hier noch mit 570 Wh Akku)

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Diamant Zouma +S 2019 mit 500 Wh Akku

Was ich auch als vergleichendes Fazit sagen kann: Das Zouma ist das bessere Fahrrad. Der Antrieb des Klever war deutlich smoother und leiser usw. Aber der Rest des wirklich teuren Rades wirkte etwas unausgegoren. Der Rahmen ist gut. Es geht eher um die Anbauteile. So war immer wieder das Steuerlager oder eine Kurbel lose. Auch den Ständer musste ich ständig nachziehen. Die Speichennippel waren trotz reinem Sommerbetrieb bereits nach 500 km korrodiert. Vom beschlagenden Display und diversen Kettenabwürfen nicht zu reden. Auch fand ich die Akkubefestigung eher wackelig und fummelig. Zudem war der Sattelauszug für mich selbst im Rahmengröße L wirklich grenzwertig.

 

Hier ist das Zouma deutlich souveräner. Ich habe bei 500 km einmal die Speichen nachgezogen.  Ansonsten ist nur gelegentliche Kettenpflege nötig. Diese zeigt auch nach 1000 km noch keinen Verschleiß (nach Topeak Verschleißlehre) obwohl die Gänge manchmal ganz schön reinkrachen durch den Mittelmotor. Eventuell werde ich mal die „Mehrkettentaktik“ testen. Das heißt, ich tausche die Kette 1 bei 1000 km, fahre dann Kette 2 bis 2000 km und dann kommt Kette 1 wieder bis 3000 km drauf und so weiter. Das hilft den Antrieb gleichmäßig zu verschleißen. Man kann es auch mit 3 oder 4 Ketten machen.

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Shimano Tiagra Kassette. Sieht noch OK aus, obwohl man quasi nur auf den drei kleinsten Ritzeln rumnudelt

Und sonst? Lenklager, Kurbeln, Naben… Alles ohne Befund. Auch das simple (nicht abnehmbare) Purion Display ist unauffällig im positiven Sinne. Dass man es nicht abnehmen kann finde ich eher gut. So kann man es auch nicht vergessen und es gibt keine potentiell problematische Kontaktstelle. Auch die einstellbare Helligkeit der Beleuchtung sehe ich als dicken Pluspunkt.

Perfekt wäre das Rad jetzt mit dem Shimano XT Antrieb des Klever. Die Deore 10-Fach Schaltung des Zouma finde ich nach wie vor etwas zu basic für ein S-Pedelec. Dafür sind die Ersatzteile günstig.

Für die Alltagstauglichkeit habe ich noch eine einfache höhenverstellbare Sattelstütze nachgerüstet. Jetzt kann auch meine Frau mal schnell losflitzen ohne dass man erst rumschrauben muss:

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rfr Sattelstütze mit 90 mm Hub

Die Magura MT5 Bremsen sind von der Bremsleistung mehr als ausreichend. Allerdings quietschen sie echt übel wenn es nass ist. Damit meine ich aber wirklich Regen und nicht nur feuchte Luft. Wenn die serienmäßigen blauen Magura Beläge verschlissen sind, werde ich mal andere ausprobieren. Am hinteren Sattel hat ein Kolben ein wenig den Hang zu schleifen, bzw etwas festzuhängen. Das konnte ich soweit erstmal beheben indem ich den Kolben mobilisiert habe. Das ist leider ein bekanntes Problem der Magura Bremsen. Ansonsten sind die Beläge noch lange nicht am Ende und die Scheibe hat ein ordentliches Tragbild.

Leider habe ich das gelegentliche Aussteigen des Antriebes noch nicht ganz ausmerzen können. So alle 200 km geht plötzlich alles aus. Nach Neustart ist dann alles wieder gut. Seis drum. Weder im Akku, Display oder Motor waren irgendwelche Fehlercodes abgelegt.

Bisher kann ich also sagen, dass ich den Kauf des Zouma absolut nicht bereut habe und dem Klever nicht hinterhertrauere. Zumal hier zwischen beiden Rädern ein krasser Preisunterschied von fast 2400€ lag! Dies natürlich nur, weil das Zouma als Auslaufmodell rausgeworfen wurde. Aber auch nominell wäre es 1350€ billiger gewesen. Von den Preisen für Akku und Motorteile mal ganz zu schweigen. Hier merkt man einfach, dass Bosch mit ganz anderen Stückzahlen arbeitet.

Gestern ist ein kleines Schraubenschlüsselsymbol im Display angegangen. Das heißt wohl, dass ich eine Inspektion machen lassen soll. Widerstrebt mir ja ein bisschen. Leider ist das für die Garantie nötig und am Boschsystem kann man ja leider selbst nichts zurücksetzten. Ist aber wohl nur die Erstinspektion.

In diesem Sinne: Ich freue mich auf die beginnende Wintersaison. Dann kann das Zouma mal zeigen was es kann…

 

 

Das echte neue Pferd im Stall – Alutech FANES 5.0

Eigentlich hatte ich ja schon ein gebrauchtes Kona Process gekauft. Leider ist das in der Post verschollen gegangen (und auch nicht) -> Klick

So habe ich dann doch einen Leasingvertrag über ein Jobrad abgeschlossen. Ob es sich finanziell lohnt sei mal dahin gestellt. Fakt ist, dass ich mir sonst nie ein so teures MTB gekauft hätte. Man spart ca. 25% und finanziert es relativ schmerzlos. Und es ist wirklich ein tolles Teil. Einmal ist ein Alutech sowieso etwas besonderes. Hat ein bisschen Manufakturstyle. Toll finde ich auch, dass es quasi ein regionales Produkt ist. Damit also das Gegenteil des kanadischen Kona.

Dazu kommt, dass es sich um einen speziellen custom Aufbau handelt, der mal für eine Messe gedacht war. Highlight sind hier die e*thirteen trsr Carbon Laufräder. Die weitere Spec spricht für sich.

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Spec Fanes 5.0 custom

Und da ist es also (noch in Originalaustattung):

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FANES 5.0 vor standesgemäßem Hintergrund 😉

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Die Abholung hat auch wieder wirklich Spaß gemacht. Der Jü (Anmerkung des Autors: Gemeint ist Jürgen Schlender, der Chef von Alutech Cycles) war sehr gesprächig und hat mir wieder ein paar tolle neue entwicklungen gezeigt. Noch darf ich darüber nicht schreiben. Aber das folgt bestimmt bald 🙂

Natürlich habe ich es (bzw SIE. Die Fanes) gleich etwas modifiziert:

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Superstar components NANO X EVO Pedal und SRAM Crankboots

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Ergon GA3 FAT Griffe. Sehr angenehm

Sehr pfiffig fand ich die Idee von Alutech, die Formula Cura Bremsgriffe und den SRAM und Bikeyoke Trigger mit einer Magura Shiftmix Klemme zu verbinden. So sieht das Cockpit wirklich super clean aus. Auf jeder Lenkerseite ist je nur eine Schelle angebracht.

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Chromag Lynx DT. Ist auch von unten orange, damit es auch Stylo aussieht, wenn das Bike am Lift hängt 😉

Dazu noch diverse Schutzfolien und ein paar kleine weitere Gimmicks.

Am letzten Wochenende haben wir dann noch einen spontanen Ein-Tages-Trip nach St. Andreasberg in den Bikepark (MSB X-Trail) unternommen. Ich musste das Rad einfach ausprobieren. Zufällig sind nur die anderen FANES Besitzer unserer Bike Truppe mitgekommen. So hatten wir also FANES 3.0, 4.0 und 5.0 am Start 🙂

 

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FANES Club Norddeutschland….

Es lief richtig super. Die FANES ist spürbar leichter als mein altes YT wicked und bergab ne Macht. Ich habe mich auch direkt zwei neue Drops hinuntergetraut, weil das Rad einfach unheimlich viel Sicherheit vermittelt. Positiv überrascht war ich zudem von den Formula Cura (vorne 4 hinten 2) Bremsen. Knackiger Druckpunkt und tolle Standfestigkeit. Dazu noch mit echt zierlichen Hebeleien. Bei Bremsen bin ich seeehr pingelig.

Spürbar war auch das gegenüber dem wicked um 35mm tiefere Tretlager. Da ich so lange Beine habe, habe ich jetzt hier das Gefühl eher „im Rad“ zu stehen. Auch bedingt durch die 27,5″ Laufräder.  Nachteil ist hier nur, dass man wirklich auf die Pedalstellung achten muss wenn es ruppig wird. Die Crank Boots sind 2 mal aufgesetzt.

Erwähnenswert ist auch die Performance der SRAM XO1 Eagle Schaltung. Super leichtgängig und knackig. Echt toll und nochmal ein riesen Sprung gegenüber der X01 11-fach Gruppe am Kona. Ob sich das sehr kleine 30er Kettenblatt bewährt, muss sich noch zeigen.

 

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Artgerecht bewegt…

Auf jeden Fall ein echtes Schmuckstück. Ich freu mich, den (persönlichen) Grenzbereich weiter auszuloten.

Es werde Licht – Supernova M99 mini pro 45 – real life bikeporn

Ab Werk ist mein Diamant Zouma S-Pedelec mit einem gar nicht mal so schlechten B+M IQ-x e Scheinwerfer ausgerüstet. Der bietet ganz ordentliches Licht. Nun wo die Tage dunkler werden stelle ich jedoch fest, dass es auf meiner Pendelstrecke doch nicht ausreichend ist. Ich fahre die ersten 15 km durch Waldstücke und Landstraßen völlig ohne Straßenbeleuchtung. Da musste was helleres her.

