Klever X-Speed und die Bremsleitung

Mir war am Anfang schon aufgefallen, dass die Bremsleitung vorne zugunsten der Optik etwas ungünstig verlegt war. Ich hatte daraufhin an Klever geschrieben und das Problem geschildert, dass mir die Bremsleitung beim Einfedern vorne in die Speichen geraten ist.

Ein paar Tage später bekam ich dann einen Händler Servicebrief. Danke an Klever, dass sie mir das zutrauen das selbst zu regeln. Drin war eine Anleitung mit einem Link zu einem Youtube Video und ein selbstklebender Kabelhalter:

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Klever Serviceletter

Die Leitung soll von vorne an die Rückseite des Halters verlegt werden. So scheuert sie nicht mehr am Schutzblech und kann einen Bogen nach außen machen.

Das sollte ja nicht so schwer sein… Also abschrauben, entfetten und den kleinen Halter drankleben. und es funktioniert….nicht. Die kleine Klammer des Halters ist zu lose. Die Leitung schleift dann am Tauchrohr. Auf Dauer ist das nicht so gut für die Beschichtung.

Ich habe dann noch zwei zusätzliche Kabelbinder an das Gleitrohr gemacht. So hält das. Nach bei meinem eigenen Rad hätte ich die Leitung direkt vom der Bremspumpe zur Gabel gelegt. So macht die einen relativ scharfen Bogen wenn die Gabel einfedert. Allerdings stellt sich diese Frage bei meinem Rad später nicht. Ich habe mit Klever ein paar Modifikationen besprochen und bekommen das Rad mit der Starrgabel wie im Limited und einigen anderen X-Modellen.

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Gefixt

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Eingefedert

Mal sehen wie sich das bewährt. Ich habe jetzt 850km auf der Uhr und bin vom Antrieb zusehends begeistert 🙂

Klever X-Speed – 700 km gefahren

Langsam ist das Pendeln zur Arbeit mit dem X-Speed zur Routine geworden. Im positiven Sinn. Der Spind bei der Arbeit ist bestückt, man weiß was man einpacken muss und die Radklamotten liegen abends bereit. 2-3 mal die Woche fahre ich jetzt mit dem Rad zur Arbeit.

Die GoreTex Power Trail Jacke die ich schon vor der Radlieferung gekauft hatte musste sich noch nicht so richtig bewähren. Ich hatte immer Glück mit dem Wetter. Als Hose hatte ich mir eine Endura Urban stretch Pant bestellt. Die hatte mich irgendwie nicht so überzeugt, weil sie entgegen der Beschreibung eher flatterig geschnitten ist. Daraufhin hatte im im Outlet Center irgendeine Columbia Trekkinghose gekauft. Damit passt das.

So brauche ich jetzt immer ca. 50 Minuten für die 25 km und das anschließende Umziehen und Frischmachen. Die Performance des Rades ist immer noch beeindruckend. Wenn es windstill ist kann man die 50km Schallmauer durchbrechen 🙂

AAAber zum X-Speed. Ich hatte ja hier über meine Eindrücke nach 250 km geschrieben.

Das Lenkkopflager und die Pedale haben sich nicht wieder auffällig gezeigt. Das war also das normale „Setzen“ nach dem ersten Kilometern. Der Fehlercode 0059 kam auch nicht wieder.

Der Scheinwerfer ist weiterhin nur im Hellen und der Dämmerung zu gebrauchen. Ich habe ein Angebot von Klever über die B+M IQ-X E Lampe die am X-Speed limited verbaut ist. Mal sehen ob ich das annehme.

Was sich leider bewahrheitet hat, war meine Befürchtung, dass die vordere Bremsleitung beim Einfedern der Gabel die Speichen berühren könnte. Genau das ist heute beim Anbremsen an eine Ampel passiert. Mangels Ausgleichstrecke kann die Leitung nur unterhalb der Befestigung an der Gabel irgendwo hin. Hier sollte Klever auf die cleane Verlegung der Leitung verzichten und die vordere einfach direkt verlegen. Eine Starrgabel würde das Problem auch lösen 😉

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Der Antrieb verhält sich auch unauffällig. Ca. alle 200 – 250 km reinige ich die Kette mit einem Kriechöl getränkten Lappen und schmiere sie dann etwas F100 Kettenöl. Das ist im Gegesatz zu meinem fürs Rennrad favorisierten innobike 105 relativ zähflüssig und hält auch die Distanz durch. Dafür ist die Kette nicht so herrlich sauber und leichtläufig wie mit dem 105. Ist also eher Alltags geeignet.

Den Reifendruck habe ich inzwischen von Anfangs 4 auf 2,5 bar reduziert. Ich bemerke keinen Nachteil bei Reichweite oder Beschleunigung. Das Fahren ist aber dadurch deutlich komfortabler geworden. Besonders der sehr steife Hinterbau ist dadurch etwas freundlicher geworden. Außerdem hat der Kurvengrip noch einmal zugenommen.

Da Sättel ja immer Geschmackssache sind, habe ich da ein Upgrade durchgeführt.  Da ich im „Gesäßbereich“ (was für ein Wort) ziemlich mimosenhaft bin,  habe ich mal einen TERRY Sattel ausprobiert. Hier der Extra Artikel dazu.

Also bisher hat sich das X-Speed als Pendler Rad gut geschlagen. Ich freue mich jeden Tag auf die Fahrt zur Arbeit. To be continued….

Sportsattel TERRY Figura

Da Sättel ja immer Geschmackssache sind, habe ich da ein Upgrade am Klever X-Speed durchgeführt.  Da ich im „Gesäßbereich“ (was für ein Wort) ziemlich mimosenhaft bin,  habe ich mal einen TERRY Sattel ausprobiert.Die sind wohl genau für solche Hintern gemacht. Ich habe bei Bike-Discount einen TERRY Figura für 28€ geschossen. Genau so gibts den glaube ich nicht mehr. Der heißt jetzt Figura GT und hat einen UVP von ca 60€.

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Terry Figura in normaler Breite

Ob aktuell oder nicht, der Sattel passt ziemlich gut zu meinem Hinterteil. Ist ziemlich bequem und sieht auch ganz gut aus.

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Erfrischend ist die Auswahl der Sattelbreite bei Terry. Es gibt eine normale Breite für einen Sitzknochenabstand von 9-12 cm und eine MAX Version von 12-15 cm. Fertig. Der normale passt bei meinen 10 cm super. Es gibt einen anderen großen Hersteller wo man dann je nach Sitzposition noch was zuaddieren oder abziehen muss. Irgendwie anstrengend.

Naja auf jeden Fall passt der erstmal ganz gut. Eventuell probiere ich mal den Fly Arteria fürs Rennrad. Mit dem Ergon der im Moment montiert ist bin ich ganz zufrieden. Aber so nach 80 km tut das meistens dann doch schon weh.

 

 

E-bike vs. Rennrad

Ich gebe zu, dass auch ich mit dieser Frage gehadert habe. Ist das überhaubt ein „versus“ oder geht das auch beides?

Als ich das Klever bestellt habe, nagte immer in meinem Hinterkopf die bohrende Frage, ob man als Radsportler überhaupt Pedelec, E-bike oder S-Pedelec fahren „darf“. Und wer entscheidet das überhaupt. Muss ich mich an die Ethikkommission des UCI wenden? Nicht, dass mein Startplatz bei den Hamburg Cyclassics gelöscht wird wenn die rausfinden, dass ich auch ein Elektrofahrrad habe.

