Jobrad, Bikeleasing, Dienstrad: Die neue 0,5% Regelung ist in Kraft

Wie auch immer man es nennen will und welcher Anbieter vielleicht dahintersteckt: Allen gemein ist, dass sie sich nun auf die neue 0,5% Regel setzen können.

Bisher war es so (genau wie beim Dienstwagen), dass der Mitarbeiter 1% des Neuwagenwertes auf sein Gehalt aufgerechnet bekam und diesen Geldwerten Vorteil dann zusätzlich versteuern musste. Zum Beispiel: Der Wagen kostet 50.000€. Der Geldwerte Vorteil beträgt dann 500€.  Diese Regelung machte Fahrräder und Pedelecs noch attraktiver da ein Fahrrad einfach nicht 50.000€ kostet. Bei 5000€ Fahrradwert sind so also lediglich 50€ zusätzlich zu versteuern gewesen.

Jetzt wurde das Fahrrad / Pedelec aber dem Elektroauto gleichgestellt. Das heißt, dass lediglich 0,5% des Neuwertes versteuert werden müssen. Im Beispiel oben also 25€ von 5000€.

Alles ziemlich kompliziert. Auf der Seite von Jobrad.de ist das ganz gut beschrieben.

Und bei bikeleasing.de gibt es einen tollen Beispielrechner.

Also fragt euren Chef, ob das für eure Firma nicht auch in Frage kommt 🙂

Zwei Perlen im Norden: Hütti Trail und Alutech Cycles

Als Mountainbiker muss man bei uns im „echten Norden“ (offizieller Slogan Schleswig- Holsteins) ja etwas bescheiden sein. An vielen Stellen kann man am Montag schon sehen wer Freitags zu Besuch kommt, so flach ist es hier…

Umso erstaunlicher ist es, dass sich ausgerechnet im flachen Norden (mit Ausnahmen wie ich noch ausführen werde) eine Firma angesiedelt hat die ausschließlich Mountainbikes herstellt. Die Rede ist von Alutech Cycles. Noch nie gehört? sollte man aber. Das Enduro FANES hat es der Konkurrenz schon einige male gezeigt, wie es geht 😉 (Im Test dort die Version 5.0. Aktuell ist die FANES 6.0 herausgekommen)

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Das Alutech Hauptquartier in Ascheffel

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Der Promo Anhänger

Spontan ergab sich für mich ein Hausbesuch. Ein Kumpel hatte sich ein gebrauchtes FANES 3.0 Enduro gekauft und brauchte ein paar Ersatzteile und etwas Beratung weil der Vorbesitzer an den Naben herumgefummelt hatte. Da dachte ich: Kommste mal mit.

Offiziell wird das Modell FANES gesprochen wie geschrieben und nicht denglisch „Fäins“. Und des heißt „die“ und nicht „das“. Alles etwas anders bei Alutech.

So begrüßte uns Inhaber, Bikefreak und Mastermind von Alutech, Jürgen Schlender persönlich. Während mein Kumpel mit dem Techniker ne halbe Stunde in der Werkstatt verschwand (was übrigens völlig kostenlos und alles andere als selbstverständlich war. zumal bei einem Gebrauchtrad!) fragte ich Jürgen, ob ich ein paar Bilder für meinen Blog machen dürfte. Ja, durfte ich bis auf ein paar geheime Prototyp Produkte (logisch). Und nicht nur das. Ich habe auch noch eine tolle persönliche Führung inklusive 30 Minuten herrlichem Bike-Nerd talk bekommen. Danke an dieser Stelle noch einmal. Ich fühlte mich als ambitionierter Laie sehr erst genommen.

Den Anfang machte der Ausstellungsraum wo ein paar aktuelle Modelle und einige handgeschweißte Prototyp-Rahmen älterer Modelle zu sehen waren.

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Ausstellungsraum

Hier hat Jürgen mir auch den Prototyp eines E-FANES Rahmens gezeigt. Da kann man denke ich einen Knaller erwarten. Cool wenn kleine Firmen auch hier den „Großen“ wie Haibike und Co was entgegensetzen. Alutech wird auf einen Shimano STEPS 8000 Motor inkusive Rahmen-Akku mit 500 Ah setzen. Auch der Endantrieb wird laut Jürgen von Shimano kommen und somit entgegen der sonstigen SRAM Philosophie angelegt. Ein 12-Gang Eagle Antrieb ist beim E-Bike sicher auch nicht nötig und so harmonieren alle Bedienelemente am Lenker miteinander.

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Jürgen Schlender und E-FANES Proto Rahmen

Die Erprobung wurde mit einem modifizierten Serienrad durchgeführt. Das wurde der Optik nach zu urteilen auch Artgerecht bewegt 🙂 Wie man sieht wird der Akku hier separat im Rucksack mitgeführt.

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E-FANES Erprobungsträger

Weiter ging es in die Werkstatt. Da lacht das Bikefreak- und Ingenieursherz. Die ersten Exemplare werden hier komplett in Handarbeit gebaut und modifiziert bevor es in die Serienfertigung geht.

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Die heiligen „Hallen“. Auf dem Tisch ein „Fat-Fanes“ Rahmen in der Entstehung

Hier wurde auch mein Kumpel „verarztet“

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Da freut sich aber einer 🙂

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Fanboy shot: Jürgen Schlender und der „Autor“

Was ich auch sehr erfrischend fand war die Tatsache, dass man ungeniert über Wettbewerbsprodukte sprechen konnte und auch Vergleiche anstellen konnte. In der Zwischenzeit hat sich ja auch einiges getan seit ich mein Steinzeit 2011er YT wicked 150 gekauft habe.

Es ist schon beeindruckend, wie ein so kleines Unternehmen solch blitzsaubere Geräte auf die Beine stellen kann. Nebenbei wird auch an der einen oder anderen Innovation gearbeitet. So ist die FANES 6.0 z.B. mit einem NFC Chip ausgestattet. Dieser ist unter anderem sozusagen ein virtuelles Set-up und Wartungsheft. Ziemlich cool. Hier ein Artikel dazu >Klick<. Es sind demnächst auch noch weitere Überraschungen zu erwarten…

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Alutech FANES 6.0 Topmodell © Alutech Cycles

Die Antwort, warum sich Alutech ausgerechnet hier angesiedelt hat ist wie angekündigt folgende: Vor der Haustür liegen die Hüttener Berge und der „Hütti trail„. Das ist für uns Nordlichter wirklich eine Perle. Die Hüttener Berge sind eh schon cool. Und nun auch noch mit offizell gebauten und ausgeschilderten Trails. Teilweise mit gebauten Elementen wie Kickern und Anliegern. Hier findet auch alljährlich die von Alutech ausgerufene traditionelle Advendsausfahrt statt. Inklusive der Möglichkeit Räder zu testen.

Leider habe ich zum Ende des Besuchs den Fehler gemacht auf der aktuellen FANES 6.0 probezusitzen. Wie erwartet hat es direkt nur beim sitzen starke „habenwill“ Gefühle ausgelöst. Mal sehen. Für 2020 ist ja ein Haffjell Trip geplant. Da brauche ich mal was großkalibrigeres. Lieber Jürgen wenn du das liest: Für einen Teamrider bin ich zu schlapp und zu alt. Aber vielleicht kannst du ja noch einen begeisterten Pressevertreter gebrauchen der einen kleinen Rabatt bekommt 😉

Aus Woom 3 wird Woom 4 – Das überzeugende Kinderrad

Unsere Große wird nun schon 7 Jahre alt und langsam wird ihr 16 Zoll Woom 3 etwas zu klein. Das Rad war auf jeden Fall ein Augenöffner!

Jetzt steht also das Woom 4 an. Mit 419€ plus Ständer und Schutzbleche sicher selbstbewusst bepreist, aber zum Preis-/Leistungsverhältnis hatte ich ja schon was beim Woom 3 geschrieben.

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© Woom bikes

Der größte Unterschied neben den 20 Zoll Rädern ist auf jeden Fall die 8 Gang Kettenschaltung. Diese wird mittels Drehgriff betätigt. Das Schaltwerk sieht riesig aus. das liegt daran, dass es keine speziellen Schaltwerke für Kinderfahrräder gibt. Es ist ein normales SRAM X4. Mal sehen, ob ich noch ein gebrauchts X0 oder sowas finde. Da könnte man noch ein paar Gramm sparen 😉

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© SRAM

Zusätzlich habe ich wieder einen Ständer geordert und diesmal auch Schutzbleche. Eine StVZO konforme Batteriebeleuchtung habe ich allerdings separat gekauft. Da habe ich dann auf Marke vertraut.

Das Gewicht des Woom 4 ist mit 7,4 kg angegeben. Dazu kommen noch Schutzbleche und Stecklichter. Ich denke, dass das Gesamtgewicht bei ca 8 kg liegen wird. Zum Vergleich wiegt ein Standard Kinderrad 11,3 kg….