Zunächst wollte ich mir eine Helmlampe zulegen. Das habe ich aus mehreren Gründen aber verworfen:

  • Nicht im öffentlichen Straßenverkehr erlaubt
  • Mein Helm bietet keine Befestigungsmöglichkeit
  • zusätzlicher Akku der zu laden ist
  • Gewicht auf dem Helm

Die Auswahl an zugelassenen S-Pedelec Scheinwerfern ist ja eh nicht so groß. Bei einigen wundere ich mich auch, dass sie überhaupt eine Zulassung haben. So war der originale Scheinwerfer an meinem Klever X-Speed (Fuan) eine absolut trübe Funzel.

Schlussendlich habe ich dann doch in den sauren Apfel gebissen und knapp 300€ in den Supernova M99 mini pro 45 pro investiert. Die pro version bietet ein echtes Fernlicht! Das ist schon geil. Zudem ist der (beleuchtete) Schalter als Halteschelle für die Magura MT Bremsen ausgeführt. Das passt also perfekt ans Diamant.

Hier mal ein bisschen „unbocking“. Man kann sich darüber streiten, ob man bei einem so teuren Produkt auch noch eine teure Verpackung ausliefern muss. Andererseits erwarte ich auch, dass sowas nicht in einer Plastiktüte kommt. Eine Rohloff Nabe kommt ja auch in einer schicken Holzkiste.

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Die Verkabelung stellte sich dann natürlich als doch nicht so einfach heraus. Am B+M Scheinwerfer gibt es direkt einen Anschluss für die Hupe. Der ist einfach durchgeschleift und es liegen immer 12V an. Der Hupknopf schließt dann einfach nur.

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Also habe ich nun das Kabel vom Supernova bis zur Verbindungsstelle kurz vor dem Motorstecker geführt und von der originalen Hupe auch ein Kabel bis da hin gezogen.  Ich wollte das Kabel nicht so kurz abscheiden. Dann einfach jeweils die 3 roten und 3 schwarzen  (Motorstecker, Scheinwerfer, Hupe) mit jeweils einem 3M Gelverbinder zusammengequetscht.

Zum Schluss noch den Fernlichtknopf dran und fertig. Hat insgesamt dann doch fast 3 Stunden gedauert… Der originale B+M Halter hat zum Glück gepasst. Die erste Testfaht im dunkeln war schon sehr beeindruckend!

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Woom 3 – Erfahrungen nach 1 1/2 Jahren

Seit März 2018 haben wir nun unser Woom 3 Automatix. Hier noch einmal der Beitrag zur Kaufentscheidung. Mittlerweile hat unser kleiner das Rad von seiner großen Schwester geerbt und ordentlich artgerecht bewegt.

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The unknown stuntman 😉

Zeit ein Resümee zu ziehen (ja, das wird wirklich so geschrieben).

Da Kinderräder ja meistens nicht die wahnsinnigen Kilometer machen, verschleißen sie eher durch den normalen Gebrauch. Demzufolge musste ich auch noch nichts austauschen. Der Hinterreifen ist aufgrund intensiver Bremsversuche aber bald fällig 😉 Die SRAM Automatix Nabe dreht etwas schwerer als am Anfang. Ist aber noch erträglich. Im Nachhinein hätte ich sie wahrscheinlich nicht genommen. Sie ist relativ schwer und kleine Kinder checken irgendwie noch nicht, dass man kurz den Druck vom Pedal nehmen muss wenns wieder bergauf und langsamer wird. So ist der kleine öfter mal am Berg „verhungert“.

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SRAM Automatix Nabe

Richtig kaputt ist nur das Gummi zur Lenkanschlagsbegrenzung. Auch etwas Korrosion ist an der Halteschraube zu sehen.

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Bis auf etwas Aluminiumkorrosion und die verblassten Aufkleber an der Bremse steht das Rad noch sehr gut da.

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Auch die Wartung kommt natürlich nicht zu kurz…

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Professionelle Wartung

Es ist auf jeden Fall immer toll anzusehen, wie schnell der Lütte mit dem Rad um die Ecken flitzt und auf den Punkt bremst. Die beiden Handbremsen sind definitiv ein riesen Vorteil. Auch die 2 km zum Kindergarten oder kleine Geländeausflüge sind kein Problem für Ross und Reiter.

Das aktuelle Modell ist nicht mehr mit der Automatix Nabe lieferbar. Dafür hat es jetzt einen Kettenschutz. Finde ich gut, würde ich aber nicht unbedingt nachrüsten.

Euroeyes Cyclassics 2019

Letzten Sonntag war es einmal wieder so weit. Die Cyclassics in Hamburg standen an. Und so richtig motiviert war ich nicht um ehrlich zu sein. Ich war extrem wenig gefahren in diesem Jahr. Vor dem Rennen nur ca 400km. Plus unbekannte MTB Kilometer plus ca. 300 S-Pedelec Kilometer.

Naja, es war ja bezahlt und ist auch irgendwie ne Teamsache. Das Wetter versprach bombastisch zu werden. Also 06:15 ab ins Auto und los nach Hamburg. Immerhin ist das nur knapp eine Stunde Anreise. Es kommen ja Leute von sonstwo nach Hamburg um mitzumachen.  Ein Mitfahrer musste sich leider spontan abmelden wegen Knieschmerzen. Sehr schade. Nach einer kurzen Bahnfahrt zum Jungfernstieg und ein paar 100m mit dem Rad haben wir dann noch ca. 1 Stunde auf den Start gewartet.

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Warten auf den Start

Und wenn ich auch etwas unmotiviert war, umso besser war das Rennen an sich. Perfektes Wetter und ab km 45 eine Gruppe mit perfekter Geschwindigkeit für uns. So cool hatte ich das noch nicht erlebt, dass man mit knapp 50 km/h im Pulk die Alleen entlang rauscht, alle hochkonzentriert. Und das ist auch bitter nötig. So ungefähr alle 10 km sah man Sanitäter am Straßenrand die mehr oder weniger schlimm verletzte versorgten. Ist schon ne gefährliche Sache. Unsere kleine Gruppe hätte es einmal inmitten der Großen auch fast geschmissen. Vorne war wohl eine Engstelle, sodass alle Bremsen mussten. Da geht der Puls schon hoch wenn man hofft, dass alle in den 10cm Abstand um einen herum das Bremsmanöver auch ordentlich hinbekommen…

Zum Schluss reichte es für gaaaanz knapp unter 3 Stunden und einen 33,9 km/h Schnitt. Meine persönliche Bestleistung. Ich bin nur ja auch schon Senioren 2 (Uäääääh!).

Urkunde Cyclassics 2019_maddin

Nicht schlecht für nen alten Mann 😉

Mal sehen, ob ich nächstes Jahr mal ne Pause mache..

 

 

Das neue Mountainbike, DHL und die Quantenabholung – Nun ist es tatsächlich noch gekommen

UPDATE: Am 13.09. wurde das Paket tatsächlich kommentarlos geliefert… Ich dachte ich guck nicht richtig. Der Adressaufkleber war völlig unversehrt und man sah, dass das Paket definitiv geöffnet wurde. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Ist ja auch soweit OK. Nachdem aber die Nachforschung und die Schlichtung bei DHL 6 Wochen lang erfolglos geblieben waren, hatte ich das Rad definitiv abgeschrieben.

Ich hatte daraufhin 2 Tage vor dem Eintreffen des Kona einen Leasingvertrag für ein Jobrad unterschrieben… Das neue Schätzchen werde ich hier auch noch vorstellen 🙂 Echt doof. Die Reaktion von DHL war lediglich: „Das kommt mal vor“. Saftladen!

 

Alter Beitrag:

Ich glaube ja, dass jeder irgendwelche Horrorgeschichten über Paketdienste auf Lager hat. Jetzt habe ich auch eine die ich noch meinen Enkeln erzählen werde. Ich bin ein sehr geduldiger Mensch der immer an das Gute glaubt. Aber diese Geschichte hat mich echt ein paar Lebensjahre gekostet.

Wie ich hier schrieb habe ich mir bei ebay Kleinanzeigen ein neues Mountainbike gekauft. Ein Kumpel von mir hat sich das vor Ort angeguckt und es für super befunden. Leider konnte er es nicht gleich mitnehmen weil sein Auto voll mit Urlaubsgepäck war. Da nahm das Schicksal seinen Lauf….

01.08.2019: Das Paket wurde beim Verkäufer von DHL abgeholt. Super, dachte ich. DHL ist ja Qualitätsversender. Allerdings kam der Abholer auch schon einen Tag zu spät. Ich bekam dann auch Fotos vom verpackten Rad und dem Versandaufkleber auf dem Karton.

Nachdem sich dann einige Tage nichts tat habe ich mich beim Verkäufer gemeldet. Der rief (aus seinem Urlaub. Danke dafür) bei DHL an.

Am 07.08.2019 änderte sich daraufhin der Status auf „erfolgreich abgeholt“. AAAAhhha! Was war denn die „normale“ Abholung. Warum gibt es da überhaupt ne Unterscheidung? Entweder es ist abgeholt oder nicht. handelt es sich hier um das seltene Phänomen einer Quantenabholung ? Also ist das Paket gleichzeitig abgeholt und auch nicht?  (Kleiner Quantenexkurs 😉 )

Ist auch ein wenig wie das Schild auf dem steht, dass etwas „strengstens Verboten“ sei. Nicht einfach nur so verboten oder streng verboten. Nein STRENGSTENS!