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Aber das geht doch nicht…

Was komischerweise am meisten an meiner Rennradfahrerehre kratzt sind Kommentare von Leuten, die vermutlich noch nie im Leben mal 10km am Stück mit dem Rad irgendwo hin gefahren sind. Das läuft dann meisten so ab:

Ich: „Ich fahre so oft es geht mit dem Rad zur Arbeit“

Interessierter Gesprächsparter (IG): „Oh cool. Wie weit ist das denn?“

Ich: „25km einfach“

IG: „Wow, sehr beeindruckend“

Ich: „Ja, macht Spaß. Ich fahre mit einem Speed Pedelec….“

IG (enttäuscht): „Achsoooo. Mit nem Ebike! Also mein Schwager/Kollege/Bekannter (von nem Bekannten) fährt JEDEN TAG bei JEDEM WETTER (10/15/50)km. Der ist voll fit“

Ich (in Gedaken):“ Mh, OK das hat jetzt zwar nichts mit meiner Strecke und Zeitplanung zu tun… und DU fährst doch selbst die 500m zum Bäcker mit dem Auto…“

Aber dann ist das Gespräch schon zuende und es macht trotzdem „Aua“ in der Sportlerseele.

Dass bisher die wenigsten die so kommentieren überhaupt den Unterschied zwischen nem Pedelec und nem S-Pedelec kennen oder mal eines von beidem gefahren sind, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Dass es auch ein riesen Unterschied ist, ob man z.B. 15 oder 25 km einfachen Weg hat, kann sich das Autofahrergehirn auch nicht vorstellen.

Ich denke, dass jeder selber für sich entscheiden muss, wie er den Arbeitsweg zurücklegt. Ich habe es als Riesenchance gesehen nach dem Jobwechsel nur noch 25 statt 50km einfachen Arbeitsweg zu haben. Für mich war auch klar, dass ich ab und zu mal mit dem Rennrad fahren werde. Ich bin aber auch ehrlich zu mir selbst. Ich würde das nicht 3-5 mal die Woche machen. Rucksack geht für mich gar nicht und ab und zu muss ich meinen Laptop transportieren. Dazu so Dinge wie Portemonnaie, Brotdose usw. Also Tasche am Gepäckträger. Mit dem Klever bin ich jetzt in 4 Wochen betreits 500 km zur Arbeit und zurück gefahren. Dabei fahre ich so, dass ich ordentlich ins schwitzen komme um den Weg in ca. 40 Minuten zurückzulegen. Gefühlt ist das dann so anstrengend wie 20-25km/h mit dem Rennrad. Nur eben schneller 😊 Dann schnell obenrum waschen, Oberteil und Hose wechseln und ab an den Schreibtisch. Das dauert in Summe meistens 50 min.

Mit dem Rennrad brauche ich ca 1 Stunde für die Fahrt in voller Rennradklamotte mit Rucksack. Dann auf der Arbeit 15 min duschen und umziehen. Wenn ich einfach rechne dauert das ganze ca 30 min länger. Wenn ich das ab und zu mache ist das auch kein Problem. Aber mit zwei kleinen Kindern zuhause sind 30 Minuten mehr Schlaf 3-5 mal die Woche quasi mit Gold aufzuwiegen.

So, genug gerechtfertigt…

Meine eingene Sorge war ja auch, ob ich überhaupt noch bock aufs Rennrad oder das Mountainbike habe, wenn ich einmal den „eingebauten Rückenwind“ hatte. Also habe ich mich am Wochenende aufs Rennrad geschwungen und meine lieblings Hausrunde um den großen Plöner See in Angriff genommen.

Kurze Antwort: JA, ich habe noch bock auf Rennrad. Und aufs Mountainbike. Ich habe für mich festgestellt, dass das einfach drei völlig verschiedene Paar Schuhe sind. Anbei meine Definitionen der verschiedenen Radfahrertypen. Diese sind natürlich IMMER GENAU SO im Leben zu finden 😉 Nee mal Spaß beiseite. Ich habe mal für mich definiert, was das alles für mich ganz persönlich bedeutet:

  • Das Klever X-Speed ist mein Commuterfahrzeug mit eingebauter Trainingsfunktion. Wer es nicht glaubt sollte es unbedingt ausprobieren. Schnell, satt, praktisch und mit viel Hightech an Bord (nicht Board, wie viele gern schreiben 😉 Es gibt im Deutschen anscheinend auch keinen Chrom mehr sondern nur noch Chrome. Aber ich schweife ab…)

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    Der (S-)Pedelecfahrer: Immer mit Gepäckträger und Warnkleidung. Spaß hat hier nix zu suchen. Auf jeden Fall zu faul zum selber treten

  • Das Canyon Endurace Rennrad ist eben ein Rennrad. Leicht, agil, fordernd und durch und durch ein spezialisiertes Sportgerät. Es macht mir genauso viel Spaß wie vor dem E-bike damit zu fahren. Puh! Glück gehabt 😊
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    Rennradfahrer: Asket mit rasierten Waden (wegen der Aerodynamik). Hat sonst keine andere Freizeitbeschäftigung. Es zählen nur die Medallien

     

  • Das YT-Industries All mountain Fully ist mein Spaßrad ohne Tacho und Kontrolle der Strecken und Zeiten. Es hat gerade im Harz wieder einen irren Spaß gemacht damit im Bikepark die (meistens eigenen) Grenzen auszuloten und an der Fahrtechnik zu feilen. Ich freue mich auch schon wieder gewaltig auf den nächsten Trip im Juli!

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    Der Freerider: Immer extrem lässig und cool. Quasi der Kitesurfer unter den Radsportlern. Style ist auf jeeeden Fall wichtiger als der sportliche Aspekt.

Nach den ersten paar Fahrten mit dem Klever war ich drauf und dran die Bestellung zu stornieren. Einmal weil mich die oben erörterten Fragen beschäftigen, andererseits, weil ich andere Vorstellungen hatte wie das Pendeln damit sein wird. Ich dachte ich komme völlig unverschwitzt an. Das geht auch, aber das ist dann sinnlos und macht keinen Spaß. Jetzt ist es mittlerweile so, dass ich mich jeden Morgen auf die Fahrt zur Arbeit freue und entäuscht bin, wenn ich mal das Auto nehmen muss.

Genau so hatte ich mir das dann eben doch wieder vorgestellt. Auch wenn ich mich auf Arbeit kurz frisch machen muss. Um sich jeden Tag zu zwingen aufs Rad zu steigen ist die Investition dann doch etwas zu hoch.

Für mich ist das ganze jetzt nach ein paar Wochen kein „versus“ mehr. Jetzt ist es E-Bike UND Rennrad UND Mountainbike. Das Klever wird sich auch bei mir nie rechnen. Ich habe kein Auto dafür abgeschafft. Es ist ein Statement gegen den Verkehrskollaps und für die Fahrradkultur. Also wer jetzt immernoch die Nase rümpft über den faulen „Seniorenrad Fahrer“ darf gerne mal mit mir ne Rennradrunde drehen. Und danach ohne zu grinsen das X-Speed ausprobieren. Ab jetzt nehme ich nur noch Kritik von Leuten entgegen, die selber jeden Tag mit dem Rad fahren und nicht nur jemanden kennen der das tut 😊

Bike and hike 2018 St.Andreasberg

Am Himmelfahrtswochenende war es endlich soweit. Ich fuhr mit meinen besten Kumpels zum „Bike and hike“ Trip in den Harz. Genauer gesagt nach St.Andreasberg. Wir hatten das einem von uns zum Geburtstag geschenkt. Wir wohnten drei Nächte in einem relativ neu gebauten Ferienhausdörfchen von Novasol. Eigentlich kannte ich den Anbieter nur von Dänischen Häusern. Das ganze ist echt schön auf einem Berg gelegen. Man konnte von der Terrasse sogar den Lift des Bikeparks sehen 🙂

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Novasol Panoramapark St.Andreasberg

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Terassenausblick

Am Donnerstag Abend sind wir vor Ort angekommen. Da wir vier uns nicht so oft im Jahr sehen wurde es ein recht feucht fröhlicher Abend.

Trotzdem sind wir nach dem Frühstück am Freitag relativ früh losgezogen um wandern zu gehen. Das war mal was ganz anderes, die bekannten Trails mal zu Fuß zu erkunden. Mangels passendem Schuhwerk von einem von uns war das ganze dann relativ kurz. Aber das war total OK.

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Der Wandersmann

Samstag war dann das eigentliche Highlight für mich angesagt. Wir waren 4 Stunden im Bikepark in St.Andreasberg mit Namen MSB – Xtrail.

