Erster Eindruck Radon ZR Lady 7.0

Juchuu, es ist da. Statt der angekündigten 14 – 24 Werktage hat es sogar nur 16 „normale Tage“ also knapp zwei Wochen gedauert. Sehr ordentlich wenn man bedenkt, dass auch Teile derzeit recht knapp sind. Aber BikeDiscount (deren Hausmarke ja Radon ist) scheint noch genug auf Lager zu haben. Die Sendung mit dem nötigen Zubehör (Flaschenhalter, Pedale, Mudguard…) kam sogar schon 3 Tage vorher separat.

Ist ja immer so eine Sache zum Thema Nachhaltigkeit. Aber ein neues Rad aus dem Karton zu holen ist immer wieder einfach g… 😉 Die Entscheidung für genau dieses Rad wurde zuvor HIER gefällt.

Gut und mit relativ wenig Plastik verpackt
Fast fertig
Das ist alles an Plastik (den Achsschutz hatte ich wohl schon weggeworfen)

Hier einmal die Gesamtansicht. Man sieht gut die hohe Front. Also eine eher entspannte Sitzposition. Die Gabelspacer lassen sich aber noch umstapeln falls der Lenker zu hoch erscheint. Sind original alle unten:

Radon ZR Lady 7.0

Sieht doch amtlich aus

Erstmal die Punkte die auf den ersten Blick nicht so gut gefallen:

  • „Levelnine“ Vorbau, Sattelstütze und Lenker machen nicht den hochwertigsten Eindruck. Empfindliche Oberflächen
  • Kleiner Lackschaden (wurde durch einen Gutschein von Bikediscount gelöst)
  • Mattlack. Schwer zu pflegen
  • Shimano Deore 1×12 Trigger erscheint nicht sehr hochwertig. Funktion ist aber total OK
  • Reifen etwas lieblos aufgezogen. Eiern ordentlich
  • Marginaler Kettenstrebenschutz
  • Hinten nur eine Schnellspannachse
  • Hintere Bremsleitung außen verlegt. Defektanfällig, Optik
  • Hinten noch IS2000 Bremsenmontage. Allerdings mit Postmount Adapter. Justieren also kein Problem

Das hier gefällt:

  • Mattlack. tolle Optik
  • Stimmige Gabeloptik passend zum Rahmen
  • Der Selle Italia S3 Damensattel ist hochwertig verarbeitet
  • Schnellspanner am Sattelrohr
  • Toll verabeitetes Shimano Deore 1×12 Schaltwerk
  • Toll verarbeitete Shimano Deore Kurbeln
  • Unter -und Steuerrohr bereits mit Lackschutzfolie abgeklebt
  • Hintere Bremsleitung außen verlegt. Wartungsfreundlich
  • BSA Gewindetretlager. Auch Wartungsfreundlich
  • Vorne eine solide Maxle Steckachse
  • Insgesamt eine gute Rahmenverarbeitung
  • Interne Zugführung für eine höhenverstellbare Sattelstütze bereits vorgesehen

Die nächsten Tage wird dann getestet. Erstmal alles einstellen und einfahren. Dann gibt es einen weiteren Bericht…

E-Auto Prämie nun selbst in Anspruch genommen – Achtung könnte wieder persönliche Meinung enthalten

2019 habe ich diesen doch recht kritischen Artikel zum Thema Elektroautoförderung geschrieben ->Klick

Seit dem hat sich viel getan und ich habe meine Meinung nicht grundsätzlich geändert. Allerdings kann ich nun aus eigener Erfahrung etwas zum Thema Elektroauto schreiben. Denn seit Januar 2021 steht bei uns nun eines auf dem Hof. Dies hatte ich auch damals nicht ausgeschlossen. Es ging nur etwas früher los als gedacht.

Den Anstoß gaben mehrere Faktoren. Zum einen die E-Auto Prämie von 6.100€ und die 2020 eingeführte Förderung für Wallboxen von 900€. Auch habe ich noch ein Angebot meines Arbeitgebers bekommen. Und schon ist das ganze gar nicht mehr so teuer wie gedacht. Da unsere Garage und das Carport eh elektrifiziert werden sollten dachte ich mir, dann nehm ich die Förderung noch mit. Ich weiß, das klingt egoistisch und geht auf Kosten der Allgemeinheit. Das tun andere Klimaschutzmaßnahmen wie Gebäudesanierung aber auch. Warum ich das Elektroauto in meinem persönlichen Fall für einen Beitrag zum Klimaschutz halte werde ich noch erläutern.

Ein großer Faktor war auf jeden Fall auch die Tatsache, dass wir seit September 2019 unsere eigene PV-Anlage auf dem Hausdach hatten. Bei der derzeitigen Eispeisevergütung liegt es somit auch nahe, seinen erzeugten Strom lieber selbst zu verbrauchen.

Aber der Reihe nach:

Kosten

2019 habe ich mal meinen Kia Picanto einer Renault ZOE gegenübergestellt. Generell ist das Elektroauto immer noch teurer, aber die Kosten haben sich etwas verschoben (in rot die Änderungen ggü 2019). Nebenbei hatte ich auch die Spritkosten des Kia falsch ausgerechnet. Hat keiner gemerkt ;). Ich gehe nun von 10.000 km/a aus, weil mein Batteriemietvertrag auch so läuft:

  • Kia Picanto 1,0
  • Kaufpreis: 10.000€
  • Steuern/a: 80€
  • Verbrauch: 5,2 l/100 km -> 5,0 x 1,54€ = 7,7€ / 100 km -> 2,310€ / 36 Monate
  • Wartung: 10.000 k/ 1 x pro Jahr: 250 €/a -> 750 / 36 Monate

-> Für 36 Monate: 13.060

Das meistverkauft Elektroauto in Deutschland und auch vergleichbar mit dem Kia:

  • Renault Zoe R110 Z.E. 50
  • Kaufpreis: 18.100€ + 82€ Batteriemiete (2952€/36 Monate) – 6100€ Kaufprämie: 14.950
  • Steuern: 0€
  • Verbrauch: 15,3 KWh/100 km (Katalogwert nach WLTP Eigener ermittelter Wert)
    • Annahme: Zuhause geladen. Davon 50% Solar, 50% Netz -> Durchschnittlich 20Cent / KWh (30Cent KWh Netzstrom + 10Cent KWh nicht bekommene Einspeisevergütung /2) -> 3,06€/ 100 km
    • -> 918€ / 36 Monate
    • Im besten Fall 0€ wenn man immer öffentlich umsonst lädt (gibt es eigentlich nicht mehr)
  • Wartung: 10.000 k/ 1 x pro Jahr: 150 €/a -> 450 / 36 Monate

-> Für 36 Monate: 16.318

 

Die Renault ZOE ist somit nach 3 Jahren und 10.000km /a lediglich 3,258 € teurer als der Kia. 2019 hatte ich mit den alten Annahmen noch über 5000€ ausgerechnet. Nicht berücksichtigt ist die bereits in der Basisversion der ZOE enthaltene viel bessere Ausstattung. Gegenüber dem Kia (der ja auch ein Kleinstwagen ist. Die ZOE eher Polo Klasse) hat der Renault folgende Mehrausstattung: Voll Digital Cockpit, Multimedia Display, DAB+ Radio, Keyless go, Automatikgetriebe (bedingt durch den E-Antrieb), Standheizung/Kühlung. Dafür hinten nur Kurbelfenster ;).

Die Wallbox könnte man noch dazurechnen. Diese ist ja aber nicht exclusiv nur für dieses erste E-Auto und kann danach weiterbenutzt werden.

Umwelt

Ich weiß, dass hier echte Grabenkämpfe stattfinden. Ich will dazu gar nicht so viel schreiben und euch dieses Video von Dr.Whatson ans Herz legen: (4) Die Wahrheit über Elektroautos – YouTube

Nur ein paar Fakten:

  • Auch Verbrennerautos wachsen nicht auf Bäumen und erzeugen CO2 bei der Herstellung
  • Auch in Verbrennerautos sind seltene Erden versteckt. In den Akkus der E-Autos sind übrigens KEINE seltenen Erden enthalten)
  • Ein neues Auto schleppt immer einen CO2 Rucksack mit sich herum
  • Dieser ist beim Elektroauto deutlich größer

So nun aber zu meiner persönlichen Situation.