DHL

09.08.2019: Eigentlich hätte ich das Rad nun schon sicher in meiner Obhut gedacht. Bei Hermes dauert sowas keine 3 Tage. Es tut sich nichts in der Sendungsverfolgung. Also rufe ich auch mal bei DHL an. Nach 15 Minuten Warteschleife sagt mir der freundliche Mitarbeiter, dass das Paket…….“erfolgreich abgeholt wurde“… Und zack! Das erste Lebensjahr weg…

11.08.2019: Der echt bemühte Verkäufer fragt bei seinen Nachbarn, ob das Rad eventuell wieder zuhause im Flur steht. Er ist ja im Urlaub. Nee, nix da. Auf seine Nachfrage bei DHL wird versichert, dass das nun bald in der Sendungsverfolgung zu sehen sein wird und eventuell noch 2 Tage dauert. Nicht schön, aber OK.

13.08.2019: Es kann wohl doch noch dauern. Irgendwie ist das Paket weg. Aber noch zwei Tage. Ehrlich! Lebensjahr Nummer zwei dahin.

Ich rufe also auch noch einmal bei DHL an. Und der Mitarbeiter erzählt mir, dass das Paket in meinem Wohnort im Postlager sei. Aha. Ich frage mich, wo dieses Lager sein soll? Unser Dorf hat 1200 Einwohner. Unsere super nette DHL Zustellerin wusste auch bescheid, dass wir was erwarten. Ich denke nicht, dass sie ein Paket von 120 x 60 x 30 cm Größe übersehen hätte. In dem Lager das meiner Meinung nach nicht existiert…

14.08.2019: Ich rufe nochmal bei DHL an. Jetzt ist auf einmal unbekannt wo sich das Paket befindet. Dann wurde ich also am Vortag bewusst angelogen. Da erhöht sich der Ruhepuls langsam. Mittlerweile hat der Verkäufer auch offiziell Beschwerde eingereicht.

15.08.2019: Ich reiche offiziell Beschwerde bei der Bundesnetzabgentur ein, nachdem mir an der Hotline die Weiterleitung an den Vorgesetzten verweigert wurde. Es kommt auch am selben Tag eine Rückmeldung. Respekt! Es kann noch kein Schlichtungsverfahren eingeleitet werden, da der Verkäufer jetzt einen offiziellen Nachforschungsantrag gestellt hat. Der kann 10 Tage dauern und muss abgewartet werden.

Allerdings hat sich dann auch DHL gemeldet. Die haben wohl schon mal einen Rüffel von der Netzagentur bekommen. Gut so!

Stand 20.08.2019: Der Nachforschungsantrag muss abgewartet werden. Mal ganz ehrlich DHL: Wie kann ein so großes Paket verloren gehen? Ich checks nicht. Zum Glück hat der Verkäufer das Paket extra versichert.

 

to be continued…..

 

300 km Diamant Zouma+ S mit Bosch performance speed

300 km sind nun in 5 Tagen zusammengekommen. Ich bin zufrieden mit mir 😉 Ein paar kleine Optimierungen habe ich natürlich direkt vorgenommen. Gestern bekam ich Post von Rose und Bike Discount. Mit das wichtigste kam auch: Das Bosch Reiseladegerät (Compact Charger) das ich bei der Arbeit deponieren werde. Die grünen Pedale sind schonmal für das neue MTB (das jetzt schon 15 Tage mit DHL unterwegs ist! Andere Geschichte). Dann noch Magura royal blood (super Name 😉 ), Bosch Werkzeug um das Ritzel mal wechseln zu können und eine Kontaktabdeckung für die Akkukontakte am Rad.

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Ja is denn heit scho Weihnachten?

Da ich Schuhgröße 46 habe, sind die mitgelieferten Pedalen etwas größeren Exemplaren gewichen. An der Sattelstütze habe ich wieder eine Topeak Aero wedge Tasche angebracht. Da ist alles für die Pannenhilfe drin. Die Tasche habe ich auch am Rennrad und finde sie wirklich gut. Stört nicht und sitzt wackelfrei.

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Notfallkit

Testweise habe ich ein anders gestufte Kassette verbaut. Die original Kassette ist eine 11-42 er und im unteren Bereich 11-13-15 gestuft. Da der Bosch Motor extrem Kadenzabhängig ist, sind zwei Zähne Unterschied bei wechselnden Streckenbedingungen tatsächlich manchmal ein zu großer Sprung. Außerdem sind die großen Ritzel für meine Belange im Flachland eh total überflüssig. Das 11er Ritzel wiederum ist nur bei ordentlich Rückenwind zu gebrauchen. So teste ich gerade eine günstige Tiagra 12-28 Kassette mit 12-13-14-15… Abstufung. Macht erstmal einen guten Eindruck. So konnte ich auch gleich den sogenannten „Pizzateller“ entfernen. Das ist dieser durchsichtige Plastikschutz der immer hinter der Kassette steckt. Geht ja stylemäßig sonst gar nicht 😉

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Tiagra Kassette 12-28

Ich wollte auch einen Bosch Lagerschutzring an der rechten Kurbel nachrüsten. Der Weltkonzern (und Autozulieferer) Bosch hat anscheinend die Erfindung des Wellendichringes verpasst. Jetzt gibts da halt so ein Set mit Fett und 5 von diesen Ringen, die das Kurbellager gegen Witterungseinflüsse schützen sollen. Wohlgemerkt bei einem Antrieb der für MTBs gedacht ist.  Auf der Tüte stand dann, dass Bosch die seit 2015 serienmäßig verbaut. Nachgeguckt: Stimmt 🙂 Naja, dann hab ich jetzt ein paar und tausche die beim Ritzelwechsel immer mit. So konnte ich wenigstens mal das Lockring Tool für das Bosch Ritzel ausprobieren.

 

Was mir etwas Sorgen bereitet ist die Tatsache, dass mit der Antrieb bei einer Regenfahrt gestern 3 mal ausgegangen ist. Ich dachte bei so einem 10.000 fach verkauften Antrieb wären solche Sperenzchen kein Thema. Ich lass meinen Fahrradhöker mal die Daten auslesen und dann gucken wir weiter.

 

Diamant Zouma+ S vs Klever X-Speed

Hier nun also der große Vergleich. Heckmotor vs Mittelmotor, Bosch gegen Klever, Platzhirsch gegen Nischenhersteller….

Für Leser die bisher nicht meine komplette Lebensgeschichte verfolgt haben: Bevor ich mir nun das Diamant Zouma zugelegt habe, hatte ich für ca 6 Monate ein Klever X-Speed. Hier möchte ich einen Vergleich der beiden ähnlichen und doch so verschiedenen S-Pedelecs anstellen.

Als Basis dient hier das neue X-Speed pure weil es am ehesten mit dem Diamant vergleichbar ist. Mein persönliches X-Speed entsprach aber genau der Ausstattung (Starrgabel, Scheinwerfer…)

In der Tabelle habe ich die wichtigsten Fakten gegenübergestellt:

Diamant Zouma +S Klever X-Speed Pure
Kaufpreis 3.999 € 4.999 €
Rahmen Aluminium Aluminium
Gabel Carbon Aluminium
Laufräder 27,5″/ Bontrager Naben 27,5″ / Noname / Motor als Nabe
Reifen Schwalbe Super Moto-X
27.5″ x 2.40
Schwalbe Super Moto-X
27.5″ x 2.40
Antriebsart Mittelmotor Nabenmotor hinten
Antrieb Bosch performance Speed Klever Biactron V2
Nennleistung 350 W 600 W
Akku 500 Wh 570 Wh
Display Bosch Purion Klever
Kurbeln Ride+ Aluminium Aluminium
Schaltwerk Shimano Deore 10 Speed Shimano XT 11 Speed
Schalthebel Shimano Deore Shimano XT
Bremsen Magura MT5e, 180mm
Bremsscheiben V/H
Magura MT4e, 180mm
Bremsscheiben V/H
Scheinwerfer B+M IQ-X + Hupe B+M IQ-X + Hupe
Rücklicht Supernova M99 Tail Light  mit Bremslicht Supernova M99 Tail Light  mit Bremslicht
Gepäckträger 15 kg Tragkraft 25 kg Tragkraft, Racktime
Schutzbleche Aluminium Aluminium
Ständer Pletscher Noname
Gewicht (Katalog) 23,8 kg 27,5 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 136 kg 147,5 kg
Mitgeliefertes Zubehör 2 Akkuschlüssel (ABUS) 2 Akkuschlüssel (ABUS)
Ladegerät 4A ohne Lüfter Ladegerät 5A mit Lüfter
Bedienungsanleitung Betriebserlaubnis (CoC)
Betriebserlaubnis (CoC)

Was deutlich schwieriger zu bewerten ist, ist das generelle Fahrverhalten. Wenn man ins Pedelecforum guckt, dann artet das oft zu religiösen Kreuzzügen Mittel- gegen Heckmotor aus. Und das oft ohne, dass die Verfechter das jeweils andere Antriebskonzept überhaupt ausprobiert haben. Ich habe jetzt die Möglichkeit beide Prinzipien und die Räder im speziellen miteinander zu vergleichen. Aber auch ich bin hier nicht ganz neutral. Wenn man sich alleine die Listenpreise anguckt, fällt es schon schwer hier gute Argumente pro Klever zu finden die das rechtfertigen. Zumal mein Diamant jetzt über 2000€ (2850 € bei Fahrrad XXL!!!) günstiger war als das X-Speed pure. Zudem hat mich die ganze Klever Geschichte ziemlich genervt. Das fing bei der ewigen Wartezeit (ohne, dass ich darüber informiert wurde) an und endete bei diversen nervigen Kleinigkeiten des Rades an sich sowie dem Händler der 70 km entfernt war.