Hier sind nur Drei von uns gefahren. Wir das Geburtstagskind hatte ich im Vorfeld ein Rad (Giant Reign 2) und eine Ausrüstung bestehend aus Fullfacehelm, Protektorenjacke und Knieschonern. Ich hatte mein YT wicked dabei, was für den Park vollkommen ausreichend war.

Um es kurz zu machen: Wir hatten ne Menge Spaß und niemand wurde verletzt 🙂

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Unfassbar viel Kram

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Verdiente Pause 1

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Verdiente Pause 2

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Und ich so: Yeah 😉

Es war ein echt geiles Männerwochenende. Danke Jungs. Zum Schluss lasse ich einfach noch ein paar Bilder sprechen….

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Sommerrodelbahn

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Danke fürs Frühstück!

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Ahhh, die Sonne geht auf: Hamburger Gold

Klever X-Speed – 250 km gefahren

Die ersten 250 km mit dem Klever sind vorbei. Das ging ziemlich schnell… Ich habe Dinge aus folgenden Kategorien beobachtet:

Lenkkopflager: Heute habe ich festgestellt, dass das Lenkkopflager leicht lose ist. Kann nach der km Leistung schon mal vorkommen. Was ich ziemlich cool fand, ist die Befestigung des Deckels über den Schrauben der Ahead Kralle. Das ist ein kleines Deckelchen, das von einem Magneten gehalten wird.

Das Einstellen ist dann wie gehabt: Klemmschrauben des Vorbaus lösen, Lagerspiel einstellen (in diesem Fall an zwei Schrauben, da beim Klever die Kabel durch den Vorbau nach unten verlaufen) und alles wieder fest

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Magnet Deckelchen

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Einstellschrauben

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Vorschriftsmäßig mit 3-6 Nm anziehen

Bremsleitung vorne: Was mir noch aufgefallen ist, ist die etwas unglückliche Verlegung der vorderen Bremsleitung. Einerseits scheuert sie beim Einfedern am Schutzblech, andererseits kann die Bremsleitung beim extremen Einfedern theoretisch die Speichen des Vorderrades berühren. Das muss ich auf jeden Fall beobachten:

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Verlegung der vorderen Bremsleitung

Tretlager/Kurbeln: Seit ca. 20 km bemerke ich Geräusche beim Pedalieren unter Last. Diese scheinen vom linken Kurbelarm zu kommen. Ich habe die Schrauben nachgezogen und beobachte das weiter.

Fehlermeldung 0059: Als ich heute mit hoher Geschwindigkeit durch einen Gulli gefahren bin, setze auf einmal die Unterstützung aus und es erschien ein Warnzeichen sowie Fehlercode 0059 im Display. Kurz aufgehört zu treten und wieder weitergemacht, dann war es weg. Eventuell war der Drehmomentsensor durch die Erschütterung kurzzeitig verwirrt. Also alles halb so wild.

Scheinwerfer:  Ich bin bis jetzt einmal im Dunkeln gefahren. Für ein Rad, das den Anspruch hat eine Auto-Alternative zu sein, ist das Licht auf jeden Fall nicht ausreichend. Relativ fleckig und auch nicht hell genug. Hier besteht definitiv Nachrüstbedarf.

Allgemeines: Das Rad gibt sich ansonsten unauffällig. Aber nur technisch. Ich bin schon mehrfach darauf angesprochen und ausgefragt worden. Es ist ein absoluter Hingucker.

Der Kette werde ich mal eine Schmierung gönnen. Es klingt zwar noch alles normal, aber schadet ja nicht.

Zur Federgabel habe ich ja schon ausführlich etwas geschrieben.

Die Bremshebel habe ich mittels Inbusschlüssel etwas weiter weg gestellt. Wäre es mein Rad, würde ich auch die Brems- und den Schalthebel noch etwas weiter nach innen rücken, damit die Bremse besser mit zwei Fingern bedienbar ist. Ich will aber an einem Testrad nicht rumbasteln.

Ich fahre eigntlich immer auf Unterstützungsstufe 3. Nur so ergibt sich ein echter Vorteil gegeüber einem normalen Rad. Das macht wirklich Spaß 🙂

Ich denke ein paar Wochen werde ich noch versuchen, so viele Tage wie möglich mit dem Klever meine 25km zur Arbeit zu fahren.

 

Erste Er“fahrungen“ Klever X-Speed

So, am Freitag Morgen bin ich bei 2°C bin ich dann zur ersten Fahrt aufgebrochen. Eines weiß ich jetzt schon: Der 570 Wh Akku ist mir zu klein wenn ich nicht bei der Arbeit nachladen will. Ich bin mit einer Mischung aus Stufe 2 und 3 gefahren und hatte jetzt noch 30 km Restreichweite.

25,5km in 48 min = 31,9 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit (inkl. kleinem Fotostopp). Fand ich jetzt erstmal relativ lange. Um dauerhaft über 42 km/h zu fahren braucht man schon Stufe 3. Ich bin derzeit schlecht im Training. Geschwitzt habe ich moderat. Also genau das was ich wollte. Relativ schnell ankommen (im Vergleich zum Rennrad) aber ich muss nicht duschen.
– Die Bremsen sind Top. Habe sie auch vorher ordentlich eingebremst.
– Der Sattel ist noch gewöhnungsbedürftig.
– Das Display ist soweit OK. Nur das Abmachen ist irgendwie unschön. Das knackt etwas ungesund.
– Füße und Ortlieb office Bag kommen sich nicht in die Quere.

Die Strecke ist auf jeden Fall richtig schön :)

Es kam wie es kommen musste: Ich bin auf dem Rückweg 5km vor Zuhause mit leerem Akku verhungert. Ich binq hin mit einer Mischung aus Stufe 2 und 3 gefahren. Zurück eigentlich nur noch 1. Reichweite 45 km. Stufe 1 kompensiert dabei eigentlich nur das hohe Fahrzeuggewicht. Ganz ohne Unterstützung ist das Rad in der Ebene einigermaßen zu fahren. Bergauf ist es eine einzige Qual. Die Übersetzung ist eben eher für 25 + km/h ausgelegt.
Um das Rad so zu nutzen wie ich es mir vorgestellt habe, muss ich eigentlich immer auf Stufe 3 fahren. Dabei liegt auf Strecke immer zwischen 38 und 45 km/h an. Heute habe ich einen Durchschnitt von 36,5 km/h erreicht und 40 Minuten gebraucht. Dann aber mit Wasser ins Gesicht und kurz umziehen.
Wenn ich dauerhaft Stufe 1 und 2 fahre sehe ich derzeit keinen Vorteil zum Rennrad. Ich könnte auf der Stecke dann einen 25-27 Schnitt fahren und müsste dann auch Duschen.
Auf Stufe 3 macht das richtig Spaß!

Ich ziehe das jetzt komplett mit Stufe 3 durch. Das ergibt dann einen 37er Schnitt. Daher lade ich jetzt auf der Arbeit nach.

Mittlerweile stehen 220 km auf dem Tacho. Test läuft 🙂

Was mich an der Ausstattung richtig ärgert ist die Federgabel. Da verstehe ich die Hersteller generell nicht. Die Gabel ist eine Spinner Aeris. Man kann die Gabel Sperren (Lockout), Die Federvorspannung einstellen (Preload) und die Zugstufendämpfung einstellen (Rebound) Sie hat anscheinend eine Stahlfeder.
Nun ist es so, dass ich Preload voll rausgedreht habe (also keine Federforspannung) und die Zugstufe ganz aufgedreht (also Minimale Dämpfung). Trotzdem wird mindestens 1/3 des verfügbaren Federwegs nicht genutzt. Ich habe es auch mal auf einer Waldpiste forciert. Speziell die rebound Einstellung ist nicht praxisgerecht. Die geht subjektiv von sehr langsam bis ultra langsam einzustellen. Heißt, dass selbt bei ganz geöffneter Zugstufe die Gabel extrem langsam ausfedert. Natürlich muss sich die Gabel noch einlaufen…
Meiner Meinung nach sollten alle Hersteller sich so eine Federfabel einfach schenken und eine Starrgabel (Alu, Stahl, Carbon) einbauen:
– Billiger
– Leichter
– Performance nicht schlechter

Nicht umsonst hat das X Speed Limited eine Carbongabel.