Bezogen auf die Nutzung eines Elektroautos wohne ich ideal. Ländlich in Schleswig Holstein mit eigener Solarstrom Anlage auf dem Dach. Dazu ein Zitat von www.schleswig-holstein.de:

 

 

Also selbst wenn man komplett ohne PV-Anlage lädt, ist der erneuerbare Anteil schon jetzt sehr hoch. Gehen wir jedoch mal von gesamtdeutschen Ökostrommix aus, der sich seit 2019 auch bereits verbessert hat:

Der Ökostrommix in Deutschland wird mit 0,421 0,401g CO2 / KWh angenommen. Demnach würde unser Auto also 0,401 g/KWh x 15,3 KWh / 100 km x 30.000km = 1841 kg CO2 emittieren. Bei 50% Solarstrom dann nur noch 920 kg.

Der Benzin Kia wird in den 3 Jahren 3,720 kg CO2 emittieren (5,2 l/100 km x 23,8 = 124 g/km. 124 g CO2/km x 30.000 km)

Im Jahr 2030 soll Schleswig-Holsteins Strommix 100% Klimaneutral sein. Aber selbst so spart das Elektroauto pro Jahr  933kg CO2 ein. Dabei ist nur die direkte CO2 Emission eingerechnet. Die Förderung, Herstellung und der Transport fossiler Brennstoffe erzeugen natürlich auch noch einma CO2 obendrauf.

Das schwedische Institut IVL gibt an, dass die Akkuherstellung mittlerweile 61 – 106 kg CO2/kWh benötigt. 2017 lag dieser Wert noch bei 150 – 200 kg/KWh (Quelle: www.energie-experten.ch). Nimmt man nun an, dass dieser Durchschnittwert (61+106 / 2) von 114 kg/kWh und auch der Strommix konstant bleiben, wäre der CO2 Rucksack meines Auto mit einer 52kWh Batterie nach 6,4 Jahren getilgt und man wäre in der „Gewinnzone“ (Die Eindhoven University geht übrigens von durchschnittlich 65 kg/kWh aus). Aber da sich beide Werte kontinuiertlich verbessern, wird dies früher der Fall sein. Der Verbrenner wird bis zum Ende seiner Nutzungszeit weiterhin CO2 (und andere Schadstoffe) emittieren. Zudem ist mein „persönlicher Strommix“ jetzt schon deutlich besser als der Gesamtdeutsche.

Natürlich ist die Akkuherstellung problematisch. Auch hier lege ich euch wieder das oben verlinkte Video nahe. Kobalt wird schon seit Jahrzehnten unter prekären Umständen abgebaut. Und bei den Milliarden von Smartphone Akkus die im Umlauf sind hat noch nie jemand den grünen Zeigefinger erhoben. Denn es hat ja jeder eines oder mehrere 😉

Fazit

  • In unserer persönlichen Situation ergibt das Elektroauto absolut Sinn. Klar ist es nicht das Allheilmittel und wie immer wird sich ein Mittelweg finden müssen. In den Ballungräumen geht es nur mit insgesamt weniger Autos (egal wie angetrieben) und mit besserem ÖPNV und besserer Radinfrastruktur.
  • Das Elektroauto ist absolut Alltagstauglich. Auf dem Land ist die Ladesituation einfach super entspannt. Nach Hause kommen, Anstecken und in ein paar Stunden ist das Auto Wieder voll. Bei unserer derzeitigen Durchschnittsstrecke ist das einmal die Woche.
  • Es gibt keine Reichweitenprobleme. Je nach Jahreszeit sind 280 bis 330 km drin. Bei unserer (ich behaupte mal ziemlich typischen) Kleinwagennutzung (Einkaufen, Kindergarten, Arbeitsweg usw) reicht die Füllung also mehrere Tage. Außerdem entfällt der nervige Tankstopp. Zuhause dauert das Ein- und Ausstecken 10 Sekunden.
  • Es ist schade, dass die deutschen Hersteller immernoch schlafen. Ich finde Renault hat mit der ZOE echte Pionierarbeit geleistet und ein tolles Paket geschnürt.
  • Es fährt sich einfach sooo gut. Kein Verbrenner mit einem noch so tollen automatischen Getriebe kann da mithalten. Leise, smooth und kraftvoll bei gerade einmal 80kW Spitzenleistung.

Zum Schluss

Leben und leben lassen. Wer ein E-Auto kauft muss sich immer irgendwie rechfertigen. Fast wie bei nem Thermomix 😉 Ich diskutiere gerne. Aber sobald jemand anfängt mit den schlimmen Akkus und den ständig abbrennenden E-Autos und überhaput Körnerfresser und so… Da verliere ich die Geduld. Speziell wenn mehrmals im Jahr in den Urlaub geflogen wird und der/diejenige sich beim Autokauf vorher noch nie Gedanken über Umweltaspekte gemacht hat.

Übrigens liegt der durchschnittliche Neuwagenpreis 2020 bei 36.340€ (Quelle: Statista.de). Da kann man bei den nun erhältlichen günstigen E-Autos wie Renault ZOE, Hyundai Kona/Ioniq, Dacia Spring nicht mehr wirklich von einem „Reichenspielzeug“ reden. Selbst ohne Förderung.

Lasst euch drauf ein oder lehnt es eben ab. Eure Entscheidung. Kommt gerne vorbei und probiert es selbst aus.

 

Das erste Crazy42Wheels Kinder MTB ist fertig – Daten und Kosten

Das hat Spaß gemacht! Wie ich ja hier angekündigt hatte, habe ich günstig einen 24er Lapierre Kinder MTB Rahmen erstanden.

Nach und nach ging es dann auf Teilesuche. Mein Fazit dazu: Es ist gar nicht so einfach halbwegs leichte und bezahlbare Kinderrad Teile zu bekommen. Besonders die Kurbel hat mir Kopfzerbrechen bereitet.

Sie sollte möglichst leicht sein, wechselbare Kettenblätter haben und wenn möglich nur 130mm Kurbelarm Länge. Wenn Geld kine Rolle spielt kann man es natürlich mit solchen edlen Teilen versuchen:

Copyright: VPace

Gibt´s in verschiedenen Längen und sie sind echt leicht.

Das andere Extrem sind solche Stahlklötze für 9,95€:

Da muss es doch einen Kompromiss geben. Durch Zufall habe ich dann in der Kleinenzeigenbucht eine original verpackte SR Suntour XCT Jr Kurbel entdeckt:
Copyright: Fahrrad.de

Nicht ultraleicht aber ganz OK vom Gewicht. 152mm Kurbellänge sind auch erstmal gut so. Und man kann die Kettenblätter abbauen. Es ist ein Standard 104mm Lochkreis für den es viele Kettenblätter gibt. Gebraucht habe ich sage und schreibe 17,50€ bezahlt. Aber auch neu ist diese Kurbel um die 25 bis 30€ zu haben. Derzeit sind noch das (zusammengenietete) mittlere und kleine Kettenblatt verbaut. Ein Alukettenblatt folgt. Und die Fräse soll später auch noch angesetzt werden um etwas Material aus den echt massiven Armen zu entfernen.

Ein Highlight ist auf jeden Fall das aus Sattel, Lenker, Griffen und Pedalen bestehende Jr Pro Kit von SDG:

Copyright: SDG Components

Besonders der Sattel ist echt toll verarbeitet. Der Lenker hat nur 18mm Griffdurchmesser was ihn für kleine Kinderhände besser greifbar macht. Zur Montage von normalen Brems- und Schaltgriffen liegen 4 Kunststoffspacer bei. Die Pedale sind nicht besonders Leicht, bieten mit den gemäßigten Pins aber viel Grip ohne gleich Schienbeine oder Schuhe zu zerstören. Aber am allerwichtigsten: Es sieht alles verdammt cool aus 🙂 Die UVP von 149€ ist natürlich heftig. Aber wie immer ist der Straßenpreis deutlich darunter. Zwischen 95 und 110€ muss man anlegen. Weil der Sattel eine Mini Beschädigung hatte, bekam ich noch einmal 15€ Rabatt und habe damit 80€ bezahlt.

Der Rest ist Hausmannkost. Der Rahmen war auf V-Brakes ausgelegt. Somit habe ich auch eine 24er Stahlgabel mit Cantisockeln besorgt. Sie ist mit knapp 1000g noch relativ leicht. Auch hier ist es gar nicht so einfach gewesen eine 24er Gabel mit 1 1/8″ „Nicht Gewindeschaft“ zu bekommen. Es liegt bereits eine 1998er Rock Shox Judy XC in 26 Zoll bereit die ich günstig geschossen habe. Diese wiegt auch lediglich 1200g. Ich muss lediglich einen Adapter für die Bremsarme anfertigen (lassen). Mal sehen. Die einzige ernsthafe 24 Zoll Luftfedergabel wäre die RST First AIR gewesen. Mit 1700g und ca 200€ aber auch nicht gerade leicht und billig:

Copyright: RST Suspension

Da die (ebenfalls von Ebay Kleinanzeigen stammenden) Laufräder eine 8-Fach Kassete mitbrachten, habe ich den Antrieb also auf 1×8 ausgelegt. Auch hier versuchte ich gebrauchte Teile zu beschaffen. Naja um es kurz zu machen: Preis/Leistung waren in neu bei diesen Komponenten (und auch den V-Brakes) besser. Es ist also ein SRAM X3 Schaltwerk mit X4 Trigger geworden. Die Kinderbremshebel sind von Alhonga.