Was ich an beiden Rädern direkt getauscht habe war der Sattel. Das ist ja immer sehr individuell. Auf jeden Fall habe ich die Foltergeräte gegen einen Terry Figura ausgetauscht. Der ist jetzt schon zum dritten Rad mitgewandert und ich finde den super. Am Rennrad habe ich mittlerweile auch einen Terry.

Trotzdem versuche ich hier möglichst objektiv zu sein.

Fangen wir mal damit an, was mir am Klever gefallen hat:

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Klever X-Speed

Motorleistung und Unterstützung

Eindeutig die buchstäblich stärkste Disziplin des Klever. Der Lautlose Direktläufer Nabenmotor zieht super kräftig durch. So war es auf der höchsten Unterstützungsstufe sogar möglich bis auf 50 km/h (laut Display) zu pedalieren. Die berühmte „Bosch Wand“ gegen die man irgendwann ankurbelt ist hier absolut nicht zu bemerken. Die Unterstützung läuft schön sanft aus.

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Motor und Bremse

Schaltung und Bremse

Das Klever ist mit einer Shimano XT 11 Gang Kassette, Schaltwerk und Schalthebel ausgestattet. Dies ist natürlich über jeden Zweifel erhaben. Zudem sind die Schaltvorgänge so sauber wie am normalen Rad, weil ja hier keine Antriebskraft des Motors über die Kette übertragen wird. Das Klever hat außerdem einen massiven Kettenschutz aus Metall.

Die Magura MT4 Bremsen haben mich immer super zum Stehen gebracht. Ich hatte keine Probleme mit rubbeln oder quietschen.

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XT Schaltwerk und Kassette, Motor und Kettenschutz

 

Gepäckträger

Zugegeben, der kleine halbhoch liegende Träger des Diamant sieht deutlich schicker aus. Für ein Pendlerrad ist aber der mit 25 kg belastbare Racktime Träger mit hoher Plattform und Anbindung an den Hauptrahmen eher geeignet.

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Gepäckträger

Kontaktschutz des Akkus

Das Klever hatte einen kleinen integrierten Gummilappen, den man bei Bedarf einfach hochklappt um die Kontakte am Rad zu schützen, wenn der Akku nicht drin ist. Bei Bosch muss da ein loser Stopfen mitgenommen werden

Sonstiges

Nach dem Update ist der Scheinwerfer nun auch endlich einem S-Pedelec gerecht. Die originale Funzel war nicht so geeignet. Am aktuellen X-Speed ist der B+M IQ-X nun serienmäßig. Das Supernova Rücklicht war schon immer gut.

 

 

Nun zu den Dingen die mir am Klever gar nicht gefallen haben:

Display und Menüführung

Das ältere abnehmbare Display war inklusive der Menüführung einfach nur eine Fehlkonstruktion. Das fing bei der Haptik an. Irgendwie fühlte sich das alles billig an. Bei der geringsten Luftfeuchtigkeit ist es von innen beschlagen. Und ich bin nicht einmal im Regen gefahren. Die Menüführung war auch irgendwie unlogisch. So musste man erst in ein Untermenü um den Tages km Stand zurückzustellen. Auch die Beleuchtung lies sich nicht einstellen. Neu ist jetzt ein festes Display. Zu dem kann ich aber nichts weiter beitragen da ich es nicht kenne.

Akku und Ladegerät

Der 570 Wh Akku ist deutlich schwerer als der 500 Wh Bosch Akku. Das Rahmenschloss und das Einfädeln in die Führung am Rahmen finde ich ziemlich fummelig. Man braucht am besten 2 Hände dafür. Blöd wenn man das am S-Pedelec jeden Tag machen muss und dann noch Handschuhe, Schlüssel usw in der Hand hat.

Das Schnellladegerät ist wahnsinnig groß und hat einen ziemlich lauten Lüfter. Damit ist es fürs Büro und die Tasche eigentlich ungeeignet. Das Reiseladegerät ist mit 99€ im Vergleich relativ teuer.

Außerdem ist ein Ersatzakku mit knapp 900€ ca 1/3 teurer als der 500 Wh Akku von Bosch.

Reichweite

Von nix kommt nix trifft es hier ganz gut. Bei voller Unterstützung reichte der 570 Wh Akku gerade so für meinen 25 km Arbeitsweg. Es wären dann vielleicht im Sommer noch 5 km drin gewesen. Da bleibt einem nur das Upgrade auf den lange Zeit nicht lieferbaren 850 Wh Akku, der satte 1250 € kostet!

Ständer

Der Hinterbauständer ist ziemlich labil ausgeführt. Außerdem musste ich dauernd die Schrauben nachziehen. Loctite half. Gerade bei einem so schweren Rad nicht zu unterschätzen.

Sonstiges

Irgendwie fuhr immer das Gefühl mit, dass eher Designer und nicht Ingenieure das Rad entwickelt haben. Die Innenverlegten Züge und Leitungen sind zwar schick aber in Verbindung mit der Federgabel nicht durchdacht. Ebenso wie der Spezialvorbau mit den zwei Klemmschrauben oder das für „Langbeiner“ viel zu kurze Sitzrohr.

Das Gesamtgewicht und die Hecklastigkeit ist ziemlich ausgeprägt. Es ist wirklich mühsam das Rad z.B. im Fahrradständer mal hinten hochzuheben und umzusetzen. Die Gewichtsverteilung macht sich auch beim freihändig fahren bemerkbar. Die fängt das Vorderrad ziemlich leicht an zu flattern.

Ich hatte zum Glück nie einen Platten. Das könnte hinten auf Tour echt doof werden, weil man ja den Motor abstöpseln und mit ausbauen muss. Außerdem werden zwei 17er Schlüssel/Nüsse benötigt. Die bekommt man nur schlecht in die Satteltsche.

 

Nun zu den Dingen, die mir am Diamant gefallen:

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Diamant Zouma+ S

Rahmen und Verarbeitung

Das ist mir als erstes aufgefallen. Das ganze Rad ist wirklich toll verarbeitet. Optik ist ja immer Geschmackssache. Aber der Rahmen gefällt mir echt gut. Besonders die Akkuintegration, der nahtlose Übergang der Gabel ins Steuerrohr und die verschliffenen Schweißnähte. Auch so Kleinigkeiten wie den in die Bremshebelschelle integrierten Hupknopf und der Gummi Kettenstrebenschutz sind mir positiv aufgefallen.

Alles in allem sehr liebevoll gemacht.

Zudem ist das Rad noch 3,5 kg leichter als das Klever.

Akku und Ladegerät

Selbst das 4A Standard Ladegerät kommt ohne Lüfter aus und passt noch leidlich in den Rucksack. Ich werde mir für ca . 70€ aber noch das kleine 2A Reiseladegerät zulegen und im Büro deponieren.

Der Akku selbst macht einen wertigen Eindruck und ich relativ leicht. Er rastet auch sauber um Rahmen ein und sitzt dann absolut wackelfrei.

Reichweite

Ist nach einer „Referenzfahrt“ noch etwas verfrüht, aber ich denke der Bosch Antrieb ist deutlich sparsamer. Fairerweise muss man sagen, dass er auch nur 350W leistet und nicht 600 wie das Klever. Nach einer durchgehenden 25km Fahrt auf Stufe“SPORT“ waren 3 von 5 Balken weg. Könnte also zumindest im Sommer hin und zurück reichen. Ich werde das nochmal mit „TURBO“ testen.

Display

Das nicht abnehmbare Purion Display gefällt mir wirklich gut. Es wirkt wertig, hat eine einstellbare Beleuchtung und die Knöpfe fassen sich gut an. Da es zig tausendfach bewährt ist, sollte Feuchtigkeit auch kein Thema sein.

Allerdings wäre eine Anzeige der Fahrzeit noch ganz nett.

Cockpit und Bremsen

Die Hauseigenen Bontrager Anbauteile wie Griffe, Lenker, Vorbau usw machen einen hochwertigen Eindruck. Der Lenker passt von der Breite und der Kröpfung gut zu mir. Die Magura MT5 Bremsen sind so, wie man es bei einem Speed Pedelec erwarten sollte. Gut dosierbar und kraftvoll. Mit den 4-Kolben Sätteln machen sie auch optisch was her. Der mitgelieferte Spiegel ermöglicht tatsächlich einen Blick auf den nachfolgenden Verkehr. Ist leider nicht selbstverständlich.

Sonstiges

Für ein Speed Pedelec ist das Rad relativ leicht. Es ist nicht mühsam es auch hinten mal hochzuheben und umzusetzen.

Ein großer Vorteil der Mainstream Bosch Komponenten ist, dass fast jeder Fahrradhöker auf dem Dorf da Updates und Garantiegeschichten durchführen kann. Akkus und Ersatzteile sind auch vergleichsweise günstig.