Was mich nach wie vor begeistert ist das XT Schaltwerk inkl. XT Trigger (nicht selbstverständlich) und die Magura MT4 Bremsen. Auch die Kombination mit dem Racktime Träger und der Ortlieb Officebag in L Passt bei Schuhgröße 46.

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Federweg zur Hälfte ausgenutzt

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Es ist da! Jedenfalls fast

Bei Klever brennt gerade die Hütte. Das ist schön für die, aber kann für den Kunden echt doof werden. So ist meine Bestellung, die ich am 23.12.2017 beim Händler aufgegeben habe wohl irgendwie verschütt gegangen. Der Liefertermin sollte dann auf Nachfrage irgendwann August 2018 sein!!!! What? Ich möchte hier jetzt keine Vergleiche zu unserem Ehemals sozialistischen Osten und der Fahrzeugpolitik ziehen, aber sowas geht einem dann schon durch den Kopf.

Jetzt kommt das Aber: Nach echt sehr nettem und konstruktivem Kontakt zum Klever Service, haben wir dann eine Lösung gefunden. Nachdem ich angedeutet habe, dass ich sowohl diesem Blog schreibe, als auch im Pedelecforum angemeldet bin, wurde mir ein Testrad angeboten.  Da sag ich nicht Neee  🙂

Es ist nun zwar genau so wie ich es nicht bestellt habe: Grau, GrößeM, 570Wh Akku (statt 850Wh). Aber für einen Test ist das sicher OK. Der Sattelauszug ist in Größe M grenzwertig, geht aber gerade so. Das Rag würde in einer riesigen Promo-Kiste geliefert. Ich musste  nur das Vorderrad einbauen. Also alles easy. Auf den ersten Blich wirkt alles super verarbeitet. Auf der ersten Testfahrt fiel mir als erstes ein klappern auf. Das könnte von den Kabeln im Rahmen kommen. Ich versuche das noch herauszufinden. Auf jeden Fall macht das Fahren echt Spaß. Durch das Gewicht liegt das Rad satt auf der Straße. An den Reifendruck und die Einstellung der Gabel muss ich mich noch herantasten.

Morgen nehm ich dann erstmal eine Wechselklamotten Tasche mit zur Arbeit um dann hoffentlich Freitag die erste Pendeltour zu machen.

Hier noch ein paar Bilder:

 

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Upcycling. Kleine Schrottbastelei – Show your passion

Neulich hab ich mal die diversen Kisten mit Fahrradteilen sortiert die so bei mir im Keller rumstehen. Da fiel mir eine gebrauchte 9-Fach Kette in die Hände. Wozu hebt man sowas eigentlich auf? Es ist eine irgendwie beschichtete KMC Kette. Also Rostfrei.

Da fiel mit ein, dass ich da mal eine nette Upcycling Idee gesehen hatte – Hehe. Cycling, wie passend…

Also los: erstmal saubermachen

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Ablängen:

 

Schlüsselring dran und feddich. Ein super netter „Ich bin Biker“ Schlüsselanhänger:

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Ein paar habe ich noch. Wer sowas zum Selbstkostenpreis haben möchte schreibt einfach ne nette Nachricht 🙂

 

Eilmeldung: Der Frühling ist da!

Tatsächlich! Nachdem ich insgesamt fast 4 Wochen mit Pausen rumgrippiert habe, konnte ich heute endlich das geile Wetter ausnutzen und eine Minirunde mit dem Rennrad drehen. Yeah!

Also Bike und Winterklamotte aus dem Keller geholt und los…

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 Fit wien Turnschuh ©crazy42wheels.com

 

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Die SKS Raceblades habe ich schon nach der Herstabschlusstour drangebaut. Ich bin so dermaßen nass geworden, dass ich die gleich bestellt habe. Einige auf der Tour hatten die dran und das war als Hinterherfahrer echt super.

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Sind schnell drangebaut und auch wieder ab.

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Auf jeden Fall wars echt geil mal wieder draußen zu sein!

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 Frühling!!!   ©crazy42wheels.com

Maddin in Wunderland

Ich war die letzten zwei Jahre öfter mal dienstlich in Regensburg. Bestimmt 10 mal. Eine wirklich schöne Stadt. Neulich war ich zum definitiv letzten mal dort und bin mal eine andere Strecke durch die Stadt gefahren. Und was muss ich das sehen: Eine riesige Stadler Filiale!

Zum Glück war der Arbeitstermin nicht so fürchterlich lange. So hatte ich Nachmittags noch Zeit einmal reinzuschauen. Entschuldigt die schlecht Bildqualität. Ich hatte nur mein ziemlich altes Smartphone mit.

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Maddin im Wunderland   ©crazy42wheels.com

Allein die reine Größe des Ladens hat mich umgehauen. Das ist fast wie real life Bikeporn. Also eine Art Laufhaus für Radfreaks. Ich war zum Glück mit dem Flugzeug da, so dass ich gar nicht in Versuchung gekommen bin einen Großeinkauf zu machen.

Wenn man einfach nur denkt: „Ich kauf heute mal ein Rad“, aber keine Ahnung hat in welche Richtung es gehen soll, wird man einfach elendig in einem der Gänge verhungern.

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Nächste Abteilung: „Ich kauf mal schnell ´n Kettenöl“ Öh, ja…

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Es gibt einfach alles, was Otto Normal Radfahrer sich so vorstellen kann. Auch ambitionierte Biker können sich hier komplett von Kopf bis Fuß inkl. Bike ausstatten. Auch ein paar echt ausgefallene Bikes waren dabei:

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Großkaliber ©crazy42wheels.com

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Hipsterroller   ©crazy42wheels.com

 

Natürlich habe ich auch was zu meckern. So gibt es zwar eine riesen Auswahl an E-Bikes, es ist aber nicht ein einziges Speed Pedelec dabei, geschweige denn eines mit Nabenmotor. Also alles schön mit den Marktführern gleichgeschaltet.

Auch hatte ich erwartet, dass SQ-Lab Sättel im Sortiment sind. Das war der einzige echte Grund da mal reinzuschauen.

Ich denke, das ist alles Jammern auf hohem Niveau. Auf jeden Fall hat mir der Laden einen kurzweiligen Nachmittag beschert und ich konnte Teile die ich nur aus Magazinen kannte mal in die Hand nehmen.

 

 

Kein Kinderkram – Woom Bikes

Achtung. Dieser Artikel enthält KEINE Werbung 😉

Ich habe von Woom weder Geld, Fahrräder, Schweinehälften oder kubanische Zigarren bekommen um hier was schönes zu scheiben. Ich gebe einfach gerne meine Erfahrungen weiter.

Bisher waren alle unsere Kinderfahrräder und sonstige Fahrzeuge vom Flohmarkt oder irgendwie aus dem Bekanntenkreis erbeutet. Preis zwischen ner Tüte Gummibärchen und 30€. Finde ich aus mehreren Gründen super:

  • Nachhaltigkeit: Es braucht kein neues Fahrrad produziert und (in den meisten Fällen) aus China importiert zu werden.
  • Kostenersparnis: Für diese Preise gibts nicht mal einen Mountainbike Reifen.
  • Verringertes „Schimpfpotential“: Wer schon mal gesehen hat wie Kinderfahrzeuge artgerecht benutzt werden weiß, dass die Sachen einiges auszuhalten haben. Ist beim neuen Smartphone ja genauso. Der erste Kratzer ist der schlimmste. Die gebrauchten Fahrräder haben den schon vor Jahren bekommen…

Zu meiner Freude stelle ich fest, dass unsere Große auch einen riesen Spaß am Radfahren entwickelt hat. Dem Laufrad sei dank, hat sie sich mit knapp 3 Jahren auf ihr 12″ Tigerenten Puky gesetzt und ist einfach losgefahren. BÄM. Da war ich platt! Es folgten dann schnell ein 16 und ein 18″ Fahrrad (danke Sönke).