Was hat der Spaß denn nun gekostet und was wiegt es?

Kosten Kinder MTB 24″

Ich finde knapp 430€ OK, hatte aber natürlich auf weniger gehofft. Also in Serie werde ich damit nicht gehen 😉 Das Gesamtgewicht beträgt nun 9,9 kg, was ich angesichts der Stahlgabel und der Kurbelgarnitur ganz OK finde. Nimmt man die über allem schwebende Referenz WOOM Off 5 (Link) dazu, stehe ich ganz gut da:

Copyright: WOOM Bikes

799€ und 8,6 kg. Beides ein Wort! Und naturlich mit Scheibenbremse. Ist schon eine cooles Teil. Und meine Arbeitszeit inkl. Internetrecherche ist natürlich Kostenlos. Ist ja Hobby 🙂

Wer gar keine Arbeit haben will und ein gleichwertiges Rad wie meines zu einem super Preis haben möchte, sollte sich mal das Conway MS240 rigid ansehen (Link). knapp 400€ und 9,3 kg:

Copyright: Conway Bikes

So, nun aber endlich die Bilder des fertigen Bikes. Und danke an meine Frau für die Anfertigung der geilen Sticker 🙂

Teilehaufen

Und fertig 🙂

Heute kam noch das neue Kettenblatt. Sieht nochmal nen Tick cooler aus…

Grüüüün
Nur die Schrauben fehlen noch

In diesem Sinne: TheKidsAllRide

Damen MTB um 1000€: Update

Als wir letztens mal wieder am Hütti Trail waren, wollte meine Frau auch mal eine Abfahrt ausprobieren. Und obwohl mein Mountainbike viel zu groß für sie ist, hat man gemerkt, dass die Saat gesät ist 😉

Da ich ja nichts lieber mache als Daten und Preis/Leistungsverhältnisse zu analysieren, habe ich mich jetzt mal auf das unbekannte Terrain der Damen Einsteiger MTB um die 1000€ gewagt.

Es gibt einige Artikel darüber, ob es spezifische Damen MTBs braucht oder ob das nur wieder ein sexistisches Ding ist, Frauen ein schlecht ausgestattetes MTB in Rosa mit Blumen anzudrehen.

Meine Meinung dazu:

  • Das Auge kauft mit. Und meiner Frau haben die verschieden „Frauen Farben“ auf anhieb besser gefallen als die meist gedeckten oder knalligen unisex Varianten.
  • Fakt ist: Frauen sind im Durchschnitt kleiner und leichter als Männer (Frauen 40- 45 Jahre: 1,67 m / 69,4 kg ; Männer 40 – 45 Jahre: 1,80 m / 87,3 kg. Quelle: Statistisches Bundesamt)
  • Wen schert der Durchschnitt? Meine Frau hat deutlich kürzere Arme und Beine als ich und ist insgesamt kleiner. Das heißt für ein Fahrrad: Der Rahmen muss kleiner sein, der Lenker schmaler und ggf. die Tretkurbeln kürzer. Ansonsten fühlt man sich einfach nicht sicher auf einem Rad. Wer schon einmal ein Kind auf einem viel zu großen Rad gesehen hat, weiß was ich meine. Auch der Sattel als sehr sensible Zone ist oft spezifisch gestaltet.

Also habe ich mir mal ein paar Kandidaten herausgesucht. Es ist Fachhandel und Direktversand dabei. Der Preis sollte um die 1000€ nicht überschreiten.

Canyon Grand Caynon 5 WMN, 799€, Direktversand

Copyright: Canyon Bikes

Radon ZR Lady 7.0, 829€, Direktversand

Copyright: Radon Bikes

Cube Access WS SL, 1049€, Fachhandel

Copyright: Cube Bikes

Was alle 3 Räder gemeinsam haben:

  • Aluminium Rahmen
  • Luft Federgabel
  • Relativ einfache Shimano Bremsen
  • 1 x 12 fach Antrieb von Shimano oder SRAM (Was in dieser Preisklasse durchaus beachtenswert ist)
  • Gewichte (Katalogwert bei der kleinsten Rahmengröße) 13 bis 13,6 kg

Die Geometrien sind sich insgesamt auch ziemlich ähnlich. Hier einmal der Vergleich der beiden wichtigen Größen Stack und Reach. Ganz vereinfacht gesagt: Je größer der Stack und je kleiner der Reach Wert, desto aufrechter und komfortabler die Sitzposition. Das Canyon wäre in diesem Vergleich also das gestreckteste Bike.

Besispiel. Copyright Radon Bikes
BikeStack (mm)Reach (mm)
Canyon595397
Radon593363
Cube603377
Stack und Reach in Rahmengröße „S“

In der folgenden Tabelle habe ich einmal die Wichtigsten Ausstattungsmerkmale zusammengefasst. Etwas unfair ist natürlich wie immer, dass das Cube als Fachhandelsrad einen Preisnachteil hat.

Rein datenbasiert kann man klar sagen, dass Radon das beste Gesamtpaket schnürt. Guter Preis, gutes Gesamtgewicht und eine solide Ausstattung. Gegen das Cube spricht für mich z.B. auch die geringere Bandbreite der Kassette. Gerade im Einsteigerbereich ist jeder Zahn mehr hinten gern genommen 😉 Dafür ist die Bremse am Cube auf dem Papier etwas besser. Allerdings kann ich auf den ersten Blick keine Unterschiede der MT 200 und 400 erkennen.

Was ich natürlich nicht beurteilen kann ist die generelle Verarbeitung der Räder. Aus der Erfahrungen mit Rennrädern und anderen MTBs der Marken wäre mein Ranking folgendes (Gut zu weniger gut): 1. Canyon, 2. Radon, 3. Cube

Was allen Rädern fehlt und anscheinend für Hardtails von den Herstellern nicht vorgesehen ist, ist eine höhenverstellbare Sattelstütze. Meiner Meinung nach eine der sinnvollsten Innovationen der MTB Technik der letzten Jahre. Diese würde ich an jedem Rad nachrüsten. Hier wären noch einmal ca 150 bis 200 Euro einzurechnen.

Selber bauen

Ist auch ein Option die Spaß macht. Super viel günstiger wird es aber dadurch nicht wie ich wieder beim Aufbau eines Kinderbikes festgestellt habe. Und man muss erstmal einen Rahmen bekommen.

UPDATE 18.05.2021

Es ist nun das Radon geworden. Unter anderem weil es das einzige verfügbare war 😉 Aber nicht nur deswegen. Das Gesamtpaket aus Ausstattung, Gewicht und Optik hat mich überzeugt. Das Canyon ist auch eine Gute Wahl. Aber die sportlichere Sitzposition gefiel uns nicht so.

Jetzt heißt es 14 bis 24 Werktage Warten 😮 …

24 Zoll Kinder MTB – Custom build

Letzes Wochenende waren wir mit den Kindern im nahen Wald radfahren. Man hat gemerkt, wie die Kinder Spaß daran hatten. Ihre Räder sind ja schon gut und leicht. Aber die Große hat jetzt Licht, Schutzbleche und einen Gepäckträger dran. Das will man sich ja auch nicht kaputtfahren.

Also habe ich abends mal wieder bei ebay Kleinanzeigen reingeguckt und schon ging das Kopfkino los 😉

Hiermit wurde die Saat gesäht:

Schickschick

Ganz schnell wurden noch die folgenden Teile geordert:

Nagelneu und unbenutzt
Legger 🙂

Ich hab jetzt richtig Bock auf Teilesuche zu gehen und ein tolles, hoffentlich leichtes Sportrad zu bauen. Schwierig ist es eine Kurbel mit maximal 150mm Kurbellänge zu finden. Und zu Teuer oder schwer soll es nicht sein. Eventuell wird eine Erwachsenenkurbel gekürzt und mit neuen Gewinden versehen.

Bleibt gespannt 🙂

Lagerarbeit – Frühjahrscheck im Fuhrpark

Ich bin leider im Winter nicht so viel gefahren. Mit dem S-Pedelec leider nur ca 1000 km seit August (Ich sitzte im Homeoffice fest). Mit dem Enduro weiß ich es nicht genau, da es ja keinen Tacho hat. Das Rennrad ist kaum dreistellig geworden.