So kam das neue Schmuckstück dann gut verpackt zuhause an

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Zubehör

Der generelle Aufbau war so simpel wie beim Woom3. Lediglich die Befestigung des hinteren Schutz“blechs“ (ist aus Kunststoff) gestaltete sich etwas schwierig. Anscheinend gab es eine Änderung bei Woom, da auch die Abbildung in der Anbauanleitung anders aussah. Ich musste da etwas Platik abknipsen und dann ging das.

Die restlichen Anbauteile sind gewohnt hochwertig. Der Ständer ist nun als direkt zu montierender Hinterbauständer ausgeführt und der verstellbare vorbau wird von Syntace zugeliefert(!)

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Verstellbarer Vorbau

Und so harrt das gute Stück nun auf Donnerstag wenn es meine Tochter zum Geburtstag bekommt. Fahrbericht folgt 🙂

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Auch „die kleine Botin“ ist Widerholungstäterin. Hier laufen mehrere woom bikes in verschiedenen Größen. Schaut mal rein…

Cube Nuroad Spritzschutz und Kettenpflege – Radeln bei Schietwetter

Ich gebe zu, dass ich nicht der mega harte Alltagsfahrer bin, der bei jedem Wetter aufs Rad steigt (Gruß an Helge 😉 ). Aber gelegentlich fahre ich auch mal im Regen oder nachdem Schnee getaut ist. Das Cube hat schon ziemlich wirkungsvolle Schutzbleche. Besonders im Vergleich zu den SKS Raceblades am Rennrad. Allerdings hört man richtig, wie das Vorderrad den Split direkt vorne auf die Kettenblätter schmeißt und der dann mit durchgezogen wird. Sehr unschön, zumal die Shimano 105 Kettenblätter aus Aluminium sind.

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Kettenblätter fast schon wieder sauber

Eine andere kritische Stelle ist unten am Tretlager. Da kommen die Schaltzüge ungeschützt raus und das Wasser läuft dann Richtung Tretlager. Da passiert normal ja nix, aber nach zwei Fahrten war der Bereich komplett eingesaut.

Da hatte ich eine nette Upcycling Idee. Ich hatte noch alte Neoprensocken. Damit habe ich einen Spritzlappen für das vordere Schutzblech und einen Schutz für den Tretlagerbereich gebastelt. Alles quick and dirty mit Kabelbindern befestigt. Heute werde ich mal ne Testfahrt machen.

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Spritzlappen

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Tretlagerschutz von oben

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Tretlagerschutz von unten

Mal sehen wie sich das bewährt. Nebenbei teste ich auch noch eine Kettensprayalternative. Ich bin ja bekennender Innobike 105 Fan. Für mich gibt es am Rennrad und Mountainbike nicht besseres. Die Ketten laufen einfach super leise und es bleibt kein Dreck hängen. Allerdings ist die Standzeit nicht fürchterlich hoch. Bei Regen muss man nach jeder Fahrt nachschmieren. Beim Ebike habe ich auch mal kurz F100 Kettenöl getestet. Das hält deutlch länger. Allerdings bleibt auch der ganze Dreck dran hängen und der Antrieb sieht aus wie Sau.

Deshalb teste ich jetzt zusätzlich Innobike 107 extreme. Das wird nach dem Ablüften vom 105er zusätzlich auf die Kette aufgebracht. Nicht wirklich die billigste Methode. Aber wenn die performance stimmt, soll es mir recht sein.

Upgrade auf Shimano Zee Bremse und Bremsbeläge für Shimano Zee / Saint

Irgendwie wollen mich meine Bremsen am Mountainbike ärgern. Und zwar schon seit ich die habe. Ursprünglich waren da Avid elixir 7 Bremsen verbaut. Relativ leicht und mit 2-Kolben Sätteln. Vorne eine Avid 200 mm und hinten eine Avid 180 mm Scheibe verbaut. Ich weiß nicht, wie oft ich diese Bremsen entlüftet, die Beläge abgeschliffen und neu eingebremst habe oder die Beläge gegen andere getauscht habe. Auf jeden Fall war das sehr frustrierend. Immer miese Bremswirkung (witzigerweise meist vorne obwohl die Leitung kurz und komplett steigend verlegt ist) und hinten ewig gequietsche.

Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und habe die gesamte Bremsanlage rausgeschmissen. Avid/Sram ist im Bereich Bremsen seitdem ein rotes Tuch. Keine Ahnung ob sich da was getan hat. Um auf Nummer Sicher zu gehen habe ich mich dann, ganz deutscher Spießer, für eine Alternative bei Shimano umgesehen. XT 2-Kolben ist schön leicht und im Set V/H schon mal für ca 170 € zu bekommen. Es gibt Mittlerweile auch ein Set mit Vorne 4 Kolben und hinten 2. Da ich Gelegentlich auch mal im Bikepark fahre, wollte ich aber auf jeden Fall eine 1-2 Finger Bremse Typ „Wurfanker“ haben. So entschied ich mich, weil mir die Saint deutlich zu teuer war, für ein Set der Shimano Zee, die eine einfachere Version der Saint ist.

Das habe ich für 159€ bei Bikediscount geschossen. Bremsscheiben kamen noch dazu. Leider hat Avid nämlich anstatt der üblichen 203 mm (warum eigentlich ausgerechnet 203 ??) eine Zeit lang genau 200 mm verbaut. Außerdem dachte ich, wenn schon denn schon und alles neu.

Die Zee unterscheidet sich von der Saint in ein paar features:

  • Einfacheres Finish. Die Saint sieht leider doch ziemlich geil aus
  • keine Druckpunktverstellung. Schade aber zu verschmerzen
  • Hebelweitenverstellung nur mit Werkzeug. Hier habe ich von einem Kumpel handgefertige Alu Einstellrädchen nachgerüstet. Richtig geil!
  • Bremsbelagsicherung mit einem (total billig wirkenden) Splint. Hier zeigt sich die Verwandschaft zur Saint. Das Gewinde für die ordendlichen Sicherungsschrauben der XT/Saint/XTR ist hier bereits vorhanden. Die Schrauben inkl. Sicherungsclip kosten 1,85€ 🙂
  • Bremsbeläge „ab Werk“ ohne Ice tec Kühlrippen. Es passen aber alle Saint und Fremdanbieter pads.
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Zee Hebel mit Custom Einstellrädchen

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Zee Sattel

Gemeinsam mit der Saint hat die Zee den Bremssattel mit 4 Keramikkolben die pro Seite zwei unterschiedliche Durchmesser haben. Gute Voraussetzungen also, meine „Wurfanker“ Anforderungen zu erfüllen. Was schon einmal deutlich schöner ist, ist das Entlüftungsprozedere. Erstmal keine DOT Sauerei, und die Trichterlösung von Shimano ist einfach genial.

 

Zunächst fuhr ich also glücklich und zufrieden mit meiner neuen Bremse. Allerdings nicht lange. Nach kurzer Zeit ging das gequietsche und nichtgebremse schon wieder los. Mit einer komplett ausgetauschten Bremsanlage! Es war zum k***zen. Gerade beim Bremsenquietschen gibt es ja kein Patentrezept, weil es sich immer um ein anderes schwingendes Sytem aus Bremszange, Bremsscheibe, Gabel, Rahmen usw handelt. Was bei dem einen funktioniert, muss bei dem anderen noch lange nicht funktionieren. So war das Gequietsche entgegen der einhelligen Meinung mit den Shimano Sinterbelägen deutlich weniger als mit den organischen.

Trotzdem war die Bremsleistung immer wieder total unbefriedigend. Speziell bei kalter Bremse. Dabei hatte ich auch total sorgenfreie Bremsen im Fuhrpark wie Magura MT4 oder Shimano 105. Mit der Magura ist wiederum ein Freund total verzweifelt, aber darum geht ea ja hier nicht.

Bevor ich nun wieder die gesamte Bremsanlage rausschmeiße dachte ich, dass ich einfach mal andere Bremsbeläge teste. So teste ich gerade zwei unterschiedliche Belagmarken und Typen:

  • Hinten: Hier ging es mir primär um die „Entquietschung“. Hier sind jetzt KOOL Stop KS-D640 Sinterbeläge drin (Ca. 15€) . Die Bremsscheibe (Shimano SLX einteilig) habe ich gelassen.
  • Vorne: Hier will ich maximale „1 Finger Bremspower“. Verschleiß und Dosierbarkeit Nebensache. Hier sind nun Trickstuff 260 Power+ Beläge auf alter zweiteiliger Shimano XT Scheibe. Entgegen des happigen UVP von 25€ habe ich sie nun mit Bike-Components Advendsgutschein für knapp 18€ bekommen.