So weit so gut. Wenn man „Kinderfahrrad“ denkt, fällt einem zuerst Marke XXX (kann sich jeder selbst was eintragen) ein. Das sind auch auf keinen Fall schlechte Fahrräder. Jetzt muss man aber wissen, dass unsere Große mit 5 Jahren gerade einmal 16 kg gewogen hat. Selbst das 16″ Aluminium XXX wiegt bereits 9,5 kg! Auf mein Gewicht von 80 kg bezogen, müsste mein „Kinderrad“ dann stolze (9,5/16*80=) 47,5 kg wiegen…..Keine weitere Erklärung nötig.

Ich machte mich dann einmal auf die Suche, um im www ein leichtes Kinderfahrrad zu finden. Es gibt da mehrere Firmen, die oft von Bikepapas gegründet wurden, die genau das gleiche Problem hatten. Irgendwann bin ich dann auf WOOM Bikes aus Österreich gestoßen. Die stellen 6 verschiedene Modelle vom 12″ Laufrad bis zum 24″ Jugendrad her.

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Produktpalette Woom bikes ©WOOM

Direkt könnte man nun zu meiner Aufzählung vom Anfang des Beitrags kommen. 329€ für ein 16″ Kinderfahrrad???? Nee 399€ mit SRAM Automatix Nabe (leider im Moment nicht lieferbar).

Also was ist denn nun auf einmal aus

  • Nachhaltigkeit
  • Kostenersparnis
  • Verringertes „Schimpfpotential“

geworden? Dazu später mehr. Nach gründlicher Überlegung und Vermessung unserer Großen, haben wir uns dann für das WOOM 3 Automatix entschieden.

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©WOOM

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©WOOM

Die Eckdaten sind:

  • 16″ Bereifung
  • Aluminiumrahmen
  • Zwei Handbremsen
  • SRAM Automatix 2 Gang Nabe (genial)
  • Und jetzt kommts: 5,7kg bzw knapp 6kg mit Automatix Nabe
    • Wir rechnen mal schnell (9kg/6kg), dass das knapp 1/3 weniger als üblich ist.

Hier mal in Echt mit Kind:

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Bike and Balg 😉   ©crazy42wheels.com

Dazu kommen noch weitere Features, die mich als Bikepapa einfach überzeugt haben das Geld auszugeben.

Die Bremsen:

Das Rad hat zwei Handbremsen und nicht wie üblich eine Hand- und eine Rücktrittbremse. Dabei ist die hintere Bremse mit einem auffällig grünen Griff ausgestattet damit das Kind nicht erst überlegen muss, welche die „Primärbremse“ ist. Ich finde das super. Das Losfahren aus dem Stand ist mit einer Rücktrittbremse um vieles schwieriger. Meistens steht die Kurbel im falschen Winkel um direkt losfahren zu können. Dann muss man erst vorrollen um die richtige Kurbelstellung zu erwischen. Besonders am Berg schwierig bis unmöglich. Zudem ist die Wirkung der Rücktrittbremsen meistens allenfalls als mau zu bezeichnen. Nicht umsonst ist diese Bremsenform an hochwertigen Erwachsenenrädern nahezu ausgestorben.

Die Griffe sind auch für kleine Kinderhände gut zu erreichen und durch die hochwertigen Bremszüge von Jagwire leicht zu betätigen. Außerdem lässt sich noch die Griffweite verstellen.

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Ergonomie:

Passend zu den Bremsgriffen hat sogar der Lenker einen kleineren Durchmesser als die Standard 22mm.

Der Sattel ist nicht zu hart und vor allem nicht zu weich. Das bewirkt nämlich immer, dass der Hintern drauf hin und her rutscht und sich das Polster „durchsitzt“.

Die Tretkurbeln haben einen auf Kinder zugeschnittenen Q-Faktor. Das heißt die Breite zwischen den Pedalaufnahmen ist entsprechend klein und auf die Breite des Kinderbeckens abgestimmt. Ich meine den Körperteil und nicht das Nichtschwimmerbecken. Die Kurbelarme selbst sind auch entsprechend kurz. Man soll es nicht für möglich halten, aber es ist ein deutlicher Unterschied zwischen z.B. 170 und 175 mm Kurbelarmen bei Erwachsenenrädern zu spüren.

Die Pedale finde ich etwas zwiespältig. Einerseits bieten die angedeuteten Krallen viel Grip z.B. mit matschigen Schuhen. Andererseits tut es wirklich weh, wenn man doch mal abrutscht und das Pedal gegen Schienbein oder Wade haut. Mountainbikefahrer die Plattformpedale mit Pins benutzen, bekommen beim Lesen sicher Phantomschmerzen ;-P

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Allgemein lässt sich das Rad gut auf verschiedene „Kinderformen“ einstellen, wenn man die Größenvorschläge des Herstellers beachtet. Oft werden Kinderfahrräder (weil die ja so teuer sind) auf „Vorrat“ zum reinwachsen gekauft. Da kann kein Fahrspaß aufkommen. Nicht umsonst (und natürlich auch zum Vorteil der Hersteller) sind die Radgrößen heute deutlich feiner gestuft als vor 10 oder 20 Jahren.

Zur guten Ergonomie gehört natürlich auch das geringe Gewicht. Dem Kind ist es nun allein möglich das Rad auch mal hinten hoch zu heben um es umzusetzen oder aus der Garagenparklücke zu bugsieren. Ganz zu schweigen von der ersten „Airtime“ über kleine selbstgebaute Rampen (Mamis bitte weglesen…).

Zum Thema Gewicht sagt ein Bild Mehr als tausend Worte:

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Antrieb:

Das Standard WOOM 3 hat eine kindgerecht gewählte Übersetzung. Zu der kann ich hier nicht so viel sagen, da wir wie gesagt die Version mit der SRAM Automatix 2 Gang Nabe haben. Bei dieser ist der erste Gang etwas kürzer und der zweite etwas länger übersetzt als bei der Standardnabe. Da es wie der Name schon sagt eine Automatiknabe ist, gibt es auch keinen Schaltgriff zu bedienen. Die Nabe schaltet einfach stumpf bei 11 km/h in den zweiten Gang. Dies hört man dann auch deutlich am klickern beim pedalieren. Wenn nicht zu viel Druck auf dem Pedal ist, schaltet sie bei unter 11 km/h wieder in den ersten zurück. In der Ebene funktioniert das gut, am Berg muss erst etwas Druck vom Pedal genommen werden, damit die Nabe zurückschalten kann.

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Design, Verarbeitung: und Ausstattung:

Grundsätzlich ist das Design des Rades eher unaufgeregt. Was kein Nachteil ist. Alle Woom bikes sind in 5 Farben verfügbar.

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©woom

Speziell der Rahmen wirkt sehr hochwertig. Saubere Schweißnähte und eine einwandfreie Lackoberfläche machen was her.

Fazit:

Um Otto Waalkes teilweise zu zitieren: „Da waren sie wieder meine drei Probleme“ Nachhaltigkeit, Kostenersparnis, verringertes „Schimpfpotential“

  • Nachhaltigkeit: Ja, wir haben ein neues Rad gekauft, dessen Rahmen sicherlich auch nicht aus Deutschland oder Österreich kommt. Ich habe versucht ein Woom 3 bei eBay Kleinanzeigen zu kaufen. Zu der Zeit standen deutschlandweit 2 Gebote 8-10 Suchanzeigen gegenüber. Wir haben das Rad bewusst in neutralem Rot gekauft, damit unser kleiner es auch noch weiter benutzen kann. Ich bin mir also ziemlich sicher, dass man dieses Rad danach noch an mehrere Kinder weitergegeben werden kann.
  • Kostenersparnis: Siehe Punkt Nachhaltigkeit. Für die gebraucht angebotenen Räder werden 200 – 300€ aufgerufen. Stand 11.03.18 stehen deutschlandweit 12 Geboten 18 Gesuche entgegen. Die Chance die Hälfte bis 3/4 des Kaufpreises wiederzubekommen steht also relativ gut. Damit ist das Rad am Ende nicht teurer als oben genannte Massenprodukte.
  • Verringertes „Schimpfpotential“: Zugegeben, der erste Kratzer hat mir weh getan. Das bleibt eben nicht aus. Dieser Punkt lässt sich also nicht wegdiskutieren. Ich stelle aber fest, dass mit dem tollen Rad pfleglicher umgegangen wird als mit den Flohmarkträdern.