Trotzdem habe ich einen Frühjahrscheck durchgeführt. Zuerst war das S-Ped dran. Einmal putzen, Sommerreifen drauf… das übliche.

Soweit war das alles OK. Nur die hinteren Bremsbeläge waren schon grenzwertig dünn. Vorne hatte ich ja auch Lärmgründen schon einmal auf die Magura Performance Einzelbeläge gewechselt. Die nun sozusagen „Altvorderen“ (Hahaaa) sind jetzt hinten reingekommen. Insgesamt haben die hinteren damit knapp 4000 km unter allen Wetterbedingungen gehalten.

Nach schlechten Erfahrungen von Speeder´s Corner mit einer festgegammelten Steckachse, habe ich meiner vorderen auch eine Extraportion Fett gegönnt.

Beim Enduro habe ich eigentlich nur mit einer Reinigung gerechnet. Tatsächlich waren aber sowohl das Innen- als auch das Steuerlager defekt. Beim Innenlager war es ohne Kette deutlich zu spüren. Die Einsätze in 2020 waren nicht so lang, dafür aber anscheinend heftig. Z.B. ein ganztägiges Sprungtraining bei Dauerregen.

Zum Glück hat die Alutech Fanes noch ein „altmodisches“ BSA Schraub Innenlager. SRAM GXP Originalersatz kostet gerade einmal 22€. Und beim Care Creek fourty Steuerlager lassen sich nur die eigentlich Lager ersetzen. Das waren noch einmal 24€. Aber trotzdem krass, dass die nach nicht einmal 2 Jahren schon durch waren. Ich fahre ja keine 1000 km mit dem MTB.

Sehr empfehlen kann ich den Innenlagerschlüssel von Rose, der 4 verschiedene Größen abdeckt. Kein gemurkse mehr mit den scharfkantigen Blech Hakenschlüsseln. Ob sich da Premiumersatz (Chris King, Cane Creek…) für 100 bis 200€ lohnen würde ist schwer zu sagen. Ob das länger hält als 10 SRAM GXP Lager? Zumal der Tausch nur ca. 10 Minuten dauert.

Dann hoffe ich mal, dass diese Saison besser wird. Urspünglich war für 2021 ein Trip nach Norwegen geplant. Auch dieser muss nun leider wieder verschoben werden.

Deutschland zum Fahrradland machen

Wäre es nicht toll, wenn einem Deutschland auch in den Sinn kommt wenn es um das Thema Fahrrad geht? Ist ja derzeit eher mit dem Auto verbunden.

Auch die Investitionen die für die jeweilige Verkehrsform getätigt werden, stehen in keinem Verhältnis. Dass das Fahrrad auch als ernstzunehmendes Verkehrsmittel taugt, zeigen Städte wie Kopenhagen oder Ansterdam deutlich. Aber auch Deutsche Städte geben „gas“. Als leuchtende Beispiele seien Münster, Freiburg und auch Kiel genannt.

Es muss auch in anderen Städten und auf dem Land ein Umdenken starten.

Wer den Wandel mitgestalten möchte, kann diese Petition unterschreiben : Neuigkeit zur Petition · Erster Schritt zum Fahrradland: Verkehrsberuhigung endlich zulassen, Herr Scheuer! · Change.org

Radpendleridylle

Wünsche an die Verkehrspolitik, 2021 Edition

Danke wieder einmal an Speeder´s Corner für die treffenden Formulierungen.

Speeder's Corner

Wir schreiben das Jahr 2021 und es herrscht große Freude: Das S-Pedelec ist endlich in der Gesellschaft angekommen! Durch vernünftige, pragmatische Lösungsansätze im Verkehrsrecht und steuerliche Anreize für die Fahrer steigen jeden Morgen immer mehr Menschen auf ein schnelles Pedelec, statt sich im Auto oder in den Öffis zur Arbeit zu begeben.

Man kann getrost von einer Win-Win-Situation sprechen: jedes Pendelauto weniger bedeutet auch weniger Stau in den Städten, die Umweltbelastung ist geringer und schlussendlich tut auch jeder einzelne Fahrer etwas für seine Gesundheit.

Ach nee, moment.Das war ja in Belgien.

In Deutschland wird nach wie vor am unliebsamen Status des S-Pedelec festgehalten, ganz nach dem Motto „warum etwas ändern, wenn es eh keiner fährt?“ Und natürlich wird dabei verkannt: wenn sich nichts ändert, fährt das auch weiterhin kaum jemand.

Ich möchte aber nicht immer nur meckern! Daher heute einmal kurz und knackig meine fünf Wünsche…

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Günstiges E-Fully – TOTEM Carry

Man sollte ja meinen, dass der E-Bike oder besser Pedelec Markt langsam gesättigt ist. Anscheinend nicht. Denn eine neue Marke kommt im März auf den deutschen Markt: TOTEM. Der Name Carry suggeriert für mich erst einmal ein Lastenrad.

Das Carry ist aber ein, mit knapp 2500€ ziemliches günstiges, E-Fully. Sieht auf den ersten Blick wirklich schick aus:

TOTEM Carry Copyright:Totem Bikes

Was besonders auffällt ist, dass das Rad einen mir unbekannten Mittelmotor von VINKA verwendet. Rein optisch ähnelt er sehr dem Bosch performance gen 2. Hat aber vorne ein Großes Kettenblatt. Die TOTEM Bikes werden in Tschechien hergestellt. Das VINKA System ist eine japanische Entwicklung. Der Akku verfügt über 504 Wh, verfügt über Samsung Markenzellen und ist im Rahmen integriert aber anscheinend auch entnehmbar.

Rahmen und Geometrie wirken sehr modern. Der Hinterbau ist als klassischer Viergelenker ausgeführt.

Die Komponenten sind, dem Preis geschuldet, eher einfach gehalten. So ist die Luftgabel immerhin von Suntour und einstellbar. Der Dämpfer jedoch ist ein sehr einfacher Kindshock (A5 RP-1 Air) und lediglich per Luftdruck dem Fahrergewicht anpassbar. Auch die Bremsen sind günstige (immerhin Shimano) BR200 auf Acera/Altus Niveau. Auch Reifen, Laufräder usw sind eher einfach gehalten und es fehlt eine Vario Sattelstütze. Die Schaltung ist aber eine solide Shimano Deore. Aber irgendwo muss der Preis ja herkommen.

Wenn das Rad gut fährt, kann man später immer noch aufrüsten.

Um das Rad wirklich beurteilen zu können, wurde mir eine Probefahrt angeboten. Da muss man natürlich derzeit gucken ob sowas geht. Wäre aber super spannend.

TOTEM Carry. Copyright: Totem Bikes

Hier noch das offizielle Datenblatt. Ich habe mal etwas mehr Informationen angefragt. Bin Sehr gespannt.

Insgesamt sieht das Rad nach einer guten Alternative für alle aus, die erstmal in die E-MTB Welt einsteigen wollen und nicht direkt 4000€ oder mehr investieren wollen.

Tubeless leicht gemacht

Die permanente Gehirnwäsche der Medien und Kumpels hat nun endlich gefruchtet 😉 Ich habe meine FANES 5.0 nun auch auf Tubeless umgerüstet.

Die Hauptgründe waren zum einen der versprochene geringere Rollwiderstand und zum anderen die Tatsache, dass ich mit beim Reifenaufziehen am Rennrad zwei Schläuche nacheinander selbst mit den Reifenhebern kaputt gemacht habe!

da meine e*thirteen Felgen schon tubeless ready waren, war die Umrüstung relativ leicht.

Ich habe mich (nach guten Erfahrungen eines Kumpels) für die Dichtmilch von Continental entschieden. Die Ventile sind vom MucOff in der schönen Trendfarbe „Oilslick“

Schreiten wir zur Tat

Entschuldigt die schlechte Bildqualität. Wird mal Zeit für ein neues Smartphone 😉

Unnnd fertig

Insgesamt hat die ganze Aktion ca eine halbe Stunde gedauert. Mal sehen was es bringt…

Kleines Update: Nach 2 Tagen war es hinten platt. Ich habe ein anderes Dichtgummi eingebaut (es liegen den Ventilen mehrere bei). Nun scheint es dicht zu sein.

Naloo Chameleon 26

Zu Weihnachten war es endlich so weit. Unsere Große (8 Jahre) hat ihr neues Rad bekommen. In unserem Fall ist es ein Naloo Chameleon 26 geworden. Wir haben uns bewusst entschieden diesmal eine „Zwischengröße“ auszulassen, da sie schon sehr gut fährt. Bei kleineren Kindern finde ich die Zwischengrößen super, da hier auch das Gewicht noch eine größere Rolle spielt. Unser kleiner (5 Jahre) hat auch was davon. Er hat nun das WOOM 4 geerbt und ist ganz stolz.