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Nun zu den Dingen die mir am Diamant nicht so gefallen:

Motorleistung und Unterstützung

Es ist tatsächlich ein großer Unterschied zum Direct Drive des Klever. Man muss mehr mitarbeiten um einen ordentlichen Schnitt zu fahren. Die Geräusche des Bosch Motors stören mich nicht. Als Maschinenbauer finde ich es eher gut, dass man auch hört wo die Kraft herkommt.

Was etwas nervt ist, dass die Unterstützung anscheinend auch Kadenzabhängig ist. So fährt man in jedem Gang gegen die berühmte „Bosch Wand“. Wenn das nur am Ende der Unterstützung wäre kein Problem. Wenn man angepasst fährt, kann man das aber gut kaschieren.

Schaltung

Das Schaltgefühl des Deore Triggers ist im Vergleich zu den anderen Kettenschaltungen die ich gerade so benutze (Sram X9, Shimano XT, Shimano 105) wirklich nicht so dolle. Das Schaltwerk ist wahrscheinlich OK und hat ja auch wenig mit dem Schaltgefühl zu tun. Mal sehen ob ich hier auch in einen SLX oder XT Hebel investiere.

Gepäckträger

15 kg Zuladung sollten für die Bürotasche eigentlich reichen. Trotzdem muss man hier mehr aufpassen, dass das nicht zu einseitig beladen wird. dafür siehts gut aus 😉

 

Sonstiges

Ansonsten gibt es nicht viel zu meckern. Den Akku habe ich noch etwas ausgerichtet. Er ist ja sozusagen teilintegriert und saß nicht ganz mittig in der Aussparung des Rahmens. Jetzt kommt er auch schön hochgeploppt wenn man mit dem Schlüssel entriegelt.

Die hintere Bremse schleift ein wenig. Ich habe festgestellt, dass einer der 4 Bremskolben nicht so richtig will und festhängt. Das ist ein bekanntes Problem der Magura MT5. Hab mal versucht den Kolben zu mobilisieren, war aber nicht erfolgreich. Ich habe das jetzt bei Fahrrad XXL reklamiert. Mal gucken was dabei herauskommt.

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Bremskolben hängt fest

Ich gehe jetzt in die Langzeit Testphase und werde weiter berichten.

 

 

Dem S-Pedelec noch eine Chance gegeben – Diamant Zouma+ S

Nach 1500 km mit einem Heckmotorbike (Klever X-Speed) und dann viel weniger als den geplanten Kilometern mit dem Gravelbike, will ich nochmal einen 2. Versuch starten mit dem S-Pedelec zur Arbeit zu pendeln.

Mein Arbeitsweg ist 25km einfach, flach, dafür aber teilweise ordentlich windig (Schleswig-Holstein). Davon geht es ca. 20 km über Land, den Rest durch die Stadt.
Letzte Woche habe ich bei Fahrrad XXL  ein (für S-Pedelec Verhältnisse) Superschnäppchen gefunden. Ein Diamant Zouma+ S für 2845€! Hier nun mit Bosch performance Speed Mittelmotor. Damit kostet es über 2000€ weniger als das vergleichbare Klever X-Speed pure!

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Diamant Zouma+ S  ©Diamant Rad

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Klever X-Speed

Von der Art und der Ausstattung sind sich die Bikes verblüffend ähnlich. Starrgabel, 27,5 zoll Räder, Kettenschaltung usw. Selbst die Geometrie ist ziemlich ähnlich. Auch der Scheinwerfer ist der gleiche. Gravierenster Unterschied ist natürlich nun der Mittelmotor am Zouma, den ich damals aus Verschleißgründen nicht haben wollte. Bei dem Preisunterschied kann man sich aber durchaus die eine oder andere Kette leisten 😉 Dazu kommt noch, dass der 570Wh Klever Akku 900€ kostet, der 500Wh Bosch Akku um die 600.
Das Klever hatte eine Shimano XT 11 Gang Schaltung, das Diamant Deore 10 Gang. Ist mir total egal. Am Klever habe ich eigentlich nur die 4 kleinen Ritzel gebraucht. Diamant hat eine Magura MT5 Bremse (4 Kolben) das Klever hatte eine MT4 (2 Kolben). Laut Katalog ist das Diamant ca 3,5 kg leichter. Ein ausführlicher Vergleich der beiden Räder folgt, wenn ich ein paar km mit dem neuen hinter mir habe.

Wie sich der etwas dürre Gepäckträger schlagen wird muss ich noch sehen. Vielleicht gehe ich doch mal zum Rucksack über.

Die Machart des Diamant (das übrigens baugleich mit dem Trek Supercommuter ist) ist wirklich toll. Verschliffende Schweißnähte, sauber verlegte Züge, eine Carbon Starrgabel und der schick integrierte Akku. Dieser ist aber zum Glück der günstigere Standardakku. Er lässt sich sicher leichter entnehmen als der Powertube und ist günstiger im Austausch. Ich muss ihn bei der Arbeit ja immer mit rein nehmen zum nachladen.

Das ganze Rad ist auf jeden Fall richtig schön gemacht. Gefällt mir!

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Mit dem Klever habe ich ca 40-45 Minuten für die Strecke gebraucht, was einem 33-37er Schnitt entspricht. Nach dem was man so liest, wird das mit dem Bosch wohl etwas langsamer werden. Mal sehen…
Ich werde hier also berichten wie sich das Rad so schlägt. Der Arbeitsweg hat im Vergleich zum Klever heute vielleicht 2 Minuten länger gedauert. Also vertretbar.

Twentysix forever oder das neue Pferd im Stall – Kona Process 167

Nein, ich habe keine (oder zumindest keine große) Midlifecrisis und möchte für immer jung sein 😉 Aber gestern war es soweit. Ein Kumpel hat sich in der Nähe von Pforzheim ein MTB für mich angesehen. Es ist mir schon vor ca 3 Wochen bei e…Kleinanzeigen über den Weg gelaufen und hat mich nicht mehr losgelassen. Der Verkäufer war ziemlich hilfsbereit und hat noch diverse Detailfotos geschickt.

Naja auf jeden Fall bin ich nun der neue Besitzer eines 2015er Kona Process 167. Einer der letzten 26″ Freerider. 2015 war 26″ schon ziemlich ausgestorben, doch die Kanadier von Kona haben hier nochmal echt was feines auf die klassischen 26 Zöller gestellt. Ich war schon länger auf der Suche nach einem MTB mit etwas mehr Federweg als das 150mm YT.

Das Process 167 hat vorne 170mm und hinten (wer hätte das gedacht) 167mm Federweg. Der wird von einer Rock Shox Lyrik Gabel und einem RS Vivid Air Dämpfer zur Verfügung gestellt. Damit sind auch die groben Sachen im Bikepark und fiese Geröllabfahrten drin.  Da das YT mit seinen immerhin 15 kg auch nicht gerade die Kletterziege schlechthin ist, nehme ich jetzt den 1×11 Antrieb in kauf (Antriebsvergleich hier) und spendiere eventuell es kleineres Kettenblatt bzw eine Kassette mit einem 46er Rettungsritzel.

Hier erstmal ein ausgeliehenes Bild von der Kona homepage:

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2015er Kona Process 167  ©Kona bikes

Das Rad hat eine tolle Ausstattung. Bis auf die Bremse… es ist eine Sram Guide RS. Ich stehe mit Sram/Avid Bremsen etwas auf Kriegsfuß. Die werden wahrscheinlich schnell ausgetauscht. Pedale muss ich mir auch noch aussuchen. Aber erstmal muss das Rad zu mir kommen. Dann gibt es auch Fotos in echt. Der Kauf wird auch bedeuten, dass das YT bald zu verkaufen sein wird. Also stay tuned….

Cube Nuroad Race FE Fazit – Und verkauft

So richtig traue ich mich es ja gar nicht zu sagen. Aber ich spiele mit dem Gedanken das Cube wieder zu verkaufen. Nicht, dass es ein schlechtes Rad wäre. Ich habe ja auch einiges dazu geschrieben -> Klick. Mein Nutzungsverhalten ist nur völlig anders, als ich es beim Kauf gedacht hatte. Ich habe es ja als „Ersatz“ für mein schnelles Pedelec gekauft mit dem Plan, dann damit zu pendeln.

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Bild von CUBE

Und wie oft habe ich das getan? Ich glaube 3 mal! Das heißt, dass ich im 8 Monaten gerade mal 350 km gefahren bin. Denn wenn das Wetter nicht mitspielt ist das Rad ideal aber die Motivation eher gering sich gegen den Wind auf langen geraden hier im Norden anzukämpfen. Bei gutem Wetter nehme ich dafür dann lieber das richtige Rennrad weil es einfach leichter und schneller ist. Eventuell hat mich die Speed Pedelec Zeit auch einfach versaut. Es ist einfach jetzt im Vergleich extrem zäh mit dem 11 kg Gravelbike zu fahren.

Zum Vergleich: Mit dem Speed Pedelec habe ich 40 Minuten zur Arbeit gebraucht. Plus ca 10 Minuten fürs frischmachen. Mit dem Rennrad brauche ich 50-55 Minuten plus 15 Minuten  „volles Programm“ mit Duschen. Beim Gravelbike das gleiche bei 60-70 Minuten Fahrzeit je nach Wind. Mit dem Speed Pedelec bin ich immerhin 1500 km innerhalb von 6 Monaten gefahren. Das trainiert immer noch mehr als 300 auf dem Bio Bike… Tatsächlich bin ich bei den Hamburg Cyclassics meinen besten Schnitt gefahren, obwohl ich in der Saison nur ca. 400 km auf dem Rennrad saß.