Es gibt natürlich noch weitere Hersteller die einen ähnlichen Ansatz verfolgen. Genannt seinen Kania, Isla oder Frog. Diese liegen alle in einem ähnlichen Preis- und Gewichtsrahmen.

Wir haben den Kauf definitiv nicht bereut und schon Radtouren von bis zu 18 km unternommen! Wenn das nicht beeindruckend ist…

 

Lesetipp: Hier gibt es auch noch ausführliche Erfahrungsberichte einer echten „Woom Familie“ https://diekleinebotin.at/2015/03/03/woom-rad/

 

 

 

 

Kleiner Service Rock Shox Reverb

Das erste Teil, das ich an meinem YT wicked nachgerüstet habe, war die höhenverstellbare Sattelstütze. 2011 an einem all Mountain noch keine Selbstverständlichkeit.

Da ich gerne am Lenker alles schön aufgeräumt haben wollte, aber auch eine Sattelstütze mit Remote, entschied ich mich für die erste Generation der Rock Shox Reverb. Diese gab es ausschließlich mit externer Leitungsführung. Da meine Bremsen von Avid und die Schaltung von SRAM waren, konnte ich den Remote Hebel mit an die Schalthebel-/ Bremsgriffschelle bauen. Rock Shox und Avid gehören ja zu SRAM dazu. So sieht das einigermaßen aufgeräumt aus.

Die erste Reverb Generation hatte ja noch mit allerlei Kinderkrankheiten zu kämpfen. Ich kenne einige, die dann auf andere Hersteller umgeschwenkt sind. Bei mir funktioniert sie bisher tadellos. Lediglich die Entlüftung des hydraulischen Remotes ist etwas fummelig und sensibel.

Jetzt steht also wieder der jährliche kleine Service an, bei dem die Druckkartusche ungeöffnet bleibt. Ich ziehe dazu nur alles was geschmiert werden kann und irgendwie aufeinander gleitet. Dieses mal habe ich nicht einmal den oberen Abstreifring getauscht, weil der noch 1A aussieht.

Was ich NICHT mehr während der Saison mache (auch nicht an der Gabel), ist das schmieren mit dünnflüssigen Schmiermitteln wie Brunox Deo oder ähnlichem. das dünne Zeug verdünnt nur den Fettfilm im inneren und sorgt dafür, dass der Dreck noch schneller eindringt. Ich wische das Gleitrohr nur damit sauber.

Aber der Reihe nach:

  • Sattelstütze mit Remote abbauen
  • Außenrohr VORSICHTIG einspannen
  • Luft ablassen:

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  • Sicherungsring entfernen:

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  • dann die Einheit nach unten rausschieben und den unteren Dichtdeckel vorsichtig abdrehen. Dabei die dünne Gleitstange vooooorsichtig mit einem Lappen einspannen:

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  • Obere Überwurfmutter mit dem Abstreifring abschrauben und die ganze Einheit nach oben herausziehen. Vorsicht: in den Nuten liegen drei kleine Messinggleitstäbchen. Nicht fallen lassen. Eigentlich bleiben die aber am Fett kleben. Die Stäbchen verhindern das Verdrehen des Sattels. Dem Reparaturkit liegen welche in verschiedenen Durchmessern bei, um das vertikale Spiel zu minimieren. Ich habe diesmal alles belassen:

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  • Alles schön reinigen. Also das Gleitrohr (wo der Sattel dran ist) von außen  und die Hülse (die im Rahmen montiert wird) von innen. Wenn Wartungskit vorhanden kann man die untere Gleitbuchse (das Helle mit dem Schlitz) und den Abstreifring in der oberen Überwurfmutter austauschen. Hier einfach alles nur gereinigt. Auf dem Bild sieht man, dass die Gleitstäbchen Markierungen haben. Diese zeigen die unterschiedlichen Durchmesser an die benutzt werden um Fertigungstoleranzen und Verschleiß der Nuten auszugleichen:

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  •  Dann alles schön einfetten. Auch eine ordentliche Portion unter den Abstreifring. Das verhindert wirkungsvoll das eindringen von Dreck, den ja das Hinterrad immer schön dagegen schmeißt:

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  •  Am unteren Ende den Schaumstoffring mit RS Suspension Fluid tränken. Sollte man da haben, da es ja auch für die Entlüftung des Remotes gebraucht wird. Ansonsten geht bestimmt auch anderes dünnflüssiges Öl:

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  • dann alles wieder (wenn Wartungskit vorhanden mit neuen O-Ringen) zusammenstecken und den Sicherungsring montieren. Zum Schluss dann noch mit einer Dämpferpumpe 250 PSI aufpumpen, damit die Stütze wieder schnell arbeiten kann und nicht federt:

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  • Dann kann das ganze wieder an das Rad montiert werden und der Hebel entlüftet werden. Keine Ahnung wie man das eigentlich bei der aktuellen Reverb Stealth macht. Da ist die Hydraulikleitung ja innerhalb des Rahmens verlegt. Naja, entlüften muss man ja eh. Dann geht das ja auch.

Die Ganze Aktion dauert ca. 45 Minuten. Am längsten dauert eigentlich das Befestigen der Leitungen am Rahmen und das Ausrichten des Hebels. Aber da bin ich auch etwas autistisch veranlagt. Ich hasse es, wenn die Brems- und Schalthebel links und rechts unterschiedliche Winkel haben….

Oh, vom Entlüften hab ich nur zwei Bilder gemacht. Macht nix. Ist nicht so kompliziert.

  • Sattel ganz nach oben
  • An der Stütze und am Hebel den Dichtstopfen raus (TX25)
  • Jeweils eine halb mit RS Suspension Fluid (KEIN DOT für die Bremse!!!) ordentliche Spritzen anschließen. Ich habe mal welche von „Bleedkit“ bestellt. Die sind Robust und zum reinigen zerlegbar.
  • Dann die Flüssigkeit vom Hebel zur Sattelstütze drücken.
  • Dann andersrum
  • Kann man ein paar mal wiederholen und auch mal am Remotehebel pumpen.
  • dann Spritzen ab, Stopfen drauf und alles saubermachen.

Viel Spaß und gebt mir nicht die Schuld wenn ihr was kaputt macht 🙂

 

Gefährlicher Bikeporn

Wie jedes Jahr bin ich wieder der Versuchung erlegen eine Ausgabe der „Best of mtb“ zu kaufen. Eines dieser Best of Magazine für die man freiwillig 7,90€ bezahlt um dann sabbernd davor zu sitzen und sich Parts und Bikes anzugucken, die man sich eh nicht leisten kann. Bikeporn at it´s best halt 🙂 Die „dirt 100“ sind auch sowas. Da kann ich einfach nicht nein sagen. Die gab es dieses Jahr zum Glück nicht…

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Meistens sind die Preise der Sachen eh so abgehoben, dass es einfach nur Spaß macht sich anzusehen was es da draußen so gibt. Kurbelgarnituren für 1000€, Laufradsätze für 2000€ und Titan Komplettbikes für 12.000€. Da denkt man erst gar nicht weiter.

Manchmal passiert es aber, dass da auch Sachen drin sind die durchaus im Bereich für Normalverdiener liegen. In diesem Fall ist es ein UK Made Hardtail Stahlrahmen der Marke Cotic. Der kostet 535€.  Und schon ist die Saat gesäht. Inception…

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Yeah. Einfach ein Mountainbike ©crazy42wheels.com

Sowas wollte ich doch schon immer haben. Einen Stahlrahmen für die Ewigkeit, den man immer wieder mit neuen Anbauteilen auf den aktuellen Stand bringen kann. Ohne Schnickschnack. Ein Mountainbike eben. Kein All-Mountain, aggressives Trailbike, CC-Race, Enduro, Downhill…und was es sonst noch gibt.