Ergebnis bisher:

  • Hinten: Schon beim Einbremsen ordentliche Bremspower und KEIN Gequietsche. Schonmal super.
  • Vorne: AAAAAAlter Schwede. Bei der ersten Testbremsung hob bereits das Hinterrad vom Boden ab! Mit jedem Einbremsvorgang steigerte sich das noch. Zum Schluss konnte ich sogar mit hinter dem Sattel hängenden Hintern das Hinterrad lupfen. Genau so hatte ich mit das vorgestellt! Ich hoffe meine relativ dürre RockShox Revelation (32mm) macht das auf Dauer mit 😉

Ich werde berichten, ob der positive Ersteindruck sich hier auch bei wiedrigen Wetterbedingungen bestätigt. Presilich bewegen sich die Nachrüstbeläge auf dem Niveau der Shimano original Beläge. Hier kann man also nicht viel falsch machen.

 

Trip of a lifetime

Neulich fragte mich meine Frau, ob ich eigentlich einen Lebenstraum hätte. Da musste ich nicht lange nachdenken: Einmal nach Whistler B.C. in Canada und den angeblich besten Bikepark der Welt besuchen. Und dann zwei Wochen biken bis die Hände bluten…

Sogleich habe ich meinen besten Bike Buddy kontaktiert und ihn mal so zu seiner Meinung befragt.  Hätte meine Frau mal nichts gesagt. Wenn ich erstmal eine fixe Idee im Kopf habe, dann wird diekt losgeplant 🙂 Mein Buddy hat dann das GO von seiner Frau bekommen. Jetzt war der Stand, dass wir planen das in 2-3 Jahren zu machen. Eine kleine Recherche  ergab dann, dass dann wohl mit ca. 3500€ pro Person für zwei Wochen zu rechnen sei. Plus Leihbike oder Luftfracht für das eigene. Autsch! Die andere Alternative wäre dann ein passendes Bike zu kaufen. Denn mit meinem 150mm YT All-Mountain und seinem 120mm Focus braucht man da glaube ich nicht anfangen.

Nennt es Geiz, aber nachdem ein paar Wochen vergangen und die erste Euphorie verflogen war fragte ich mich, ob es das wirklich wert ist. Schließlich wohnen da zuhause noch 3 andere Personen. Ist schon egoistisch so viel Geld für einen Allein-Trip auszugeben. Zudem wären es insgesamt eher 3 Wochen inklusive An- und Abreise. Auch sollte man den Jetlag nicht unterschätzen. Da ist nichts mit ankommen und direkt losbiken. Also Traum ausgeträumt.

Nicht ganz

Warum müssen immer alle ins Heilige Bike-Mekka Whistler schielen. Klar kommen irgendwie alle Freeride Stars wie Graham Agazis und Konsorten von da. Aber in Europa muss es doch auch was geben. Für den Freeride Sport wohne ich denkbar ungünstig. Nämlich im flachen Schleswig Holstein. Das macht es aber plötzlich wieder spannend. Denn nach einiger Recherche kam ich auf den Bikepark Haffjell in Norwegen (das Whistler Europas. Was soll denn das immer). Plötzlich wohne ich gar nicht mehr so doof. Von Tür zu Berg sind das ca. 1200 km. Als Camper der sonst schon 1500 km Anreise nach Italien oder Südfrankreich hat schockt mich das nicht.

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© Bikepark Haffjell

Wie wäre es also mit einem coolen Roadtrip. Räder auf den Camper geschnallt, Red Bull und Stullen eingepackt und in den Norden rollen. Voll geil! Man könnte auch ein Rad vor Ort mieten. Ein aktuelles Scott Gambler kostet ca 200€ für eine Woche. Ich wollte schon lange mal ein richtigen Donnerbolzen ausprobieren. Ersatzteile braucht man dann auch nicht mitzuschleppen.

Es gibt auch Anbieter von Pauschalreisen wie z.B. rock my trail. Da ist dann alles dabei. Busanreise, Unterkunft, Liftticket und Fahrtechnikkurse. Die Frage ist nur, ob man mit 40+ noch Bock hat mit bis zu 20 Leuten im alter zwischen 16 und 25 in einer Hütte zu wohnen. Da bin ich vielleicht doch schon zu alt für…

Also mal schnell überschlagen was da ca. kosten würde. Es gäbe mehrere Varianten. Man kann komplett über Dänemark fahren und muss dann Brückenmaut bezahlen, oder man nimmt die Fähre Kiel Göteborg. Kiel Oslo wäre ideal. Aber das ist so absurd teuer, dass ich das hier mal weggelassen habe:

Kosten für: 1 Person 2 Personen Auto Anreise 2 Personen Fähre + Auto
Unterkunft 500 250 250 Low budget camping
Fahrt Tür zu Berg 243 121 2500km x7,5lx1,30€
Brückenmaut DK 160 80
Fahrtechnikkurs 100 100 100
Fahrt Göteborg zu Berg 97,5 48,75 1000km x7,5lx1,30€
Fähre Kiel Göteborg 750 375
Liftticket 500 500 500
Leihbike 300 300 300
Transfer 0 0 0
Verpflegung 300 150 150
1501 1723
Summe Summe/person Summe/person

Das sieht doch nicht schlecht aus. To be continued 🙂

 

Noch ein alltagstaugliches Gravelbike in der Preisklasse bis 2000€

Meine Entscheidung für das Cube Nuroad Race FE hatte ich ja schon getroffen und das Rad steht schon bei mir zuhause. Trotzdem gucke ich immer mal wieder, was es sonst noch so gibt. Ich weiß, das sollte man nicht machen. Nachher gibts noch was billiger oder besser oder so…

Jetzt wurde ich auf das Stevens Supreme 2019 aufmerksam gemacht. Der Preis von 1500€ ist schon mal ne Ansage!

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Stevens Supreme 2019 © Stevens Bikes

Schick sieht es auf jeden Fall aus. Das Gesamtgewicht (laut Stevens) von 11,4 kg bewegt sich im üblichen Rahmen. Aber wie sieht es mit der Ausstattung aus? Hier habe ich bereits 3 Bikes in der Preisklasse bis 2000€ miteinander verglichen. Hier also noch einmal erweitert um das Stevens Supreme:

Ich habe jetzt drei Farben verwendet um die wichtigsten Unterschiede hervorzuheben.

  • Grün sind die Ausstattungshighlights wie z.B. der Supernova E3 Scheinwerfer
  • Orange sind die Dinge markiert die meiner Meinung nach Ok oder Geschmackssache sind. So ist die mechanische TRP Scheibenbremse (die oft im Reiseradbereich gelobt wird) für einige eventuell sogar ein Kaufgrund gegenüber einer Hydraulikbremse
  • Rot habe ich die Ausstattungsdetails markiert, die meiner Meinung nach für die Preisklasse oder den Einsatzzweck nicht genug bieten. Beispiel ist hier ein fehlender Gepäckträger oder im Vergleich minderwertigere Beleuchtung
Bulls Bergamont Cube Stevens
Preis € 1999 1799 1599 1499
Rahmen Aluminium Aluminium Aluminium Aluminium
Gabel Carbon Aluminium Carbon Aluminium
Kurbel Shimano Gruppenlos Shimano 105 Shimano 105 Shimano Gruppenlos
Tretlager Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Umwerfer Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Schaltwerk Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Schalt- Bremsgriffe Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Bremsen Shimano 105, hydraulisch Shimano 105, hydraulisch Shimano 105, hydraulisch TRP Spyre C, mechanisch
Bremsen Montage Flatmount Postmount Flatmount Flatmount
Laufräder Bulls Bergamont Alexrims. Cube gelabeled Stevens Oxygen
Nabendynamo Shimano Shutter Precision PL-8X No Name Shutter Precision PL-8X
Scheinwerfer Supernova E3 pure3 Busch+Müller IQ-XS N Plus Supernova E3 pure3 B+M Eyc T Senso+
Rücklicht Supernova E3 Tail Light 2 Herrmans H-Trace Mini Supernova E3 Tail Light 2 Xeltec
Schutzbleche ? Racktime wingee SKS Gravel SKS Gravel
Gepäckträger Standwell Racktime wingee Racktime light-it Kein
Klingel ? ? Knog Oi ?

Ich will hier keinen Sieger kühren. Das Stevens ist sicherlich eine interessante Alternative zu einem attraktiven Preis. Aufgrund einiger Ausstattungsdetails (Hydraulische Scheibenbremse, Scheinwerfer, Gepäckträger) würde ich persönlich weiterhin zum Cube greifen. Würde man diese Dinge am Stevens nachrüsten, käme man auf einen Gesamtpreis von ca. 1800 – 1900€.

Was allen 4 Rädern fehlt, sind die vorgeschriebenen Reflektoren. Lediglich das Herrmanns Rücklicht am Bergamont hat einen integiertten Rückstrahler. Das verwundert etwas, da alle Hersteller mit der Alltagstauglichkeit ihrer Räder werben.

 

 

Verschenke zu Weihnachten eine Perspektive!