Ich möchte hier einmal genauer auf das Naloo eingehen und einen ersten Eindruck beschreiben. Auch möchte ich einen Vergleich zu WOOM machen.

Insgesamt macht das Rad einen soliden Eindruck und ist trotzdem immer noch sehr leicht:

Hier mal eine Aufstellung der Dinge die mir Positiv und negativ aufgefallen sind:

PRO

  • Lackierung: Insgesamt sehr gleichmäßig. Die Langzwitqualität wird sich noch zeigen müssen. Außerdem finde ich die Farbe geil 😉
  • Schweißnähte: Sauber ausgeführt
  • Rahmendesign: Sehr tiefer Einstieg. So können auch kleinere Kinder sicher absteigen. Alle Gewinde für z.B Gepäckträgermontage sind sauber gearbeitet und Lackfrei wie es sein soll. Befestigungsmöglichkeit für einen Flaschenhalter vorhanden (Schrauben sidn bereits verbaut)
  • Gewicht: Mit 9,9 kg (ohne Gepäckträger und Schutzbleche) für ein 26er sehr gut und vergleichbar mit dem WOOM 6 (9,5 kg)
  • Leichte und leicht profilierte KENDA Markenreifen.
  • Komponenten: Machen insgesamt einen guten Eindruck. Shimano Altus Schaltwerk mit Triggerschalter
  • Zubehör: Gepäckträger und Schutzbleche machen einen wertigen Eindruck. Speziell die Schutzbleche waren am WOOM 4 ihr Geld nicht Wert und schlecht verarbeitet.
  • Preis: (549€ ohne Zubehör) Gemessen an Verarbeiung und Gewicht angemessen. Vergleichbar mit WOOM

CONTRA

  • Anleitung. Sehr schlecht da einfach nicht vorhanden. Im Gegensatz zum WOOM muss z.B. der Steuersatz nach der Lenkermontage eingestellt werden. Wer das noch nie gemacht hat, wird das so nicht hinbekommen
  • Kein Schnellspanner am Sattel. Gerade in der Findungsphase wäre das sehr gut wenn man noch öfter nachkorrigiert.
  • Vorbau nicht verstellbar (wie z.B. bei Woom)
  • Zubehör: Ständer stabil. Leider aber als Mittel- und nicht als Hinterbauständer ausgeführt (WOOM). So stört er immer beim rückwärts schieben. Kann allerdings dann auch nicht vergessen werden
  • Preis. Viel Geld für ein Kinderrad

Ich werde dann berichten, wie sich das Rad im Alltag schlagen wird. Bei der Beleuchtung setzen wir wieder auf StvZO konforme Akkuleuchten. Sind schön hell und leicht.

Das nächste Kinderfahrrad kommt. NALOO Chameleon statt WOOM 5

Kinder wachsen viel zu schnell. Das weiß man ja. Aber was man vorher nicht weiß ist, dass der Fahrradkauf dann ganz schön ins Geld gehen kann. Zumindest wenn man keine riesen Größensprünge machen will. Wir haben derzeit ein WOOM 3 (16″) und ein WOOM 4 (20″) im Fuhrpark. Mit beiden Rädern sind wir absolut zufrieden und ich bleibe dabei, dass sich der zunächst hoch erscheinende Kaufpreis schnell relativiert wenn man sich die Gebrauchtpreise ansieht. Das WOOM 3 wird nun zum Jahresende im Freundeskreis für 280€ weitergegeben. Auf e… Kleinanzeigen wäre ich es sich für bis zu 320 losgeworden.

Nun also WOOM 5 (24″) oder WOOM 6 (26″). Das wäre die naheliegende Entscheidung. Erstmal gebraucht gucken: Wenig da oder fast zum Neupreis! Mh also neu: Upsi. Alles ausverkauft…. Der Hype (zu dem vielleicht auch ich beigetragen habe) hat also zur Folge, dass WOOM sein gesamtes Kontingent für dieses Jahr anscheinend schon verkauft hat. Wo soll ich denn nun ein Kinderrad zu Weihnachten herbekommen?

Ich habe mich dann einmal auf „Kinderfahrradfinder“ umgesehen. Es gibt ja noch was anderes außer WOOM und Baumarkt. Die Edelmarken ala Early Rider oder Rascal schieden für mich aus. Ich bin zwar Fahrradfreak, aber 750 bis 1000€ für ein nacktes Sportrad ist mir dann doch too much.

So bin ich dann bei NALOO hängengeblieben. Ein Marke aus der Schweiz. Speziell beim Modell Chameleon, das den Woom Rädern ziemlich ähnlich ist.

Naloo Chameleon. Copyright: NALOO Bikes

Soweit ist es wirklich ziemlich ähnlich. Entgegen unserer sonstigen Überzeugung ein Rad nicht „zu groß“ zu kaufen, gehen wir hier aber gleich auf 26″. Der Naloo adaptive frame ist, ähnlich wie bei modernen Mountainbikes, am Sitzrohr tief heruntergezogen um viel Beinfreiheit zu schaffen. Außerdem sagen sowohl WOOM als auch NALOO, dass das bestimmende, neben der Schrittlänge, das Fahrkönnen des Kindes ist. Hier ist unsere große auf jeden Fall super unterwegs. Einen großen Vorteil gegenüber WOOM finde ich, dass NALOO ab 26″ vom Drehgriffschalter auf Trigger wechselt. Der sollte noch intuitiver zu bedienen sein. Und die knallige Farbe Türkis hat es uns auch angetan. Da Unser kleiner dieses Rad wohl nicht erben wird, kann man hier auch mal ne richtige „Mädchenfarbe“ nehmen. Nachteilig gegenüber WOOM finde ich den Mittelständer (statt eines Hinterbauständers) der beim Zurückschieben immer blockiert.

Chameleon 26 in türkis Copyright: NALOO Bikes

Cleaner look und coole Farbe Copyright: NALOO Bikes

Preislich ist das NALOO im Rahmen den man auch vom WOOM gewohnt ist. Es ist lediglich ca 400g schwerer, aber für ein 26er immernoch sehr leicht.

Insgesamt wären wir mit Zubehör wie Gepäckträgerm, Ständer und Schutzblechen dann bei insgesamt 624€. Ist sicher ne Menge Holz. Aber dieses Rad sollte jetzt auch ein paar Jahre halten.

Naloo 26 Zubehör Copyright: NALOO Bikes

Es sind bei einem Onlinehändler noch 6 Stück in Türkis zu haben. Da werde ich wohl mal bestellen. Nach Weihnachten gibt es dann ein Review.

Mountainbiken im Winter – Platzangst DFL Suit – Update

Die Einteiler sind wieder da. Vor ein paar Jahren hätte die Stylepolice ein klares Veto eingelegt. Aber es ist der Firma Dirtlej zu verdanken, dass man die praktischen Dinger jetzt anziehen darf, weil sie ziemlich cool aussehen. Der Einteiler wird jedem gefallen, der schon einmal Modder in der Unterbüx hatte. Das ist echt nicht schön…

Hier habe ich ja schon einmal beschrieben was ich beim normalen Pendeln auf der Straße anziehe. Nun wäre es unpraktisch, die gleichen Klamotten am Sonntag komplett einzusauen und die dann zu Montag wieder sauber zu bekommen. Deshalb habe ich mich entschieden mir noch einen einfachen Dirtsuit nur fürs MTB zuzulegen. Also einen ohne Beine und mit festen Ärmeln. Zunächst hatte ich in der Kleinanzeigenbucht nach einem Dirtsuit classic geguckt. Die sind aber entweder ziemlich benutzt oder für meinen Geschmack zu teuer. UVP ist 199€ und viele wollen noch 160 dafür haben.

Ein Freund machte ich dann auf den Platzangst DFL suit aufmerksam. Der kostet neu 129€ und sieht von den Werten erstmal sehr ähnlich aus. Zugegeben ist es wie ein Dirtsuit Derivat. Ich habe inklusive 10% Newsletterrabatt jetzt für 116€ einfach mal zugeschlagen.  VW hat ja auch nicht den Kompaktwagen mit Quermotor und Frontantrieb erfunden und doch heißt es Golfklasse 😉

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Platzangst DFL suit mit model 😉

Er ist optisch ziemlich schlicht und nur in schwarz erhältlich. Obenrum ist er eher schmal geschnitten. Mit 1,85m und 82 kg passt bei mir Größe L perfekt. Man kann außen die Bundweite mit zwei Klettbändern verstellen. Es würde auch noch ein dicker Pulli drunter passen. Für Protektoren wäre es aber zu knapp (UPDATE: die Amplifi Cortex Polymer Jacke passt perfekt drunter) . Knieprotektoren haben ausreichend Platz an den Beinen (ION K-Pact).