Der Rahmen hat nichts mit billo Baumarkt Hardtails zu tun (die heute eh alle aus Alu sind). Alles ist auf dem neuesten Stand. Vorbereitung für Variostützen, ISCG Aufnahme, super tiefes Tretlager und kurze Kettenstreben. Eben alles was gerade sexy ist. Wirklich leicht ist der nicht. Ca. 3kg. Dafür aber mit gutem Flex und unzerstörbar.

Und schon rattert es im Kopf. Was würde man da für Parts verbauen? Ein komplettes Britbike mit Hope Teilen und so ist wieder unbezahlbar. Aber so eine nette XT Komplettgruppe wäre schon was. Und die Anbauteile für den britischen touch von Superstar components (was für ein geiler Firmenname).

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©superstar components

Natürlich habe ich das mal überschlagen. Würde um die 2200€ komplett kosten und damit deutlich mehr als mein YT wicked. Für ein relativ schweres Hardtail und das damit vierte Rad im Fuhrpark.

Aber geil wäre es trotzdem 🙂 Mal sehen ob es dann hier bald eine neue Rubrik gibt (Ehefrau bitte weglesen).

Cyclus Tools BSA Tretlagerwerkzeug

Wie ich im Beitrag „Winterinspektion“ schrieb, habe ich ja leider das Gewinde des Innenlagers in Mitleidenschaft gezogen. Auf Nachfrage beim FFH (Freundlicher Fahrradhändler) um die Ecke wurde mir mit Nachdruck bestätigt, dass solche Werkzeuge auf keinen Fall verliehen werden! Ein Nachschneiden des Gewindes war auch nicht sofort möglich. Dauert ein paar Tage….(Spoiler: Dies hat mit Zusammenbauen des neuen Werkzeuges bei mir 15 Minuten gedauert…).

Ich könnte jetzt weiterspinnen, dass kleine Fahrradläden auf Dörfern den Service als größtes Kapital für sich selber ansehen sollten und so weiter. Das würde hier den Rahmen spregen. Und Zack, wieder ne Idee für nen neuen Beitrag 😉

Aaalso: Hier geht es um das  Cyclus Tools BSA Tretlagerwerkzeug. Ich habe also in den sauren Apfel gebissen und es für 85€ bei Rose bestellt. Um es vorweg zu nehmen: Es ist wirklich toll verarbeitet und sein Geld wert.

 

 

 

Es ist keine Anleitung dabei. Dies könnte man kritisieren. Andererseits sollte man auch die Finger von solch einer Arbeit lassen, wenn man nicht weiß was man tut. Wenn da was schief geht (Hehe, schief) ist der Rahmen definitiv ruiniert. Keine Ahnung, ob man dann auf Pressfit umbauen könnte (Ah, wieder ne neue Idee…) Auf jeden Fall ist alles dauerhaft beschriftet und logisch zusammenzubauen:

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Einsatzbereit ©crazy42wheels.com

Das wichtigste feature ist das Schiebestück in der Mitte. Dies ist ziemlich genau gefertigt. Leicht eingeölt passen die beiden Teile saugend ineinander (ich hoffe dieser Beitrag erscheint nicht in den Suchergebnissen für Erwachsenenunterhaltung. Klingt irgendwie schlüpfrig…). Dadurch werden die beiden Hälften während des Gewindeschneidens genau Achsenparallel geführt. So passt dann später die Pedalachse, die ja hoffentlich gerade ist, auch ohne zu eiern in die Lagerschalen.

Klugscheißermodus an: Strenggenommen ist es eine Pedalwelle u nd keine Achse, weil sie ja beim pedalieren ein Drehmoment überträgt. Klugscheißermodus aus 🙂

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©crazy42wheels.com

 

 

 

Naja. Jedenfalls hat das Werkzeug gemacht was es soll. Nämlich das Gewinde perfekt nachgeschnitten. Nach gründlicher Reinigung (mit der ausrangierten Kinderzahnbürste und Bremsenreiniger) wurde das Gewinde im Rahmen ordentlich eingefettet. Dann passte das neue Innenlager super sauber, dass es eine Freude war. Aaach schön.

 

 

Es ist nett von SRAM ein Anzugsmoment auf das Lager zu schreiben. Ist mit dem Standard Innenlagerwerkzeug nur irgendwie nicht so praxisgerecht. Naja, dann halt mit Schlossergefühl.

Achja, ein Fazit: Das Tool ist wirklich hochwertig verarbeitet und würde sich auch in einer professionellen Fahrradwerkstatt gut machen. Da meine anderen Räder auch ein BSA Lager haben, lohnt sich die Anschaffung ja vielleicht auch. Und man kann das ja auch mal verleihen. Einziger Kritikpunkt ist, dass es zusammengebaut nicht in Karton zurück passt. Und vielleicht, dass es im www eigentlich kein Alternativprodukt für den Privatnutzer gibt. Wer es mal ausleihen möchte: Nutzt das Kontaktformular.

So denn. Gute Nacht 🙂

Kurze Rennradhose – günstig und gut? B-Twin 700

Seit beginn meiner „Rennradkarriere“ fand ich, dass  die strömungsoptimierten Strampelhosen ganz schön teuer sind. Wie man vielleicht merkt, steh ich ja durchaus auf die Sachen von Decathlon. Da die Sachen der gängigen Marken auch in China gefertigt werden dachte ich, ich riskier es hier auch mal. Also hab ich die „teure“ Radhose mit Träger gekauft.

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©Decathlon

 

Man bekommt für 50€ eine ziemlich gut verarbeitete Hose mit guter Passform. Das ist natürlich ziemlich individuell. Ich habe festgestellt, dass die Decathlon Eigenmarken meistens ziemlich klein ausfallen. Also am besten im Laden anprobieren oder direkt ne Nummer größer als gewohnt kaufen. Den einen farbigen Beinabschluss gibt es in verschiedenen Farben.

Am wichtigsten ist bei so einer Hose ist natürlich das Polster. In diesem Fall ein Gelposter mit verschiedenen Härtegraden und Dicken.

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©Decathlon

Bisher habe ich (zwei Hosen im Wechsel) insgesamt ca. 1500 km getragen. Meist auf dem Rennrad, aber auch beim Mountainbiken unter der Short (Als MTBler darf man sich ja so nicht blicken lassen 😉 )

Diverse Waschgänge haben die Hosen auch bisher klaglos überstanden. Wenn man also nicht bereit ist 100, 200 oder sogar 300€ (ja, das gibt es) für eine Fahrradhose auszugeben, hat man hier eine Preiswerte hochwertige Alternative. Erst recht, da man aus hygienischen Gründen auch lieber mehr als eine haben sollte.

Der Vollständigkeit halber schreibe ich auch etwas zur B-Twin 500. Die hatte ich auch getestet aber wieder zurückgegeben. Die Passform ist auch hier ähnlich gut wie bei der 700er. Allerdings war mir das Schaumstoffpolster einfach zu weich. Auf dem Rennrad wo man ja fast die ganze Zeit sitzt, war mir das auf Dauer zu unbequem. Ist natürlich wieder Geschmackssache. Zudem ist die im Moment als Auslaufmodell Spottbillig 🙂

Mini und „nicht ganz so mini“ Tools – was braucht man wirklich für „Werkzeuch“ auf Tour?

Als wir das erste mal mit dem Campingbus losgefahren sind war der sooo voll, dass man sich nicht mehr bewegen konnte. Nach und nach weiß man dann, was wirklich nötig ist. Als wir dann 2 Jahre später mit unseren 2 Kindern 3 Wochen durch Frankreich gefahren sind, konnte man sich sogar beim Pausenstopp frei im Auto bewegen. Lernkurve halt 🙂

Ähnlich verhält sich das mit Ersatzteilen und Werkzeug auf Biketouren. Dabei ist es sicherlich ein Unterschied, ob man alleine durch die Sahara fährt, ne Feierabendrunde auf dem Rennrad dreht oder mit den Kumpels eine Tagestour durch den Harz macht.