Da das ja alles Hobby ist, will ich mich auch nicht dazu zwingen müssen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Dafür habe ich genug anderes um die Ohren. Und um damit zum Einkaufen zu fahren ist es etwas übertrieben. Außerdem steht eventuell ein neues Mountainbike an. Das will auch finanziert werden 😉

UPDATE: Ein richtiges Fazit zum Cube an sich fehlte hier noch. Also los…

Der Rahmen und die Gabel sind für die Preisklasse sehr schön verarbeitet. Besonders das Hydrogeformte Oberrohr sieht edel aus. Die Laufräder sind eher robust als leicht, was dem Einsatzzweck aber voll entspricht. Die Züge sind schön verlegt und das Lenkerband ist sauber gewickelt. Der Gepäckträger ist durch die Anbindung zu den sitzstreben ziemlich stabil. Der hält auch mal zwei gefüllte Packtaschen aus. Im Vergleich zum Rennrad ist die Sitzposition noch etwas komfortabler. Die Shimano 105 Gruppe arbeitet sauber, was besonders für die Bremsen gilt. Bei den Zügen scheint Cube etwas gespart zu haben. Nach schon ca. 100 km musste ich die Schaltung ziemlich doll nachstellen, weil ich die 3 größten Ritzel nicht mehr anwählen konnte. Jetzt läuft es aber wieder super. Das Highlight ist wirklich die Beleuchtung. Besonders der Scheinwerfer.

Im Detail gibt es etwas zu Grund zum meckern. So sind bei meinem nuroad immer wieder die Lenkerstopfen rausgerutscht, genauso wie der Gummistopfen an dem die Züge in den Rahmen laufen. Der originale Sattel ist eine Katastrophe, was aber höchst individuell ist. Genau so wie das Gummi Lenkerband. Hier wäre Schaumstoff schön gewesen. Die Schutzbleche sind an einigen Stellen ziemlich knapp für die breiten Reifen. Die hinteren Streben müssen genau ausgerichtet sein, sonst schleift es…

Im nachhinein würde ich es nicht mehr mit meinem Rennrad vergleichen. Ich habe es mir als komfortableres Rennrad vorgestellt, dafür ist es aber doch zu schwer. Es ist eher ein besonders schnelles und leichtes Trekkingrad mit sportlicher Sitzposition.

Nun soll es aber trotzdem weg, falls sich hier ein Käufer findet. Hier die Fakten:

UPDATE 01.08.2019 Das Rad ist nun verkauft

  • Cube Nuroad Race FE -> Link zur Cube Seite
  • Ausstattung hier nochmal -> Klick
  • RH 58 -> Ich bin 185cm mit 90cm Schrittlänge. Passt gut.
  • Gekauft 08/2018, Modell 2018
  • Noch Händlergarantie
  • Km Stand ca. 350
  • Zubehör: Drahtloser Sigma Tacho. Etwas Neopren Wetterschutz. Auf Wunsch auch die Satteltasche und der Terry Sattel.
  • Zustand: Etwas eingestaubt aber aufgrund der geringen Kilometerleistung Top in Ordnung. Wird natürlich vor der Übergabe komplett gecheckt und geputzt.
  • Preis: Ist stelle mir 1300 VB vor. Das 2019er Modell ist im Handel komplett ausverkauft.

 

 

Sunrace 1×12 fach upgrade kit – soll ich mein altes MTB noch einmal pimpen? UPDATE

Eventuell kann man den folgenden Beitrag als

Werbung (totaler quatsch wie ich nun weiß 😉 )

auslegen. Ich habe die folgend genannten Komponenten lediglich durch Internet- recherche beurteilt und gebe hier meine persönliche Meinung zum besten.

Derzeit habe ich schlaflose Nächte. Meine Firma bietet seit kurzem bikeleasing an. Mein gutes altes YT wicked 150 ist derzeit das älteste Pferd im Stall. Gekauft habe ich es 2011. Wer sich noch erinnert: Da war gerade die Zeit des Wechsels von 9- auf 10- fach Antriebe aktuell und absenkbare Sattelstützen waren gerade so im kommen. Mittlerweile sind letztere bei MTB über 120mm Federweg absoluter Standard, ebenso wie 1×11, 2×11 oder 1×12 Antriebe.

Soll ich mein treues Ross also weggeben und mir was richtig schickes neues gönnen oder dem alten noch ein upgrade? Zum Sparpotential des Bikeleasings werde ich noch einmal gesondert etwas schreiben. Da ist eben auch nicht alles Gold was glänzt.

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Sieht doch noch ganz amtlich aus…

Meine erste Nachrüstung war die damals high-end Sattelstütze Rock Shox Reverb. Noch die erste Generation mit 125mm Hub und der außenliegenden Leitung. Entgegen vieler Unkenrufe funktioniert sie bisher immer noch tadellos. Gelegentliche Wartung vorausgesetzt. Vorbau und Lenker sind nicht mehr original und die unsägliche Avid Elixir 7 Bremse habe ich gegen eine Shimano ZEE getauscht. Eigentlich bin ich mit dem wicked total zufrieden und ich habe auch immer in Dinge wie Gabel- oder Dämpferwartung investiert.

Lediglich die Schaltperformance des Umwerfers nervt mich schon von Anfang an. Das wicked verfügt über eine komplette SRAM X9 3×9 fach Gruppe der ersten Generation. Noch ohne Dämpfung des Schaltwerkskäfigs und cage lock für einfachen Radausbau. Die Bandbreite ist mit 3 Kettenblättern mehr als ausreichend und auch das Schaltwerk arbeitet trotz beginnendem Verschleiß in den Gelenken noch ordentlich. Das Umwerfergeknalle nervt aber schon ziemlich.

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SRAM X9 3×9 fach

So wäre doch der nächste logische Schritt von der Steinzeit in die Neuzeit upzugraden, oder? 1×11 fach hat mich bei mehreren Testfahrten nicht überzeugt. Da fehlt mir der Klettergang oder eben der schnelle, je nachdem wie man das Kettenblatt vorne wählt. Also gleich 1×12. Von Sram gibt es ein 1×12 Upgrade Kit in NX Qualität. Das hat den Vorteil, dass es auf normale Freiläufe passt und keinen speziellen SRAM XD Freilauf braucht. Den Laufradsatz wollte ich nämlich nicht wechseln. Dafür ist das kleinste Ritzel aber 11 statt 10 Zähne groß. Kostet derzeit ca 220€ und beinhaltet Schaltwerk, Trigger, Schaltzug, Kassette und Kette.

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SRAM NX eagle upgrade kit © SRAM

 

Da ich ein Herz für Underdogs habe, finde ich aber das 1×12 Upgrade Kit von Sunrace viel attaktiver.  Sunrace kennt man bisher vielleicht nur von Nachrüstkassetten. Kostet mit dem gleichen Lieferumfang ca. 180€ und sieht wie ich finde deutlich schicker aus. Das Schaltwerk ist sogar leichter als das SRAM X01 eagle! Auch hier gibt es nur 11-50 Zähne, dafür aber Kompatibilität zu den normalen Shimano Freiläufen.

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Sunrace 1×12 upgrade kit © Sunrace

Die Frage ob sich so eine Umrüstung lohnt, ist bei Fahrradverrückten ja schwerlich rational zu beantworten. Die Fakten sehen so aus:

Vorteile 1×12 vs. 3×9:

  • Weniger Bauteile
  • Aufgeräumte Optik
  • Einfachere Bedienung
  • Gewichtsersparnis (ca. 560g) im Vergleich zum X9 Antrieb
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Ungefähre Komponentengewichte

  • Kettenführung durch „Narrow-Wide“ Kettenblatt unnötig
    • Also immer ein breiter und ein schmaler Zahn

 

Nachteile 1×12 vs. 3×9:

  • Höheres Gewicht der Kassette und damit dort wo es die Federungsperformance hinten am meisten beeinflusst
  • Höherer Ersatzteilpreis der Kassette
  • Geringere Bandbreite 1×12 (hier ein 32er Kettenblatt angenommen) und größere Gangsprünge

 

 

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Bandbreite 1×12                ©https://www.j-berkemeier.de/Ritzelrechner.html

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Bandbreite 3×9                ©https://www.j-berkemeier.de/Ritzelrechner.html

  • 3×9 funktionert auch gut und ist günstig…

Der Klettergang wäre bei 32 Zähnen vorne sogar etwas leichter als beim jetzigen Layout. Das kleine Ritzel benutze ich eh fast nie, so dass man es sogar vorne mit einem 30er probieren könnte.

Das vordere Ritzel käme bei beiden Varianten noch hinzu. Mal sehen was ich da wählen würde. Vielleicht was abgefahrenes wie ein Ovales von „Absolute Black“…

Wie denkt ihr darüber? Sollte man seinem alten Schätzchen noch eine Chance geben?