Die Kapuze passt locker über einen MTB Helm wenn man vorher den Hauptreißverschluss etwas aufmacht. Unter den Armen gibt es zwei lange Lüftungsreißverschlüsse.

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Heckansicht mit reflektierendem Schriftzug

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Seite mit Kapuze

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Dummes Gesicht mit Kapuze

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Lüftungöffnungen

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Abgedichtete Nähte

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Detailverarbeitung

Ich habe den Anzug auf einer (leider trockenen) Runde mal angetestet. Bei ca 2°C hatte ich ein Langarm Merino Shirt und eine lange Trägerhose drunter. So war es echt super solange man in Bewegung ist. Im Matsch wird sich der Anzug auf jeden Fall auch noch beweisen müssen. Über die Haltbarkeit kann ich natürlich auch noch nichts sagen. Da kommen dann updates. Der erste Einruck ist für den Preis auf jeden Fall super. Einzig eine Innen- oder Brusttasche fürs Smartphone wäre noch wünschenswert. Es gibt lediglich zwei „Hosen“ Taschen.

PRO

  • Gut verarbeitet
  • Vergleichsweise günstig
  • Lange Lüftungsreißverschlüsse
  • schmal geschnitten (gut für mich)

CONTRA

  • Kapuze lässt sich nicht verstauen
  • Wenige Taschen
  • Nur in schwarz erhältlich Nun auch in blau
  • schmal geschnitten
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Platzangst im Wald?

Update Oktober 2020:

PRO: Ich habe den Anzug jetzt ca 5 mal benutzt. Was man auf jeden Fall sagen kann ist, dass man drin absolut trocken bleibt. Natürlich ist es etwas schwitzig, aber man kann sich darunter entspechend anziehen.

DFL suit im harten Einsatz

Nach 5 Stunden mit Schlamm und Regen war drinnen alles trocken. Die Kapuze passt sogar über den Fullfacehelm. Dann hat man nur etwas den „Batman effekt“ und kann den Kopf nicht mehr doll drehen 😉

CONTRA: Nach der Tour am Folgetag einer Bikeparkschlammschlacht haben leider beide Reißverschlüsse der Taschen und der große Hauptreißverschluss aufgegeben. Die Taschen gehen nun weder auf noch zu und der Große nur noch zu einem drittel auf. Ich bin gerade noch so rausgekommen. Das finde ich schon enttäuschend 😦

Hauptreißverschluss kaputt
An der Tasche auch

Der Service von Platzangst ist allerdings super. Ich habe direkt am selben Tag der Reklamation einen Rücksendeschein erhalten. Mal sehen ewas dabei rauskommt. Übrigens hat der Reissverschluss am Dirtleij Dirtsuit SFD eines Kumpels auch am gleichen Tag aufgegeben.

Wir haben dann philosophiert, dass es doch sinnvoller wäre bei solchen Anzügen eher ganz derbe Verschlüsse zu verwenden (und dann doppelt oder so). Diese feinen mit Dichtlippe scheinem dem groben Dreck (für den die Anzüge ja gemacht und beworben werden) nicht standzuhalten…

UPDATE Dezember 2020:

Ich habe anstandslos einen neuen Anzug (diesmal auf meinen Wunsch in blau) bekommen mit dem Hinweis, die Reißverschlüsse ab und zu mit Silikonspray zu pflegen.

Jump and drop – für Senioren ;)

Am letzten Wochenende waren wir mal wieder in St.Andreasberg zu Gast. Hier treffen wir (also ich und diverse feste und wechselnde Freunde) und mindestens einmal im Jahr um die Naturtrails und auch den nahegelegenen Bikepark MSB X-Trail zu genießen.

Dieses mal sollte es am Freitag aber etwas ganz besonderes geben. Wir haben uns zu fünft zu einem jump and drop Kurs angemeldet. Durchgeführt wurde dieser von einem sehr netten Trainer von Trailtech. Wir sind ja vergleichsweise alt um das noch anständig zu lernen. Aber es war echt super hilfreich.

Man denkt ja: „Radfahren? Mach ich seit 35 Jahren. Kann ich“. Da kann ich nun ein ganz klares „Ja aber“ hintendran stellen. Wir haben uns also um 10:00 am Bikepark getroffen und dann ging es erstmal zum Bikecheck. Luftdruck, Dämpfereinstellung, ist alles fest und noch da?

Die mutige Seniorentruppe

Schon bei den ersten Übungen wurde klar, dass man sich einen komischen Fahrstil „drauffahren“ kann. Ist ein bisschen wie alleine Schlagzeug zu lernen. Klappt ganz gut, aber wenn man es dann mal von einem Profi gezeigt bekommt merkt man, was man alles so optimieren kann. Oder habt ihr jemals die Fersen je nach Situation hoch oder runtergedrückt auf dem Pedal?

Vormitags haben wir uns also nur mit Tablejumps und dem Wegdrücken von Bodenwellen beschäftigt. Erst immer die gleichen Schleifen und zum Schluss dann auf mehreren ganzen Abfahrten.

Nach der Mittagspause (Der Regen wurde doller und doller) ging es dann ans droppen. Und für mich persönlich ging es eher um den Schweinehund als um die Technik. Aber wenn man sich nach dem Übungsdrop dann an einen „richtigen“ traut, dann ich das schon ein geiles Gefühl 🙂

Danke nochmal an Trailtech für den super Tag. Bis auf zwei kleine Stürze ist auch alles und alle heil geblieben.

Auf der Tour am nächsten Tag haben sich alle auch echt sicherer Gefühlt im verblockten Gelände. Man hat förmlich nach Absprungkanten gesucht.

Entschuldigt die schlechte Bildqualität. Aber die Handykamera war bei den Licht- und Nässeverhältnissen leicht überfordert. Sogar mein „Dirtsuit“ hat aufgegeben. War dicht, aber die Reißverschlüsse sind nun kaputt. Dazu gibt es nochmal gesondert was.

Gewohnt haben wir wieder beim Werkmeister harz bnb. War wirklich wieder super. Das war es schon immer. Aber besonders hat mich die Umsetzung der Corona Hygienemaßnahmen beeindruckt. Alles eine Frage von guter Organisation. So fühlte man sich immer sicher. Und draußen im Wald ist es ja eh einfacher. Was dieses mal besonders angenehm war, ist der auch für Wintersportler ausgerüstete Trockenraum mit Lufttrocker, Schuhwärmern, Waschmaschine usw. Daumen hoch und nächstes Jahr gerne wieder. Vorhanden ist auch eine Große Garage mit Werkstatt sowie ein Bike Waschplatz. Der ist besonders für mich am schönsten 🙂

Bilder ausgeliehen von http://www.harzbnb.de (Werkmeister)

Prophylaxe fürs E-Bike – Oder „wie bekomme ich den Bosch Mittelmotor dicht“

Wir schreiben das Jahr 2020. Und der Markführer bei Pedelecantrieben benutzt immer noch Filzringe um der Witterung ausgesetze Kugellager vor Nässe zu schützen… Man muss leider sagen „immerhin“. Denn bisher war da glaube ich gar nichts drin.

Aber noch einmal von vorne. Mein Speed Pedelec wird ja ganzjährig genutzt. Speziell im Winter 2019 war das Wetter einfach nur sch… Also viel Regen und nasse Straßen. Der Bosch performance (speed) Antrieb ist ja eigentlich ein E-Motor der hauptsächlich in Mountainbikes verwendet wird. Da kommt ja oft noch Sand, Erde, Matsch dazu. Um so unverständlicher, dass Bosch hier als „Abdichtung“ der exponierten Kubellagerung bisher lediglich auf den Abdeckring der sogenannten „2RS Lager“ setzte. Im Bild unten sind das die schwarzen Kunstoffringe.

2RS Lager. Quelle: Wikipedia

Sie Sollen das Fett am Austreten hindern, sind aber natürlich nicht vollkommen dicht da sich das Lager sonst nur schwer drehen würde.

Die Kettenblattseite des Motors hat zwei Lager. Eines ist die Abtriebswelle (auf der das Kettenblatt mit 2,5- facher Kurbeldrehzahl läuft. Unten das große Lager), eines das Lager der Kurbelwelle selbst, die sich in der Abtriebswelle dreht (Unten das kleinere).