Am Rennrad habe ich die Minimalaustattung in der Satteltasche:

  • Ersatzschlauch 28″ Rennrad (Flicken unterwegs ist doof)
  • 3 Reifenheber (Schwalbe Die habe ich wirklich auf Basis eines Reifenheber Tests gekauft…)
  • 2 Einweg Gummihandschuhe (Wenn man anderen bei deren total dreckigen Ketten hilft. Bei mir bleibt man sauber 😉 )
  • 5 Euro für das Käffchen unterwegs
  • Ein einfaches Zahlen-Kabelschloss (für das Käffchen unterwegs)
  • Separat am Flaschenhalter:
    • Luftpumpe (SKS Injex T-Zoom). Die ist sowohl für MTB als auch fürs Rennrad geeignet. Man hat zwei verschiedene Kolbendurchmesser. Einen großen für viel Volumen und mäßige Drücke und einen kleinen für die letzten mbar oder eben die hohen Drücke am Rennrad.
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Rennradüberlebenskit (©crazy42wheels.com)

 

Auf Mountainbiketouren habe ich immer ein, aus einem Aldi 1/4 Zoll Steckschlüsselkasten selbst zusammengestelltes, „Individual Minitool in Plastiktüte“ plus weiteres dabei. Alles einfach in den Rucksack geworfen. Gesamt also:

  • Individual Minitool in Plastiktüte plus Kettennieter
  • Ersatzschlauch 26″.  Nicht mehr so einfach sich den mit anderen zu teilen wie beim Rennrad, wo alle 28″ Räder haben. Jetzt muss jeder seinen (oldschool) 26″ , 27,5″, 27,5″+, 29″, Fatbike whatever Schlauch mithaben. Scherz beiseite. Um nach Hause zu kommen passt auch ein 26er in einen 27,5er Reifen und umgekehrt.
  • Kettenschloss (Werkzeuglos connex). Passt hier eben hier nur an meine 9-fach Kette. So kann man auch bei einem Schaltwerksabriss oder so die Kette passend mit dem Kettennieter ablängen und ein einem erträglichen Gang ins Base Camp fahren. Bei Kettenriss flickt man die Kette damit einfach zusammen, sofern man den überlebt hat…
  • Reifenheber
  • Luftpumpe. Teilen sich das MTB und das Rennrad
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Männer Minitool (©crazy42wheels.com)

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(©crazy42wheels.com)

 

 

Für das S-Pedelec habe ich auch schon etwas zusammengestellt. Die Satteltasche ist auch eine Topeak Aero Wedge, allerdings etwas größer.

  • Minitool SKS TOM 18.
  • 3 Reifenheber
  • Ersatzschlauch 27,5″
  • Minipumpe Zéfal Air Profil Micro Aluminium (Passt mit in die Tasche). Mal sehen ob das Minivolumen für 27,5″ Schläuche reicht
  • Gummihandschuhe

 

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(©crazy42wheels.com)

Ich hoffe so für alles gerüstet zu sein. Wenn ich so resümiere, sind es doch meistens die klassischen „Plattfüße“.  Es gab Harztouren auf denen wir bei 14 mitfahrenden Reifen nicht einen Plattfuß auf über 100km hatten.

Der blödeste Fall war ein sich zerlegendes 20 Jahre altes XT Schaltwerk. Die Schrauben der Schaltröllchen hatten sich gelöst. Bis auf eine Lagerabdeckplatte haben wir alles wiedergefunden. Das Rad ist so noch auf der ganzen Harztour weitergefahren.

S-Pedelec Helm – Cratoni Vigor

Da das S-Pedelec als Kleinkraftrad gilt (Klasse L1e-B) ist ein „geeigneter Helm“ zu tragen. Ich möchte hier gar nicht die vielen Diskussionen in den Foren der Republik aufwärmen. Die die ich kenne tragen einen Mountainbike oder Skate Helm. Ich denke die Gefahren sind hier ähnlich, nicht aber die Geschwindigkeiten…

Streng ausgelegt heißt das, dass der Helm nach ECE 22/05 getestet sein muss – Eine Norm für Motorradhelme! Whaaaat? Geht auf einem Fahrzeug was ja immer noch mit Muskelkraft bewegt werden muss und zudem sicher oft als Fahrrad wahrgenommen wird (das heißt erhöhte Aufmerksamkeit durch den Fahrer verlangt) mal gar nicht. ECE 22/05 heißt unter anderem, dass der Helm die Ohren bedecken muss.

Der einzige verfügbare Helm in Deutschland der speziell für S-Pedelecs designed wurde, ist der Cratoni Vigor.

UVP 269€! BÄM. Der Straßenpreis liegt in etwa bei 170€ und somit auf dem Niveau von teuren Radhelmen. Ich denk eich werde den mal testen. Solange nix passiert, ist ein MTB Helm sicherlich ausreichend und niemand würde etwas sagen. Kommt aber im Schadenfall eine Versicherung ins Spiel (erst recht die Berufsgenossenschaft wenn es sich um einen Wegeunfall handelt) sieht die Sache schnell anders aus.

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Strip that down for me…    (© crazy42wheels.com, 2018)

 

Im Winter bekommt das YT ein paar Streicheleinheiten. Nachdem die Gabel vor der Letzten Saison einen Service bekam, war jetzt der Dämpfer dran. Dies ist eine Arbeit die ich nicht selber mache. Einmal zu doll eingespannt und die Gleitflächen sind im Eimer…

So schickte ich den Dämpfer zum doppelten Preis eines Servicekits zur Berliner Rad- und Dämpferklinik.

Die Bearbeitung dauerte vom Hinschicken bis zur Rückgabe nicht einmal zwei Wochen. Testen konnte ich noch nichts. Z.B. hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass der Lockout quasi keine Funktion hatte. Das ist wohl eine Krankheit der frühen Rock Shox Monarch Dämpfer und jetzt hoffentlich behoben.

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(© crazy42wheels.com, 2018)

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Wie neu                               (© crazy42wheels.com, 2018)

Das Innen- oder Tretlager ist noch das erste von 2011 und sollte nun zur Kontrolle einmal raus. Ist ein original Truvativ GXP Lager mit außenliegenden Lagerschalen. Leider wehrte es sich standhaft. Mangels dritter Hand habe ich kein Bild von der „Zange mit Rohr“ Konstruktion gemacht die nötig war um es raus zu bekommen. Jetzt ist definitiv ein neues fällig…

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(© crazy42wheels.com, 2018)

Leider hat das Gewinde im Rahmen auch ein wenig gelitten. Bevor ich das neue Lager ruiniere, muss das erstmal nachgeschnitten werden. Das Werkzeug dafür kostet stolze 85€! Da muss ich wohl mal im örtlichen Fahrradladen fragen, ob ich mir sowas ausleihen darf (Update: Nö ;) ).

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(© crazy42wheels.com, 2018)

Der Rest ist Hausmannskost:

Antrieb reinigen (Kette, Ritzel, Kettenblätter) Lager kontrollieren usw. Für die Kette benutze ich, da ich Reinigungsfetischist bin gerne die Connex Link Kettenschlösser welche man ohne Werkzeug öffnen und schließen kann. Die Kettenmarke ist hier egal. Es muss halt nur passend zu 8, 9, 10 oder 11-fach sein. Ich benutze im Moment eine normale Shimano Deore Kette.

 

(© crazy42wheels.com, 2018)

Yeah, es ist wieder soweit…

Ich werde wieder mit meinen Bike Buddys nach St.Andreasberg in den Harz fahren. Geplant bisher 13. bis 16. Juli.

Das machen wir tatsächlich schon seit 8 Jahren. Wahnsinn wie die Zeit vergeht…

Mit einem von den Verrückten habe ich das schon viele Jahre zuvor gemacht. Wir hatten beide ein Giant ATX 860. Wann war das nochmal aktuell??? 🙂