UPDATE Juli 2019:

Ich werde nicht mehr umrüsten, weil ich gerade im Gebrauchtkaufverhandlungen zu einem KONA Process 167 stecke 🙂 -> TEST

Ich möchte doch etwas mehr Federweg und auch mehr „im Rad“ als obendrauf sitzen. Das KONA hat ein extrem tiefes Tretlager. Das kommt mir mit meinen langen Gräten etwas mehr entgegen. Leider hat es eine 1×11 Schaltung die ich ja nie haben wollte. Dann muss da eben ein 46 Zähne „Rettungsring“ auf die Kassette. Mit nem 170mm Enduro gewinnt man eh keine Bergauf Rennen 😉

 

Velo Hamburg 2019 – Mein Bericht von der Fahrradmesse in der Rindermarkthalle

Puh, ist ja schon was her seit ich das letzte mal was geschrieben habe. Irgendwie ist mir das Leben dazwischengekommen. Sogar meinen Osterausflug hab ich noch nicht verarbeitet. Aber hier soll es ja nun um ein anderes Event gehen:

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Also wenn schon große Fahrradgeschäfte das Paradies sind, dann weiß ich gar nicht wie ich das hier bezeichnen sollte… Es war einfach geil. Wir waren 4 Stunden da und die Zeit verflog nur so. Aber der Reihe nach. Ich bin mit einem Freund und seinem Papa nach Hamburg gefahren. Da er nach einem (Fahrrad) Unfall immer noch ne Schraube im Bein hatte, sind wir mit dem Auto bis ganz in die Stadt gefahren. Parken direkt gegenüber war mit 1€/Stunde günstig. Ansonsten hätte man auch U3 Feldstraße oder U2 Messehallen aussteigen können.

Nachdem ich faire 6€ Eintritt gezahlt habe (jawohl, ich habe keinen Blogger Bonus in Anspruch genommen), haben wir uns  erstmal auf dem Außengelände umgesehen. Hier waren z.B. Bergamont, Specialized, Stevens und SKS vertreten.

Am Bergamont Stand habe ich dann mal das Bergamont Grandurance in natura gesehen, welches ich ja in meinem Gravelbike-Vergleich auch mit drin hatte (guckst du). Leider muss ich zugeben, dass es in natura wesentlich cooler aussieht als mein Cube Nuroad 😉

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Bergamont Grandurance

Außerdem ja auch noch ne Hamburger Firma. Egal, die Ausstattung bleibt im Vergleich etwas schlechter. Das andere Ende des Preisspektrums war dann bei Specialized zu sehen. Hier ein schickes Gravelbike in „Frostlack“ Optik für schlanke 3500 Taler. Dafür aber mit TRP Seilzug Scheibenbremse. Irgenwie etwas unpassend. Aber der Lack macht echt was her:

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Draußen gab es auch noch eine kleine Teststrecke. Inklusive zweier Ampeln und einer Rampe hoch ins Parkhaus. Hier bin ich dann einmal so einen der neumodischen 25er E-Scooter gefahren und ein altes Mountainbike, das mit einem Nachrüst E-Antrieb ausgerüstet war:

 

Beides irgendwie nette Spielereien. Das Schöne an einem Blog ist ja, dass ich meine Meinung sagen darf. Es wird ja niemand gezwungen es zu lesen 😉 So wage ich stark zu bezweifeln, dass die E-Kickscooter den Stadtverkehr entlasten. Es wird wohl kaum einer damit statt mit dem Auto oder den Rad fahren sondern wahrscheinlich Strecken die sonst zu Fuß erledigt wurden. Nach nur 5 Minuten damit war ich überrascht, wie erschreckend schnell und instabil so ein Ding fährt. Auch muss man sich beim Bremsen ordentlich nach hinten hängen, damit man nicht direkt nach vorne absteigt. Und das dann zusammen mit den Fahrrädern auf dem Radweg. Ob das so der Königsweg ist?

Von dem Nachrüst E-Antrieb (für 1400€) habe ich eigentlich nur in Erinnerung, dass da eine deutlich fühlbare Ein- und Ausschaltverzögerung war. Egal. Das findet alles seine Kunden.

Draußen gab es auch noch eine art „Lego Pumptrack“. Also ein aus vorgefertigten Elementen zusammengesteckter Parcours.

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Dann also weiter in die Halle. Hier gab es noch mehr Räder und Zubehör. Allerdings keine Klamotten. Gerade bei den Rädern waren ein paar echte Exoten und Leckerbissen dabei. Vor allem Spezialräder wie Liegeräder und Trikes  und die hippen Lastenräder. Vieles nicht mein Fall, aber interessant anzuschauen.

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Mein liebstes Accessoire war das hier.. Fliegen und Manschettenknöpfe aus Fahrradschlauch. Echt witzig:

 

Bei den Kinderrädern war natürlich Woom vertreten. Dazu muss ich ja hier nichts mehr schreiben. Das könnt ihr hier und hier nachlesen.

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Mein persönlicher Held war hier aber Johannes von MONA & CO bikes aus München. Anders als ich z.B. hatte er den Arsch in der Hose eine eigene Kinderrad Firma aufzumachen. Wie so viele hat er damit angefangen für seine Tochter ein Rad zu bauen. Das bemerkenswerteste ist, dass er beim Gewicht der Räder auf z.B. Woom Niveau bleibt. Das aber mit einem Stahlrahmen und Scheibenbremsen! Hier helfen Kniffe wie extra leichte Laufräder und gewichtsoptimiertes Cockpit, Sattel und Sattelstütze. Auch erwähnenswert ist, dass die Rahmen so gestaltet sind, dass man mit einem Rahmen noch auf größere Laufräder aufrüsten kann ohne gleich ein neues Rad kaufen zu müssen. Preislich ab ca 900€ sicher kein Schnäppchen aber im besten Sinne Preiswert. Bei Johannes bin ich dann etwas im Schnack versackt. War echt cool.

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Der Maddin und der Johannes (sorry für das unscharfe Bild…)

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Handgechweißter Prototyp

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Langes Ausfallende für verschiedene Laufradgrößen (oder bessere Downhillperformance 😉 )

 

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Keine Messe ohne Schnäppchen. So gab es den 12er Karton Clif-Bar (für mich der leckerste Energieriegel) nach hartem Feilschen für schlanke 15€ (einzeln sonst 24€). Oder zwei Hiplok „malebenkurz“ Schlösser ebenfalls für 15€. Für kurz beim Bäcker rein oder auf dem Campingplatz ne gute Sache um Gelegenheitsdiebe fernzuhalten:

 

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung die ich im nächsten Jahr sicher wieder besuchen werde.

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Fette Beute

Hier noch ein paar Impressionen. In diesem Sinne: Man liest sich 🙂

 

Jobrad, Bikeleasing, Dienstrad: Die neue 0,5% Regelung ist in Kraft

Wie auch immer man es nennen will und welcher Anbieter vielleicht dahintersteckt: Allen gemein ist, dass sie sich nun auf die neue 0,5% Regel setzen können.

Bisher war es so (genau wie beim Dienstwagen), dass der Mitarbeiter 1% des Neuwagenwertes auf sein Gehalt aufgerechnet bekam und diesen Geldwerten Vorteil dann zusätzlich versteuern musste. Zum Beispiel: Der Wagen kostet 50.000€. Der Geldwerte Vorteil beträgt dann 500€.  Diese Regelung machte Fahrräder und Pedelecs noch attraktiver da ein Fahrrad einfach nicht 50.000€ kostet. Bei 5000€ Fahrradwert sind so also lediglich 50€ zusätzlich zu versteuern gewesen.

Jetzt wurde das Fahrrad / Pedelec aber dem Elektroauto gleichgestellt. Das heißt, dass lediglich 0,5% des Neuwertes versteuert werden müssen. Im Beispiel oben also 25€ von 5000€.

Alles ziemlich kompliziert. Auf der Seite von Jobrad.de ist das ganz gut beschrieben.

Und bei bikeleasing.de gibt es einen tollen Beispielrechner.

Also fragt euren Chef, ob das für eure Firma nicht auch in Frage kommt 🙂

Zwei Perlen im Norden: Hütti Trail und Alutech Cycles

Als Mountainbiker muss man bei uns im „echten Norden“ (offizieller Slogan Schleswig- Holsteins) ja etwas bescheiden sein. An vielen Stellen kann man am Montag schon sehen wer Freitags zu Besuch kommt, so flach ist es hier…

Umso erstaunlicher ist es, dass sich ausgerechnet im flachen Norden (mit Ausnahmen wie ich noch ausführen werde) eine Firma angesiedelt hat die ausschließlich Mountainbikes herstellt. Die Rede ist von Alutech Cycles. Noch nie gehört? sollte man aber. Das Enduro FANES hat es der Konkurrenz schon einige male gezeigt, wie es geht 😉 (Im Test dort die Version 5.0. Aktuell ist die FANES 6.0 herausgekommen)

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Das Alutech Hauptquartier in Ascheffel

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Der Promo Anhänger

Spontan ergab sich für mich ein Hausbesuch. Ein Kumpel hatte sich ein gebrauchtes FANES 3.0 Enduro gekauft und brauchte ein paar Ersatzteile und etwas Beratung weil der Vorbesitzer an den Naben herumgefummelt hatte. Da dachte ich: Kommste mal mit.

Offiziell wird das Modell FANES gesprochen wie geschrieben und nicht denglisch „Fäins“. Und des heißt „die“ und nicht „das“. Alles etwas anders bei Alutech.