Und, habt ihr schon alle Weihnachtsgeschenke? Ich denke es gibt nicht wenige, die schon alles haben. Irgendwie gehöre ich auch dazu. Klar, wer träumt nicht vom neuen Enduro Bolzen oder dem schicken neuen Carbonrenner…

Andererseits gibt es Menschen auf der Welt, die Kilometerweit laufe müssen um an sauberes Wasser zu kommen. Da ich mich hier nunmal mit dem Thema Fahrrad beschäftige, möchte ich euch heute die World Bicycle Relief vorstellen.

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Diese Organisation macht Menschen in Afrika mit günstigen und robusten Fahrrädern mobil. Schon für 134€ ist ein Rad beim Empfänger. Zudem werden die Räder auch in Afrika gebaut und schaffen damit Arbeitsplätze.

Wer also dieses Jahr noch etwas Gutes tun möchte: WBR verdoppelt alle Spenden bis zum 31.12.2018.

Hier ist das ganze nochmal sehr gut erklärt:

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Welches Wintertraining?

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Winterstimmung

Es gibt ja schon einige, bei denen das Wort „Fahrradsaison“ nicht existiert. Da wird das ganze Jahr durchgefahren. Puh. Die haben meinen vollsten Respekt. Klar, an einem klaren Wintertag hol ich auch mal das Rennrad raus und dreh ne Runde, sau mich ab und zu im Wald mit dem MTB ein oder fahre hin und wieder mit dem Gravelbike zur Arbeit. Aber richtig Trainingskilometer kommen dabei eher nicht zusammen. Ich gebe auch zu, dass ich keine Lust habe eine Stunde über Stockdunkle Nebenstraßen (die im Sommer super schön sind) zur Arbeit zu fahren  während der Regen von der Seite kommt. Dazu kommt, dass ich doch eher dazu neige, meine Räder etwas zu pedantisch zu pflegen. Das macht mir auch Spaß. Aber nicht nach jeder Ausfahrt…  Eine Ersatzsportart muss also im Winter her.

Rollentraining habe ich mal versucht. Ich habe mir einen ganz einfachen Rollentrainer ausgeliehen, den Laptop mit Filmen drauf auf die Werkbank im Keller gestellt und losgelegt. Diese Art des Trainings hat mich mental irgendwie fertig gemacht. es kam mir total absurd vor eine Stunde im Keller vor mich hinzustrampeln. Ich möchte auch echt vom Fleck kommen und was sehen. Natürlich kann man sich für 2000 und mehr Euro ein Ensemble aus Smarttrainer, großem Bildschirm, Steigungssimulator und Fahrtwindgebäse (! unglaublich..!) zulegen und so echt wie möglich trainieren…. Muss man aber nicht 😉 Für das Geld würd eich mir lieber ein schönes Winterhardtail zulegen. Oder zwei.

Laufen ist sicherlich die niederschwelligte Art im Winter Sport zu treiben. Rein in die Klamotten und los. Im Zweifel kann man, bis auf die Schuhe natürlich“ ja sogar seine hochwertigen Radklamotten dazu anziehen. Leider spielen da meine Knie nicht mit. Mahr als 3-4 km sind definitiv nicht drin. Und mir ist das laufen dafür auch zu langweilig.

Nordic walking habe ich tatsächlich auch mal ausprobiert. Ich habe mich aber einfach nur geschämt (zum Glück ist es im winter ja früh dunkel) und kann darin immer noch keine echte Sportart erkennen. Zudem muss man ja schon eine erhebliche Zeit unterwegs sein, um überhaupt einen Trainingseffekt zu erzielen. Sorry, aber für mich persönlich geht das gar nicht.

Pilates. Ja wirklich! Es geht ja nicht nur um Ausdauertraining. Als Sitzmensch mit Bürojob habe ich doch einige Defizite was meine  Beweglichlichkeit angeht. Zudem habe ich das Glück, dass mein Arbeitgeber einmal die Woche einen kostenlosen Pilateskurs anbietet. Wie man auch im Vorfeld oft hört soll das ziemlich anstrengend sein. Ja, ist es! nach meiner ersten Stunde hatte ich einen ordentlichen Muskelkater. Das mach ich auf jeden Fall weiter.

TRX oder Slingtrainer. Das habe ich ein Jahr lang mal intensiv gemacht und kann es nur empfehlen. Das Training mit dem eigenen Körpergewicht ist super effektiv und macht auch Spaß. Mal sehen ob ich das diesen winter wieder mache. Man ist ja bei sowas leider an feste Zeiten gebunden. Zumindest wenn man das im Studio macht. Das ist für mich auch nötig. Ich brauche da einen Drillsergeant der mich 45 Minuten nicht zur Ruhe kommen lässt 🙂

Schwimmen finde ich persönlich alleine unglaublich langweilig. Auch hier habe ich das große Glück, dass mein Arbeitgeber zwei Kurse in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden anbietet. Heißt konkret, dass der Eintritt ins Schwimmbad gezahlt wird und ein Trainer zur Verfügung steht. Das werde ich auch ab Januar testen.

Es gibt sicherlich tausend verschiedene Meinungen dazu. Wenn man am Jahresanfang schon Wettkämpfe hat muss das Training sicherlich anders aussehen, als wenn man einfach nur nicht total abschlaffen will. Mein Wintertraining wird (hoffentlich) wie folgt aussehen:

  • 1 mal die Woche 1h Pilates
  • 1 mal die Woche 1h Schwimmtraining
  • Gelegentliche MTB / Rennrad Ausfahrten
  • Gelegentlich mit dem Rad zur Arbeit  

Wie sieht deins aus? Erzähl davon…

Was bringt der Weihnachtsmann? Einen GPS Radcomputer hoffe ich :)


Ich habe mich in der letzten Rennradsaison etwas damit beschäftigt, ob es sich für mich lohnt, einen GPS Radcomputer mit Navi Funktion zu kaufen. Der Tacho den ich derzeit am Rennrad dran habe kann nicht mal die Durchschnittsgeschwindigkeit anzeigen.

Was schnell klar wird ist, dass man sich von Autoähnlichen Navigationsfunktionen schnell verabschieden muss. Das zeigen zahlreiche Erfahrungsberichte. Das Gerät was dem am nächsten kommt scheint wohl der Sigma ROX 12 zu sein. Allerdings kostet der im Bundle mit Trittfrequenz-/Geschwindigkeits Kombisensor und Pulsmesser happige 479€. Überall! Puh. Das ist ne menge Holz. Das ähnlich ausgestattete Flagschiff von Garmin liegt in der gleichen Preisklasse. Das ist ziemlich die Hälfte des Preises meines ganzen Rennrades… 

Was Tests auch sagen ist, dass die Rechnerleistung, und damit die Geschwindigkeit der Routenführung usw, eine Preisklasse darunter bereits frustrierend niedrig sein soll. In der heutigen Zeit mit den schnellen Smartphones echt nicht zu verstehen. Auch die Touchscreens der Modelle sind nicht mit denen von Smartphones zu vergleichen. Klar, denn sie müssen auch im Regen und Dreck funktionieren ohne dass versehentlich Funktionen ausgelöst werden.

Wie es aussieht ist es aber bei allen Geräten wohl besser, seine Strecken vorab in den einschlägigen Portalen wie Komoot usw zu planen. Geht anscheinend auch ganz einfach, denn ich habe mich da direkt mal angemeldet. 

Also nochmal das Angebot durchgeguckt. Ich habe mich jetzt für ein Gerät entschieden das ich, wie so oft, gar nicht auf der Pfanne hatte.

Wahoo Elemnt Bolt

Copyright: Wahoofitness
  •  Monochrom Display
  •  KEIN Touchscreen

Wieso jetzt sowas? Ich habe mich von den Tests überzeugen lassen, die durchweg positiv sind. Besonders hervorgehoben wurde:

  • Ablesbarkeit
  • Routenplanung und Führung
  • Aukkulaufzeit (deswegen ist das Smartphone für mich auch keine Alternative)
  • Bedienung
  • Sensorkopplung und das Wiederfinden derselben
  • Die Sensoren an sich (die auch mit anderen Geräten funktionieren)

Am Black Friday war das Gerät inklusive Geschwindigkeits – , und Trittfrequenzsensor sowie Pulsgurt für 265€ verfügbar. Ich hoffe der Weihnachtsmann hat das nicht verpasst 😉

 Zum Geschwindigkeits – , und Trittfrequenzsensor ist noch erwähnenswert, dass diese nicht, wie der Sigma Kombisensor irgendwo an der Kettenstrebe positionert werden müssen und auch noch jeweils einen Magneten an der Kurbel und der Felge benötigen. Sie werden jeweils einfach mit Gummiringen an der Nabe, bzw. am linken Kurbelarm befestigt. Finde ich eine praktikable Lösung.

Ich werde hier dann bald berichten, wie sich das Gerät so geschlagen hat. Natürlich nur wenn ich brav war 🙂

Bikesharing not so extreme – Wo sind die Räder alle hin?