Bosch Performance Gen2 Lagerung. Quelle: ebike-doktor.de

Für das äußere Lager hat Bosch vor Jahren schon einen Lagerschutzring eingeführt der den Spalt abdeckt. Das kleine Lager in der Mitte war bisher ungeschützt. Nun hat E-Bike Doktor.de eine Idee gehabt und ein sogenanntes Prophylaxe Kit erfunden. Dies besteht im Wesentlichen aus einem Wellendichtring, der in die Abtriebswelle gesteckt wird und die Kurbelwelle abdichtet. Auf dem oberen und unteren Bild rot eingekreist.

Wellendichtring. Quelle: ebike-doktor.de

Also hab ich das gleich bestellt. Beim Einbau dann die Überraschung. Es war bereits ein ölgetränkter Filzring verbaut. Immerhin. Allerdings immernoch wie Maschinenbau Anno 1900. Nee, dann wäre es ein Lederring. Aber dann ist der Motor nicht mehr vegan 😉

Prophylaxe kit. Quelle: ebike-doktor.de
Das ist der Filzring. Hier natürlich schon rausgepult
Hier ist der neue Wellendichtring schon verbaut. Außen der Lagerschutzring

Mal sehen wie sich das nun bewährt. Ist natürlich schlecht nachzuweisen, ob es was bringt. Nachteil des Dichrings ist, dass es etwas schwerer läuft. Vorteil, dass er besser abdichtet als der Filzring. Ich werde berichten…

Ein neuer MTB Helm muss her. Fullface mit abnehmbarem Kinnbügel oder Spezialisten?

Irgendwie doof, aber auch passend. Meine beiden MTB Helme lösen sich gleichzeitig in Wohlgefallen auf. Meinen Bell Stoker trage ich jetzt seit ca. 3 Jahren sowohl auf dem MTB als auch manchmal auf dem E-Bike. Nun löst sich langsam das Stirnpolster auf. Schade, denn der Helm gefällt mir richtig gut.

Für gelegentliche Bikepark Einsätze hatte ich mir vor Jahren mal einen IXS Phobos Fullface Helm besorgt. Den gab es günstig bei Rose. Mittlerweile ist die Öffnungslasche ziemlich ausgefranst und das Schließblech verrostet. Auf das Polster am Hinterkopf gibt langsam auf. Dabei habe ich den Helm an vielleicht 10 Bikeparktagen getragen. Eigentlich zu früh zum kaputtgehen…

Im Sommer war ich mal wieder auf dem MSB X-Trail. Es herrschten kuschelige 30°C und ich habe mich im Helm totgeschwitzt. Also jedesmal am Lift abnehmen, oben wieder aufsetzen usw. Davon wird der Helm sicher auch nicht besser.

Mein Buddy Sönke hatte sich gerade vor der Tour einen Zwitterhelm gekauft. Also einen Fullfacehelm mit abnehmbaren Kinnbügel. Oder eben einen Endurohelm mit dranmontierbarem Kinnbügel. Je nachdem wie man das betrachtet. Sowas brauche ich auch, dachte ich mir. In seinem Fall handelt es sich um einen UVEX Jakkl hde 2.0.

Gefällt mir optisch richtig gut. Allerdings waren mir beim anprobieren die Plastikdinger die die Boa Helmgurte zusammenhalten direkt am oberen Ohransatz zu spüren. Keine Ahnung ob man das einstellen kann. Naja, die Saat ist gesät und nun guck ich mal, was es sonst noch so in der Richtung gibt. Folgende Helme kommen in die engere Auswahl:

UVEX

UVEX Jakkyl hde 2.0 ©UVEX Sport

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Bell Super 3R MIPS ©Bell helmets

leatt

LEATT DBX 3.0 Enduro V2 ©LEATT

Aber wie es der Zufall so will, ist mir ein ebay-Kleinanzeigen Schnäppchen über den Weg gelaufen. Es ist nun also ein MET Parachute Fullface geworden. Überzeugt nun doch wieder einen echten Fullface zu nehmen hat mich zum einen das sensationell geringe Gewicht von 740g und die super Belüftung. Der Preis war auch sehr verlockend. Ich habe den wirklich neuwertigen Helm für 70€ erstanden!

MET Parachute
Tres chic
Befestigung und Silikon Stirnpolster

Auch wenn es so aussieht: Man kann den Kinnbügel nicht abnehmen. Ein erster Test bestätigt, dass der Helm sich wirklich super trägt und auch super leicht und belüftet ist.

Außerdem ist der Helm ASTM zertifiziert. Diese Norm übertrifft die normale Fahrradhelm Norm EN 1078. Der Helm sollte also einiges wegstecken können. Nun, hoffentlich muss er das nie.

Als nächstes muss ich mich nun nach einem Ersatz für meine BELL Stoker umsehen….

S-Pedelecs in der Presse – Todesfalle auf Rädern

Immer mal wieder stoße ich auf neue und ältere Berichte zum Pendeln mit dem S- oder Speed Pedelec. Man kann es eigentlich kurz zusammenfassen wie diese Berichte zu 90% enden: Macht Spaß, aber ist eine gefährliche Todesfalle. Und überhaupt nur was für den Sommer…. Aha!

Relativ neutral bei der Dekra: S-Pedelec: Mit Tempo 45 zur Arbeit Hier kommt der Tester zur Ansicht, dass das doch nur was für den Sommer sei.

Speziell zu letzterem Punkt frage ich mich, ob da die richtigen Leute auf die Artikel angesetzt wurden. Bei normalen Pedelecs scheint das nicht so ein Thema zu sein. Eventuell liegt es daran, dass hier teilweise Autopendler (Der ich ja auch vorher war und manchmal bin) auf das S-Pedelec gesetzt werden. Natürlich ist das dann ein großer Unterschied zum SUV mit Sitz- und Lenkradheizung. Man muss sich dann eben entsprechend anziehen. Dann kann man jeglichem Wetter trotzen ->Klick. Die Frage ist eher, ob man es will. Natürlich ist es schön im Sommer Rad zu fahren. Aber ich mag es auch im Herbst und Winter unterwegs zu sein und das Wetter zu erleben. Das erinnert ein bisschen an einen E-Autotest der Autobild, in dem sich der Reporter über die Windgeräusche mokiert die er im Diesel PKW wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen hätte.

Vielleicht sollten lieber Leute S-Pedelecs testen die eh schon gerne Rad fahren, aber deren Arbeitsweg für das normale Rad zu lang ist.

Die Süddeutsche spricht von einer Nahtoderfahrung oder Verkehrsärgernis

Die Westdeutsche Zeitung titelt: Achtung, Gefahr!

Zum Punkt „Todesfalle“ kann sicher jeder Radfahrer eine Geschichte beitragen. Leider macht die S-Pedelec Einstufung als Moped die Sache tatsächlich gefährlicher wenn man sich an die Regel hält, dass Radwege tabu sind.

Ich bin es mittlerweile leid von Autofahrern „erzogen“ zu werden. Deshalb weiche ich auf meinem Stück durch die Stadt auf den Hauptstrecken auf die Radwege aus. Natürlich mit angepasster Geschwindigkeit. Ein eventuelles Bußgeld würde ich da eher in Kauf nehmen, als zum wiederholten mal von der Fahrbahn gehupt oder gedrängt zu werden. Ähnliches gilt übrigens für Bundesstraßen mit Radweg daneben.

Hier fehlen in Deutschland der Wille und die Ideen unserer Europäischen Nachbarn, die da deutlich differenzierter sind. Z.B. Haben die Niederlande mit der NTA 8776 sogar eine eigene Norm für S-Pedelec Helme geschaffen.

Eines muss man hier mal klar sagen: Wenn es Nahtoderfahrungen gibt, dann aufgrund der Erziehungsversuche einiger Wutbürger hinterm Lenkrad. Ein Freund von mir aht gerade die erste Strafanzeige seines Lebens getätigt weil ein Autofahrer ihn an den Randstein gedrängt hat. Und auch eine solche Presse fördert sicher nicht die Lust auf das Umsteigen. Da kann ich mich leider nicht ausnehmen. Allerdings berichte ich aus dem Alltag un dnicht nur von einer kurzen Stippvisite…

Was ich übrigens total daneben finde ist, dass die Helmpflicht die bei S-Pedelecs besteht immer als Negativpunkt herausgestellt wird. Welcher ernsthafte Radpendler trägt denn bitte keinen Helm? Und zwar weil es sicherer ist und im Herbst und Winter auch besseren Wetterschutz bietet. Da ist wieder das Thema „Autopendler aufs S-Pedelec gesetzt“ der Haken.

TROTZDEM möchte ich allen ans Herz legen es einmal zu versuchen, wenn die Bedingungen passen. Ist wirklich eine Bereicherung trotz aller oben beschriebenen Umstände.