So begrüßte uns Inhaber, Bikefreak und Mastermind von Alutech, Jürgen Schlender persönlich. Während mein Kumpel mit dem Techniker ne halbe Stunde in der Werkstatt verschwand (was übrigens völlig kostenlos und alles andere als selbstverständlich war. zumal bei einem Gebrauchtrad!) fragte ich Jürgen, ob ich ein paar Bilder für meinen Blog machen dürfte. Ja, durfte ich bis auf ein paar geheime Prototyp Produkte (logisch). Und nicht nur das. Ich habe auch noch eine tolle persönliche Führung inklusive 30 Minuten herrlichem Bike-Nerd talk bekommen. Danke an dieser Stelle noch einmal. Ich fühlte mich als ambitionierter Laie sehr erst genommen.

Den Anfang machte der Ausstellungsraum wo ein paar aktuelle Modelle und einige handgeschweißte Prototyp-Rahmen älterer Modelle zu sehen waren.

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Ausstellungsraum

Hier hat Jürgen mir auch den Prototyp eines E-FANES Rahmens gezeigt. Da kann man denke ich einen Knaller erwarten. Cool wenn kleine Firmen auch hier den „Großen“ wie Haibike und Co was entgegensetzen. Alutech wird auf einen Shimano STEPS 8000 Motor inkusive Rahmen-Akku mit 500 Ah setzen. Auch der Endantrieb wird laut Jürgen von Shimano kommen und somit entgegen der sonstigen SRAM Philosophie angelegt. Ein 12-Gang Eagle Antrieb ist beim E-Bike sicher auch nicht nötig und so harmonieren alle Bedienelemente am Lenker miteinander.

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Jürgen Schlender und E-FANES Proto Rahmen

Die Erprobung wurde mit einem modifizierten Serienrad durchgeführt. Das wurde der Optik nach zu urteilen auch Artgerecht bewegt 🙂 Wie man sieht wird der Akku hier separat im Rucksack mitgeführt.

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E-FANES Erprobungsträger

Weiter ging es in die Werkstatt. Da lacht das Bikefreak- und Ingenieursherz. Die ersten Exemplare werden hier komplett in Handarbeit gebaut und modifiziert bevor es in die Serienfertigung geht.

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Die heiligen „Hallen“. Auf dem Tisch ein „Fat-Fanes“ Rahmen in der Entstehung

Hier wurde auch mein Kumpel „verarztet“

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Da freut sich aber einer 🙂

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Fanboy shot: Jürgen Schlender und der „Autor“

Was ich auch sehr erfrischend fand war die Tatsache, dass man ungeniert über Wettbewerbsprodukte sprechen konnte und auch Vergleiche anstellen konnte. In der Zwischenzeit hat sich ja auch einiges getan seit ich mein Steinzeit 2011er YT wicked 150 gekauft habe.

Es ist schon beeindruckend, wie ein so kleines Unternehmen solch blitzsaubere Geräte auf die Beine stellen kann. Nebenbei wird auch an der einen oder anderen Innovation gearbeitet. So ist die FANES 6.0 z.B. mit einem NFC Chip ausgestattet. Dieser ist unter anderem sozusagen ein virtuelles Set-up und Wartungsheft. Ziemlich cool. Hier ein Artikel dazu >Klick<. Es sind demnächst auch noch weitere Überraschungen zu erwarten…

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Alutech FANES 6.0 Topmodell © Alutech Cycles

Die Antwort, warum sich Alutech ausgerechnet hier angesiedelt hat ist wie angekündigt folgende: Vor der Haustür liegen die Hüttener Berge und der „Hütti trail„. Das ist für uns Nordlichter wirklich eine Perle. Die Hüttener Berge sind eh schon cool. Und nun auch noch mit offizell gebauten und ausgeschilderten Trails. Teilweise mit gebauten Elementen wie Kickern und Anliegern. Hier findet auch alljährlich die von Alutech ausgerufene traditionelle Advendsausfahrt statt. Inklusive der Möglichkeit Räder zu testen.

Leider habe ich zum Ende des Besuchs den Fehler gemacht auf der aktuellen FANES 6.0 probezusitzen. Wie erwartet hat es direkt nur beim sitzen starke „habenwill“ Gefühle ausgelöst. Mal sehen. Für 2020 ist ja ein Haffjell Trip geplant. Da brauche ich mal was großkalibrigeres. Lieber Jürgen wenn du das liest: Für einen Teamrider bin ich zu schlapp und zu alt. Aber vielleicht kannst du ja noch einen begeisterten Pressevertreter gebrauchen der einen kleinen Rabatt bekommt 😉

Aus Woom 3 wird Woom 4 – Das überzeugende Kinderrad

Unsere Große wird nun schon 7 Jahre alt und langsam wird ihr 16 Zoll Woom 3 etwas zu klein. Das Rad war auf jeden Fall ein Augenöffner!

Jetzt steht also das Woom 4 an. Mit 419€ plus Ständer und Schutzbleche sicher selbstbewusst bepreist, aber zum Preis-/Leistungsverhältnis hatte ich ja schon was beim Woom 3 geschrieben.

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© Woom bikes

Der größte Unterschied neben den 20 Zoll Rädern ist auf jeden Fall die 8 Gang Kettenschaltung. Diese wird mittels Drehgriff betätigt. Das Schaltwerk sieht riesig aus. das liegt daran, dass es keine speziellen Schaltwerke für Kinderfahrräder gibt. Es ist ein normales SRAM X4. Mal sehen, ob ich noch ein gebrauchts X0 oder sowas finde. Da könnte man noch ein paar Gramm sparen 😉

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© SRAM

Zusätzlich habe ich wieder einen Ständer geordert und diesmal auch Schutzbleche. Eine StVZO konforme Batteriebeleuchtung habe ich allerdings separat gekauft. Da habe ich dann auf Marke vertraut.

Das Gewicht des Woom 4 ist mit 7,4 kg angegeben. Dazu kommen noch Schutzbleche und Stecklichter. Ich denke, dass das Gesamtgewicht bei ca 8 kg liegen wird. Zum Vergleich wiegt ein Standard Kinderrad 11,3 kg….

So kam das neue Schmuckstück dann gut verpackt zuhause an

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Zubehör

Der generelle Aufbau war so simpel wie beim Woom3. Lediglich die Befestigung des hinteren Schutz“blechs“ (ist aus Kunststoff) gestaltete sich etwas schwierig. Anscheinend gab es eine Änderung bei Woom, da auch die Abbildung in der Anbauanleitung anders aussah. Ich musste da etwas Platik abknipsen und dann ging das.

Die restlichen Anbauteile sind gewohnt hochwertig. Der Ständer ist nun als direkt zu montierender Hinterbauständer ausgeführt und der verstellbare vorbau wird von Syntace zugeliefert(!)

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Verstellbarer Vorbau

Und so harrt das gute Stück nun auf Donnerstag wenn es meine Tochter zum Geburtstag bekommt. Fahrbericht folgt 🙂

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Auch „die kleine Botin“ ist Widerholungstäterin. Hier laufen mehrere woom bikes in verschiedenen Größen. Schaut mal rein…

Cube Nuroad Spritzschutz und Kettenpflege – Radeln bei Schietwetter

Ich gebe zu, dass ich nicht der mega harte Alltagsfahrer bin, der bei jedem Wetter aufs Rad steigt (Gruß an Helge 😉 ). Aber gelegentlich fahre ich auch mal im Regen oder nachdem Schnee getaut ist. Das Cube hat schon ziemlich wirkungsvolle Schutzbleche. Besonders im Vergleich zu den SKS Raceblades am Rennrad. Allerdings hört man richtig, wie das Vorderrad den Split direkt vorne auf die Kettenblätter schmeißt und der dann mit durchgezogen wird. Sehr unschön, zumal die Shimano 105 Kettenblätter aus Aluminium sind.

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Kettenblätter fast schon wieder sauber

Eine andere kritische Stelle ist unten am Tretlager. Da kommen die Schaltzüge ungeschützt raus und das Wasser läuft dann Richtung Tretlager. Da passiert normal ja nix, aber nach zwei Fahrten war der Bereich komplett eingesaut.

Da hatte ich eine nette Upcycling Idee. Ich hatte noch alte Neoprensocken. Damit habe ich einen Spritzlappen für das vordere Schutzblech und einen Schutz für den Tretlagerbereich gebastelt. Alles quick and dirty mit Kabelbindern befestigt. Heute werde ich mal ne Testfahrt machen.

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Spritzlappen

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Tretlagerschutz von oben

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Tretlagerschutz von unten

Mal sehen wie sich das bewährt. Nebenbei teste ich auch noch eine Kettensprayalternative. Ich bin ja bekennender Innobike 105 Fan. Für mich gibt es am Rennrad und Mountainbike nicht besseres. Die Ketten laufen einfach super leise und es bleibt kein Dreck hängen. Allerdings ist die Standzeit nicht fürchterlich hoch. Bei Regen muss man nach jeder Fahrt nachschmieren. Beim Ebike habe ich auch mal kurz F100 Kettenöl getestet. Das hält deutlch länger. Allerdings bleibt auch der ganze Dreck dran hängen und der Antrieb sieht aus wie Sau.

Deshalb teste ich jetzt zusätzlich Innobike 107 extreme. Das wird nach dem Ablüften vom 105er zusätzlich auf die Kette aufgebracht. Nicht wirklich die billigste Methode. Aber wenn die performance stimmt, soll es mir recht sein.