Wie ich im letzten Beitrag schrieb, war Shanghai voll mit Mieträdern aller möglicher Anbieter. Ich entschied mich im Mai für OfO Bikes. Einfach, weil davon am meisten im Umlauf zu sein schienen.

Jetzt, nicht einmal in halbes Jahr später, sieht es teilweise aus, als hätten diese Räder niemals existiert. OfO ist fast völlig verschwunden, so dass ich nun auf MoBike umgeschwenkt bin. Von meinem Bürostandort aus geht das auch ganz gut. Am Hotel steht es etwas schlechter. Teilweise ist kein einziges Rad verfügbar. Und wenn, dann kann ich auch nicht jedes beliebige nehmen. Mobike hat verschiedene Modelle im Umlauf. Bei zwei der ich glaube 4 Modelle lässt sich die Sattelhöhe nicht verstellen. Damit sind diese für mich definitiv unfahrbar. Man sitzt so tief, dass das ordentlich auf die Knie geht beim Pedalieren. Die Räder haben ja nur einen Gang.

Die ganz neuen Modelle haben einen großen Hebel zur Höhenverstellung. Der ist sehr gut zu bedienen.Zudem wird das GPS-Schloss hier über eine Solarzelle am Gepäckträger  mit Strom versorgt. Ich hatte mich eh gefragt was die Anbieter machen, wenn die Batterie leer ist? Das Rad kann dann ja auch keine Position mehr senden.

MoBike aktuell
Komfortable Satteleinstellung
Gepäckträger mit Solarzelle

Interessant sind die älteren Modelle mit gekapseltem (vermutlich) Wellenantrieb und mechanischer Scheibenbremse. Die sind aber wahrscheinlich zu teuer gewesen und nun den oben gezeigten mit  Kettenantrieb und den hier allseits üblichen Rollenbremsen gewichen. Was geblieben ist, sind die Gußfelgen mit Vollgummibereifung!

Wellenantrieb

Leider ist es wie gesagt, nicht mehr so komfortabel die Räder zu nutzen. Gestern habe ich an der U-Bahnstation kein einziges gefunden…

OfO hatte anscheinend das Geschäftsmodell, einfach unglaublich viele Räder bereitzustellen, dafür aber komplett auf Wartung zu verzichten. Ein Einheimischer hat mir erzählt, dass OfO für ein Rad umgerechnet ca. 25€ bezahlt! Unfassbar. Entsprechend dem Konzept der „Nichtwartung“ sehen die verbliebenen Räder auch aus. So ist es hofentlich eine gute Entwicklung, dass dieser Anbieter verschwunden ist. Und es bleibt zu hoffen, dass die Räder das CO2 ihrer Herstellung durch die Nutzung wieder „eingespielt“ haben…

Bikesharing extreeeeme – Mit OfO durch Shanghai

Ich war Anfang des Jahres beruflich zwei Wochen in Shanghai. Die Stadt hat mich Landei (das davor noch nie in seinem Leben Europa verlassen hat) erstmal total erschlagen. 23 (in Worten: Dreiundzwanzig)  Millionen Einwohner! BÄM. Das muss man erstmal sacken lassen. Natürlich (und zum Glück) hat nicht jeder Einwohner der Stadt ein Auto. Viele fahren Elektroroller. Wirklich viele. Die kosten da umgerechnet 200 – 500€. Und die sind echt gefährlich! Super schnell und vor allem super leise. Nachts gern ohne Licht um die Reichweite zu erhöhen…. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass kaum jemand mit Helm fährt.

Positiv sind die oft baulich getrennten Roller/Fahrradstreifen an den Hauptverkehrsstraßen. Hier ist es dann nett, dass die Roller lokal emissionsfrei fahren und man nicht direkt vollgestunken wird.

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Radstreifen

Was man auch unheimlich viel sieht sind Leihräder. Diese stehen hier an jeder Ecke, weil die Systeme, anders als z.B. Bahnrad in Deutschland ohne feste Stationen funktionieren. Einige dieser Firmen wie Mobike oder Ofo sind ja jetzt auch in Deutschland aktiv und haben durchauch für negative Schlagzeilen gesorgt Warum-Leihraeder-die-Innenstaedte-blockieren. Auch die Bilder die man aus China kennt, auf denen abertausende ausrangierte Räder zu riesigen Haufen gestapelt sind machen nachdenklich:

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© n-tv : Radfriedhof Shanghai

Hier soll es aber um meine persönlichen Erfahrungen gehen. Und die sind durchaus positiv.

Um die Räder nutzen zu können, muss man sich zunächst die App des jeweiligen Anbieters herunterladen und sich mit seinen Kreditkartendaten anmelden. Ich habe mich für OfO bikes entschieden, weil davon die meisten vor meinem Hotel herumstanden:

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OfO Bikes in Shanghai vor meinem Hotel

Wie man auf den Bildern sieht, sind die Fahrräder eher Zwckmäßig als schick 😉 Alles aus Stahl, nur ein Gang (ohh, Singlespeed), und Vollgummireifen… Hinzu kommt, dass der Sattelauszug eher für Asiaten denn für Teutonen mit 90cm Schrittlänge ausgelegt ist. Aber egal. Ich bin damit im Durchschnitt zwischen 5 und 15 Minuten am Stück gefahren.

Um ein Rad auszuleihen öffnet man die App und kann erstmal nach Rädern in der Nähe suchen, sofern sie nicht offensichtlich in der Gegend rumstehen. Wenn man dann eins ausgesucht hat, scannt man den QR Code und das Schloss geht auf. Achtung Falle: Manchmal sind die Codes überklebt und leiten dann auf irgendwelche bösen Seiten um!

Dies ist aber dann meist ziemlich offensichtlich. Vorher Sattel so weit wie möglich raus und los gehts… Die meisten Räder fahren sich ganz OK. Ich hatte insgesamt ca 25 verschiedene. Am Zielort angekommen macht man dann einfach das Schloss zu und wartet bis es piept. Dann ist der Verleihvorgang abgeschlossen. Ziemlich einfach.

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So habe ich die Räder dann täglich genutzt. Morgens bin ich mit einem Shuttlebus ins Büro gefahren und Nachmittags die 5 km mit dem Leihrad zurück. Nachmittags dann mal zum Einkaufen oder zur U-Bahn und so weiter.

In den Netto 10 Tagen die ich dort war sind so immerhin ca. 30 km zusammengekommen die ich sonst zu Fuß oder mit dem Taxi absolviert hätte.

Irgendwie habe ich auch nichts bezahlt. eventuell waren die Einzelstrecken einfach zu kurz. Mir soll es recht sein 🙂

Meine erste Anschaffung war aber erstmal ein Helm. Auch wenn ich mir damit noch exotischer vorkam. Aber ohne ist mir dann echt zu gefährlich. Wie man sieht ist Decathlon auch hier vertreten…

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Mein Fazit: Ich habe die Leihräder viel und oft genutzt. Zumindest an den Hotels un U-Bahn Stationen die ich angesteuert habe, waren die Räder ordentlich geparkt. Auch wenn es manchmal echt viele waren.

Im Dezember bin ich wieder da und guck mal ob sich was verändert hat. Bis dahin… Ride on!

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Rettet die Umwelt. Und behaltet eure alten Autos!

Mh, ein Autothema im Fahradblog? Ich denke das passt schon. Zum einen sind Radfahrer meiner Erfahrung nach von „Natur aus“ Umweltbewusster.  Zum Anderen sind die meisten Radfahrer die ich kenne zusätzlich auch Autofahrer.

Ich wollte neulich schon etwas schreiben nach dem ich auf DLF eine Gesprächsrunde zum Thema Dieselskandal gehört hatte. Hinterher war ich so sauer, dass es nur um Schadenersatz für die armen Neuwagenkunden ging und ein Aspekt völlig außer acht gelassen wurde: Die Produktion eines Autos verursacht 10-15 Tonnen CO2 (Quelle: Auto Bild). Punkt. Das ist nicht wegzudiskutieren.

Weiter: Ich fahre einen Stinker. Ein Auto über das in der ganzen Diskussion gar nicht mehr gesprochen wird. Einen 27 Jahre alten Mercedes 200D. Wenn in den Medien von „alten“ Autos gesprochen wird, dann von Euro 4 und 5 Dieseln die vielleicht 10 Jahre alt und völlig in Ordnung sind. Diese sollen nun durch „saubere“ Autos ersetzt werden die dann wiederum unter Emission von 10-15 Tonnen CO2 produziert werden müssen. Ich denke spätestens jetzt müsste man merken, dass da was nicht stimmt.

Mal nachgerechnet: 1l Diesel verbrennt (unter anderem) zu 2,64 kg CO2. Und ja, das tut er auch bei ganz neuen Dieseln, weil das nunmal Chemie ist.