Cobag Bikezac 2.0 – einfache (nachhaltige) Einkaufstaschen für den Gepäckträger – NEU: Update zur Nachhaltigkeit

Ich trage ungerne einen Rucksack beim Radfahren. Und wenn ich mal mit dem Rad einkaufen fahre, will ich nicht immer meine Office Bag ausräumen. Da ist immer so ein Bodensatz aus Büroartikeln drin. So bin ich beim stöbern auf die Cobag Taschen aus (wer hätte das gedacht) Kopenhagen gestoßen. Genau sowas hab ich doch gesucht. Einfach am Gepäckträger einzuhängen und mit relativ viel Platz. Pro Tasche darf man 8kg einpacken. Mein Träger darf eh nur 15 kg tragen.

Cobag am Zouma

Die Taschen sind vom Material ähnlich wie die allseits bekannten IKEA Taschen. In wie weit das nachhaltig ist, ist natürlich fraglich. Allerdings bestehen die Taschen zu 100% aus Recyclingmaterial (EDIT: Stimmt nicht Auf dem Zettel den ich weiter unten abgebildet habe steht „partly“).

Man hängt die Taschen einfach an den Plastikschlaufen über den Träger. Abmachen soll man sie mit dem kleinen Griff in der Mitte. Das klappt bei mir nicht so gut, weil die Rohre vom Träger recht dick sind.

Befestigung am Träger
Heckansicht
Aufgerollt in Wartestellung

Generell tun die Taschen was sie sollen und sind mit 20€ für 2 Stück auch recht günstig (naja, wenn man bedenkt, dass es einfach nur Plastikfolie ist.. Die Idee zählt eben).

Pro:

  • Leicht und Platzsparend
  • Können aufgerollt immer parat am Rad bleiben
  • Zum Teil aus Recyclingmaterial
  • Schick (Ansichtssache natürlich). Gibt´s in diversen Farben
  • Ordentliches Volumen. Es passen auch mehrere Pakete Küchenrolle oder sowas rein
  • 8kg Tragkraft
  • Kann man auch so durch die langen Schlaufen gut als Einkaufstasche verwenden
Anleitung

Contra:

  • Wenn die Taschen leer sind flattern sie hinten wie wild rum. Man muss sie also mit nem Spanngummi sichern. Oder wie oben gezeigt aufrollen.
Fähnlein im Wind
  • Die Taschen haben Trägerseitig keinerlei verstärkende Rückwand. Wenn man sie ungünstig belädt könnte also eine Beule in die Speichen geraten.
  • Für eine „Ikea Tasche mit Haken“ recht teuer.
  • Nur zum Teil aus Recyclingmaterial (Erklärung siehe unten)

Fazit:

Für den schnellen Einkauf gut geeignet. Fürs tägliche aber ein wenig zu flatterig. Da sollte man in festere Taschen investieren.

Auf der Homepage wird übrigens mit 100% Recyclingmaterial geworben. Ich werde da mal nachhaken.

Zitat der Cobags homepage:

Hergestellt aus langlebigen und zu 100% recycelten gewebten PP


https://copenhagenbags.com/collections/bikezac/products/new-arrival-bikezac-2-0-simplicity

Cobags hat auf meine Nachfrage sehr detailliert geantwortet und die Antwort leuchtet auch ein:


COBAGS SUPPORT
 (COBAGS)Sep 15, 2020, 7:49 GMT+2Hello Martin

Thank you for your question. It is a very valid one. The answer is a bit technical. The plastic used in the bag is 100% recycled woven PP material as we state on the website. The bag consists 90% of this material. However, such elements as the color used in coloring the bag, is not made from recycled woven PP. Therefore we cannot state that the bag is made 100% from recycled material as the term „material“ covers all the things used in the bag. However, the woven PP used in producing the bag is 100% recycled and it is this material that is used on 90% of the bag. Even the handle and stitching. 

Likewise the Label which is inside the bag is not made from recycled material. So we cannot state that the bag is 100% recycled. That would be lying. However, it is true that the Woven PP material used in the bag is 100% recycled plastic.

I hope this answers your question. It is not our intention to mislead you.

Antwort auf meine Anfrage

Zusammengefasst dürfen sie auf die Tasche selbst nicht 100% recycling schreiben, da z.B. die Farbe, der Haltegriff und eben jener Zettel wo die Informationen der Tasche draufstehen nicht aus Recycling Material bestehen. Allderdings ist die Tasche selbst zu 100% aus recycling Material.

S-Pedelec in Deutschland ausgebremst – Tolle Verkehrswende…

Hier wieder ein „geklauter“ Artikel, der die Misere der schnellen Pedelecs in Deutschland sehr gut beschreibt. Man hat wirklich den Eindruck, dass alles was in Deutschland nicht der Förderung der Autoindustrie dient systematisch kaputtgemacht wird. Außer die beknackten E-Scooter….

Hier geht´s zum Artikel auf Velostrom.de: https://www.velostrom.de/s-pedelecs-im-ausland-beliebt-in-deutschland-ausgebremst/

Bremsencheck: Formula Cura / Cura 4

Wer mich kennt weiß, dass ich und Fahrradbremsen ein schwieriges Thema sind. Ich bin da sehr pingelig und hasse es, wenn da was nicht so funktioniert wie es soll. So sind Avid/Sram Bremsen mittlerweile ein rotes Tuch für mich. Mit meiner Avid elixir 7 Bremse hatte ich nur Ärger. Ständiges quietschen (Ich habe bestimmt 4 verschiedende Beläge ausprobiert bis das mal weg war) und mehrmals pro Saison musste sie entlüftet werden. Keine Ahnung, ob SRAM mittlerweile besser ist, aber alleine das Rumgepansche  mit der DOT Bremsflüssigkeit nervt.

Irgendwann habe ich dann die Avid durch eine Shimano Zee ersetzt. Das war ja schonmal ein riesen Fortschritt. Auch das Entlüften mit dem kleinen Trichter ist bei Shimano echt super easy. Allerdings taugen auch hier die Original Bremsbeläge nichts. Zumindest in meinem Fall. Es war wieder Quietschen und schwammige Bremsleistung zu beklagen. Erst nach dem Wechsel auf Trickstuff (vorne) bzw Koolstop Beläge (hinten) war Ruhe.

An meinen Speed-Pedelecs hatte ich jeweils einmal eine Magura MT4 (völlig Problemlos) und jetzt eine MT5. Bei letzterer bekomme ich das wirklich ohrenbetäubende Gequietsche nicht in den Griff. Trickstuff Beläge liegen bereit… Hinten waren beim Kauf auch direkt zwei Bremskolben fest….Das kann doch nicht sein.

Der Vollständigkeit halber will ich noch erwähnen, dass die Shimano 105 Bremsen am Cube Nuroad Gravelbike ebenso sorglos waren. Es hat eben auch was mit Glück und Pech zu tun.

Und dann kam die Alutech Fanes ins Haus. Daran verbaut ist vorne eine Formula Cura 4 (4 Bremskolben) und hinten eine Cura (2 Bremskolben). Was für eine Offenbarung!

Formula Cura. Copyright Formula S.a.s

  • Es war quasi keinerlei Einbremsen nötig
  • Knackiger Druckpunkt
  • Super schlanke Hebel und Bremszangen
  • Echte Einfingerbremse selbst im Bikepark Einsatz!
  • Absolut KEIN Gequietsche
  • Mineralöl als Bremsmedium
  • Schnellverschluss der Bremsleitung. Soll ohne Ölverlust zu trennen zu wieder zusammenzustecken sein. Ich habe es noch nicht ausprobiert.

Ihr seht, ich bin begeistert. Sicher sind das personliche Erfahrungen. Aber so stelle ich mir das vor. Dranschauben (oder eben mit dem Bike kaufen) und vergessen. Das einzige was gelegentlich negativ auffällt ist ein leises „chippen“ an der Front. Aber das ist selbst für mich abslout vernachlässigbar 😉 Ob es quietscht hängt natürlich auch immer mit dem schwingenden System aus Bremsbelag/Scheibe/Laufrad/Gabel/Rahmen zusammen. An der Fanes scheint es zu passen.

Ein paar Negativpunkte gibts natürlich auch, die hier nicht verschwiegen werden sollen.

  • An einem Topmodell (was die Cura bei Formula ja ist) hätte ich auch eine Einstellmöglichkeit für den Druckpunkt (nicht zu verwechseln mit dem Hebelweg) erwartet
  • Die Hebelwegverstellung ist nur mit Werkzeug und dann noch ziemlich fummelig möglich

Persönliches FAZIT

Kaufen. Punkt.