Mein Auto hat jetzt 300.000 km gelaufen und verbraucht im Jahresschnitt 6 l / 100 km Also:

  • 6 l / 100 km entsprechen 6000 l / 100.000 km
  • 6000 l x 3 = 18.000 l / 300.000 km
  • 18.000 x 2,64 kg =  47.520 kg oder 47,5 t CO2

So weit so schlecht könnte man denken. Aaaber ein ach so sauberer Euro 6d temp Diesel verbraucht ja auch nicht „Nichts“. Nehmen wir mal ne aktuelle E-Klasse (meiner ist ja der Uropa davon) und gestehen einen Realwert von 5 l / 100 km zu :

  • 5 l / 100 km entsprechen 5000 l / 100.000 km
  • 5000 l x 3 = 15.000 l / 300.000 km
  • 15.000 x 2,64 kg =  39.600 kg oder 39,6 t CO2
  • Plus Ad blue Verbrauch (muss ja auch irgendwo hergestellt werden)

Sind also über 300.000 km gerade mal eine Einsparung von 7,9 t. Das entspricht dann noch nicht einmal der Menge die das Auto bei der Herstellung verursacht hat….

Ups. Ok ich hätte bei 250.000 mal über ein neues Auto nachdenken sollen, wenn es rein um den CO2 Ausstoß geht. Dann wurde aber die Entsorgung oder die Möglichkeit, dass das Auto woanders nur halt nicht in deutschen Ballungsgebieten weiterfährt berücksichtigt. Bis dahin aber ist es absolut sinnvoll einen Gegenstand zu nutzen und nicht grundlos wegzuwerfen.

Klar sind die Abgase eines neuen Autos sauberer. Das will ich nicht beschönigen. Dafür kommt kein Feinstaub aus dem Auspuff.

Ich möchte aber hier die Rad-/Autofahrer zum Nachdenken über unsere Wegwerfgesellschaft anregen. Denn vor allem nützt diese ganze Diskussion der Autoindustrie. Man hätte vielleicht schon vor 20 Jahren anfangen sollen, die autofreundliche Stadt in Frage zu stellen. Mit dem Rad durch die Stadt ist auch schön.

Ich möchte dazu auch noch auf einen Schrauberblog verweisen. Dessen Ersteller wohnt in der Gegend um Mainz und wird direkt betroffen sein: Fusselblog.de

Update : Durch einen Zufall habe ich gerade das Vorwort einer „Oldtimer Praxis“ Ausgabe aus dem Jahr 2000 gelesen. Auch da ging es um auslaufende Katalysatorförderung und dass man doch schnellstmöglich 35 Millionen Stinker gehen neue Autos austauschen müsse wenn es damals nach den Grünen gegangen wäre… Das las ich mal so stehen ..

 

Erste Erfahrungen CUBE Nuroad Race FE

Letzten Samstag habe ich bei einem CUBE Händler in Hamburg das Nuroad in RH 58 probegefahren und direkt mitgenommen. Witzig fand ich, dass der als „Mink´s Bike Shop“ firmierende Laden früher als „elbcoast psycles“ aus der MTV Serie „Pimp my Fahrrad“ bekannt war. Ein Aufkleber am Fenster weist noch darauf hin. Auf jeden Fall gab es ein tolle Beratung in dem echt winzigen Laden. Schon der Telefonkontakt war wirklich nett und hilfreich.

Wie ich ausgerechnet zum Cube Nuroad gekommen bin, könnt ihr hier und hier nachlesen.

 

Die erste Ausfahrt mit dem Cube war durchaus positiv. Man merkt zwar schon deutlich das Mehrgewicht gegenüber einem Rennrad, trotzdem fährt es sich zackig. Ein bisschen wie ein schnelles Trekkingrad mit Rennlenker. Die Verarbeitung ist soweit für die Preisklasse OK. Der Rahmen ist sauber verschweißt und lackiert. Die Züge und Leitungen sind im Rahmen verlegt und klappern auch nicht.

An der Gabel gibt es ein high und ein Lowlight. Einerseits ist die Bremsleitung schön im linken Gabelholm verlegt, dafür ist das Kabel des Nabendynamos einfach mit Gaffatape an den rechten Holm geklebt! Das sieht wirklich k…ke aus. Liegt wahrscheinlich daran, dass die Gabel ja vom normalen Gravelracer übernommen wurde.

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Befestigung Lichtkabel

Auch die anderen Bauteile machen einen guten Eindruck. Sauber gewickeltes Lenkerband ist da nur eine Kleinigkeit. Die große Ortlieb officebag passt auch gut an den Racktime Träger, muss dann allerdings ziemlich weit nach hinten. Ich habe sie dann nach rechts montiert, weil sie sonst seitlich das (sehr helle) supernova Minirücklicht verdeckt. So wird man auch der Straße besser gesehen. Ein buchstäbliches Highlight ist der supernova E3 pure3 Scheinwerfer! Ab geringster Geschwindigkeit stahlt der so hell und flackerfrei, dass wirklich keine Wünsche offen bleiben. Da konnte selbst der Fahrakku gespeiste B+M IQ-X e nicht mithalten.

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Supernova E3 pure 3

Die Shimano 105 Gruppe ist eh über jeden Zweifel erhaben. Mehr braucht man nicht. Besonders die zugehörigen Scheibenbremsen machen einen super Eindruck und sind den Aufpreis gegenüber dem einfacher ausgestatten Nuroad (Mit Shimano Tiagra) Wert. Ich hatte kurz Shimano hybrid Pedale montiert. Allerdings ist mir mit Schuhgröße 46 die „nicht SPD“ Seite von der Auflagefläche zu klein. Da ich meistens mit normalen Schuhen fahren werde, versuche ich es mal mit „besandeten“ Standardpadalen. So ähnliche waren auch am Klever X-Speed verbaut und ich fand die ganz gut.

Wo man den vergleichsweise günstigen Preis am deutlichsten bemerkt ist bei den Laufrädern. Hier wird konsequent auf CUBE Hausmarke gesetzt. Auch der Nabendynamo ist ein Taiwan Noname Teil. Bisher funktioniert er ja super. Alles in allem eher solide als leicht, was ja dem Einsatzzweck gerecht wird.

Eine Sache nervt mich allerdings schon jetzt:  Ich hatte direkt auf meiner ersten Arbeitsfahrt einen platten!!. Dabei habe ich festgestellt, dass der Mantel unglaublich schwer von der Felge runter und auch wieder rauf geht. Das ist unterwegs selbst mit ordentlichen Reifenhebern fast unmöglich. Besonders runter bekommt man die Wulst des Reifens kaum zu fassen. Ich habe fast 20 Minuten gebraucht! Da ich nur einen (viel zu dünnen) Rennradschlauch dabei hatte, habe ich zuhause den Schlauch nochmal gegen einen passenden getauscht. Selbst unter „Laborbedingungen“ war das ziemlich mühsam. Selbst nach mehrmaligem Walken, Luft rein und raus hat sich der Mantel nicht ordentlich ins Felgenbett gelegt. Erst mit 6bar(!) und Seifenwasser ist er reingerutscht (Der Mantel darf offiziell 5 bar). Das ist dann Unterwegs endgültig nicht möglich und man muss mit nem ordentlichen Höhenschlag fahren.

Trotzdem Jammern auf hohem Niveau. Die Laufräder lassen sich ja in ein paar Jahren noch gegen höherwertige tauschen.

Ein „Wettertauglichkeitsupdate“ habe ich auch schon durchgeführt ->Klick

Der perfekte Männerabend: Steak und Rampage

Ich hatte seit ein paar Wochen eine Verabredung mit meinem ehemaligen Nachbarn. Er hatte mich damals wieder mit dem Mountainbiken angefixt. Manchmal trifft man jemanden und es passt einfach 🙂

Wir hatten uns also für den 26.10. verabredet um was zu essen und irgendeinen Trash Film zu gucken (Ich hatte an „Escape from LA“ mit Kurt Russel gedacht). Und was sehe ich ein paar Tage vorher? An genau diesem Abend gab es einen Livestream der Red Bull Rampage 2018. BÄM. Wie geil!

Was soll ich sagen? Es war ein super Männerabend. Es gab Steak mit Entrecote (Ja, ersthaft 🙂 ) und 4 Stunden Rampage Livestream….

Das macht jetzt auch Spaß, weil ich die Namen der Typen langsam kenne. Brett Rheeder hat, wie ich finde, verdient gewonnen. Grahan Agassiz war etwas enttäuschend. Keine Spektakulären moves waren zu sehen. Ahhh, so fühlt sich das also bei Fußballfans an, die schön mit Bierchen auf dem Sofa hocken und selber seit Jahren keinen Rasen mehr betreten haben 😉

Nächstes Jahr um die gleiche Zeit gerne wieder…

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Der Weg zum alltagstauglichen Gravelbike

GRAVELBIKE! Man kommt diese Saison nicht dran vorbei. Alles ist nur noch Gravelbike. Damit bezeichnet man ganz grob Rennräder mit komfortabler Geometrie und breiteren, profilierten Reifen. Es ist im Moment der absolute Hype. Wie immer ist das nix neues. Bevor es Mountainbikes gab, sind die Verrückten eben mit solchen Dingern durch den Wald gefahren. Hieß dann halt Cyclocross- oder Querfeld  Rad.

Nebenbei bemerkt ist ja auch 27,5″ (oder 650B) keine bahnbrechende Erfindung des 21. Jahrhunderts, sondern ein uraltes französisches Laufrad Maß. Die Industrie hat es nur gut verstanden das mit tollen Argumenten zu vermarkten (und 26″ MTBs ordentlich abzuwerten). Aber ich schweife ab.

Jedenfalls gibt es durch den Gravelbike Hype derzeit eine riesen Auswahl. Darunter eben auch solche die man wohl früher als Randonneur bezeichnet hätte. Also Rennräder mit Alltagsausstattung wie Schutzblechen, Licht und Gepäckträger.

In meiner angepeilten Preisklasse bis 2000€ habe ich 3 für mich attraktive Angebote gefunden:

bulls

Bild von der Bulls Homepage

bergamont

Bild bei Bergamont ausgeliehen

bulls

Bild bei Cube ausgeliehen

Allesamt mit festen Schutzblechen, fester Lichtanlage und Gepäckträger. Auch die Ausstattungen unterscheiden sich nur marginal. Darauf gehe ich noch ein. Hier ist schon erstaunlich wie Cube diesen Preis hinbekommt.

Hier mal markantesten Ausstattungsmerkmale (Update: Hier noch erweitert um das Stevens Supreme):

Bulls Bergamont Cube
Preis € 1999 1799 1599
Rahmen Aluminium Aluminium Aluminium
Gabel Carbon Aluminium Carbon
Kurbel Shimano Gruppenlos Shimano 105 Shimano 105
Tretlager Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Umwerfer Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Schaltwerk Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Schalt- Bremsgriffe Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Bremsen Shimano 105 Shimano 105 Shimano 105
Bremsen Montage Flatmount Postmount Flatmount
Laufräder Bulls Hausmarke Bergamont Hausmarke Cube Hausmarke
Nabendynamo Shimano Shutter Precision ?
Scheinwerfer Supernova E3 pure3 Busch+Müller IQ-XS N Plus Supernova E3 pure3
Rücklicht Supernova E3 Tail Light 2 Herrmans H-Trace Mini Supernova E3 Tail Light 2
Schutzbleche ? Racktime wingee SKS Gravel
Gepäckträger Standwell Racktime wingee Racktime light-it
Klingel ? ? Knog Oi

Die Gesamtmassen der Räder liegen laut Katalog alle zwischen 11,4 und 11,8 kg in Rahmengröße 58. Also Gleichstand. Auch die Geometrien sind sehr Ähnlich und deutlich Komfortabler als mein Canyon Endurace (was für ein Rennrad als solches ja schon eh gemütlich ausgelegt ist).

So Dinge wie Sattel, Lenker usw lassen nur anhand der Papierlage eher schlecht vergleichen. Hier also auch Gleichstand auch wenn Bergamont hier auf Sycros setzt und die anderen Hausmarke verwenden. Das Cube hat so einen modernen Lenker der unten etwas breiter wird. Keine Ahnung wie sich sowas fährt.

And the Winner is…….tamtamtamtamtam:

CUBE!

das Rad hatte ich erst gar nicht auf der Pfanne. Aus folgenden Gründen hat es für mich gewonnen (Die Pros und Cons hate ich in der Tabelle mal grün und rot markiert):

  • Supernova Lichtanlage
  • Carbongabel (Comfort) Update: Ist trotzdem Bocksteif. also nix mit Comfort 😉
  • Komplette Shimano 105 Gruppe
  • Gepäckträger mit hoher Strebe (die Ortlieb Office Bag muss dran passen) und Verbindung zum Hauptrahmen (nicht nur über das Schutzblech)
  • Stylo Klingel (Knog)
  • Optik (Geschmackssache)
  • Preis (wirklich erstaunlich wie Cube das mit der Ausstattung hinbekommt)
  • Zudem scheinen wirklich wenige das Rad auf dem Radar zu haben. Es ist im Gegensatz zum Bulls und Bergamont noch gut Verfügbar.

Ein anderer Gedanke war, selbst ein Rennrad umzubauen. Als Referenz hatte ich an das Canyon Endurace AL Disc 7.0 gedacht. Das ist ja qausi die Disc Version meines 2016er AL 6.0. Allerdings liegt hier der Grundpreis bereits bei 1499€. Speziell zum Cube bleibt da keine Luft um nen Nabendynamo, Lichtanlage usw nachzurüsten. Und echte Gravelbikes haben in der Preisklasse z.B. noch Seilzug Scheibenbremsen.

Auch die Kandidaten oben gibt es alle noch eine Version die um 1000€ kostet. Da kommt man schon in Versuchung. Z.B. das Daily Grinder 1. Ich konnte beide Versionen bei Zweirad Stadler mal anfassen und musste feststellen, dass mir das zu viele Kompromisse wären. So ist das Grinder 1 deutlich schwerer. Zudem auch hier Seilzugbremsen und schwere Reifen (die teuren Modelle haben alle den Schwalbe G-One) und lediglich eine Shimano Claris 2×8 Schaltgruppe. Der Scheinwerfer ist auch einfache Fahrradtechnik. Mein Arbeitsweg geht teilweise durch stockdunklen Wald. Da gehört ordentliches Licht dran. Der Supernova am Bulls und Cube kostet dabei alleine schon ca 130€.

CUBE hätte das NUROAD Pro FE im Angebot. Immerhin mit Shimano Tiagra 2×10 Gruppe und Schwalbe G-One Reifen für 1099€.

Bergamont hat das Grandurance RD 5.0 (Claris 2×8) für 999€. Der Rest wäre wie beim Bulls.

Also bleibt es wohl beim CUBE. Sollte gut UND günstig wirklich möglich sein?

Mal sehen wann/ob die Finnanzministerin (die verständlicherweise vom ganzen Hü und Hott mit dem Klever langsam nix mehr hören kann) die Investitionsfreigabe gibt. Da fällt mir ein toller T-Shirt Spruch ein den ich mal gelesen habe: „Just one more bike, I swear!“  😉

 

Entweder es funkt oder eben nicht

Besonders beim E-bike ein Satz mit zwei Bedeutungen 🙂 Ich habe nun länger nichts geschrieben. Urlaub und so. Aber bald geht es hier wieder los. Ich habe ein paar neue Teile die ich gerne vorstellen möchte. Uuuund, eventuell ein neues Rad! Wenn alles klappt, wird mich das Klever X-Speed wohl heute verlassen!

„Ja wie jetzt?“ wird sich da der eine oder andere fragen. Nun, ich habe festgestellt, dass der Funke irgendwie nicht übergesprungen ist. Es macht schon irgendwie Spaß mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Aber 4-5 mal die Woche, wie ich es ursprünglich geplant hatte sind es dann doch nicht geworden. Ich habe einen Kumpel der seit diesem Jahr S-Pedelec fährt. Der ist nicht zu bremsen und hat JEDEN TAG total Bock auf den Bock. Das ist bei mir irgendwie nicht so. Ich bin in Schnitt ca. 350 km im Monat gefahren (hatte auch berufliche Gründe). Und plötzlich sieht die Rechnung wieder ganz anders aus. Wenn man nur 2 mal die Woche Rad fährt, ist das mit der längeren Zeit inkl. Duschen nicht mehr so relevant. Auch die Spritersparnis ist plötzlich kaum noch der Rede wert. Der einzige Vorteil ist, dass das Rad und besonders der Akku nicht so schnell verschleißt.

So habe ich mich also entschlossen, das S-Ped gegen ein alltagstaugliches Gravelbike zu tauschen. Im groben ein komfortables Rennrad mit Schutzblechen, fester Lichtanlage und Gepäckträger. Einen Beitrag zur Auswahl (ich habe 3 fertig kaufbare Alternativen verglichen und überlegt selber sowas aufzubauen) gibt es hier….

Alltagstauglichkeit ist auch ein Grund für den Wechsel:

  • Das X-Speed mal eben auf den Radträger an der Heckklappe oder womöglich in Auto? Keine Chance. Zumindest alleine nicht schaffbar.
  • Schnell mal Brötchen holen? Ach mist. Akku vergessen zu laden. Also doch Auto, weil die anderen Räder im Keller stehen.
  • Thema Laden: Im Sommer konnte ich den Akku zumindest Zuhause am Rad lassen und direkt laden. Jetzt wo es kälter wird, muss der auch zuhause mit rein. Zudem hatte ich jetzt eine Ladegerät Zuhause UND eines bei der Arbeit, weil selbst der 850 Wh Akku bei meinem Fahrstil nicht hin und zurück reicht!
  • Service und eventuelle Softwareupdates gehen nur beim Händler. Meiner ist 70km entfernt!
  • Keine Radwege erlaubt
  • Ungeklärte Helmpflicht
  • Ohrensausen vom Fahrtwind wenn man mal die Stöpsel vergessen hat.
  • Last but not least: Der wahnsinnig hohe Anschaffungspreis. Zum Vergleich hat unser nagelneuer Kia Picanto mit durchaus nennenswerter Ausstattung ziemlich exakt das doppelte des Klever gekostet!

Das Rad selber hat mit der Entscheidung nichts zu tun. Von der Qualität des Klever bin ich nach wie vor überzeugt. Besonders mit der Starrgabel und dem B+M IQ-X ist es ein tolles Paket. Da der neue 850 Wh Akku nagelneu ist, habe ich beschlossen das Rad direkt zu verkaufen. So hat der Käufer ein besseres Gefühl und einen ganz neuen Akku.

Ich hatte ja mal geschrieben, dass ich das Rad eigentlich wieder abbestellen wollte. Man sollte eben doch dem erstem Impuls folgen. Die Freude jeden Morgen ist eher einem „naja es war soo teuer. Dann muss ich es auch benutzen“ gewichen. Was blieb, war das gute frische Gefühl wenn man im Büro war. Aber das werde ich dann hoffentlich auch mit dem neuen Gravelbike haben 🙂

YT Industries pleite? – Nein, ich bin zu doof!

Um es direkt richtigzustellen: Neee, ich war nur zu blöd 🙂 Ich habe ja nun länger nix geschrieben. Irgendwie war privat und beruflich zu viel los. Das Rennrad hängt ungeputzt und noch mit der Cyclassics Startnummer im Keller (Was stimmt denn nicht mit mir…?).

Aber zum Thema. Neulich war ich auf Dienstreise Richtung Nürnberg unterwegs. Und da sehe ich auf dem Autobahnschild, dass die Nächste Abfahrt „Forchheim“ ist. Da klingelt doch was. Das ist doch das Hautquartier von YT-Industries. Da habe ich ja 2011 mein „wicked 150“ gekauft. Da muss ich doch mal direkt vorbei und gucken, ob man mal ein paar Aufkleber oder sowas abstauben kann.

Gesagt, getan. War nur 2,5 km von der Abfahrt entfernt. Wir kommen da an. Gefühlt mitten in der Altstadt. Und was muss ich sehen? Alle Fenster zugeklebt, keine Werbung draußen und vor allem: KEINE BIKES! WHAAAT? Hier die einzigen Hinweise, dass wir richtig sind:

Ich dachte echt, jetzt sind die pleite. Wo die doch im DH worldcup gerade richtig Gas geben und auch schon mehrere Red Bull Rampage Sieger ausgerüstet hatten. Voll traurig.

Aber wie schon angedeutet: Es geht YT besser als jemals zu vor. Die alten Gebäude sind schlichtweg zu klein geworden, und man hat sich im Gewerbegebiet neu angesiedelt:

YT Industries zieht um 

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©www.nordbayern.de

Dann ist ja alles gut. Ich wünsche weiterhin „good times“

108,9 km Hamburg Cyclassics – Check!

Das war wieder ein super Event. Ich hatte die Befürchtung ziemlich unfit zu sein. Ich hatte vor dem Rennen nur ca. 500 Rennrad km auf der Uhr. Anscheinend bringt E-Bike fahren doch was (immerhin 1100 km dieses Jahr).

Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit meiner Leistung. 108,9 km im 3 Stunden 14 Minuten (inkl. „Tankstopp“). Macht einen Schnitt von 33,51 km/h. Nicht schlecht für nen alten Mann und fast 3 km/h schneller als letztes Jahr!

Also morgens in aller Frühe (06:00 Uhr) mit dem Auto los und dann mit der Bahn vom Stadrand in die City. Geht sehr gut.

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On the road – A7 total leer

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Meine alte Bahnstation aus Studientagen…. Hach….

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Das Team. Ich bin der zweite von links der den Bauch fürs Foto einzieht 🙂

Dann erstmal warten bis Startblock K loslegen darf. Echt geile Stimmung und gespannte Erwartung.

 

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Startblock K wartet auf den Start…

Ich war erst etws enttäuscht, dass es dieses Jahr nicht nach Süden über die Köhlbrandbrücke geht. Das war immer so ein Highlight. Allerdings muss ich sagen, dass mir die neue Strecke tatsächlich besser gefallen hat. Es ging durch den Kreis Stormarn und Kreis Herzogtum Lauenburg. Schön geschützt mit relativ viel Wald. Echt toll. Die Stimmung an der Stecke war wieder grandios. Wir Amateure wurden angefeuert wie die Profis. Viele hatten ihre Gartenmöbel auf den Gehweg oder die Einfahrt gestellt und haben zugeguckt und Krach gemacht.

Leider hat sich unsere Gruppe gleich am Anfang verloren, sodass wir dann zu dritt gefahren sind. es ist wirklich schwierig die Leute wiederzufinden, weil die Differenzgeschwindigkeiten so gering sind.

Es hat dann mit meiner Grupee aber super gepasst. Wir haben uns ordentlich gepusht und das Feld von hinten aufgerollt. Total krass war der Schnitt von unserem Superfahrer in einer anderen Gruppe: 37 komma irgendwas km/h! BÄM! Respekt!

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© Euroeyes Cyclassics

Ich denke, dass ich nächstes Jahr wieder dabei bin. Auch wenn einem die verletzten am Rand schon klar machen, dass das ein ziemlich gefährlicher Sport ist. Ich habe alleine 5 oder 6 noch am gesehen die gerade versorgt wurden…

Trotzdem. Das ist es wert 🙂

 

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Yeah! 🙂

 

Was kostet das Pendeln mit dem S-Pedelec? UPDATE nach 1000km

Nachdem ich jetzt 1000km mit dem Testrad gefahren bin, hier ein Zwischenfazit. Ist etwas mit Vorsicht zu lesen, da ich nur bei super Sommerwetter unterwegs war.

GESAMTKOSTEN / MONAT (geschätzt für 400km/Monat): 77,31€

  • Anschaffung: Unverändert
    • In meinem Fall 5249€ (AuaAua). Eine Summe, für die ich mir ansonsten 2-4 Autos kaufen würde, andere wiederum die Häkchen bei der Sonderausstattung ihres Neuwagens setzen…
  • Versicherung: Verändert
    • Groooßer Vorteil des S-Pedelec: Es gilt als Kleinkraftrad und bekommt ein Mopedkennzeichen. Das heißt ich kann es mit voraussichtlich 50172€/Jahr inkl Teilkasko versichern. Macht 14,33€/Monat
  • Energie: Verändert
    • Faustregel: 1 kW/h auf 100km
    • Durchschnittspreis 0,2916€/kWh.  OK machen wir 0,3. Lässt sich einfacher rechnen
    • Bei mir also mit 1000 350km/Monat x 0,3€ / 100km = 3 1,05 €/Monat
    • Fazit: (Fast) Vernachlässigbar
  • Verschleiß: Verändert
    • Ganz oben: AKKU! Ja, der verschleißt auch. Ich gehe mal nach Forenpessimistendurchschnittswerten und sage, dass der Akku 2 Jahre hält. Neupreis 1000 1250€. Das macht also 1250€/24Monate= 52€/Monat.  Andererseits gibt Klever 3 Jahre Garantie auf den Akku (bei bis zu 700 Ladezyklen). März bis Oktober sind 160 Tage mit je einer Akkuladung -> also 480 Ladezyklen in 3 Jahren. Also setzte ich die Monatlichen Kosten auf 1250€/36Monate = 27,80 34,70€/Monat
    • Klassische Fahrradverschleißteile: Hier mal eine Liste mit pessimistisch neuer geschätzter Lebensdauer (400 km/Monat)
Bezeichung Typ Anzahl Einzelpreis Gesamtpreis Laufleistung Kosten Monat(400km)
Schlauch Conti 27,5″ 2 4,50 9,00 5000 0,72
Reifen Schwalbe Super Moto X 2 34,00 68,00 5000 5,44
Bremsbeläge Magura 2 11,00 22,00 5000 1,76
Bremsscheibe Magura 2 23,00 46,00 10000 1,84
Shimano XT 11fach 1 24,00 24,00 4000 2,40
Kassette Shimano XT 11fach 1 65,00 65,00 8000 3,25
Kettenschmierung Innotech 105 1 14,00 14,00 3000 1,87
Kettenblatt Klever 1 25,00 25,00 10000 1,00
Tretlager GXP 1 25,00 25,00 6000 1,67
Bremsenwartung Magura kit 1 40,00 40,00 3000 5,33
25,28
Laufleistung / Monat 400